Kapital – Verbrechen

Taten ohne Täter

 

 

SENDEMANUSKRIPT

 
Sendung :
Kapital – Verbrechen
Taten ohne Täter
 
Redaktion und Moderation :
Walter Kuhl
 
gesendet auf :
Radio Darmstadt
 
Redaktion :
Alltag und Geschichte
 
gesendet am :
Montag, 23. Mai 2005, 17.00–18.00 Uhr
 
wiederholt am :
Montag, 23. Mai 2005, 23.10–00.10 Uhr
Dienstag, 24. Mai 2005, 08.00–09.00 Uhr
Dienstag, 24. Mai 2005, 14.00–15.00 Uhr
 
 
Mitschnitt eines Vortrags von Hannes Heer am 26. April 2005 in Darmstadt. Von Hannes Heer ist hierzu das Buch Vom Verschwinden der Täter im Aufbau (Taschenbuch) Verlag erschienen.
 
 
URL dieser Seite : http://www.waltpolitik.powerbone.de/kv/kv_hheer.htm
 
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Taten ohne Täter

Jingle Alltag und Geschichte

Taten ohne Täter – so könnte man und frau den Geschichtsdiskurs der Bundesrepublik Deutschland bezeichnen. Zwar gab es ein Drittes Reich, dessen Taten man und frau öffentlich ritualisiert verurteilt. Doch die eigentlichen Täter bleiben merkwürdig verschwommen. Als Daniel Jonah Goldhagen Mitte der 90er Jahre an diesem geschichtsphilosphischen Dogma rüttelte, war die Empörung groß. Die deutsche Historikergarde wurde nicht müde, den jüdischen Außenseiter nach allen Regeln professoraler Kunst fertig zu machen. Es ist ihnen nur zum Teil gelungen. Schlimm genug.

Buchcover Hannes Heer - Vom Verschwinden der TäterDas zweite Ereignis, welches den herrschenden Geschichtsdiskurs in Frage stellte, war die Wehrmachtsausstellung des Hamburger Instituts für Sozialforschung. Der Leiter dieser Ausstellung, Hannes Heer, wurde jedoch kaltgestellt, als die unvermeidlichen Fehler, die in jeder Ausstellung zu finden sind, groß aufgebauscht wurden. Endlich hatte man eine Möglichkeit gefunden, diejenigen, welche am Dogma der Unfehlbarkeit der Täter gerüttelt hatten, der Unehrlichkeit und der wissenschaftlichen Haltlosigkeit zu zeihen. Jan Philipp Reemtsma gab diesem Druck nach und präsentierte eine zweite, in ihren Grundaussagen weichgespülte Ausstellung. Darin werden die Taten wieder ohne ihre Täter gezeigt.

Hannes Heer sprach am 26. April 2005 vor etwa fünfzig Zuhörerinnen und Zuhörern auf Einladung der Stadtverordnetenfraktion PDS–DKP/Offene Liste Darmstadt im Justus–Liebig–Haus über die Suche der Deutschen nach einer für sie passenden Vergangenheit. In der folgenden Stunde werde ich diesen etwa fünfzigminütigen Vortrag senden. Am Mikrofon für die Redaktion Alltag und Geschichte auf Radio Darmstadt ist Walter Kuhl. Doch nun übergebe ich das Wort an Hannes Heer. [1]

 
Mitschnitt des Vortrags von Hannes Heer
 

Das war der Mitschnitt eines Vortrags, den der Historiker und ehemalige Leiter der ersten Wehrmachtsausstellung des Hamburger Instituts für Sozialforschung am 26. April 2005 im Justus–Liebig–Haus auf Einladung der Stadtverordnetenfraktion PDS–DKP/Offene Liste Darmstadt gehalten hat. Dem Vortrag lag in weiten Teilen sein im Aufbau Verlag erschienenes Buch Vom Verschwinden der Täter zugrunde. Das Buch ist in einer Taschenbuchausgabe für 9 Euro 95 erhältlich.

Jingle Alltag und Geschichte

Zum Schluß meiner heutigen Sendung noch ein Hinweis in eigener Sache. Der Magistrat der Stadt Darmstadt hat beschlossen, daß das Deutsche Polen–Institut in die Oetinger Villa einziehen und für die beiden derzeit dort befindlichen Jugendzentren ein anderer Standort gesucht werden soll. Radio Darmstadt ist es nun gelungen, die drei Parteien – den Oberbürgermeister Peter Benz, den Leiter des Polen–Institutes Dieter Bingen, sowie drei VertreterInnen des selbstverwalteten Jugend– und Kulturzentrums Oetinger Villa – an einen Tisch zu einem Round TableGespräch zu bringen.

Das Gespräch wurde am (wenn ihr mich live hört: heutigen) Montagnachmittag aufgezeichnet und wird am Dienstag, den 24. Mai, um 17.00 Uhr bei uns zu hören sein. Oder in der Wiederholung – in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch um 1.00 Uhr, sowie am Mittwoch um 8.00 und um 14.00 Uhr. Und zwar auf den üblichen Frequenzen: auf der 103,4 mit Antenne im Stadtgebiet Darmstadt, im Kabel auf 99,85 Megahertz, sowie in der Kabelinsel Groß–Gerau/Weiterstadt auf 97,0 Megahertz.

Es folgt nun Äktschn! – eine Sendung der Kulturredaktion. Für die Redaktion Alltag und Geschichte auf Radio Darmstadt war am Mikrofon Walter Kuhl.

 

 

ANMERKUNGEN

 

[1]   Der Vortrag ist weder als Audiofile noch als Abschrift verfügbar. Die Grundthesen des Vortrags sind jedoch im Buch Vom Verschwinden der Täter in einer ausführlicheren Fassung nachzulesen.

 

 

Diese Seite wurde zuletzt am 29. Mai 2005 aktualisiert.
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©  Walter Kuhl 2001, 2005
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