Ein Euro in der Bankenzone Frankfurt
Money makes the world go round. Hier in Frankfurt/M.

Kapital – Verbrechen

Der Bogen ist weit gespannt

Sendemanuskript

Sendung der Redaktion Alltag und Geschichte

Radio: Radio Darmstadt

Redaktion und Moderation: Walter Kuhl

Ausstrahlung am:

Montag, 12. März 2012, 17.00 bis 18.00 Uhr

Wiederholt:

Montag/Dienstag, 12./13. März 2012, 23.10 bis 00.10 Uhr
Dienstag, 13. März 2012, 05.10 bis 06.10 Uhr
Dienstag, 13. März 2012, 11.10 bis 12.10 Uhr

Zusammenfassung:

Fraport schleimt auf einer Werbeveranstaltung Fairness, die eigenen Beschäftigten geben sich als Komparsen her, doch andernorts verkündet der Flughafen­betreiber noch mehr Lärm. Sozial­psychologie erklärt Esoterik, doch es sind vor allem Peter Brückners Anregungen, die auch heute noch Aufmerk­samkeit verdienen. Autoritäten in Europa kommen ohne Klassen aus, zumindest in der soziologischen Theorie. Daß eine Männerrechts­bewegung den Feminismus haßt, ist wenig erstaunlich, doch ihr Haß gilt vor allem Frauen als Frauen.

Besprochene Zeitschriften:

Mittelweg 36, Heft 6/2011 und Heft 1/2012

Zur Neoliberalisierung von Radio Darmstadt und seinem Trägerverein und zur Ausgrenzung mehrerer Mitglieder meiner Redaktion seit 2006 siehe meine ausführliche Dokumentation.


Inhaltsverzeichnis


Demonstration für Lärm und Schmutz 

Jingle Alltag und Geschichte

Am 1. März [2012] versammelten sich einige tausend Menschen auf dem Frankfurter Römerberg, um für noch mehr Luftverschmutzung und Lärmterror zu demonstrieren. Das ihnen eigene Bekenntnis zum Flughafen­betreiber Fraport war verbunden mit massivem, subtilem inner­betrieblichen Druck. Wo sonst Flyer und Plakate verpönt sind, prangten massenhaft die Werbe­materialien für eine Kundgebung, zu der die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zudem durch den mehr oder weniger sanften Druck ihrer Vorgesetzten ermahnt wurden. Fraport hat zweifelsohne eine Imageproblem, das auch nicht dadurch besser wurde, daß nun eine weitere Landebahn Schmutz und Lärm anzieht.

Zur Zeit demonstrieren Woche für Woche die von dieser Segnung kapitalistischen Mobilitäts­wahns Betroffenen direkt vor Ort, was dem Betreiber Fraport nun gar nicht schmeckt. Vielleicht sollte sich Fraport ein Beispiel am Atom­unternehmen RWE nehmen, das seine Beschäftigten aus allen möglichen Standorten mit Bus und viel Bier nach Biblis verfrachtet, damit selbige alkoholselig eine angeblich saubere Energie feiern. Fragt mal die Aborigines im australischen Hinterland, was sie von Strahlenmüll und maßloser Umweltvergiftung bei der Förderung des ach so sauberen Urans halten. Vom profitabel schlampigen Umgang mit Entsorgung und Restmüll ganz zu schweigen, und von Endlagerung wollen wir hier gar nicht erst reden. Diese Lügen überlassen wir besser der Atommafia und ihren willigen Helfern in Politik und Medien.

Doch Fraport benötigt seine Imagekampagne auch deswegen, weil dieser Laden knallhart seine Geschäfts­interessen durchzusetzen pflegt. Auf der Kundgebung waren recht salbungsvolle Worte zu vernehmen. Man müsse, so wurde dort verkündet, einen fairen Ausgleich zwischen den Interessen der Bewohner – Bewohnerinnen kamen eine Woche vor dem Internationalen Frauentag vorsichtshalber gar nicht erst vor – und den Interessen der Betreiber des Flughafens finden [1]. Fairness im Kapitalismus ist nicht dasselbe wie Fairness auf dem Fußballplatz. Zwar wird auch dort geholzt und getreten, solange der Schiri wegguckt, aber immerhin handelt es sich hier um zwei halbwegs gleichwertige Kollektive.

Ganz anders natürlich dann, wenn es ums Geschäft geht. Was unter dieser Fairness zu verstehen ist, machte eine Woche später, am 8. März [2012], Fraport-Sprecher Frank Cornelius ausgerechnet auf einer Veranstaltung der Kapitalisten­freunde von der FDP knallhart deutlich und drohte den Menschen in Nauheim eine neue Dimension des Lärms an. Ach ja, zynisch wurde er auch noch. Zwar sei es möglich, Fördermittel für Lärmschutz zu beantragen, aber ein gewisses Maß an Eigeninitiative, sprich Eigenkapital, sei da schon vonnöten [2]. Ein wunderbares Beispiel dafür, wie die Kosten einer profit­orientierten Maschinerie auf die Betroffenen abgewälzt werden.

In diesem Sinne hatte ja auch – ja wie viele waren es denn jetzt nun? 7.000, so die Polizei, 10.000, so Fraport – also eine recht überschaubare Menge votiert. Angeblich hat die Jobmaschine Flughafen ja Zigtausende Jobs hervorgebracht; somit war das ja offensichtlich nur eine kleine verschworene Schar, die auf dem Römerberg als Komparsen einer Imageshow auftraten. Den eigenen Job als Motivationshilfe im Hinterkopf – drückten sie ihr ureigenstes Interesse und ihr Recht aus, auf Kosten Anderer am Jobwunder teilzuhaben. Tja, das ist der ganz normale Wahnsinn egoistischer Anmaßung. Meint Walter Kuhl aus der Dissent – Medienwerkstatt Darmstadt.

 

Zwei Grundpfeiler demokratischer Herrschaft

Lug und Trug gehören zu jeder kapitalistischen Gesellschaft. Damit meine ich nicht die kleinen Lebenslügen, die wir alle mit uns herumschleppen und die uns glauben machen, wir würden nach unseren eigenen moralischen Standards leben. Nein – obwohl die kapitalistische Gesellschaft auf dem Warentausch gründet und vertragsgemäß Betrug außen vor zu sein hat, erfordert das Regime der Profit­maximierung aus der eigenen Logik heraus das Bestreben, den oder die andere übers Ohr zu hauen.

Kein Wunder, daß die kapitalistische Gesellschaft ohne bürgerliches Gesetzbuch und einen Staat, der zumindest gewisse Rahmen­bedingungen setzt und überwacht, nicht auskommt. Der Staat fördert als ideeller Gesamtkapitalist nicht nur das Wohlergehen der herrschenden Klasse und sorgt dafür, daß genügend Arbeitskräfte ausgebildet und diszipliniert werden, zuweilen muß er jedoch auch das Treiben seiner Auftraggeber regulieren, wenn diese besonders über die Stränge schlagen. Lug und Trug wird demnach bis zu einem gewissen Maße geduldet, vielleicht gar befördert; und deshalb sind selbstredend die Repräsentanten dieser Geschäftsmoral in Politik und medialer Ideologieproduktion nicht frei von Korruption und kleinen Betrügereien.

Wenn man und frau sich dieses Geschäftsprinzip einmal klarmacht und versucht, es nicht selbst zu verinnerlichen, dann ist es auch leicht erklärbar, daß „die da unten“ „denen da oben“ jede Schweinerei zutrauen, zumal dies ja auch einer Alltagserfahrung entspricht. Doch dieser unterschwellige Brass erzeugt aus sich heraus kein Klassen­bewußtsein, erst recht keine organisierte Gegenwehr. Insofern ist es verständlich, wenn Anpassung und Konsumhaltung um sich greifen, weil man und frau selbst, wenn auch in geringem Maße, davon profitieren können, selbst auf die Gefahr hin, in Erwerbs­losigkeit und Armut abzurutschen. Im Vergleich zu mindestens der Hälfte der Menschheit geht es ihnen noch verdammt gut. Und dafür sind sie durchaus bereit, den Lug und Trug der herrschenden Klasse zu ihrem eigenen zu machen.

Buchcover Peter BrücknerWie nun erträgt das Individuum die Zumutungen eins so verstandenen kapitalistischen Alltags? Dieser Frage ging vom 1. bis zum 4. März [2012] in Berlin ein Kongreß der Neuen Gesellschaft für Psychologie nach. Der 30. Todestag des Sozialpsychologen Peter Brückner bot sich zu einer reflektiven Gesamtschau geradezu an, zumal, wie die Organisatorinnen und Organisatoren feststellen mußten, Brückners 1972 erschienenes Buch „Zur Sozialpsychologie des Kapitalismus“ auch heute noch wichtige Antworten auf die angesprochenen Zumutungen geben kann.

Peter Brückner war in den späten 60er und 70er Jahren ein wesentlicher Bezugspunkt der anti­autoritären Linken. Seine scharfsinnigen Analysen kondensierten im schon angesprochenen Werk. Er untersuchte hierin die Grundlagen der soziostrukturellen Gewalt in der bürgerlichen Gesellschaft und fand heraus, wie die Arbeiterinnen und Arbeiter diese Gewalt erfahren, verinnerlichen und weitergeben. Selbstverständ­lich schob er ihnen nicht die Schuld an diesen Zuständen zu, denn es ist die Gewalt der herrschenden Klasse, die über frühkindliche Erziehung, Schule, Bundeswehr und Betrieb eingeübt und nach erfolgreichem Lernen ausgeübt wird. Dieser Lernerfolg befördert Anpassung, Konformismus und eine Gruppendynamik, die sich nicht gegen die Stärkeren, sondern gegen die vermeintlich oder tatsächlich Schwächeren richtet.

Insofern muß ich mich an dieser Stelle schon fragen, ob ich nicht gegen Widerstände anrede, die mit Argumenten und emanzipatorischen Gedankengängen gar nicht aufzuknacken sind. Das Schlimme ist ja, daß es in dieser Gesellschaft ein weit verbreitetes, wenn auch nicht immer tiefschürfendes Wissen um die katastrophalen Zustände nicht nur hier, sondern weltweit gibt. Allein – die Widerstände, sich von dieser Einsicht einfangen zu lassen, um diesem barbarischen Zustand ein für allemal ein Ende zu setzen, sind zu groß. Hierüber schrieb Peter Brückner 1972 sein Buch und hiervon handelte der Kongreß „Sozialpsychologie des Kapitalismus – heute“. Das Buch wurde 2004 im Psychosozial-Verlag in Kooperation mit dem Argument-Verlag neu aufgelegt und ist zum erstaunlich niedrigen Preis von 3 Euro 18 über den Psychosozial-Verlag zu beziehen. Wer wissen will, welche Gewaltdynamik diese Gesellschaft durchzieht, findet hier erstaunliche und vor allem erstaunlich differenzierte Antworten.

Buchcover Peter BrücknerNoch erstaunlicher finde ich es, daß Peter Brückner schon vor vier Jahrzehnten von einer Verrohung in Bezug auf die Gewalt der herrschenden Klasse schrieb, ein Topos, den Jutta Ditfurth kürzlich wieder aufgenommen hatte, als sie von Joachim Gauck als dem Prediger der verrohenden Mittelschicht schrieb. Womit sie unzweifelhaft Recht hat.

Und wenn wir schon von Verrohung sprechen, so müssen wir womöglich ebenso erstaunt die Esoterik mit ihren vielen Facetten mit einbeziehen. Die Sozial­pädagogin Claudia Barth war auf dem Kongreß als Referentin zum Thema „Esoterik – Ecstasy des Bürgers“ vorgesehen. Während andernorts Esoterik als ein Rückzug in die Innerlichkeit betrachtet wird, der in seiner Regression durchaus auch Bezüge zu völkischem oder rassistischem Gedankengut aufweist, sieht Claudia Barth hierin eher eine Anpassungs­leistung an die neoliberale Moderne.

Ziel esoterischer Selbst­therapeutisierung ist es, Leiden an Kälte und Entfremdung zu beenden, innere Widerstände abzubauen, aktuell gefragte Kompetenzen der Authentizität, Kommunikations­fähigkeit, Flexibilität und Entgrenzung aufzubauen, um im Hier und Jetzt erfolgreich zu sein. Die derzeit geforderte innere Mobilisierung der Subjekte, sich mit all ihrem inneren Potential in den Verwertungs­prozess einzubringen, fremdgesteckte Ziele mit authentischem Einsatz zu erfüllen, erschöpft die Menschen in zunehmendem Maße. Esoterische Wege helfen, individuell zu bestehen.

Nicht nur das. Derart mental gestärkt ist es den esoterischen Subjekten nun selbst möglich, Flexibilität und Entgrenzung als Teil ihres kosmischen Auftrages auszuleben. Kein Wunder, daß die Grenzen zwischen Motivationstrainern, Unternehmens­beraterinnen, Fußballcoaches wie Jürgen Klinsmann oder den sinnlosen Motivationsprogrammen von Arbeitsagenturen und Jobcentern fließend sind. Claudia Barth hat hierüber das Buch „Esoterik. Die Suche nach dem Selbst“ geschrieben, das im Transkript-Verlag veröffentlicht wurde.

 

Autoritäten mit europäischer Note

Besprechung von : Mittelweg 36, Heft 6, Dezember 2011 / Januar 2012, 94 Seiten, sowie Heft 1, Februar / März 2012, 108 Seiten, je € 9,50

Ganz andere Wege, die Zumutungen der kapitalistischen Moderne zu begreifen und zu verarbeiten, finden wir im Dezemberheft von „Mittelweg 36“, der Zeitschrift aus dem Hamburger Institut für Sozialforschung.

Cover Mittelweg 36Der Philosoph Raymond Geuss bietet dort seine Überlegungen zum politischen Status von Autorität dar. Die von ihm beschriebene bürgerliche Gesellschaft kommt ohne Dissens seiner Mitglieder nicht aus, der jedoch seine Grenzen darin finden muß, daß es Mindest­standards an Überzeugungen und Abneigungen geben muß, die von allen geteilt werden, damit eine solche Gesellschaft überhaupt funktionieren kann. Allerdings ist es hierbei ein Kennzeichen der Politik, ober­flächlich zu sein, um die Pluralität der Meinungen zu ermöglichen und zur Entfaltung kommen zu lassen. Dieses Idealbild hat natürlich nichts mit der Wirklichkeit zu tun, weshalb schon Thomas Hobbes auf die Idee gekommen war, daß ein Souverän benötigt wird, der sozusagen über den Menschen und ihren Befindlich­keiten steht, mehr noch, der eine Machtfülle besitzt, die von keiner und niemandem infrage gestellt wird.

Statt von einem Souverän, so führt Raymond Geuss aus, können wir auch von Autorität sprechen, wobei es grundsätzlich unerheblich ist, ob diese Autorität eine Monarchin, ein Zentralkomitee, ein Oberster Gerictshof, ein Parlament oder eine Diktatur ist. Die durch selbige Autorität ausgeübte Gewalt kann sehr wohl als Willkür erscheinen, und insofern betrachtet er es als weltfremde Träumerei der westlichen Philosophie, dem Staat ethische Maßstäbe vorschreiben zu wollen. Weder Vernunft noch Wissenschaft leiten das politische Handeln, vielmehr kommen hier Leidenschaften ins Spiel, die durchaus nicht als dysfunktional erscheinen. Ohne das Handeln, das Eingreifen der Mitglieder einer so definierten Gesellschaft ist eine plurale Demokratie nicht denkbar und auch nicht möglich, selbst dann nicht, wenn die Möglich­keiten der Einflußnahme recht begrenzt bleiben.

Erstaunlich fand ich bei diesem Aufsatz, daß Raymond Geuss zu keinem Zeitpunkt von Klassen- und Herrschafts­interessen einer kleinen Elite sprach, sondern die Klassenver­hältnisse der bürgerlichen Gesellschaft quasi als black box feilbot. Dabei sind es genau diese Interessen, welche die Repräsentanz und Wirkungs­mächtigkeit von Meinungen und politischem Handeln steuern. Sollte dem Philosophen dieses wichtige Kriterium einer bürgerlichen Gesellschaft entgangen sein? Oder was will er seinen Leserinnen und Lesern damit sagen? Wir bleiben ratlos, In dieser Aporie beläßt uns auch seine Schlußbemerkung:

Wer also sollte das Sagen am Ende haben? In einem philosophisch anspruchsvollen Sinne lässt die Frage keine allgemein verbindliche Antwort zu, unter anderem deshalb, weil das »sollte« undefiniert ist. Doch ist die Einsicht in die Unmöglich­keit einer verbindlichen Antwort nach meiner Ansicht der Anfang aller philosophischen Weisheit in der Politik. [3]

Im folgenden Aufsatz fragt der Soziologe Heinz Bude nach der Stunde der Gesellschafts­theorie, wenn es um Ungleichheit, Herrschaft und Ideologie geht. Hier wäre die Soziologie geeignet, wenn sie denn ihre Aufgabe darin sehen würde, nicht nur Systemzustände zu analysieren, sondern auf Grundlage einer normativen Matrix auch eine Diagnose über den Zustand der Gesellschaft aufzustellen. Auch in diesem Aufsatz vermissen wir grundlegende Bemerkungen über die Subjekte und Objekte von Macht und Herrschaft, die ideologischen Akteure und ihre Zielgruppen, oder die Frage, welche ökonomischen Voraussetzungen zu Armut, Reichtum, Macht und Bewußtsein führen.

Das nachfolgende Gespräch mit dem einflußreichen neoliberalen Soziologen Ulrich Beck dreht sich um die Frage, ob es mehr Gerechtigkeit durch mehr Europa geben könne, wobei die entscheidenden Fragestellungen seltsamerweise ausgeklammert bleiben. Über welches Europa reden wir, wessen Europa ist es? Daß auch ein solch merkwürdiges Gespräch den einen oder anderen anregenden Gedanken hervorbringen kann, ist unausweichlich, so etwa hier: Ulrich Beck postuliert ein Positiv-Summenspiel dort, wo alle Wirtschaften wachsen, wobei auch hier die einen wie die deutsche auf Kosten der anderen wie etwa die griechische florieren kann. Was aber geschieht, wenn die EU mit all ihren Mitgliedsländern in die Krise gerät? Angesichts des sogenannten Rettungsschirms, der selbstredend und im Gespräch auch unreflektiert die profitablen Interessen von Banken, Rüstungskonzernen und nationalen Bourgeoisien befördert, entwickeln sich neue anti­europäische Ressentiments.

Die Geberländer müssen nach innen Sparprogramme durchsetzen und ziehen deshalb die politischen Daumenschrauben bei den Schuldnerländern bis über die Schmerzgrenze hinweg an. Die Schuldnerländer dagegen sehen sich einem Diktat der EU unterworfen, das ihre nationale Unabhängigkeit und Würde verletzt. Beides schürt in Europa Hass auf Europa, da Europa allein als Anballung von Zumutungen erscheint. Daher kommt es zu den schon angesprochenen dramatischen Renationalisierungen. Es gibt die Gefahr eines zwar nicht aggressiven, aber regressiven Nationalismus. Er entspringt der Angst vor dem Verlust aller Sicherheit, der wirtschaftlich-sozialen wie der mentalen des nationalen Selbst­verständnisses. [4]

Der ideologische Bezugsrahmen dieser Analyse wird deutlicher, wenn wir seine Voraussetzungen infrage stellen. Müssen Geberländer Sparprogramme nach innen durchsetzen? Wem dienen diese Programme? Wer profitiert davon? Ist nationale Unabhängigkeit wirklich ein Wert, um des es sich zu kämpfen lohnt? Oder sind Nationalstaaten mitsamt ihrer Grenzen nicht ohnehin ein archaisches Relikt der Organisation von Herrschaft? Wessen Grenzen sind dies, und weshalb ertrinken Tausende Jahr für Jahr beim Versuch, die hermetisch und militaristisch abgeschlossene Festung Europa zu erreichen?

Die angesprochenen Regressionen sind so betrachtet Ausdruck verschiedener Klassenlagen. Klar versteht es ein Mitglied des verrohenden Mittelstandes nicht, wenn an seinen Bedürfnissen gespart wird und angeblich den Griechen die Milliarden nachgeschmissen werden. Wobei die Griechen davon allenfalls noch mehr Entbehrung und weitere Zumutungen haben werden, denn die Nutznießer sitzen vor allem in deutschen Landen und lachen sich ins Fäustchen über die Dumpfbacken, welche die von ihnen ausgehende Mär der griechischen Faulpelze unbesehen nachplappern. – Und hat Ulrich Beck für uns auch eine positive Europa-Nachricht? Aber ja doch. Als soziologischer Ideologe schürt er gerne einmal eine Illusion:

Sobald SPD und Grüne begreiflich gemacht haben, dass ein soziales Europa mehr ist als eine introvertierte Krämerseele, nämlich – mit Hegel gesprochen – eine historische Notwendigkeit, wird sogar die SPD wieder Profil und Wahlen gewinnen. Vorausgesetzt, sie hat den Mut, die Europapolitik offensiv zu ihrem Hauptprojekt zu erklären, wie vor gut vierzig Jahren die Ostpolitik. [5]

Es wäre Nikola Tietze und Ulrich Bielefeld zu wünschen gewesen, sie hätten derlei irreale Äußerungen ihres Gesprächspartners einmal auf ihre Grundfesten abgeklopft. Allein – dies hätte womöglich der Intention des Gesprächs widersprochen. Denn an wen wendet sich das vorliegende Heft von „Mittelweg 36“? Ich werde den Verdacht nicht los, daß hiermit versucht wird, einem Teil des Bürgertums nach dem Mund zu reden, auf daß es wider seine Klasseninteressen eine Art soziale Ader wiederentdeckt, bevor die verrohende Mittelschicht alles in den Abgrund zieht. Aber warum sollte irgendwer an Sozialklimbim ein Interesse haben, erst recht die SPD oder die Grünen? Oder schwebt Ulrich Beck eine europaweite Agenda 2010 vor, mit der Verarmung und Erwerbslosig­keit auf eine Weise verwaltet und verrechtlicht werden, die selbst aus den Deklassierten noch einen Mehrwert auszupressen sucht? Und was die sozialliberale Ostpolitik betrifft, so ging es nie um eine soziale Agenda, sondern selbstredend um den Einstieg in das osteuropäische Geschäft.

In der Literaturbeilage des Dezemberheftes von „Mittelweg 36“ spricht der französische Historiker Pierre Rosanvallon über eine Begriffs- und Problemgeschichte des Politischen. Auch er vermeidet es klugerweise, Klassen­gegensätze als Grundlage politischen Handelns zu begreifen, denn in postmodernen Zeiten liegen die Interessen- und Konfliktlagen selbstverständ­lich ganz woanders, nur wo, das sei noch zu ergründen. Praktischerweise wird das so aufgespannte Forschungsgebiet als ein Gegenstand des Unfertigen vorgestellt, in dem es nun so einiges zu ergründen gilt:

Das Wesen des Politischen lässt sich tatsächlich nur in jenen Augenblicken und Situationen wirklich erfassen, die verdeutlichen, dass sie Existenz der Demokratie nicht in der Konfrontation mit einem Idealbild besteht, sondern in der Erforschung eines zu lösenden Problems. [6]

Das von ihm konstatierte Verschwinden des Politischen werde begleitet durch eine ökonomische Globalisierung, die den Raum der Demokratie verändere. Keine Frage – die herrschenden Klassen weltweit sehen in demokratischen Entscheidungs­findungen, egal wie manipuliert oder eingeschränkt, immer ein Hindernis ihres maßlosen Drangs, alles verwerten zu können. Nicht zufällig ist die Europäische Union ein Projekt der Ent­demokratisierung unter dem Deckmantel einer Brüsseler Bürokratie und Maastrichter Verträge. Derlei wäre zu benennen, womit die postmodernen Illusionen jedoch zerspringen und das nackte Klasseninteresse wieder zum Vorschein kommt. Statt Hegelscher Sprachregelungen hätten wir dann Marxschen Klartext. Aber dies, so scheint es, ist gar nicht gewollt. Die neuen Mittelschichten bedürfen einer ideologischen Schulung, die ihnen nicht weh tut, aber einen Ausweg aus der von ihnen selbst geschaffenen Krise bieten soll.

Und wenn dann der Germanist Christoph Schmidt abschließend den Umgang der deutschen Studenten­bewegung mit Auschwitz thematisiert, dann ist zwar viel von Geistern und einem messianischen Impetus die Rede, aber irgendwo zielt auch dieser Aufsatz sowohl ins Leere wie in die Herzen und Gedanken seiner Leserinnen und Leser. Die Botschaft der Rechtfertigung von Anpassung nach den wilden Jahren der Utopie lautet mit Bezug auf Walter Benjamin:

[Er eröffnet] ihnen den Zugang zu einer unpathetischen Aufklärung, deren skeptische Tugend Augenmaß mit Nüchternheit verband. [7]

Die Grenze zur Denunziation der 68er Linken verschwimmt hierbei jedoch und öffnet Tür und Tor für eine unkritische, aber dem Zeitgeist angepaßte nüchterne Akzeptanz bundesdeutscher Verhältnisse, wie sie insbesondere das grüne Projekt vorantreibt.

 

Rassistische Kalküle und blutige Geschäfte

Cover Mittelweg 36Das – noch – aktuelle Februarheft, denn „Mittelweg 36“ wird alle zwei Monate in den geraden Monaten herausgegeben, befaßt sich schwerpunkt­mäßig mit den armen Weißen im Südafrika nach der Apartheid. Diese deklassierten Weißen waren schon zu Ende der Apartheid unter ihresgleichen nicht wohlgelitten, haben aber nun unter einer ANC-Regierung so gut wie gar keine Chance, sich aus ihrer tristen Lage zu emanzipieren. Jobs sind rar und die Konkurrenz billiger schwarzer Arbeitskräfte ist groß. Nun liegt hier keineswegs eine Tirade über die armen weißen Opfer des neuen Südafrika nach der Apartheid vor. Eher nüchtern und politisch wohl auch zutreffend beschreibt die Literatur­wissenschaftlerin Indra Wussow die Entstehungs­geschichte selbiger armen weißen Unterschicht, die etwa 10% der weißen Minderheit umfaßt.

Eine während der vergangenen Monate in Johannesburg gezeigte Ausstellung zu diesen „armen Weißen“ belegt nicht nur ihre Ausgrenzung und Marginalisierung, sondern auch die Verbitterung und die damit einhergehende radikale Sprengkraft, die für reaktionäre Projekte aktiviert werden kann. Denn keinesfalls entsteht hier ein Klassen­bewußtsein, das die eigene ökonomische Lage den kapitalistischen Verhältnissen anlastet, sondern ein rassistischer Opferdiskurs, der bessere Zeiten imaginiert und die Verantwortung der eigenen Lage auf die Usurpation der Macht durch die schwarze Mehrheitsbevölkerung schiebt. Ich gehe wohl nicht fehl in der Annahme, daß derartige Diskurse – wenn auch unseren Verhältnissen angepaßt – auch hierzulande mehrheitsfähig werden können.

Mittelweg 36 ist die Zeitschrift des Hamburger Instituts für Sozialforschung und erscheint alle zwei Monate. Das Einzelheft umfaßt rund 100 Seiten und kostet 9 Euro 50, ein Abonnement ist möglich.

Neben dem weißen Opferdiskurs, der doch sehr an die recht aggressiven weißen Underdogs in den USA erinnert, gibt es natürlich auch die jahrhundertelang von aggressiven Weißen bedrängte, kolonisierte, unterdrückte und ausgebeutete indigene schwarze Bevölkerung. Selbige fordert von den Banken und Konzernen, die von der Apartheid nicht nur profitiert, sondern die sie auch gefördert haben, in den USA eine Entschädigung als marginalen Ausgleich für erlittene Qualen. Michael Spahr vom Schweizer Radio Rabe in Bern, dem ich für die Überlassung des nun folgenden Interviews danke, sprach mit der Aktivistin Barbara Müller über die prozessuale Situation in den USA. Dieses Interview kann mit nebenstehendem Player angehört werden.

 

Eine frauenverachtende Männerbewegung und ein feministischer Ansatz

Jedes Jahr findet zum 8. März eine mehr oder minder aufgeregte Debatte zur Stellung von Frauen in der Gesellschaft statt. Selbst­verständlich fehlt es weder an einschlägigen Statistiken noch an politischen Statements, obwohl der Sachverhalt klar und deutlich auf dem Tisch liegt. Die Hälfte der Menschheit hat sich gefälligst zu bescheiden. Kristina Schröder, das Nesthäkchen in Angela Merkels Bundeskabinett, gibt den Ton vor. Sie widerspricht einer formellen Quote, die Unternehmen zwingen würde, mehr Frauen in ihren Vorständen unterzubringen.

Nun ja – wären Frauen die besseren Manager, dann würde das den Kapitalismus auch nicht erträglicher machen. Aber darum geht es Frau Schröder auch gar nicht, denn sie setzt auf die jahrhundertelang bewährten Selbstheilungs­kräfte des Marktes, die bekanntlich so heilsam sind, daß Jahr für Jahr Millionen und Abermillionen an dieser Arznei jämmerlich verhungern oder sonstwie zu Schaden kommen, selbst dann, wenn gerade einmal nicht eine Wirtschaftskrise als Überdosis der Selbstheilung droht. Die Pharmaindustrie würde derlei nicht besser hinbekommen.

Nun ist Kristina Schröder keinesfalls eine Fehlbesetzung in diesem Kabinett. Die bürgerliche Gesellschaft ist schließlich keine Veranstaltung zur Emanzipation des Teils der Menschheit, der weniger zu sagen oder gar mitzubestimmen hat. Insofern hatte Patrick Döring, der Generalsekretär der Kapitalisten­vereinigung FDP ganz richtig bemerkt, daß Frauen nur fleißig Aktien kaufen mögen, dann würden sie schon ganz von alleine mehr Macht erhalten. Daß die gesellschaftlichen Voraus­setzungen dem im Wege stehen, tut gewiß nichts zur Sache, denn die Sache hat etwas mit Profit und nichts mit Emanzipation zu tun.

Insofern ist selbiger Kapitalistengeneral­sekretär keinesfalls der Macho des Tages, wie es die Bundesgeschäfts­führerin der besseren Sozialdemokratie, also der Partei DIE LINKE, namens Caren Lay gemeint hat. Patrick Döring hat nur die Wahrheit über die Verlogenheit, Brutalität und Abgezocktheit einer kleinen, aber wohlfeilen Elite ausgesprochen, die sich der patriarchalen Zustimmung eines großen Teils vor allem der männlichen Bevölkerung erfreuen darf.

Oder glaubt wirklich irgendjemand oder irgendeine die propagandistische Lachnummer, nach der in Afghanistan nur für die Frauenrechte herumgebombt, gemeuchelt und gestritten wird? In Afghanistan können wir sehen, was derartige Emanzipations­propaganda wert ist. Dort werden mit westlicher militärischer, finanzieller und politischer Unterstützung die Gegner der finsteren Taliban gefördert, die sich in ihrem patriarchalen Weltbild in nichts von den talibanösen Feinden der westlichen Zivilisation unterscheiden. Denn es ist ja so: Macht und Herrschaft kommen nicht nur aus den Gewehrläufen, sondern auch durch die Förderung der reaktionärsten Regimes weltweit zustande. Und wenn so ein Regime mal nicht so recht spuren will, dann wird es gegen ein anderes und in der Regel noch finstereres ausgetauscht. Das nennt man dann Politik, und daß Frauen dabei draufgehen, gehört zur Logik dieser Schurkerei. Um dies dem gemeinen Volk zu vermitteln, benötigt das Establishment nun einen wie den Prediger Joachim Gauck.

Und damit wir nicht denken, daß derlei finstere Gesellen nur in westlichen Regierungskreisen oder bei von selbigen Regierungen geförderten Warlords zu finden sind, hat Michaela Baetz von Radio Z in Nürnberg mit dem Soziologen Hinrich Rosenbrock über dessen Studie zu einer antifeministischen Männerrechts­bewegung gesprochen, die in deutschen Landen ihre Stimme recht medienwirksam einzubringen pflegt. Die sogenannten Argumente aus dieser Männer­bewegung lassen sich durchaus auch bei seriöseren Autoren, wie dem Redakteur des „Darmstädter Echo“ Paul-Hermann Gruner, finden. Hinrich Rosenbrock hatte in seiner Studie die Denkweise, die Netzwerke und die virtuelle Mobilisierung dieser offen frauenfeindlichen Bewegung untersucht.

Das Gespräch kann mit nebenstehendem Player angehört werden. – Michaela Beatz von Radio Z in Nürnberg im Gespräch mit Hinrich Rosenbrock über dessen Studie „Die antifeministische Männer­rechtsbewegung“. Die Studie kann auf der Webseite der Heinrich-Böll-Stiftung heruntergeladen werden.

Kleiner Exkurs

Meine Redaktionskollegin Katharina Mann hatte am 27. November 2002 in einem Beitrag für die Sendung „Medialine“ bei „Radio Darmstadt“ darüber nachgedacht, welche Art Reaktion auf sexistische Artikel und Bücher denn Sinn machen. Das Manuskript zu diesem Beitrag findet sich auf der Webseite der Redaktion „Alltag und Geschichte“.

Anita Kastl, damals Mitarbeiterin des Darmstädter Frauenbüros, schrieb darüber hinaus eine Entgegnung auf einen Magazinartikel, den Paul-Hermann Gruner im Mai 2000 verfaßt hatte. Auch diese Entgegnung ist auf der Webseite der Redaktion „Alltag und Geschichte“ nachzulesen.

Die Facetten und „Argumentation“sstränge der anti­feministischen Männer­bewegung sind mannigfaltig, doch ihre Zielsetzung bleibt dieselbe. Leider, aber in einer patriarchalen Gesellschaft unvermeidlich, spielen auch Frauen auf dieser Klaviatur mit, auch linke Frauen oder Frauen, die sich für links und emanzipiert halten. Auch beim inzwischen neoliberalen Projekt „Radio Darmstadt“.

Diese Männerrechts­bewegung hat ein klares Feindbild. Es ist nicht unbedingt der Feminismus, zumal es den Feminismus ohnehin nicht gibt. Es sind Frauen, Frauen, weil sie Frauen sind, vielleicht auch deshalb, weil sie nicht so als Frauen funktionieren oder zur Verfügung stehen, wie das so ein armer, verunsicherter, benachteiligter Mann nun einmal braucht. Doch zurück zum Feminismus. Neben der weichgespülten und für die Kapital­verwertung nutzbar gemachten Variante des „Gender Mainstreaming“ gibt es erstaunlicherweise auch im 21. Jahrhundert noch und immer wieder neue Frauen (und sogar einige Männer), die dem feministischen Aufbruch der späten 60er und 70er Jahre nicht abgeschworen haben.

Doch was verstehen wir heute unter Feminismus? Melinda Matern, ebenfalls Redakteurin bei Radio Z, hat hierüber ein Buch mit dem Titel „Darum Feminismus! Diskussionen und Praxen“ gelesen und stellt es uns im folgenden Beitrag (anzuhören in nebenstehendem Player) vor. – Eine Buch­besprechung von Melinda Matern. Ich danke Radio Z in Nürnberg für die Überlassung dieser beiden Beiträge.

Am Mikrofon war Walter Kuhl aus der Dissent – Medienwerkstatt Darmstadt.

 

ANMERKUNGEN
Mittels eines Klicks auf die Nummer der jeweiligen Anmerkung geht es zur Textpassage zurück, von der aus zu den Anmerkungen verlinkt wurde.

»» [1]   Hans Dieter Erlenbach : Mehrere tausend Menschen demonstrieren bei „Ja zu Fra“, Darmstädter Echo (online) am 1. März 2012.

»» [2]   Fraport-Sprecher Cornelius: „Es wird demnächst noch lauter“, Darmstädter Echo (online), 9. März 2012.

»» [3]   Raymond Geuss : Wer das Sagen hat. Einige Überlegungen zum politischen Status von Autorität, in: Mittelweg 36, Heft 6/2011, Seite 3–12, Zitat auf Seite 12.

»» [4]   Mehr Gerechtigkeit durch mehr Europa. Ulrich Beck im Gespräch mit Nikola Tietze und Ulrich Bielefeld, in: Mittelweg 36, Heft 6/2011, Seite 22–42, Zitat auf Seite 31.

»» [5]   Beck Seite 42.

»» [6]   Pierre Rosanvallon : Für eine Begriffs- und Problem­geschichte des Politischen. Antritts­vorlesung am Collège de France, in: Mittelweg 36, Heft 6/2011, Seite 43–66, Zitat auf Seite 57.

»» [7]   Christoph Schmidt : Die Rückkehr der toten Seelen. Die deutsche Studentenbewegung und ihr Umgang mit Auschwitz, in: Mittelweg 36, Heft 6/2011, Seite 67–83, Zitat auf Seite 83.


Diese Seite wurde zuletzt am 17. März 2012 aktualisiert. Links auf andere Webseiten bedeuten keine Zustimmung zu den jeweiligen Inhalten, sondern sind rein informativer Natur. ©  Walter Kuhl 2001, 2012. Die Wiedergabe, auch auszugsweise, ist nur mit dem Einverständnis des Verfassers gestattet.

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