Polizeieinsatz in Hamburg
Polizeischutz für Reichenkultur in Hamburg, Juli 1990

Kapital – Verbrechen

Hamburgs Polizei langt zu

Sendemanuskript

Sendung der Redaktion Alltag und Geschichte

Radio: Radio Darmstadt

Redaktion und Moderation: Walter Kuhl

Ausstrahlung am:

Montag, 11. Juni 2012, 17.00 bis 18.00 Uhr

Wiederholt:

Montag/Dienstag, 11./12. Juni 2012, 23.10 bis 00.10 Uhr
Dienstag, 12. Juni 2012, 05.10 bis 06.10 Uhr
Dienstag, 12. Juni 2012, 11.10 bis 12.10 Uhr

Zusammenfassung:

Es gibt einen tiefern Sinn zwischen der Einleitung und dem Song zu Ende der Sendung. The Clash besingen unsere fundamentalen Rechte, „all three of them“. Eines davon, das Recht der freien Rede, ist so lange gültig, solange ich nicht dumm genug bin, es auch zu nutzen. Denn dann schlägt der Programmrat von Radio Darmstadt unbarmherzig zu. Er kann nämlich die Wahrheit nicht ertragen.

Playlist:

The Clash : Know Your Rights

Zur Neoliberalisierung von Radio Darmstadt und seinem Trägerverein und zur Ausgrenzung mehrerer Mitglieder meiner Redaktion seit 2006 siehe meine ausführliche Dokumentation.


Jingle Alltag und Geschichte

Vor zweieinhalb Monaten, am 27. März [2012], konntet ihr meinen Poscast über Polizeifunk und Lesekompetenz hören. Damals analysierte ich einen KultTourKalender des damaligen Radar-Vorstandes Aurel Jahn und kam zu dem Ergebnis, daß dessen Sendung a) weitgehend aus einer wörtlichen Übernahme des Internets bestand, woraus ich die Frage ableitete, wozu die Welt dann noch dieses Radio benötigt, und b), daß diese Vorleseübung den vorgelesenen Inhalt derart arg strapaziert hat, daß mitunter jeglicher Sinn verloren ging.

Der Programmrat von Radio Darmstadt beschloß daraufhin auf seiner letzten Sitzung, mir für den heutigen Tag zur Strafe ein Sendeverbot zu verpassen. Dieses Sendeverbot wurde zielgerichtet ausgesprochen, denn wenige Tage zuvor hatte die Mitglieder­versammluing des Vereins das gegen mich seit fünfeinhalb Jahren bestehende Hausverbot bedingungslos aufgehoben. Irgendwer mußte wohl unbedingt nachtreten. Strafen ist das Mittel eines Kleingeistes, der argumentativ unterlegen ist.

Nun sitze ich hier also in dem putzigen Hinterhofstudio und muß mich an die Liliputanisierung dieses Radios im Vergleich zu den früheren Senderäumen erst noch gewöhnen. Deshalb habe ich beschlossen, einen längeren Beitrag des Freien Sender Kombinats in Hamburg zu Gehör zu bringen. In diesem Beitrag geht es um die Krawalle in Hamburg am vor wenigen Tagen.

Am 2. Juni schützte ein martialisches Polizeiaufgebot eine Demonstration von bekennenden Neonazis und ging gezielt gegen antifaschistische Gruppen und Einzelpersonen vor. Dieser Polizeieinsatz steht in der Tradition des 2. Juni 1967, aber auch der unzähligen weiteren staatlichen Gewalt­eskalationen, etwa an der Startbahn West, in Wackersdorf, vor anderthalb Jahren in Stuttgart oder jüngst bei Blockupy in Frankfurt. Immerhin werden die Polizei­ausschreitungen den Innenausschuß der Hamburger Bürgerschaft beschäftigen, denn selbst einem Teil des Bürgertums ist dies nicht mehr geheuer.

Die Kolleginnen und Kollegen des Freien Sender Kombinats in Hamburg gehen im nun folgenden Beitrag der Frage nach, was tatsächlich geschehen und wie dies politisch einzuordnen ist. Denn es ist ja klar: Polizeigewalt fällt nicht vom Himmel, sondern ist Ausdruck einer politischen Strategie der herrschenden Klasse, wie sie mit dem Widerspruch zu ihrer Politik umgeht. Und ganz nebenbei bemerkt: diese herrschende Klasse mag es nicht, wenn sie mit ihrer eigenen Politik konfrontiert wird.

Frankfurts Oberbürgermeisterin Petra Roth wird heute verabschiedet und die Kanzlerin wird sicher warme Worte verteilen. Eine Demonstration hiergegen wurde an einem unscheinbaren Ort verbannt und darf nicht mit derselben Lautstärke Petra Roth verabschieden, die diese mit ihrer Zustimmung zum Ausbau des Frankfurter Flughafens einer Region zumutet. Die herrschende Klasse mag es nämlich nicht, mit derselben laut erschallenden Gewalt zugetrötet zu werden, die sie selbst hemmungslos verbreitet. Meint Walter Kuhl aus der Dissent – Medienwerkstatt Darmstadt.

Polizeiausschreitungen in Hamburg

Mit dem nebenstehenden Player kann der Beitrag von FSK über „Polizeiausschreitungen in Hamburg“ angehört werden. Länge 53:56 Minuten. Der Beitrag kann auch direkt bei Freie Radios Net angehört oder heruntergeladen werden.


Diese Seite wurde zuletzt am 25. Juli 2012 aktualisiert. Links auf andere Webseiten bedeuten keine Zustimmung zu den jeweiligen Inhalten, sondern sind rein informativer Natur. ©  Walter Kuhl 2001, 2012. Die Wiedergabe, auch auszugsweise, ist nur mit dem Einverständnis des Verfassers gestattet.

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