Kinderzeichung Tschetschenien
The War Through My Eyes

Tschetschenien

Zweite Sendung

Sendemanuskript

 

Sendung der Redaktion Alltag und Geschichte

Radio: Radio Darmstadt

Redaktion und Moderation: Walter Kuhl

Ausstrahlung am:

Montag, 14. Januar 2002, 17.00 bis 18.00 Uhr

Wiederholt:

Dienstag, 15. Januar 2002, 00.00 bis 01.00 Uhr
Dienstag, 15. Januar 2002, 08.00 bis 09.00 Uhr
Dienstag, 15. Januar 2002, 14.00 bis 15.00 Uhr

Zusammenfassung:

Die Journalistin Anne Nivat hielt sich während der russischen Wiedereroberung Tschetscheniens im Winter 1999/2000 in dem kriegsgebeutelten Land auf. Ihre Reportagen, so die Autorin, sollen dazu verhelfen, Rußland besser verstehen zu können.

Besprochene und benutzte Bücher:

 


 

Inhaltsverzeichnis

 


 

Einleitung

Jingle Alltag und Geschichte

Tatjana Jordan : Sendungsankündigung auf Russisch

O-Ton Bundeskanzler Gerhard Schröder, Pressekonferenz in Berlin, 25.09.2002, neben ihm stehend ein sichtlich zufriedener Wladimir Putin:

Ich habe gemeint, daß es im Bezug auf Tschetschenien zu einer differenzierteren Bewertung der Völkergemeinschaft kommen muß und sicher auch kommen wird.

Gerhard Schröder beim Staatsbesuch des russischen Präsidenten Wladimir Putin am 25. September 2001. Und damit willkommen zu meiner zweiten Sendung über Tschetschenien [1] und den mit westlicher Billigung geführten russischen Krieg gegen die Menschen dieses Landes. Am Mikrofon Walter Kuhl.

Ich werde heute ein weiteres Buch kurz vorstellen und mit der Autorin Anne Nivat ein Interview über Tschetschenien und ihre Eindrücke aus dem Land führen. Da dieses Interview auf Englisch geführt wurde, werde ich anschließend den Inhalt des Gesprächs auf Deutsch zusammenfassen.

Doch laßt mich dem Ganzen einen Gedanken vorausschicken, den nicht ich, sondern Detlef Hartmann formuliert hat in einem Aufsatz über Antiterrorismus als Politik sozialer Feinderklärung:

Schon vor den Anschlägen in den USA war ein langfristiger geopolitischer und geostrategischer Aufmarsch der großen Mächte im zentralasiatischen Raum eingeleitet worden, bereits damals unter dem Etikett antiterroristischer Feinderklärung. Sein erstes Aufmarschterrain war Tschetschenien, das dem Erdboden gleichgemacht wurde und dessen Bevölkerung einem völkermörderischen Dauerterror ausgesetzt war. Im Rahmen der G8-Konferenzen gegen den Terrorismus wurde deutlich, daß Tschetschenien vom Westen für die völkermörderische Offensive freigegeben worden war. Im Mai [2001] reiste Fischer, der Putin […] immer den Rücken gestärkt hatte, nach Zentralasien und China, um die deutschen und EU-Ansprüche auf imperialen Machtgewinn im great game, im großen Spiel um Zentralasien anzumelden. Natürlich geht es nicht nur um Bevölkerungspolitik, sondern auch um die Kontrolle über die gigantischen kaspischen Ölreserven.

Was hier von Detlef Hartmann abstrakt formuliert wird, läßt sich auf den Boden der Tatsachen zurückholen. Die französische Journalistin Anne Nivat hat sich zu Beginn des 2. Tschetschenischen Krieges im Winter 1999/2000 ein halbes Jahr lang in Tschetschenien aufgehalten. Da sie nicht auf die russischen Propagandameldungen angewiesen sein wollte und zudem keine Akkreditierung zur Berichterstattung vor Ort erhielt, fuhr sie ohne russische Erlaubnis ins Kriegsgebiet nach Tschetschenien.

Was sie dort erlebte, faßte sie in ihrem Buch Mitten durch den Krieg, das im Schweizer Rotpunktverlag erschienen ist, als Augenzeuginbericht zusammen. Neben dem von mir schon vorgestellten Buch von Karl Grobe-Hagel, der aus historischer und analytischer Perspektive den Krieg um und gegen Tschetschenien untersucht hat, ist der Bericht von Anne Nivat das notwendige Korrektiv, weil hier die Menschen selbst erfahrbar werden und auch zu Wort kommen.

In den beiden Kriegen Rußlands gegen Tschetschenien sind etwa 100.000 Menschen getötet worden, die meisten durch russische Truppen. Wenn Wladimir Putin vom Krieg gegen den Terrorismus spricht und Gerhard Schröder sekundiert, dann sollten wir hellhörig werden. Krieg gegen 100.000 Terroristinnen und Terroristen? Anne Nivat erzählt uns eine ganz andere Geschichte.

Vor etwa drei Wochen habe ich daher mit ihr ein Telefoninterview geführt, um sie selbst zu Wort kommen zu lassen. Zwar spricht und versteht sie Deutsch, aber ihr war es lieber, ihre Antworten und Gedanken auf Englisch zu formulieren. Daher sende ich zunächst das Interview im Originalton und anschließend für diejenigen unter euch, deren Englisch nicht so gut ist, eine deutsche Zusammenfassung.

 

Interview mit Anne Nivat

Das Interview mit Anne Nivat liegt nicht in schriftlicher Fassung vor. Zur Orientierung dient die nachfolgende deutsche Zusammenfassung des Interviews.

 

Deutsche Zusammenfassung des Interviews

Nicht Tschetschenien gilt Anne Nivats Hauptinteresse, sondern Rußland. Sie hielt sich in Tschetschenien auf, um Rußland zu verstehen. Auch wenn es sich um einen Krieg zwischen Rußland und Tschetschenien handelt, gilt ihr Hauptaugenmerk Rußland. Sie selbst spricht Russisch. Vor acht Jahren verließ sie Frankreich, ging zunächst nach Prag und dann nach Moskau.

Buchcover Anne Nivat Mitten durch den KriegAls der Krieg gegen Tschetschenien Ende 1999 begann, konnte sie nicht einfach nicht nach Tschetschenien gehen. Es war für sie unmöglich, in Moskau auf Nachrichten zu warten, wenn sie wußte, sie muß nach Tschetschenien gehen, um an Informationen zu gelangen.

So etwas wie Objektivität, sagt sie, gibt es nicht. Und natürlich ist alles, was sie schreibt, subjektiv. Und dennoch kann ihr niemand und keine vorwerfen, parteiisch auf einer Seite zu stehen. Wenn man oder frau versucht, sie aufgrund ihrer Berichte in eine Schublade zu stecken, dann ist das nicht ihr Problem.

Sie jedenfalls habe als eine Außenstehende versucht, professionell ihre Arbeit als Journalistin zu tun, d.h. die Leserinnen und Leser der Zeitungen im Westen aus Gegenden zu informieren, in die sie selbst nicht gelangen können. Was sicher gut für die Leserinnen und Leser ist. Wenn sie sagt, sie könne in ihrem Buch nicht objektiv sein, dann geht es ihr dennoch nicht um Schuldzuweisungen. Schuld an und in diesem Krieg gebe es auf beiden Seiten. Die Antwort auf diese Frage geht aus dem Buch klar genug hervor.

Dennoch ist ihre Sympathie bei den Tschetscheninnen und Tschetschenen. Diese gaben ihr alles: ein Dach über dem Kopf, etwas zu essen, moralische Unterstützung und interessante Gespräche. Außerdem habe sie dort die schrecklichsten Tage ihres Lebens verbracht. Das wird sie ihnen nie vergessen, besonders einigen ganz besonders. Zusammen mit ihnen ertrug sie deren unendliches Leid. Und doch bekam sie auch das Leid der Russinnen und Russen in diesem Krieg mit. Wie in jedem Krieg sind beide Seiten betroffen. Und damit meint sie die Zivilbevölkerung.

Der Winter ist Tschetschenien die härteste Jahreszeit und es ist auch so schon schwer genug, ihn zu überleben. Daran haben sich die Menschen dort gewöhnt. Aber nicht nur Tschetschenien und Tschetschenen, denn dort leben natürlich auch Menschen anderer Nationalität: Russen, Inguschinnen, Menschen aus Dagestan und noch andere mehr. Die meisten sind auch ohne Krieg bitterarm. Und natürlich verbessert der Krieg die Situation nicht; aber irgendwie müssen sie den Winter überstehen. Sie haben immer etwas im Kochtopf, egal was. Die Situation dort ist der reinste Horror. Doch während der schlimmsten Bombenangriffe, ohne etwas zu essen oder das Dorf verlassen zu können, lernen die Menschen, ihr Schicksal zu akzeptieren und froh darüber zu sein, einfach zu überleben.

Ich selbst finde das zwar unvorstellbar, unter solchen Bedingungen leben zu können, doch Anne Nivat wies auf meine Großeltern hin, die auch einen Krieg überlebt haben (wenn auch eher als TäterInnengeneration). Doch auch Anne Nivat kam aus einem Leben mit allen Komforts nach Rußland; und es ist sogar in Moskau nicht immer einfach, das Leben zu organisieren. Doch mitten drin zu sein, veränderte auch ihre Ansichten über das Leben. Selbst sie war in der Lage, unter tschetschenischen Verhältnissen zu leben. Sie sagt, wenn man oder frau dazu gezwungen sei, dann geht das auch.

Hilfslieferungen gibt es nur für tschetschenische Flüchtlinge, die außerhalb des Landes leben, vor allem im westlich benachbarten Inguschetien und im östlich von Tschetschenien gelegenen Dagestan. Es ist für Hilfsorganisationen einfach zu gefährlich, innerhalb Tschetscheniens zu arbeiten. Klar, die mehreren Hunderttausend Flüchtlinge benötigen jede Hilfe, aber noch mehr gilt das für die Menschen, die in Tschetschenien geblieben sind. Und die erhalten gar nichts. Sie sind von der zivilisierten Welt einfach im Stich gelassen worden, erst recht nach 11. September, wo alle Welt ihren Blick auf Afghanistan richtet.

Beinahe alle westlichen Regierungen änderten nach dem 11. September ihre Position zu Rußlands Krieg in Tschetschenien. Insofern waren Gerhard Schröders Äußerungen beim Staatsbesuch Präsident Putins als Unterstützung dessen Kriegs in Tschetschenien zu werten. Putin wurde zum akzeptierten Mitglied der Antiterror-Koalition und damit unangreifbar. Das hat unmittelbare Auswirkungen für die Zivilbevölkerung in Tschetschenien.

Vor dem 11. September gab es noch die Möglichkeit, Aufmerksamkeit auf die Situation in Tschetschenien zu richten. Danach – vergiß es! Jetzt gelten die Tschetschenen als die Schurken, als die Bösen. Die russische Propaganda arbeitet ziemlich gut und Putin macht die Welt glauben, daß er der erste war, der – in Tschetschenien – den Kampf gegen den Terrorismus begonnen habe. Das Problem ist: es gibt tatsächlich Banditen und Terroristen auf der tschetschenischen Seite, aber sie sind in der Minderheit. Der größte Teil der Tschetscheninnen und Tschetschenen sind weder Banditen noch Terroristen, sondern das Opfer eines schmutzigen Krieges Rußlands gegen sie als Zivilbevölkerung. Putin nutzt Afghanistan als Legitimation für seinen Krieg in Tschetschenien.

Anne Nivat weist besonders darauf hin, daß selbst nach zwei Jahren Krieg für Rußland nichts erreicht wurde. Es gibt nur noch mehr unschuldige Kriegsopfer, ein riesiges Durcheinander in der Region und keinen militärischen Sieg Rußlands. Nicht einmal irgendeinen bedeutenden Anführer haben sie erwischen können. Anne Nivat geht davon aus, daß keine Seite den Krieg gewinnen kann. Priorität muß haben, daß die Bombardierungen aufhören, daß der Horror und das Chaos ein Ende haben. Das ganze Land ist vollständig platt gemacht worden. Es gibt keine Infrastruktur mehr. Mit 20 hast du in Tschetschenien absolut keine Zukunft. Und was soll das für ein Leben sein ohne Zukunft? Natürlich findet Anne Nivat es zwar absolut notwendig zu verhandeln, was im Kreml auch so gesehen wird, aber es sieht nicht so aus, als würde ernsthaft daran gedacht werden. Sie ist da vollkommen pessimistisch.

Der Kampf gegen den Terrorismus und gegen den islamischen Fundamentalismus ist das Hauptargument Rußlands. Und natürlich wird die tschetschenische Gesellschaft vom Islam bestimmt. Der Islam ist ein Weg für Tschetschenien, zu einer eigenen Identität zu finden – aber die Suche nach einer eigenen Identität ist das Problem aller nun selbständigen Gebiete der ehemaligen Sowjetunion; und das schließt Rußland mit ein. Wenn der Islam für Tschetschenien Grundlage eigener Identitätsfindung ist, so gilt dies ähnlich auch für Rußland; nur daß hier der Krieg gegen Tschetschenien zur Identitätsfindung beiträgt.

Anne Nivat war mehrmals in Tschetschenien und einmal (das ist auch Grundlage ihres Buches) für ein halbes Jahr – und sie sagt, daß sie niemals konkret fundamentalistisches Verhalten erlebt habe, in der Art, wie dort Religion praktiziert werde. Mit einer Ausnahme – und das sind Gegenden, die sich selbst so definieren, die sogenannten Wahhabiten. Doch die scheinen ihr nicht sehr bedeutsam zu sein. Es sind ein paar junge Männer auf der Suche nach sich selbst. Doch die Mehrheit der Tschetscheninnen und Tschetschenen ist damit nicht einverstanden. Und der gewählte Präsident Maschadow ist ein Vertreter dieser moderaten Form des Islam. Ihr Schluß ist, daß es in Tschetschenien keine fundamentalistische Gefahr gibt.

Das wirkt sich auch darauf aus, wie Frauen in Tschetschenien leben. Anne Nivat traf eine Vielzahl starker Frauen, deren Rolle durch den Krieg gestärkt worden ist. Im Krieg sind Männer die Kämpfer, aber Frauen sind Kämpferinnen auf ihre eigene Art - wenn es darum geht, das Leben der Familie zu organisieren. Dennoch ist ihre Rolle geringer als die der Männer. Die tschetschenische Gesellschaft ist primitiv und die Geschlechter voneinander getrennt. Frauen essen zwar separat nach ihren Männern, aber sie könnten durchaus auch am selben Tisch sitzen. Anne Nivat selbst wurde vollkommen akzeptiert, was aber auch damit zusammenhängen könnte, daß sie als Gästin einen anderen Status hatte. Gäste sind heilig, auch im Krieg.

Das Verhältnis zwischen Zivilbevölkerung und Freiheitskämpfern ist zwiespältig. Natürlich werden sie unterstützt, wenn auch meist passiv. Die Freiheitskämpfer entstammen ja den Familien selbst, und man und frau hält zusammen. Das hat schon im 1. Tschetschenischen Krieg von 1994 bis 1996 funktioniert, und ist auch jetzt so. Nur mit dem Unterschied, daß heute die Freiheitskämpfer untereinander uneins sind. Und diese Uneinigkeit ist auch einer der Gründe, warum dieser Krieg schon so lange dauert. Der andere ist, daß Rußland selbst nicht weiß, wie es den Krieg beenden soll, also keine Vision von einem anderen Zusammenleben mit Tschetschenien besitzt.

Was man hierzulande tun kann, ist schwer zu sagen. Anne Nivat hat es selbst erlebt, wie die russische Propaganda wirkt, daß ihre eigenen Augenzeuginnenberichte als unglaubwürdig abgetan worden sind. Wichtig ist humanitäre Hilfe, etwa durch Unterstützung von Ärzte ohne Grenzen oder durch das Rote Kreuz. Aber am wichtigsten findet sie, ist es, aufmerksam zu sein, die Situation genau zu analysieren, um selbst meinungsbildend zu wirken. Krieg nutzt immer mindestens einer Seite; das gilt für Rußland in Tschetschenien genauso wie für den Westen in Afghanistan.

Die Menschen in Rußland sind beispielsweise fest davon überzeugt, einen gerechten Krieg in Tschetschenien zu führen – die Propaganda hat also gewirkt. Wenn sie in Rußland darüber berichtet, glaubt man und frau ihr nicht, will nicht glauben, daß schwangere Frauen und Kinder durch russische Bomben sterben. Doch Anne Nivat war selbst dabei, wie ganze Dörfer kaputtgeschossen wurden. Und die westliche Öffentlichkeit wird genauso getäuscht. Da ihr bewußt ist, wie westliche Medien funktionieren, ist ihr klar, daß jetzt Afghanistan das Thema ist.

Die Politiker wissen natürlich genau, was in Tschetschenien vor sich geht; die französischen Behörden kennen Anne Nivats Buch und sind informiert. Aber sie wollen es nicht hören; sie nehmen nur Informationen wahr, die ihnen nützen, um ihre eigenen Ziele zu verfolgen. Das sei leider nur allzu menschlich.

In den westlichen Medien gebe es kein Interesse mehr an der Situation in Tschetschenien. Als sie ein halbes Jahr durch Tschetschenien reiste, hatte sie für zwei Zeitungen gearbeitet, jetzt ist es nur noch eine französische regionale Zeitung – Ouest France. Und solange nichts in Tschetschenien vorfällt, was Neuigkeitenwert besitzt, hat sie keine Chance, irgendetwas in westlichen Medien unterzubringen. So wird das auch der Berichterstattung über Afghanistan in einigen Monaten ergehen. Das ist die Art, wie Medien funktionieren.

Zum Schluß bemerkt sie, daß sie mehrfach darauf angesprochen wurde, ihr Buch lese sich wie eine Erzählung, was sie als Kompliment annimmt, aber: es ist keine erfundene Erzählung. Sie hat kein einziges Wort hinzugedichtet. Das Buch erzählt eine wahre Geschichte. [2]

 

Schluß

Jingle Alltag und Geschichte

Soweit die Zusammenfassung des Interviews mit Anne Nivat, das ich vor etwa drei Wochen mit ihr geführt habe. Ihr Buch Mitten durch den Krieg beschreibt den Winter 1999/2000 in Tschetschenien. Es liest sich tatsächlich wie eine Erzählung und es beschreibt dennoch die nackte und tödliche Wirklichkeit. Das Buch ist im Rotpunktverlag erschienen und kostet 19 Euro.

Am Anfang der Sendung erwähnte ich noch das Buch von Karl Grobe-Hagel, das einfach nur den Titel Tschetschenien trägt. Dieses Buch ist im Neuen ISP Verlag erschienen und kostet etwa 15 Euro. Beide Bücher ergänzen sich vorzüglich, denn Karl Grobe-Hagel liefert den geschichtlichen und analytischen Hintergrund zu dem, was Anne Nivat als Augenzeugin berichtet. Beide Bücher machen eindringlich klar, daß wir nicht die Augen vor dem verschließen dürfen, was – als Kampf gegen den Terrorismus deklariert – den Menschen in Tschetschenien angetan wird. Und das macht beide Bücher so lesenswert.

Diese Sendung wird in der Nacht zum Dienstag um 0.00 Uhr, am Dienstagmorgen nach dem Radiowecker um 8.00 Uhr und noch einmal nachmittags um 14.00 Uhr wiederholt. Nachfragen zum Buch könnt ihr auf meine Voice-Mailbox bei Radio Darmstadt aufsprechen; die Telefonnummer lautet 06151 für Darmstadt, und dann die 87 00 192. Oder ihr schickt mir eine Email an kapitalverbrechen <at> alltagundgeschichte.de.

Am morgigen Dienstag könnt ihr ab 18 Uhr 05 eine weitere Sendung der Redaktion Alltag und Geschichte hören. Die Muhme Rähle wird diesmal von einer Podiumsdiskussion zum Thema Gewalt gegen Frauen und zum neuen Gewaltschutzgesetz berichten, die vor kurzem in Darmstadt stattgefunden hat.

In wenigen Minuten folgt Gehörgang mit der Darmstadt-Jahreshitparade 2001. Am Mikrofon war Walter Kuhl.

 

ANMERKUNGEN

 

Mittels eines Klicks auf die Nummer der jeweiligen Anmerkung geht es zur Textpassage zurück, von der aus zu den Anmerkungen verlinkt wurde.

 

»» [1]   Zur ersten Sendung über Tschetschenien am 12. November 2001.

»» [2]   Siehe auch das Interview mit Anne Nivat auf der Webseite des Unites States Holocaust Memorial Museums.

 


 

Diese Seite wurde zuletzt am 27. Februar 2008 aktualisiert. Links auf andere Websites bedeuten keine Zustimmung zu den jeweiligen Inhalten, sondern sind rein informativer Natur. ©  Walter Kuhl 2001, 2002, 2008. Die Wiedergabe, auch auszugsweise, ist nur mit dem Einverständnis des Verfassers gestattet.

Die Kinderzeichung über den Krieg in Tschetschenien entstammt der Webseite von Human Rights Watch The War Through My Eyes, es gilt folgende Creative Commons License.

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