Das Podium beim Landesmedientag.
Podium beim Landesmedientag*

Kapital – Verbrechen

Cross Media

Sendemanuskript

 

Sendung der Redaktion Alltag und Geschichte

Radio: Radio Darmstadt

Redaktion und Moderation: Walter Kuhl

Ausstrahlung am:

Montag, 27. Oktober 2008, 17.00 bis 18.00 Uhr [1]

Wiederholt:

Montag, 27. Oktober 2008, 23.10 bis 24.00 Uhr [2]
Dienstag, 28. Oktober 2008, 05.00 bis 06.00 Uhr [3]
Dienstag, 28. Oktober 2008, 08.00 bis 09.00 Uhr
Dienstag, 28. Oktober 2008, 14.00 bis 15.00 Uhr

Zusammenfassung:

Ausschnitte aus den Vorträgen und der Podiumsdiskussion vom dju-Landesmedientag am 25. Oktober 2008 in Frankfurt. Weitere Informationen zum Landesmedientag finden sich auf der Webseite von ver.di.

 


 

Einleitung

Jingle Alltag und Geschichte

Am vergangenen Samstag lud die Deutschen Journalistinnen- und Journalistenunion (dju) zu ihrem Landesmedientag in Hessen ein. Das Thema der Veranstaltung in Frankfurt lautete Crossmedia als eine Herausforderung für feste und freie Journalistinnen und Journalisten bei den Printmedien. Onlineangebote verändern den Tagesablauf und die Aufarbeitung journalistischer Themen. Wo die Auflagen der Zeitungen zurückgehen und Jugendliche die neuen elektronischen Medien nutzen, werden die Internetauftritte der Verlage multimedial aufgepeppt. Was erwartet uns hier in Zukunft, wie verändert sich die Medienlandschaft und welche Auswirkungen hat dies für den journalistischen Alltag, ganz zu schweigen von neuen Arbeitsbelastungen?

Diese Fragestellung schnitt in seiner einleitenden Begrüßung der Journalist Gerd Henke an. Der Medienberater Steffen Büffel stellte anschließend aus seiner Sicht die Herausforderungen crossmedialer Zeitungsproduktion vor. Aus dem Innenleben einer Zeitungsredaktion wurde diese Sicht ergänzt von Folker Quack als Mitglied der Chefredaktion der Main-Post in Würzburg.

In einem sich am Nachmittag anschließenden Podiumsgespräch diskutierten Steffen Büffel und Folker Quack mit dem Chefredakteur der Frankfurter Rundschau, Uwe Vorkötter, über die bisherigen und geplanten Aktivitäten der Zeitungsverlage. Moderiert wurde das Gespräch von HR-Redakteur Florian Schwinn. In der folgenden Stunde hört ihr Ausschnitte aus den Vorträgen und der Diskussion. Beginnen werde ich mit der Begrüßung von Gerd Henke und den Vorträgen von Steffen Büffel und Folker Quack. Für die Redaktion Alltag und Geschichte führt durch die folgende Sendestunde Walter Kuhl von der Dissent – Medienwerkstatt Darmstadt.

Die Podiumsteilnehmer. Die komplette Sendung steht als Audio­datei auf dem Portal des Bundes­verbandes Freier Radios zum Anhören und/oder zum Download bereit: [hörfassung]

Das Bild zeigt die Podiums­teil­nehmer während eines Diskussions­beitrags aus dem Publikum. Von links nach rechts: Florian Schwinn, Uwe Vorkötter, Steffen Büffel und Folker Quack.

 

Schlußwort

Jingle Alltag und Geschichte

In der vergangenen Stunde hörtet ihr Ausschnitte vom Landesmedientag der Deutschen Journalistinnen- und Journalistenunion (dju) in der Gewerkschaft ver.di vom vergangenen Samstag in Frankfurt. Die Referenten und Podiumsteilnehmer waren der Medienberater Steffen Büffel, Folker Quack von der Main-Post aus Würzburg und Uwe Vorkötter, Chefredakteur der Frankfurter Rundschau. Moderiert wurde die Diskussion von HR-Redakteur Florian Schwinn. Die einleitenden Worte sprach Gerd Henke.

Das Schlagwort Cross Media wird uns auch in Zukunft begleiten. Viele Fragen mußten hier erst einmal offen bleiben. Insbesondere die Auswirkungen der crossmedialen Umgestaltung des Zeitungsverlagswesens auf die Gestaltung, die tarifliche Bezahlung oder schlimmstenfalls auch den Wegfall der Arbeitsplätze von Journalistinnen und Journalisten werden verstärkt zu beobachten sein.

Doch auch für nichtkommerzielle Medien lassen sich aus den Vorträgen und der Diskussion vom Samstag einige Anregungen herausziehen. Wo den Gesetzen des Kommerzes unterliegende Printmedien das Internet als publizistische Ergänzung wahrnehmen müssen, gelten diese Zwänge für nichtkommerzielle Medien nicht im gleichen Maße. Deutlich geworden ist, daß die Leserinnen und Leser zwar als Feedbackgeber verstärkt medial eingebunden werden; aber eine Selbstbeteiligung am redaktionellen Geschehen ist nicht vorgesehen. Eher scheint es sich um das Erschließen und Nutzbarmachen menschlicher und journalistischer Ressourcen für das verlegerische Geschäftsmodell zu handeln.

Nichtkommerzielle Medien können sich hier anders positionieren. Die entscheidende Frage ist jedoch die Nutzung dieser Medien durch Menschen, die auch etwas zu sagen haben. Musik im Radio spielen, kann jede und jeder. Einen geistigen Mehrwert können wir aus einer Runde weiteren Gedudels jedoch nicht ziehen. Was die Präsentation qualitativer Inhalte betrifft, so hat Radio Darmstadt in den vergangenen zwei Jahren viel Porzellan zerschlagen. Deshalb gibt es die Dissent – Medienwerkstatt Darmstadt, der ich für ihre Unterstützung bei der Produktion dieser Sendung danke. Am Mikrofon für die Redaktion Alltag und Geschichte war Walter Kuhl von der Dissent – Medienwerkstatt Darmstadt.

 

ANMERKUNGEN

 

Mittels eines Klicks auf die Nummer der jeweiligen Anmerkung geht es zur Textpassage zurück, von der aus zu den Anmerkungen verlinkt wurde.

 

»» [1]   Wie auch mehrfach in den Wochen zuvor, gelang es Darmstadts Lokalsender auch diesmal nicht, die aufgrund eines irrationalen Hausverbots zwangsweise vorproduzierte Sendung störungsfrei auszustrahlen. Die Gründe hierfür werden an anderer Stelle erörtert.

»» [2]   Mitglieder der Wissenschaftsredaktion befanden, es sei sinnvoller, entgegen der gültigen Beschlußlage des Programmrats die Wiederholung der Sendung im Hintergrund der vom Deutschlandfunk übernommenen und ausgestrahlten Nachrichten zu starten, weshalb die Wiederholung der Sendung um 23.09 Uhr unvermittelt mitten im gesprochenen Wort begann. Die Logik dieser irgendwie sinnlosen Maßnahme erschließt sich offensichtlich nur durch ein Studium an der TU Darmstadt oder der Hochschule Darmstadt. Manchmal frage ich mich, auch aufgrund eigener Studiumserfahrungen, ob an deutschen Universitäten das berühmte „Brett vor dem Kopf“ gelehrt wird. Hier, im konkreten Fall: wir blenden mitten in eine laufende Sendung ein, weil es wichtiger ist, die nächtliche Wiederholung pünktlich anhand eines Stundenrasters durchzuführen. In den neun Jahren vor dieser nicht wirklich nachvollziehbaren „wissenschaftlichen“ Erkenntnis hatten weder der Programmrat noch die Sendungsmachenden ein Problem mit der um einige Minuten versetzten Ausstrahlung des nach den Deutschlandfunk-Nachrichten gesendeten Wiederholungsblocks. Da dieser Unsinn nur an ganz bestimmten Montagen stattfindet, nämlich dann, wenn zuvor die Wissenschaftsredaktion gesendet hat, liegt es nahe, einen bewußt herbeigeführten Affront seitens Mitgliedern dieser Redaktion von Radio Darmstadt zu vermuten. Der mir vorliegende einschlägige E-Mail-Verkehr hierzu bestärkt diese Sicht.

»» [3]   Bei dieser Wiederholung wurde der letzte Satz nicht gesendet.

 


 

Diese Seite wurde zuletzt am 30. Oktober 2008 aktualisiert. Links auf andere Websites bedeuten keine Zustimmung zu den jeweiligen Inhalten, sondern sind rein informativer Natur. ©  Walter Kuhl 2001, 2008. Die Wiedergabe, auch auszugsweise, ist nur mit dem Einverständnis des Verfassers gestattet.

* von links nach rechts: Florian Schwinn, Uwe Vorkötter, Steffen Büffel, Folker Quack.

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