Kapital – Verbrechen

Ein ehrwürdiges Gespenst

 

 

SENDEMANUSKRIPT

 
In der Sendung vom 25. Juli 2005 sprach ich über das Kommunistische Manifest und die Marx'sche ökonomische Theorie.
 
Sendung :
Kapital – Verbrechen
Ein ehrwürdiges Gespenst
 
Redaktion und Moderation :
Walter Kuhl
 
gesendet auf :
Radio Darmstadt
 
Redaktion :
Alltag und Geschichte
 
gesendet am :
Montag, 25. Juli 2005, 17.00–18.00 Uhr
 
wiederholt am :
Montag, 25. Juli 2005, 23.10–00.10 Uhr
Dienstag, 26. Juli 2005, 08.00–09.00 Uhr
Dienstag, 26. Juli 2005, 14.00–15.00 Uhr
 
 
Besprochene und benutzte Bücher :
  • Karl Marx und Friedrich Engels : Das Kommunistische Manifest, Hörbuch, Argument Verlag
  • Marx heute. Unschlagbare Zitate, Verlag Neues Leben
  • Jan Hoff : Kritik der klassischen politischen Ökonomie, Papyrossa Verlag
 
 
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Inhaltsverzeichnis

Kapitel 1 : Einleitung
Kapitel 2 : Das umtriebige Gespenst
Kapitel 3 : Die große Verbindung
Kapitel 4 : Eine Folie für Projektionen
Kapitel 5 : Vom Zitat zum Gedanken
Kapitel 6 : Hart ist der Weg der Erkenntnis
Kapitel 7 : Schluß
Anmerkungen zum Sendemanuskript

 

Einleitung

Jingle Alltag und Geschichte

Acht Wochen vor der geplanten Bundestagswahl dürfen wir uns wieder einmal Gedanken darüber machen, wie wir daran mitwirken wollen, die neoliberale Schraube weiter anzuziehen. Denn es ist ja klar: grundlegende Unterschiede zwischen einer schwarz–gelben und einer rot–grünen Koalition werden nicht erkennbar sein. Und ob die Wahlalternative namens Linkspartei eine tatsächliche Alternative darstellt, darf bezweifelt werden.

Wer mit Oskar Lafontaine einen Spitzenkandidaten aufstellt, der mit reaktionären Äußerungen zu Aussiedlern, Migrantinnen und anderem womöglich arbeitsscheuen Gesindel aufgefallen ist und bis heute weiter auffällt [1], kann ja nicht ernsthaft als Alternative gelten. Links ist das nicht. Aber vielleicht ist es ja auch nur so, daß links kein klar definierter Begriff ist, sondern einfach nur die Sitzordnung im Parlament wiedergibt.

Die Alternative zum durchgeknallten Kapitalismus wird ganz sicher nicht an den Wahlurnen gewählt.

Manchmal ist es vielleicht doch ganz sinnvoll, sich auf die Ursprünge der Arbeiterbewegung zu besinnen. Dabei geht es nicht um Nostalgie oder um eine eigentlich ziemlich reaktionäre Heimeligkeit. Nein – es gibt in der Tat ein Alternativprogramm zum Kapitalismus. Karl Marx und Friedrich Engels haben es 1848 in klaren und eindringlichen Worten formuliert. Ihr Manifest der Kommunistischen Partei ist nämlich gar nicht so verstaubt, wie so oft behauptet wird. Der englische Historiker Eric Hobsbawm entdeckt hierin im Gegenteil eine geradezu verblüffende Aktualität. Er steht damit nicht allein.

Ein Gespenst geht um in Europa. Zwar mag heute keine und niemand vom Kommunismus reden. Er ist durch das realsozialistische Experiment mit seinen stalinistischen Auswüchsen diskreditiert. Dabei wäre es geradezu spannend zu untersuchen, wie wenig kommunistisch dieser angebliche Kommunismus gewesen ist. Eine Neuauflage des Kommunistischen Manifestes mag zu dieser Klärung beitragen.

In meiner heutigen Sendung werde ich daher eine solche Neuauflage vorstellen. Weiterhin hat ein ostdeutscher Verlag ein kleines Büchlein mit unschlagbaren Zitaten von Karl Marx herausgebracht. Marx' Hauptwerk, Das Kapital, ist das unfertige Ergebnis jahrzehntelanger Forschungsarbeit. Jan Hoff hat anhand der Edition Marx'scher Manuskripte einen Blick in dieses Forschungslabor geworfen.

Diese drei Bücher werde ich im Verlauf meiner heutigen Sendung vorstellen. Am Mikrofon für die Redaktion Alltag und Geschichte auf Radio Darmstadt ist Walter Kuhl.

 

Das umtriebige Gespenst

Besprechung von : Karl Marx und Friedrich Engels – Das Kommunistische Manifest, Argument Verlag 2005, Hörbuch, 2 CDs, € 19,90

Rolf Becker :

Ein Gespenst geht um in Europa – das Gespenst des Kommunismus. Alle Mächte des alten Europa haben sich zu einer heiligen Hetzjagd gegen dies Gespenst verbündet, der Papst und der Zar, Metternich und Guizot, französische Radikale und deutsche Polizisten.
Wo ist die Oppositionspartei, die nicht von ihren regierenden Gegnern als kommunistisch verschrien worden wäre, wo die Oppositionspartei, die den fortgeschritteneren Oppositionsleuten sowohl wie ihren reaktionären Gegnern den brandmarkenden Vorwurf des Kommunismus nicht zurückgeschleudert hätte?
Zweierlei geht aus dieser Tatsache hervor.
Der Kommunismus wird bereits von allen europäischen Mächten als eine Macht anerkannt.
Es ist hohe Zeit, daß die Kommunisten ihre Anschauungsweise, ihre Zwecke, ihre Tendenzen vor der ganzen Welt offen darlegen und dem Märchen vom Gespenst des Kommunismus ein Manifest der Partei selbst entgegenstellen.

Diese berühmten Anfangsworte des Kommunistischen Manifestes [2] markieren einen Wendepunkt in der Geschichte der modernen Arbeiterbewegung. Eine eigentlich ziemlich kleine Gruppe von ihrer historischen Aufgabe bewußten Männern gab Karl Marx und Friedrich Engels Ende 1847 den Auftrag, ein Parteiprogramm, ein Manifest, zu entwerfen. Wir dürfen hier jedoch nicht den Begriff Partei im heute geläufigen Sinne verstehen.

Das Kommunistische Manifest (CD-Cover)Eine Partei war so etwas wie eine politische Gruppierung auf der Grundlage eines bestimmten Programms. An Statuten und Mitgliedschaft, an Parteidisziplin und Mitgliedsbeiträge hat dabei niemand gedacht. Die kommunistische Partei war also die politische Tendenz, die sich am schärfsten gegen die kapitalistische Ausbeutung wandte und dabei eine grundlegende Analyse dieses Ausbeutungsverhältnisses anstrebte.

Marx und Engels gliederten ihr Manifest der Kommunistischen Partei in vier Teile. Im ersten Teil analysierten sie den Aufstieg der Bourgeoisie zur herrschenden Klasse. Im zweiten Teil betrachteten sie das Entstehen des modernen Proletariats und seiner noch zu erschaffenden Klassenorganisation. Im dritten Teil stellten sie die zum Teil sehr wirren Schriften der verschiedenen historischen und damals vorhandenen sozialistischen und kommunistischen Strömungen vor. Den Abschluß bildete ein kurzes Kapitel über die historische Aufgabe der kommunistischen Partei.

Das Kommunistische Manifest wurde zunächst in relativ kleinen Auflagen verbreitet. Theoretische Schärfe war viele Jahrzehnte lang nicht das wesentliche Kriterium der Zugehörigkeit zu den frühen sozialistischen Organisationen. Erst mit dem Aufschwung der Arbeiterbewegung Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts, und erst recht nach dem Sieg der Oktoberrevolution, wurde das Kommunistische Manifest eine der weit verbreitetsten Schriften überhaupt.

Mit dem Zusammenbruch des Realsozialismus, so könnte man und frau meinen, besteht kein Bedarf mehr an dieser Lektüre. Doch der englische Historiker Eric Hobsbawm würde hier widersprechen. Vieles von dem, was Marx und Engels visionär beschrieben haben, kommt erst jetzt mit der Globalisierung und seiner neoliberalen Kampfideologie zur vollständigen Entfaltung.

Ein guter Grund also für eine Neuauflage dieser Schrift. Im Argument Verlag ist daher in diesem Sommer eine bibliophil aufgemachte Neuauflage der Schrift erschienen. Um diese Schrift im heutigen hirstorischen Zusammenhang würdigen zu können, wurde diese Neuauflage durch einen Beitrag des schon erwähnten Historikers Eric Hobsbawm erweitert. Sein Text erschien erstmals 1998 zum 150. Jahrestag des Kommunistischen Manifestes. Der Schauspieler Rolf Becker hat das Manifest und den Text von Eric Hobsbawm für ein im gleichen Verlag parallel erschienenes Hörbuch vertont.

Rolf Becker :

Bourgeois und Proletarier
Die Geschichte aller bisherigen Gesellschaft ist die Geschichte von Klassenkämpfen.
Freier und Sklave, Patrizier und Plebejer, Baron und Leibeigener, Zunftbürger und Gesell, kurz, Unterdrücker und Unterdrückte standen in stetem Gegensatz zueinander, führten einen ununterbrochenen, bald versteckten, bald offenen Kampf, einen Kampf, der jedesmal mit einer revolutionären Umgestaltung der ganzen Gesellschaft endete oder mit dem gemeinsamen Untergang der kämpfenden Klassen.
In den früheren Epochen der Geschichte finden wir fast überall eine vollständige Gliederung der Gesellschaft in verschiedene Stände, eine mannigfaltige Abstufung der gesellschaftlichen Stellungen. Im alten Rom haben wir Patrizier, Ritter, Plebejer, Sklaven; im Mittelalter Feudalherren, Vasallen, Zunftbürger, Gesellen, Leibeigene, und noch dazu in fast jeder dieser Klassen besondere Abstufungen.
Die aus dem Untergang der feudalen Gesellschaft hervorgegangene moderne bürgerliche Gesellschaft hat die Klassengegensätze nicht aufgehoben. Sie hat nur neue Klassen, neue Bedingungen der Unterdrückung, neue Gestaltungen des Kampfes an die Stelle der alten gesetzt.
Unsere Epoche, die Epoche der Bourgeoisie, zeichnet sich jedoch dadurch aus, daß sie die Klassengegensätze vereinfacht hat. Die ganze Gesellschaft spaltet sich mehr und mehr in zwei große feindliche Lager, in zwei große, einander direkt gegenüberstehende Klassen: Bourgeoisie und Proletariat.
Aus den Leibeigenen des Mittelalters gingen die Pfahlbürger der ersten Städte hervor; aus dieser Pfahlbürgerschaft entwickelten sich die ersten Elemente der Bourgeoisie.
Die Entdeckung Amerikas, die Umschiffung Afrikas schufen der aufkommenden Bourgeoisie ein neues Terrain. Der ostindische und chinesische Markt, die Kolonisierung von Amerika, der Austausch mit den Kolonien, die Vermehrung der Tauschmittel und der Waren überhaupt gaben dem Handel, der Schiffahrt, der Industrie einen nie gekannten Aufschwung und damit dem revolutionären Element in der zerfallenden feudalen Gesellschaft eine rasche Entwicklung.
Die bisherige feudale oder zünftige Betriebsweise der Industrie reichte nicht mehr aus für den mit neuen Märkten anwachsenden Bedarf. Die Manufaktur trat an ihre Stelle. Die Zunftmeister wurden verdrängt durch den industriellen Mittelstand; die Teilung der Arbeit zwischen den verschiedenen Korporationen verschwand vor der Teilung der Arbeit in der einzelnen Werkstatt selbst.
Aber immer wuchsen die Märkte, immer stieg der Bedarf. Auch die Manufaktur reichte nicht mehr aus. Da revolutionierte der Dampf und die Maschinerie die industrielle Produktion. An die Stelle der Manufaktur trat die moderne große Industrie, an die Stelle des industriellen Mittelstandes traten die industriellen Millionäre, die Chefs ganzer industrieller Armeen, die modernen Bourgeois.
Die große Industrie hat den Weltmarkt hergestellt, den die Entdeckung Amerikas vorbereitete. Der Weltmarkt hat dem Handel, der Schiffahrt, den Landkommunikationen eine unermeßliche Entwicklung gegeben. Diese hat wieder auf die Ausdehnung der Industrie zurückgewirkt, und in demselben Maße, worin Industrie, Handel, Schiffahrt, Eisenbahnen sich ausdehnten, in demselben Maße entwickelte sich die Bourgeoisie, vermehrte sie ihre Kapitalien, drängte sie alle vom Mittelalter her überlieferten Klassen in den Hintergrund.
Wir sehen also, wie die moderne Bourgeoisie selbst das Produkt eines langen Entwicklungsganges, einer Reihe von Umwälzungen in der Produktions- und Verkehrsweise ist.
Jede dieser Entwicklungsstufen der Bourgeoisie war begleitet von einem entsprechenden politischen Fortschritt. Unterdrückter Stand unter der Herrschaft der Feudalherren, bewaffnete und sich selbst verwaltende Assoziation in der Kommune, hier unabhängige städtische Republik, dort dritter steuerpflichtiger Stand der Monarchie, dann zur Zeit der Manufaktur Gegengewicht gegen den Adel in der ständischen oder in der absoluten Monarchie, Hauptgrundlage der großen Monarchien überhaupt, erkämpfte sie sich endlich seit der Herstellung der großen Industrie und des Weltmarktes im modernen Repräsentativstaat die ausschließliche politische Herrschaft. Die moderne Staatsgewalt ist nur ein Ausschuß, der die gemeinschaftlichen Geschäfte der ganzen Bourgeoisklasse verwaltet.

 

Die große Verbindung

Wie haben nun Marx und Engels die Rolle des Proletariats und der Kommunisten gesehen? Am besten lassen wir sie dies selbst in der Vertonung durch Rolf Becker darlegen.

Rolf Becker :

Proletarier und Kommunisten
In welchem Verhältnis stehen die Kommunisten zu den Proletariern überhaupt?
Die Kommunisten sind keine besondere Partei gegenüber den andern Arbeiterparteien.
Sie haben keine von den Interessen des ganzen Proletariats getrennten Interessen.
Sie stellen keine besonderen Prinzipien auf, wonach sie die proletarische Bewegung modeln wollen.
Die Kommunisten unterscheiden sich von den übrigen proletarischen Parteien nur dadurch, daß sie einerseits in den verschiedenen nationalen Kämpfen der Proletarier die gemeinsamen, von der Nationalität unabhängigen Interessen des gesamten Proletariats hervorheben und zur Geltung bringen, andrerseits dadurch, daß sie in den verschiedenen Entwicklungsstufen, welche der Kampf zwischen Proletariat und Bourgeoisie durchläuft, stets das Interesse der Gesamtbewegung vertreten.
Die Kommunisten sind also praktisch der entschiedenste, immer weitertreibende Teil der Arbeiterparteien aller Länder; sie haben theoretisch vor der übrigen Masse des Proletariats die Einsicht in die Bedingungen, den Gang und die allgemeinen Resultate der proletarischen Bewegung voraus.
Der nächste Zweck der Kommunisten ist derselbe wie der aller übrigen proletarischen Parteien: Bildung des Proletariats zur Klasse, Sturz der Bourgeoisherrschaft, Eroberung der politischen Macht durch das Proletariat.
Die theoretischen Sätze der Kommunisten beruhen keineswegs auf Ideen, auf Prinzipien, die von diesem oder jenem Weltverbesserer erfunden oder entdeckt sind.
Sie sind nur allgemeine Ausdrücke tatsächlicher Verhältnisse eines existierenden Klassenkampfes, einer unter unseren Augen vor sich gehenden geschichtlichen Bewegung. Die Abschaffung bisheriger Eigentumsverhältnisse ist nichts den Kommunismus eigentümlich Bezeichnendes.
Alle Eigentumsverhältnisse waren einem beständigen geschichtlichen Wandel, einer beständigen geschichtlichen Veränderung unterworfen.
Die Französische Revolution z. B. schaffte das Feudaleigentum zugunsten des bürgerlichen ab.
Was den Kommunismus auszeichnet, ist nicht die Abschaffung des Eigentums überhaupt, sondern die Abschaffung des bürgerlichen Eigentums.
Aber das moderne bürgerliche Privateigentum ist der letzte und vollendetste Ausdruck der Erzeugung und Aneignung der Produkte, die auf Klassengegensätzen, auf der Ausbeutung der einen durch die andern beruht.
In diesem Sinn können die Kommunisten ihre Theorie in dem einen Ausdruck: Aufhebung des Privateigentums, zusammenfassen.
Man hat uns Kommunisten vorgeworfen, wir wollten das persönlich erworbene, selbsterarbeitete Eigentum abschaffen; das Eigentum, welches die Grundlage aller persönlichen Freiheit, Tätigkeit und Selbständigkeit bilde.
Erarbeitetes, erworbenes, selbstverdientes Eigentum! Sprecht ihr von dem kleinbürgerlichen, kleinbäuerlichen Eigentum, welches dem bürgerlichen Eigentum vorherging? Wir brauchen es nicht abzuschaffen, die Entwicklung der Industrie hat es abgeschafft und schafft es täglich ab.
Oder sprecht ihr vom modernen bürgerlichen Privateigentum?
Schafft aber die Lohnarbeit, die Arbeit des Proletariers ihm Eigentum? Keineswegs. Sie schafft das Kapital, d.h. das Eigentum, welches die Lohnarbeit ausbeutet, welches sich nur unter der Bedingung vermehren kann, daß es neue Lohnarbeit erzeugt, um sie von neuem auszubeuten. Das Eigentum in seiner heutigen Gestalt bewegt sich in dem Gegensatz von Kapital und Lohnarbeit.

Mag sein, daß vieles von dem, was Marx und Engels in ihr Kommunistisches Manifest hineingeschrieben haben, heute pathetisch oder seltsam erscheint. Die kritische Würdigung ihrer Schrift durch Eric Hobsbawm belegt jedoch, daß die beiden ihrer Zeit eigentlich voraus waren. Das, was Marx und Engels als geschichtliche Entwicklungstendenz des Kapitalismus beschrieben haben, wird erst jetzt Wirklichkeit. Kann man und frau sich eine aktuellere Schrift wünschen? Es gibt jedoch noch etwas, was uns heute befremden mag.

Marx kam zu seiner Analyse auf philosophischem Weg, Engels jedoch aus der direkten Anschauung des Elends der englischen Arbeiterklasse. Beides ist im Kommunistischen Manifest zusammengeflossen. Beide machten sich zudem keine Illusionen über die Herrschaft der Bourgeoisie. Sie waren empört über ein derart unmenschliches System und sie waren sich sehr früh darüber im Klaren, daß der Kapitalismus nicht reformierbar ist. Daher auch der pathetische Schluß des Manifestes, der jedoch angesichts des Elends dieser Welt nichts von seiner Aktualität verloren hat:

Rolf Becker :

Die Kommunisten verschmähen es, ihre Ansichten und Absichten zu verheimlichen. Sie erklären es offen, daß ihre Zwecke nur erreicht werden können durch den gewaltsamen Umsturz aller bisherigen Gesellschaftsordnung. Mögen die herrschenden Klassen vor einer kommunistischen Revolution zittern. Die Proletarier haben nichts in ihr zu verlieren als ihre Ketten. Sie haben eine Welt zu gewinnen.
Proletarier aller Länder, vereinigt euch!

Es sei dahin gestellt, ob Armut, Hunger und Elend in den Metropolen des Kapitals besiegt worden sind oder über die Agenda 2010 oder verwandte Vorstellungen des schwarz–gelben Lagers wieder hierher zurückkommen. Jedoch – nicht nur zu den Zeit von Marx und Engels, sondern auch zum Ende der Weimarer Republik waren die Lebensbedingungen für Millionen von Menschen alles andere als einfach. Der Hunger war täglicher Gast; die Armut immer in bedrohlicher Nähe; das Elend alltäglich. Die fünfzig Jahre Nachkriegsprosperität sind innerhalb der 500–jährigen Geschichte des Kapitalismus die Ausnahme. Und für drei Viertel der Weltbevölkerung gab es nicht einmal diese Ausnahme. Sie kennen seit Jahrhunderten nur die Regel.

Bei uns mögen die Ketten vergoldet sein, aber Ketten sind es. Es gibt viele Gründe, warum wir lieber angekettet den Plaudereien unserer Wirtschaftsbosse, Politikerinnen und Medienstarts lauschen. Es gibt jedoch keinen Grund, diese Welt so zu akzeptieren, wie sie ist. Jede Welt, die wir selbstbestimmt gestalten würden, wäre humaner, gerechter und friedlicher als die des Kapitals. Jede!

 

Eine Folie für Projektionen

Im Laufe der vergangenen anderthalb Jahrhunderte ist vieles in die heiligen Texte von Marx und Engels hineingelesen worden. Die einen sahen in ihnen zwar große Visionäre, hielten ihre Theorie für die Praxis jedoch vollkommen ungeeignet. Die anderen nutzten ihre Schriften als einen großen Zitaten-Steinbruch, um den jeweiligen politischen Kurswechsel abzusichern. Doch dies entspricht in beiden Fällen eher einem Interesse, die Absichten von Marx und Engels gerade nicht zur Wirkung kommen zu lassen.

Beide waren nicht davon überzeugt, daß die Arbeiterklasse auf jeden Fall eines Tages die Macht übernehmen würde. Auch wußten beide, daß Bildungsarbeit und Klassenbewußtsein überaus wichtig waren. Und nicht zuletzt widersprachen sie einer deterministischen Geschichtsauffassung. Das Reich des Möglichen war nicht notwendig – die Formulierung vom Untergang der kämpfenden Klassen, die wir im Kommunistischen Manifest vorfinden, war keine Phrase, sondern entsprach der historischen und philosophischen Betrachtung bisheriger Klassengesellschaften.

Auszug aus dem Text von Eric Hobsbawm zum 150. Geburtstag des Kommunistischen Manifests

Die wenigsten, die sich über Marx und den Marxismus äußern, haben ihn je gelesen, und wenn, ihn so gelesen wie einen Roman. Also Buchstaben aufgesogen, aber den Sinn nicht verstanden. Um die marxistische Theorie in all ihrer Schärfe, aber auch in ihrer durchaus vorhandenen Ungenauigkeit, erfahren zu können, bedarf es eines Standpunktes. Eines Standpunktes, den Marx schon 1844 eingenommen hat: alle Verhältnisse umzuwerfen, in denen Menschen erniedrigt, versklavt, atomisiert und mißachtet werden. [3]

Diese radikale Konsequenz ist es jedoch, welche die marxistische Theorie erst zur Entfaltung bringen kann. Marx hatte eine Vision – die klassenlose Gesellschaft, in der gemeinsam über die Produktion und die Verteilung des gesellschaftlichen Reichtums entschieden wird. Mit den heutigen technischen, wirtschaftlichen und sozialen Möglichkeiten kann diese Vision Wirklichkeit werden. Aber dies liegt an uns. Nur an uns. Die Umsetzung dieser Vision ist nicht an den Wahlurnen zu finden.

Die bibliophile Neuauflage des Manifestes der Kommunistischen Partei mit einer kompetenten Einführung durch den englischen Historiker Eric Hobsbawm ist in diesem Sommer im Argument Verlag erschienen. Sie kostet 12 Euro 90. Die vorhin auszugsweise angespielte Hörbuchfassung des Manifestes und der Einführung durch Eric Hobsbawm, gesprochen von Rolf Becker, umfaßt 2 CDs und kostet 19 Euro 90.

 

Vom Zitat zum Gedanken

Besprechung von : Marx heute – unschlagbare Zitate, Verlag Neues Leben 2005, 112 Seiten, € 4,90

Die Menschheit, so schrieb Marx 1859,

stellt sich […] immer nur Aufgaben, die sie lösen kann, denn genauer betrachtet wird sich stets finden, daß die Aufgabe selbst nur entspringt, wo die materiellen Bedingungen ihrer Lösung schon vorhanden oder wenigstens im Prozeß ihres Werdens begriffen sind. [4]

Marx heute (Buchcover)Wenn wir diesen Gedanken ernst nehmen, dann bedeutet er für die heutige Zeit: Die materiellen Bedingungen sind vorhanden, um die Menschheit von Hunger und Armut, Elend und Ausbeutung zu befreien. Der weltweit produzierte Reichtum ist groß genug, um kein Kind mehr verhungern zu lassen, um keinen Flüchtling abzuweisen, um alle ausreichend zu kleiden, zu ernähren und sie in Würde leben zu lassen. Jedes Jahr wird dies übrigens durch statistisch durch die UNO nachgewiesen. Also geht es jetzt darum, die Aufgabe zu finden, die zur Lösung führt. Es ist nicht dasselbe, wie die Frage zu finden, deren Antwort 42 lautet. [5] Die Fragestellung wird nicht durch ein Computerprogramm entwickelt, sondern durch Menschen, die politisch handeln.

Manche Bemerkungen von Marx geben Hinweise darauf, wonach zu suchen ist. Nicht, weil Marx die Weisheit gefunden hat. Sondern weil die marxistische Theorie, wenn sie ernsthaft betrieben wird, illusionslos die Welt und die Gesetzmäßigkeiten ihres Funktionierens betrachtet. Und weil schon Marx wußte, daß wir nicht die Ausführungsorgane eines historisch notwendigen Prozesses sind, sondern daß die Menschen ihre Geschichte selbst machen:

Die Menschen machen ihre eigene Geschichte, aber sie machen sie nicht aus freien Stücken, nicht unter selbstgewählten, sondern unter unmittelbar vorgefundenen, gegebenen und überlieferten Umständen. [6]

Marx hatte ein theoretisches Fundament entwickelt, das aus Dialektik und Materialismus besteht, und er bestand darauf, daß die menschlichen Verhältnisse materialistisch zu erklären sind und nicht durch Hirngespinste über das Entstehen des Weltalls, der Religion und, was die Menschen ansonsten im Innersten treiben mag. Daß bei ihm vielleicht psychologische Momente zu kurz kommen, ist eigentlich ein Anliegen, das durch die nachfolgend entwickelte Psychoanalyse zu ergänzen wäre. Die Menschen machen ihre Geschichte selbst; sie sind nicht abhängig von Genen, vom evolutionären Erbe, von irgendwelchen Neuronen im Hirn oder von anderen Hirngespinsten. Und das ist es, was uns Marx in vielerlei Äußerungen nahe bringt.

Derart Unschlagbare Zitate von Karl Marx finden sich in einem kleinen Büchlein aus dem Verlag Neues Leben mit dem Titel Marx heute. Es lädt zum Weiterlesen und zu einem genaueren Nachdenken über das Elend dieser Welt ein und darüber, wie es zu beseitigen ist. Diese Einstiegsdroge kostet 4 Euro 90.

 

Hart ist der Weg der Erkenntnis

Besprechung von : Jan Hoff – Kritik der klassischen politischen Ökonomie, Papyrossa Verlag 2004, 134 Seiten, € 14,00

Jan Hoff (Buchcover)Weniger eine Einstiegsdroge, als vielmehr ein hartes Stück Gedankenarbeit verspricht das letztes Jahr im Papyrossa Verlag erschienene Buch von Jan Hoff Kritik der klassischen politischen Ökonomie.

Die vor allem von Marx in das Kommunistische Manifest eingeflossenen wirtschaftstheoretischen Vorstellungen waren noch alles andere als ausgearbeitet. Zu diesem Zeitpunkt kannte er die meisten klassischen englischen Theoretiker des 17. bis zum beginnenden 19. Jahrhundert allenfalls in der französischen Übersetzung. Marx entwickelte nun in der theoretischen Auseinandersetzung mit diesen Autoren seine eigene Ausbeutungstheorie. Ausbeutung ist hier nicht moralisch zu verstehen, sondern als eine ökonomische Kategorie. Der Kapitalist beutet die Arbeitskraft aus, indem er ihr mehr Wert entzieht als er ihr zahlt. Marx lernte erst später, zwischen der Arbeit und der Arbeitskraft oder dem Arbeitsvermögen zu unterscheiden.

Im Kapital begegnen wir einer weitgehend ausgearbeiteten Theorie des Mehrwerts und darauf aufbauend auch des Profites. Marx geht davon aus, daß Wert nur durch Arbeitskraft erschaffen werden kann. Rohstoffe und Maschinerie geben zwar an das fertige Produkt Wert ab, aber auch diese Wertabgabe geschieht nur auf der Grundlage konkret darin eingeflossener Arbeit. Ohne Arbeit kein Wert.

Doch woher entstammt der Profit? Marx macht sich bekanntlich im Kapital über tatsächlich verbreitete Theorien lustig, die nur die Hilflosigkeit der bürgerlichen Ökonomie belegen. Das klassische Beispiel ist, daß der Profit durch die Übertölpelung des Vertragspartners entstehe: Kapitalist A übervorteilt B, B nimmt C aus, C betrügt A. Doch wenn sich - gesamtgesellschaftlich betrachtet - alle mehr oder weniger übers Ohr hauen, ergibt dies ein Nullsummenspiel, aber keinen Profit. [7]

Und hier setzt Marx an und entdeckt die Lösung des Problems. Es ist die Ware Arbeitskraft, die sich von allen anderen Waren unterscheidet. Der Kapitalist bezahlt sie zwar nach ihrem Wert, nutzt jedoch das Arbeitsvermögen so aus, daß er ihr mehr Wert entzieht und dadurch Mehrwert entsteht, der später als Profit realisiert werden kann.

Jan Hoff verfolgt die Entwicklung dieser theoretischen Erkenntnis anhand der vorliegenden Manuskripte zwischen 1857 (den Grundrissen) und 1867 (dem Jahr des Erscheinen des Kapital). Er nutzt hierbei das Fortschreiten der Herausgabe der Marx–Engels–Gesamtausgabe, denn bis heute liegen so manche Schriften und Manuskripte noch immer nicht vor. Der Autor geht daher davon aus, daß eine Erkenntnis über die Entstehung des Marx'schen Theoriegebäudes weiterhin davon abhängig bleibt, wie weit die Edition dieser Werkausgabe erfolgt ist.

Seine Studie zur Kritik der klassischen politischen Ökonomie ist weitgehend auch eine Auseinandersetzung mit bestimmten Interpretationen der Marx'schen ökonomischen Theorie. Das macht sein Buch nicht unbedingt einfacher zu lesen. Es ist, so schreibt Jan Hoff,

das Marxsche Anliegen, in seiner Darstellung die ökonomischen Kategorien zu entwickeln. Marx richtet an die politische Ökonomie [mittels] ökonomische[r] Theorie die Kritik, sie greife die ökonomischen Kategorien äußerlich auf. Dies gelte sowohl für die Klassik mit ihren [unaufgelösten] Ansätzen einer Arbeitswerttheorie, als auch für die »Vulgärökonomie«. Die ökonomischen Formen in der Darstellung zu entwickeln und die Fetischisierung bzw. Mystifikation gesellschaftlicher Verhältnisse zum Gegenstand der Kritik zu machen, ist der politischen Ökonomie nicht gelungen. [8]

Marx kritisierte daher das Vorgehen der klassischen englischen Ökonomie, eine Kategorie, die erst entwickelt werden muß, schon als gegeben vorauszusetzen. Dies macht die Lektüre seines Hauptwerkes deshalb auch zu einem oftmals enervierenden Unterfangen. Marx setzt nämlich nichts voraus, was nicht schon entwickelt wurde, und entwickelt seine Theorie gleichzeitig in dem Wissen, daß das noch nicht Entwickelte Teil des notwendigen Gedankengangs ist. Oder anders gesagt: um den Wert und den Mehrwert zu analysieren, bedarf er der Kenntnis der Funktionsweise des Kapitalismus, die es jedoch erst zu entdecken gilt.

An dieser Aufgabe ist die klassische Ökonomie gescheitert. Jan Hoff zeigt in seiner Studie die Rezeption, also die Aufnahme und Verarbeitung, der werttheoretischen Ansätze der ökonomischen Klassiker durch Karl Marx auf. So läßt sich dann auch zeigen, wie er zu dem Ergebnis gekommen ist, das wir als Kapital kennen und das zum Marx' Lebzeiten noch nicht vollendet war.

Gerade der 3. Band des Kapital bereitete Friedrich Engels nicht wenige Schwierigkeiten. Einmal abgesehen davon, daß Marx' Klaue mitunter unleserlich war, und auch abgesehen davon, daß Engels dieses Gedankengebäude lange nicht so durchdrungen hatte wie Marx, zeigt sich in den erhaltenen Manuskripten, daß auch Marx selbst noch nicht ans Ende seiner Erkenntnis gelangt war. Die Studie von Jan Hoff soll hierbei einen Beitrag leisten herauszuarbeiten, wie Marx zu seiner Erkenntnis gelangt ist und wo er womöglich noch Forschungsbedarf gesehen hat.

Sein 134 Seiten, davon ein Drittel Anmerkungen, umfassendes Buch, Kritik der klassischen politischen Ökonomie ist letztes Jahr im Papyrossa Verlag erschienen und kostet 14 Euro.

 

Schluß

Jingle Alltag und Geschichte –

heute mit drei Beiträgen über ein ehrwürdiges Gespenst. Der Kommunismus geht zwar nicht mehr um in Europa, aber das von Karl Marx und Friedrich Engels 1848 verfaßte Kommunistische Manifest birgt auch heute noch manchen Erkenntnisgewinn. Die im Argument Verlag erschienene Neuauflage mit einer Einleitung durch den englischen Historiker Eric Hobsbawm ist auch als Hörbuch erhältlich. Die von Rolf Becker gesprochene CD-Fassung kostet 19 Euro 90, die Buchausgabe 12 Euro 90.

Unschlagbare Zitate von Karl Marx hat der Verlag Neues Leben herausgebracht (Preis: 4 Euro 90) und Jan Hoff hat in einer Studie die Herausarbeitung der Marx'schen Werttheorie dargestellt. Diese Studie ist unter dem Titel Kritik der klassischen politischen Ökonomie im Papyrossa Verlag verlegt worden; sie kostet 14 Euro.

Warum ist das alles heute noch wichtig? Nun, die durchgeknallte Welt autistischer Wirtschaftsbosse und ihrer willfährigen Politikerinnen und Politiker ist nicht durch Argumente zu überzeugen. Aber eine fundierte Einsicht in die Verhältnisse verhilft vielleicht doch, manch bittere Illusion über die Reformierbarkeit eines Monsters zu begraben. Wir haben eine bessere Welt verdient als diese.

Diese Sendung der Redaktion Alltag und Geschichte wird in der Nacht von Montag auf Dienstag um 23 Uhr, am Dienstagmorgen um 8 Uhr und am Dienstagnachmittag ab 14 Uhr wiederholt. Es folgt, wie an jedem 4. Montag eines Monats (oder – wenn ihr die Wiederholung hört – am nachfolgenden Dienstag) die Sendung Äktschn! der Kulturredaktion von Radio Darmstadt.

Die Musik zur heutigen Sendung stammt von Monophox und Grand National. Am Mikrofon war Walter Kuhl.

 

 

ANMERKUNGEN

 

[1]   Oskar Lafontaines Auml;ußerungen zu Aussiedlern in seiner Saarbrücker Zeit sind legendär (taz 27. Oktober 1988). Sein Handeln als Ministerpräsident des Saarlandes brachten ihm 1990 das Steinerne Herz des Flüchtlingsrats Berlin ein: "Der Rat warf ihm gestern vor, »das Grundrecht auf Asyl für Flüchtlinge faktisch außer Kraft zu setzen«." (taz Berlin, 19. September 1990). 1998 bekannte er in seiner geliebten BILD–Zeitung, wer eine angebotene Stelle nicht annehme, müsse die Sozialhife gekürzt erhalten (vgl. auch den taz–Kommentar von Barbara Dribbusch vom 17. November 1997: "Wir sind alle Sozialbetrüger").

[2]   Das Manifest der Kommunistischen Partei findet sich in Band 4 der Marx–EngelsWerke [Seite 459–493], aber auch im Internet: www.mlwerke.de/me/me04/me04_459.htm.
[3]   Marx' kategorischer Imperativ lautet, "alle Verhältnisse umzuwerfen, in denen der Mensch ein erniedrigtes, ein geknechtetes, ein verlassenes, ein verächtliches Wesen ist." [MEW Band 1, Seite 385]
[4]   Marx heute, Seite 85. Karl Marx : Zur Kritik der Politischen Ökonomie. Vorwort, in: MEW Band 13, Seite 7–11, Zitat auf Seite 9.
[5]   Douglas Adams : Per Anhalter durch die Galaxis
[6]   Marx heute, Seite 69. Karl Marx : Der achtzehnte Brumaire des Louis Bonaparte, in: MEW Band 8, Seite 111–207, Zitat auf Seite 115.
[7]   "Die Gesamtheit der Kapitalistenklasse eines Landes kann sich nicht selbst übervorteilen." [MEW Band 23, Seite 177]. Marx behandelt diesen Punkt bei seiner Überlegung, daß in der Zirkulation kein Wert entstehen kann [MEW Band 23, Seite 170–181].
[8]   Jan Hoff : Kritik der klassischen politischen Ökonomie, Seite 15–16.

 

 

Diese Seite wurde zuletzt am 25. August 2005 aktualisiert.
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©  Walter Kuhl 2001, 2005
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