Runter mit den Blusen!
Ausschnitt aus der "Fritz"

Frauenbilder

Wie Frauen zu Frauen gemacht werden

Sendemanuskript

 

Sendung der Redaktion Alltag und Geschichte

Radio: Radio Darmstadt

Redaktion und Moderation: Walter Kuhl

Ausstrahlung am:

Montag, 30. November 1998, 17.00 bis 17.55 Uhr

Wiederholt:

Dienstag, 1. Dezember 1998, 08.00 bis 08.55 Uhr
Dienstag, 1. Dezember 1998, 14.00 bis 14.55 Uhr

Zusammenfassung:

Ist Pornographie Kunst oder ist Kunst eine gesellschaftliche Normierung von Wirklichkeit? Diese Sendung geht der Fragestellung nach und gelangt nicht nur zu einer Virtuellen Zitrone, sondern auch zu weitreichenden Erkenntnissen.

Besprochene Bücher:

Playlist:

 


 

Inhaltsverzeichnis

 


 

Einleitung

Jingle Alltag und Geschichte

Wie werden Frauen zu Frauen gemacht? Ich denke, die soziale Ungleichheit, die sich an den Geschlechtern festmacht, ist nicht naturgegeben, sondern gesellschaftlich bedingt. Aber wie funktioniert das, daß Frauen eine bestimmte ihnen zugewiesene Rolle in dieser kapitalistischen Leistungsgesellschaft spielen? Daß sie das relativ widerspruchsfrei tun und sich oft auch mit den Werten identifizieren, die doch eigentlich gegen sie gerichtet sind. Immer noch werden Mädchen und Jungen unterschiedlich erzogen, immer noch beanspruchen Jungen und dann Männer ganz anders privaten und öffentlichen Raum für sich und drängen Mädchen und Frauen zurück. Die wehren sich zwar immer mehr dagegen und das ist auch gut so, aber es ist immer noch eine Männergesellschaft. In den wichtigsten Positionen fast nur Männer, Frauen verdienen bei vergleichbaren Jobs immer noch nur etwa zwei Drittel dessen, was ein Mann erhält. Unbezahlte Arbeit bleibt ohnehin meist an Frauen hängen und gesellschaftliche Lebensperspektiven sind ohnehin an der Erwerbsbiographie von Männern orientiert.

Aber wie funktioniert diese Zurichtung? Darüber ließe sich viel sagen. Ich möchte heute nur einen Aspekt herausgreifen, und zwar die Pornographie. Was und wen stellt sie dar, für wen ist sie gemacht, wer konsumiert sie und bastelt sich daraus sein Bild der Wirklichkeit? Ist sie nur Phantasie oder hat sie einen Einfluß auf die Wirklichkeit? Ist Pornographie Kunst oder nur sind nur bestimmte pornographische Produkte künstlerisch wertvoll? Muß man oder frau sie verbieten oder wie sonst kann mit dieser Darstellung von Frauen umgegangen werden? Ich glaube nicht, daß ich all diese Fragen erschöpfend in dieser Sendung behandeln kann, aber einige Leitgedanken möchte ich dazu vorstellen. Durch die Sendung führt Walter Kuhl.

 

Die nackte Wahrheit

Besprechung des von Barbara Vinken herausgegebenen Buches Die nackte Wahrheit, erschienen 1997 bei dtv, 160 Seiten, DM 19,90.

Die Geschichte der Pornographie, so schreibt Barbara Vinken, ist eine Geschichte der Zensur; Pornographie wird gewissermaßen durch Zensur konstituiert. Und wie alle anständigen Emanzipationsbewegungen hat auch die Pornographie ihre Scheiterhaufen und ihre Heiligen. […] Pornographie fügt sich jedoch dem Emanzipationsdiskurs der Moderne nur scheinbar bruchlos ein; vielmehr markiert sie den neuralgischen Punkt, wo dieser an seine Grenze stößt. Selbst in der Französischen Revolution funktioniert der Diskurs der Pornographie nicht so, wie er behauptet; schon hier stellt er sich nicht als geschlechtsneutral, sondern als unhintergehbar geschlechtlich heraus. Spätestens in der gegen die französische Königin Marie Antoinette mit fast ausschließlich pornographischen Mitteln geführten Kampagne wurde klar, daß sich die Gleichheit der Männer auf Kosten der Frauen etabliert, indem sie jede Frau, die öffentlich auftritt, zu einer öffentlichen Frau, das heißt zu einer Hure macht. [1]

Barbara Vinken steckt hier sozusagen den Rahmen einer Pornographiediskussion ab. Pornographisch sei das, was zensiert wird. Pornographie wird zensiert, weil sie emanzipatorisch sei. Pornographie sei jedoch nicht die herrschaftsfreie Darstellung von Sexualität, sondern bevorteilt ein Geschlecht auf Kosten des anderen. Zu fragen sei jedoch, ob es sich nur um eine Phantasie über die Beherrschbarkeit von Frauen und ihren Körpern handele, oder ob die Phantasie die Wirklichkeit mitgestalte, also ganz real zur Unterdrückung von Frauen beitrage.

Jede Pornographiedebatte war auch immer eine über Zensur und eine über Kunst. Aber Pornographie definiert sich nicht über das eine (nämlich Zensur) und auch nicht über das andere (nämlich die Kunst). Pornographie definiert sich über eine bestimmte Form der Darstellung, nämlich Frauen als konsumierbares Objekt darzustellen. Um diesen Sachverhalt zu verschleiern, wird statt dessen eine Debatte über Zensur geführt, die natürlich abzulehnen sei. Oder es wird eine Debatte über die Freiheit der Kunst geführt, als gäbe es eine Kunst um der Kunst willen, die sich den gesellschaftlichen Normen entzieht und daher weder zu kritisieren noch zu verbieten sei.

Barbara Vinken ist die Herausgeberin eines Sammelbandes über Pornographie und die Rolle des Obszönen in der Gegenwart. Darin entwerfen vier Frauen und drei Männer ihr Bild von und ihr Verhältnis zur Pornographie. Das Bild ist nicht bruchlos, aber eindeutig. Pornographie wird als eine gesellschaftliche Realität behandelt, über die frau oder man diskutieren kann, diskutieren muß, aber abzulehnen sei sie nicht. Entsprechend – wie ich finde – unkritisch sind zum Teil auch die Beiträge.

Ist schwule Pornographie nicht geradezu der Beweis, daß Pornographie eben nicht das ist, was Feministinnen ihr vorwerfen, nämlich die erniedrigende Darstellung von Frauen? Dieter Ingenschay beschreibt schwule Pornographie als einen emanzipatorischen, als einen befreienden Akt. Wenn (männliche) schwule Sexualität gesellschaftlich nicht akzeptiert sei oder unterdrückt werde, dann sei gerade die literarische Form der schwulen Autobiographie als Befreiung von der gesellschaftlichen Opferrolle zu begreifen. Dieter Ingenschay schreibt dazu in einem Aufsatz:

Durch die Pornographisierung der Autobiographie wird zweierlei erreicht: der Aufbau der personalen Identität eines selbstbewußten Schwulen und die korporative Identität einer so lange marginalisierten, nur (und allenfalls) durch ihre sexuelle Identität geeinten Gruppe. [2]

Buchcover Die nackte WahrheitDie Beispiele, die Ingenschay als Beleg für seine These anführt, überzeugen jedoch nicht. Ich will nicht bestreiten, daß die pornographisierte autobiographische Literatur für die beteiligten schwulen Männer einen befreienden Effekt hat oder zumindest haben kann. Ich frage mich jedoch, um was für eine Befreiung es sich dabei handelt. Ingenschay zitiert ausführlich aus schwuler Literatur und zeigt dabei eigentlich nur, daß es sich um ganz normale, geradezu typische männliche Sexualität handelt, außer daß hier nicht Frauen, sondern Männer Objekte der Begierde sind. Und ich sage hier ganz bewußt Objekte der Begierde, weil es genau darauf ankommt.

Es handelt sich nämlich nicht um die Darstellung einer befreiten Sexualität zwischen zwei oder mehreren Subjekten, sondern diese pornographische Literatur durchzieht ein entfremdetes Verhältnis zur eigenen Sexualität wie zu der des Sexualpartners, der zum Objekt degradiert wird. Entsprechend gewalttätig wird sie auch dargestellt.

Ist das Emanzipation? Ist das Befreiung? Oder ist es nur die Befreiung aus gewissen gesellschaftlichen Zwängen, die es Männern ermöglicht, sich die Form von Sexualität zu nehmen, die sie haben wollen? Wobei dann zu fragen ist, ob es sich dabei um Sexualität handelt, oder nicht eher um sexualisierte Gewalt, bei der es weniger um sexuelle Befriedigung, sondern eher um die Befriedigung von Macht- und Herrschaftsphantasien geht. Wenn das so ist, dann wäre auch die hier als emanzipatorisch bezeichnete schwule Pornoliteratur nur eine ganz spezielle Teilmenge pornographischer Literatur, bei der es letztlich um die Beherrschung des weiblichen Gegenübers geht.

Silvia Bovenschen meint, auf falsche Fragen gibt es keine richtigen Antworten. Ihr Aufsatz erschien 1988 aus Anlaß der von Alice Schwarzer und Andrea Dworkin ins Leben gerufenen Anti-Porno-Kampagne Mitte der 80er Jahre. Silvia Bovenschen fragt, ob sich Pornographie überhaupt definieren läßt und ob bei der Pro- oder Kontra-Position nicht ganz andere Interessen eine Rolle spielen. Die Definition von dem, was Pornographie ist oder sein soll, soll es ermöglichen, erlaubte von nicht erlaubten Darstellungen von Nacktheit zu trennen. Wenn eine Definition objektiv nicht möglich ist, wird jedes Verbot sich nur an den subjektiven Interessen der Befürworter und Gegnerinnen orientieren. Dann sind dem Eingriff der Zensur jedoch Tor und Tür geöffnet; letztlich kann bei einem entsprechend repressiven gesellschaftlichen Klima alles Mißliebige zur Pornographie erklärt und damit verboten werden. Diesen Eingriff der Zensur gelte es zu verhindern, also sei Pornographie nicht zu verbieten.

Andrea Dworkin hat den Begriff der Pornographie in ihrem 1979 erschienenen gleichnamigen Buch sehr weit gefaßt. Pornographie sei ein strukturelles Merkmal männlicher Sexualität, die nur über die Erniedrigung des Weiblichen zu sich selbst finden könne. Allerdings schreibt Andrea Dworkin darin eigentlich, wie das, was Männer für Sexualität halten, sich als Gewalt gegen Frauen richtet. Insofern ist Silvia Bovenschen recht zu geben, wenn sie Andrea Dworkins Buch mit den Worten zusammenfaßt:

Wenn nach der Lektüre dieses Buches eine Konsequenz auf der Hand liegt, dann nicht so sehr die des Verbots von Pornographie, sondern die des Verbots von Männern. [3]

Als ich die Passage las, mußte ich lachen, denn dies ist in der Tat die einzig logische Schlußfolgerung aus Andrea Dworkins Buch [4]. Allerdings verstehe ich unter Verbot von Männern das dahinter Liegende, nämlich die männlichen Werte und all das, was Männlichkeit ausmacht. Jedoch will Silvia Bovenschen so weit nun auch wieder nicht gehen und sucht nach relativierenden Argumenten. Könnte Pornographie neben einer gewaltstimulierenden vielleicht auch eine entlastende Funktion haben, etwa zum Abbau von Aggressionen?

Es stelle sich daher die Frage, ob Pornographie, die Gewalttätigkeit in der Phantasie geschehen lasse, nicht auch dazu führen könne, daß diese männliche Gewalt in der Realität so nicht zum Zuge kommt. Na gut, das kann schon sein, sage ich. Aber was sagt mir das? Daß es ohne Pornographie noch mehr Gewalt gegen Frauen gäbe, zum Beispiel hier im sich immer so zivilisiert dünkenden Mitteleuropa? Na klasse! Was für ein Argument!

Zivilisiert die Männer, indem ihr sie ihre aggressiven, gewalttätigen Phantasien, die sich gegen Frauen richten, auf ungefährliche Weise abbauen laßt. Das soll funktionieren? Und vor allem, das soll funktionieren in einer Gesellschaft, die geradezu auf männlichen Besitzansprüchen und Gewalt aufbaut? Das eine läßt sich doch vom anderen nicht trennen. In der Phantasie geübte Gewalt läßt sich leicht in der realen Welt umsetzen; und die reale Gewalt dieser Welt fließt wieder ein in die Produktion neuer Phantasien – ob als Pornoheft oder Video.

Albrecht Koschorke untersucht das Frauenbild in der erotischen Literatur des 19. Jahrhunderts und kommt zu dem wenig überraschenden Ergebnis, daß auch hier Männer definieren, wie Frauen sind und den Männern wohlgefällig. Allerdings, so sagt er, sei

es ganz unzutreffend, in diese Phantasien ein allgegenwärtiges Szenario der Vergewaltigung und imaginären Zerstückelung der Frau hineinlesen zu wollen. Man muß zwischen dem durchaus gewalttätigen Phallizismus des Blicks und der Rolle der Geschlechter im Spiel selbst unterscheiden. [5]

Auch, so sagt er, wenn der pornographische Blick seiner Entstehung nach ein männlicher war, habe er sich soweit verändert, daß er einen Großteil der beanspruchten Souveränität des Betrachters seinem weiblichen Objekt übereignet habe. Oder anders gesagt: auch Frauen können ihren eigenen subjekthaften Platz in der männlich gestalteten Pornographie finden. Das finde ich eine gewagte Behauptung. Denn an anderer Stelle weiß er, worum es bei einer verfeinerten Darstellung von Sexualität geht, die ja schließlich einen Konsumenten (also meist einen Mann) hat: es gehe darum, den Genuß der Frau zu genießen. Was daran weibliche Selbstbestimmung sein soll, entzieht sich meiner Vorstellungskraft.

Judith Butler untersucht einen anderen Aspekt des Problems, nämlich inwieweit Pornographie nicht nur als Teil einer gesellschaftlichen Praxis existiert, sondern selbst gesellschaftliches Handeln setzt. Sie versucht, diesen Gedankengang als Analogie zum Sprechakt zu entwickeln. Worte, die in die Welt gesetzt werden, Worte, die sich auf ein vorangegangenes Ereignis beziehen, Worte, die mit Autorität gesprochen werden, um mit Bezugnahme auf dieses Vergangene eine neue Wirklichkeit zu setzen, können erfolgreich sein. So funktioniert nicht nur Werbung. So funktioniert auch ein Teil unserer Kommunikation. Wir setzen mit unseren Worten Behauptungen, Vorstellungen, Wünsche in die Welt, die anhand individueller oder gesellschaftlicher Machtverhältnisse als wahr oder falsch angesehen und akzeptiert oder abgelehnt werden.

Judith Butler bestreitet nicht, daß Pornographie gesellschaftliche Wirklichkeit setzen kann, sie bestreitet jedoch, daß dies vollständig geschehe. Diese pornographische Konstruktion von Wirklichkeit kann nur dort existieren, wo eine Macht vorhanden ist, diese (eigentlich falsche) Wirklichkeit zu unterstützen und aufrecht zu erhalten. So sagt sie:

Denn obgleich sicher jeder zustimmen würde, daß ein Großteil der Pornographie beleidigend ist, folgt daraus nicht, daß das Beleidigende in der vermeintlichen Macht besteht, die soziale Wirklichkeit dessen, was eine Frau ist, (einseitig, erschöpfend) zu konstruieren. [6]

Susan Sontag versuchte 1967 in einem Essay drei Arten von Pornographie voneinander zu trennen. Erstens Pornographie als Teil der Sozialgeschichte, zweitens Pornographie als psychologisches Problem. Als drittes führte sie Pornographie als eine bestimmte Form der Kunst an. Gertrud Koch greift diese Definition auf, um darzulegen, daß Pornographie als Kunst tatsächlich ein eigenständiges Dasein besitzt. Sie übersetzt Susan Sontags drei Teile mit Machtdiskurs, Subjektivitätsdiskurs und Ästhetikdiskurs. Autorinnen wie Andrea Dworkin jedoch hätten dargelegt, daß diese Trennung künstlich und ideologisch bestimmt sei. Noch weiter gehe Susanne Kappeler. Sie schreibt in Bezug auf Pornographie und Kunst:

Wenn irgendetwas hinsichtlich der Pornographie geschehen muß, wenn ein kultureller Bewußtseinswandel sich irgendwann von pornographischen Strukturen der Aneignung und Gedankenwelt wegbewegen sollte, dann werden sich die Künste notwendigerweise auch ändern. [7]

Gertrud Koch hält diese Position für unhaltbar, die besagt, daß es keinen machtfreien Raum des Ästhetischen gebe. Sie will den Freiraum der Kunst erhalten wissen. Wozu eine derartige, von ihr vertretene Position jedoch führt, möchte ich anhand ihres Aufsatzes illustrieren. Sie schreibt nämlich:

Pornographie wäre dann nichts anderes als »Wille zum Wissen«, sozusagen die Volkshochschule der Sexualwissenschaft, wo mittels der Schaulust als Erkenntnistrieb der Diskurs der Macht begonnen hat. In der Tat belegen etliche Untersuchungen über die Sozialgeschichte der Pornographie, daß diese sich immer schon gerne als Beitrag zur Erforschung der Sexualität und ihrer Formen verstanden wissen wollte. Schließlich begann auch die Pornowelle mit Filmen, die vor allem Aufklärung auf ihre Fahnen schrieben, wie die Serien des Oswalt Kolle […], die sich als praktische Lebenshilfen verstanden, als Wissensvermittlung. [8]

Ah ja. Und ich dachte, diese Sorte Pornofilme würde ein männliches Bedürfnis ansprechen und dieses Bedürfnis mittels ganz normaler kapitalistischer Mechanismen ausbeuten. Sprich: Pornofilme bedienen einen Markt, der Profit bringt. Natürlich verkauft sich solch ein Produkt besser, wenn ein angeblich emanzipatorischer Gehalt vorgeschoben wird, hier also die Volkshochschule der sexuellen Aufklärung. Das zu verbreiten, mag ja noch angehen, da es Ausdruck des ganz normalen kapitalistischen Wahnsinns ist, das aber auch noch unkritisch nachzubeten, ist einfach grotesk. Aber es wirkt, denn es dient als Argument für die positiven Segnungen der Pornographie.

Und damit schreite ich zur Preisverleihung der Virtuellen Zitrone für virtuellen Journalismus.

Bedarf es zur Aufklärung über eine herrschaftsfreie, also wirklich befreiende und befreite Sexualität der Pornographie, dieser wirklich sehr einseitigen und objektfixierten Darstellung dessen, was die Aufklärer Oswalt Kolle oder Russ Meyer für Sexualität halten? Na ja, Russ Meyer war im November im Kommunalen Kino in Weiterstadt zu sehen. Begeistert schrieb der Rezensent im Stadtmagazin Fritz dazu:

Meyers Originalität beruhte auf der Fähigkeit, sich augenzwinkernd lustig zu machen über seine eigene Besessenheit, über die seiner Anhänger und über die Gattung Sexfilm im allgemeinen. Sein Publikum hat sich nie der einsamen Ekstase der Onanie hingegeben. Im Gegenteil: Hier ertönte oft jenes befreiende Lachen, das man in der verklemmten Atmosphäre des Porno-Kinos nie hörte.

So befreiend jedenfalls, daß der Autors dieser Zeilen – Thomas Herget – das Ganze übertitelte mit Runter mit den Blusen!, und somit den Sinn des Ganzen doch wieder treffend herstellte. Manchmal sind Kleinigkeiten doch verräterisch und decken die verlogenen apologetischen (also verteidigenden) Beschwörungsformeln auf. Dafür hat er meine Auszeichnung, die Virtuelle Zitrone für besonders virtuellen Journalismus für den Monat November verdient.

Doch nun zurück zum hier besprochenen Buch.

Zwei weitere Aufsätze von Roger Willemsen und Barbara Vinken komplettieren den von letzterer herausgegebenen Band Die nackte Wahrheit. Darin werden, wie schon gesagt, Pornographie und die Rolle des Obszönen in der Gegenwart behandelt. Das Buch ist bei dtv als Taschenbuch erschienen und kostet 19 Mark 90.

 

Die Macht der Darstellung

Besprechung des Buches Pornographie – Die Macht der Darstellung von Susanne Kappeler, erschienen 1988 im Verlag Frauenoffensive, 260 Seiten, DM 26,80

Die schon vorhin kurz erwähnte Susanne Kappeler nähert sich dem Phänomen Pornographie aus feministischer Sicht. Ihre Absicht beschreibt sie so:

Das Thema dieser Untersuchung ist Pornographie als Darstellung in Wort und Bild, d.h. Darstellungspraktiken, nicht Sexualpraktiken. Der Faktor der Darstellung muß in den Vordergrund gerückt werden: Es handelt sich nicht nur um Inhalte. Sex oder Sexualpraktiken existieren nicht einfach oder warten darauf, dargestellt zu werden. Vielmehr besteht ein dialektisches Verhältnis zwischen Darstellungspraktiken, die Formen der Sexualität konstruieren, und wirklichen Sexualpraktiken, die sich an Darstellungen und Vorstellungen orientieren und inspirieren, die kulturell erlernt sind und die wiederum dargestellt werden. Die beiden Praktiken beeinflussen sich gegenseitig, sind symbiotisch voneinander abhängig. [9]

Es geht ihr daher um die Funktion dieser Darstellungen, also der Pornographie, in der Gesellschaft.

Dieser Zusammenhang, so sagt sie, ist politisch: eine Frage der Klasse, der Rasse und des Geschlechts. Sie ist kulturell: eine Frage der Beziehung zwischen Darstellungen und einem allgemeinen Begriff der Kultur (und deren Verhältnis zur "Realität"). Und der Zusammenhang ist auch ökonomisch: eine Frage des Verhältnisses von kultureller Produktion und Austausch, von Herstellung und Vertrieb. [10]

1983 erließ der Stadtrat von Minneapolis in den USA eine Verordnung, nach der bestimmte Arten der Pornographie zu einer Verletzung der Bürgerrechte von Frauen erklärt wurden.

Statt wie üblich [Pornographie] als eine Frage des Obszönen, der Zensur und des Jugendschutzes [zu behandeln], wird sie hier als eine Frage der Bürgerrechte definiert, und zwar der Bürgerrechte von Frauen. [11]

Aufschlußreich war, daß je liberaler die Stadträte waren, insbesondere ganz allgemein in Fragen der Bürgerrechte, desto eher stimmten sie gegen dieses Bürgerrecht für Frauen. Es standen also Frauenrechte gegen Menschenrechte.

Die Menschenrechte […] sind die Rechte der freien Meinungsäußerung und des freien Zugangs zu Informationen: Recht und Freiheit des Pornographen und seiner Kundschaft […]. Angesichts ihrer Ansprüche verblassen jedwede Ansprüche des Opfers […]. [12]

Was auch verständlich ist, denn Menschenrechte, so wie wir sie kennen, wurden im 18. Jahrhundert entworfen und durch die Verfassung der USA und der Französischen Revolution Ende des 18. Jahrhunderts gesetzlich verankert – von Männern für Männer. Frauen waren damals von der Politik ausgeschlossen, was sich auch im Charakter der Deklaration dieser Menschenrechte zeigt. Und selbst heute werden Menschenrechte immer noch so verstanden, wenn auch nicht mehr bruchlos. Die Norm ist der Mann.

Buchcover Susanne Kappeler "Pornographie"Allerdings wendet sich Susanne Kappeler gegen das Verbot der Pornographie. Sie schreibt:

Die feministische Kritik bemüht sich nicht in erster Linie um Zensur – die Regelung und Einschränkung von "unerwünschten" (von wem [unerwünscht]?) Darstellungen –, sondern darum, die sexistischen und pornographischen Strukturen, die unsere Kultur von Grund auf durchdringen, aufzuzeigen und bloßzustellen. Und sie analysiert, wie Pornographie zustande kommt, nicht, wie eine Eigenschaft […] in der bürgerlichen Gemeinschaft kontrolliert verbreitet werden darf. Ziel einer feministischen Kritik ist nicht Verbot, sondern Veränderung, die auf der Einsicht beruht, was an Pornographie nicht in Ordnung ist. Ziel ist nicht, das gesellschaftliche Selbstbild nach der neuesten Mode kosmetisch aufzupeppen. [13]

Wenn schon ein Zusammenhang zwischen Pornographie, populärer Unterhaltung und der Kultur allgemein gesehen und die Grenze zwischen Kunst und Pornographie als fließend empfunden wird, dann liegt es nahe, diesen Zusammenhang zu untersuchen – und nicht, wie die Liebhaber der Kunst und Befürworter der Pornographie argumentieren, die Pornographie zu schützen, um die darüberliegende hohe Kunst nicht ins Wanken zu bringen […]. [14]

Soweit Susanne Kappeler. Nun gibt es eigentlich zwei Verteidigungslinien der Befürworter von Pornographie. Die eine ist, zwischen Pornographie und Kunst zu unterscheiden, um wenigstens letztere zu retten, die andere ist, zwischen Erotik und Pornographie zu unterscheiden, um zumindest etwas für den privaten männlichen Konsum zu erhalten.

Die unausgesprochene Annahme ist, daß das eine – das gewaltlose sexuelle Material, die Kunst, die legitime Fiktion – "gerettet" werden muß - wahrscheinlich vor Abschaffung oder Verbot, obwohl in Wirklichkeit in erster Linie vor Analyse und Kritik. [15]

Ganz besonders clever sind dann diejenigen, die auch Frauen als Befürworterinnen von Pornographie als geradezu lebendigen Beweis anführen können. Ja klar, gibt es sie, sagt Susanne Kappeler; und sie fährt fort:

Es wird dabei die Tatsache übersehen, daß auch Frauen in der Männerkultur für den Männerblick, den Blick des Begutachters, geschult werden. Die Geschichte weist genügend Frauen auf, die frauenfeindliche Thesen, Darstellungen oder Politik vertreten haben. Die Geschlechtsteile allein sind keine Garantie für Geschlechterpolitik: Es gibt Geschlechtsverräterinnen wie Klassenverräter. [16]

Aber kommen wir zu der Frage, was denn eigentlich Pornographie ausmacht. Offensichtlich geht es darum, Frauen zum Objekt meist männlicher Phantasien zu machen. Frauen werden zum Objekt gemacht, was heißt, daß Männer die Subjekte sind. Simone de Beauvoir sagte dazu: "Er ist das Subjekt, er ist das Absolute – sie ist das Andere." Und Susanne Kappeler:

Das Subjekt im kulturellen Prozeß, in dem die Frauen zu Objekten gemacht werden [ – oder wie ich sagen würde: in dem Frauen zu Frauen gemacht werden, W.K. – ], ist das männliche Geschlecht, d.h. die Geschlechtsklasse der Männer. [17]

Nun werden zwar auch Männer innerhalb dieser patriarchalen und kapitalistischen Leistungsgesellschaft zu Objekten gemacht, aber, so sagt Susanne Kappeler:

Modell für dieses Subjekt ist jedoch das Geschlecht der Männer; die Prozesse, derer es sich bedient, sind die, die Frauen zum Objekt zu machen. Der Status der Frauen als Objekt ist die Folge davon, daß sich Männer den Status des Subjekts geben. Der Mann wird zum reinen Subjekt durch seine Beziehung zum Objekt, mit welchem er folglich in keinen Austausch und keine Kommunikation tritt, da das Objekt definitionsgemäß keine Subjektrollen übernehmen kann. [18]

Und der Pornograph, so fährt sie fort, kommuniziert entsprechend:

Der Pornograph ist der "Sprecher" seiner Äußerung; es steht ihm frei, ob er sich selbst als Helden im Szenario darstellt. Er kommuniziert mit einem anderen Subjekt, dem Betrachter oder Leser […]. Ob er sich selbst inhaltlich darstellt oder nicht, macht er die Frau zum Objekt für den Betrachter, zum Schauobjekt für das Subjekt des Schauens. Ist das Meistersubjekt im Bild selbst dargestellt, so ist das Frauenobjekt doppelt zum Objekt gemacht: einmal als das Objekt in der dargestellten Handlung und ein zweites Mal als das Objekt der Darstellung, als Objekt der Betrachtung. Die erste Objekt-Machung ist fakultativ, die zweite ist immer vorhanden: ein Grundelement der Struktur pornographischer Darstellung. [19]

Es sind also die Männer, die darstellen, die definieren, die benennen, die daraus ihren Subjektstatus ziehen. So funktioniert Kultur, männliche Kultur.

Die Kultur, wie wir sie kennen, ist das Selbstbild des Patriarchats. [20]

Damit verbunden ist ein Anspruch auf Allgemeingültigkeit. Es gibt eine gesellschaftliche Konvention darüber, was als ästhetisch anzusehen ist, wie unscharf auch immer die Grenzziehung sein mag. Aber die Grundlage dieses Ästhetik-Verständnisses hat sich im Laufe der Jahrhunderte herauskristallisiert, ist also schon von daher ganz allgemeingültig – männlich bestimmt. Wer das nicht begreift, vor allem, wenn Frauen dies nicht so sehen, hat keine Ahnung von Ästhetik oder Kunst. Ausgrenzung funktioniert ziemlich einfach. Anfang des Jahres hatten wir auch in Darmstadt einen derartigen Fall. [21]

Keine Chance für Aphrodite schrieb im Januar Klaus Staat im Darmstädter Echo zur Verteidigung der Kunst gegen die darmstädter Frauenbeauftragte Edeltraud Baur. Er verteidigte die männliche Kunst, d.h. über Frauen und deren Körper in Bild und Plastik frei verfügen zu können. Er verteidigte Männer und ihr Frauenbild. Als Kunst getarnt. Aber an öffentlich zugänglichen Plätzen ausgestellt, um zweifelsfrei kundzutun, wie Männer Frauen sehen und wie Frauen sich selbst sehen sollen.

Edeltraud Baur hat es gewagt, ihre Funktion als Frauenbeauftragte wahrzunehmen. Sie monierte, daß ein Kunstwerk – zwei nackte Frauen – vor einer Kranichsteiner Schule aufgestellt wurde. Das hätte sie besser nicht getan. Frauen, die sich dagegen wehren, als Objekt männlicher Phantasien öffentlich ausgestellt zu werden, werden als prüde hingestellt. Klaus Staat nahm diesen eher vornehmen Begriff, andere Männer sind da weniger feinfühlig – sie sagen zickig oder frigide; aber sie meinen alle dasselbe. Nämlich, daß es ihnen nicht paßt, daß sich Frauen ihrem Zugriff entziehen.

Geoutet hatte sich damals aber auch der [damalige] Darmstädter Oberbürgermeister Peter Benz. Er meinte nämlich dazu, daß die weiblichen Merkmale dieser Figuren Ausdruck der Natürlichkeit seien. Wahrscheinlich gehört es auch für ihn zur Natur der Frau, sich von Männern einfühlsam darstellen zu lassen. Wer statt dessen vom Patriarchat in der Kunst redet, muß sich von ihm vorhalten lassen, intolerant zu sein. Tja, wie gesagt, so allgemeingültige, weil männliche Begriffe wie Ästhetik und Kunst können ganz schön praktisch sein. Susanne Kappeler dazu:

Das patriarchale Subjekt konstituiert sich im und durch den Diskurs der Kultur. [22]

Und worüber sich die Herren Staat und Benz so ereifert hatten, beschreibt Susanne Kappeler so:

Frauen in der Realität haben bekanntlich die unangenehme Gewohnheit, im ungeeignetsten Moment ihre Subjektivität geltend zu machen und damit den Genuß des Subjekts zu beeinträchtigen. Phantasie, d.h. der unbehelligte Genuß des Subjekts, ist sehr viel populärer als ein mühsames Verkehren mit einem anderen Subjekt. [23]

Wollte ich dem Buch von Susanne Kappeler gerecht werden, müßte ich es vorlesen. Zu vielschichtig ist es, um in knappen Worten hier vorgestellt zu werden. Es ist die genaueste mir bekannte Darstellung und Analyse von Pornographie. Auch wenn das Buch schon vor zwölf Jahren [24] herausgekommen ist, hat es nichts an Klarheit und Aktualität verloren. Das Buch heißt Pornographie. Die Macht der Darstellung. Es ist im Verlag Frauenoffensive erschienen, immer noch lieferbar und kostet 26 Mark 80. Vielleicht sollten die Redaktionskonferenz des Darmstädter Echo und die Stadtverordnetenversammlung dieses Buch den Herren Staat und Benz Weihnachten zum Geschenk machen. Ich habe allerdings meine Zweifel, ob diese auch verstehen würden, was sie da lesen könnten.

 

Schluß

Jingle Alltag und Geschichte

Ich hoffe, ich habe deutlich machen können, daß Pornographie keine Frage der Ästhetik ist oder eine Frage moralischer Wertvorstellungen. Gerade Susanne Kappeler macht ja deutlich, daß hinter derartigen Wertvorstellungen, egal ob konservativ oder emanzipatorisch, nur ein unterschiedliches männliches Interesse an der Beherrschbarkeit von Frauen steckt. Die sogenannte Sexuelle Revolution in den 60er Jahren war ja auch nur eine reformerische Strömung, sozusagen eine Innovation, die den geänderten Bedürfnissen vor allem von Männern gerecht werden sollte.

Pornographie verbieten – nein, das wäre zu einfach. Sich damit auseinandersetzen, sich selbst fragen, warum man ein möglicherweise derart positives Verhältnis zu Pornographie hat. Dann das eigene Verhältnis und die gesellschaftlichen Verhältnisse ändern, die dazu beitragen, daß Frauen zu Objekten, zum Anderen als dem männlichen Subjekt, also zu Frauen gemacht werden.

Anstatt sich über die krasseren Formen männlicher sexualisierter Gewaltphantasien aufzuregen, etwa über Kinderpornos im Internet, wäre vielleicht der Blick für den alltäglichen Sexismus in Schrift und Bild zu schärfen. Oder soll ich hier der Vermutung Raum geben, daß die intensive Beschäftigung mit verwerflichen Kinderpornos vom eigentlichen Problem ablenken soll?

Zum Schluß noch ein Programmhinweis: Am nächsten Montag um 17.00 Uhr werden Christoph Jetter und Susanne Schuckmann ein Darmstädter Projekt zum 9. November, dem Jahrestag der Reichspogromnacht 1938, vorstellen. Es folgen nun die Nachrichten im Originalton Darmstadt. Es verabschiedet sich Walter Kuhl.

 

ANMERKUNGEN

 

Mittels eines Klicks auf die Nummer der jeweiligen Anmerkung geht es zur Textpassage zurück, von der aus zu den Anmerkungen verlinkt wurde.

 

»» [1]   Barbara Vinken : Cover up – Die nackte Wahrheit der Pornographie, in: dies. (Hg.) : Die nackte Wahrheit, Seite 7–8

»» [2]   Dieter Ingenschay : Nackte Schweine, nasse Prinzen. Der Zusammenhang von Autobiographie und Pornographie in der zeitgenössischen Schwulenliteratur, in: Vinken (Hg.), Seite 44

»» [3]   Silvia Bovenschen : Auf falsche Fragen gibt es keine richtigen Antworten. Anmerkungen zur Potnographie-Kampagne, in: Vinken (Hg.), Seite 56–57

»» [4]   Mein Lachen ist nicht abfällig gemeint, sondern zustimmend. In der Tat ist die Konsequenz aus Andrea Dworkins Argumentation die Abschaffung der Männer, also der Täter. Frauen können in dieser patriarchalen Welt nur dann sicher sein, wenn es keine Männer gibt. Das erscheint paradox, aber sollte zum Nachdenken über subtile, offene und strukturelle Gewaltverhältnisse anregen.

»» [5]   Albrecht Koschorke : Die zwei Körper der Frau, in: Vinken (Hg.), Seite 86

»» [6]   Judith Butler : Schmährede, in: Vinken (Hg.), Seite 110

»» [7]   Gertrud Koch : Netzhautsex – Sehen als Akt, in: Vinken (Hg.), Seite 118

»» [8]   Koch, Seite 122

»» [9]   Susanne Kappeler : Pornographie – Die Macht der Darstellung, Seite 8

»» [10]   Kappeler, Seite 10

»» [11]   Kappeler, Seite 17–18

»» [12]   Kappeler, Seite 20

»» [13]   Kappeler, Seite 33

»» [14]   Kappeler, Seite 35–36

»» [15]   Kappeler, Seite 47

»» [16]   Kappeler, Seite 56

»» [17]   Kappeler, Seite 59

»» [18]   Kappeler, Seite 59

»» [19]   Kappeler, Seite 61

»» [20]   Kappeler, Seite 62

»» [21]   Siehe hierzu meinen ausführlichen Beitrag mit der Verleihung der Virtuellen Zitrone des Monats Januar 1998 und die Fortsetzung Noch mehr Männer mit Kunstverstand.

»» [22]   Kappeler, Seite 67

»» [23]   Kappeler, Seite 68

»» [24]   Das englische Original des Buches – The Pornography of Representation – erschien 1986 bei Polity Press / Basil Blackwell.

 


 

Diese Seite wurde zuletzt am 20. September 2009 aktualisiert. Links auf andere Websites bedeuten keine Zustimmung zu den jeweiligen Inhalten, sondern sind rein informativer Natur. ©  Walter Kuhl 1998, 2001, 2009. Die Wiedergabe, auch auszugsweise, ist nur mit dem Einverständnis des Verfassers gestattet.

URL dieser Seite : http://waltpolitik.powerbone.de/kv/kv_fbild.htm

Zur vorangegangenen Sendung

Zur nachfolgenden Sendung

 
 
 
Valid HTML 4.01 Transitional  Valid CSS!