Bankenplatz Frankfurt
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Kapital – Verbrechen

Sturzflug Revisited

Sendemanuskript

 

Sendung der Redaktion Alltag und Geschichte

Radio: Radio Darmstadt

Redaktion und Moderation: Walter Kuhl

Ausstrahlung am:

Mittwoch, 19. November 2008, 19.00 bis 21.00 Uhr

Wiederholt:

Donnerstag, 20. November 2008, 01.10 bis 03.10 Uhr
Donnerstag, 20. November 2008, 13.10 bis 15.10 Uhr [1]

Zusammenfassung:

Im November 2003 sprach ich mit Winfried Wolf über sein damaliges Buch „Sturzflug in die Krise“. Fünf Jahre später können wir nachhören, was sich seither bestätigt hat.

Zum Manuskript der Originalsendung am 28. Dezember 2003.

Playlist:

Die Zwischenmusik entstammt dem Album „One Day Soon“ der deutsch-türkischen Gruppe Yarınistan.

 


 

Jingle Alltag und Geschichte

Buchcover Sturzflug in die KriseDie Finanzkrise trifft nicht nur Banken eiskalt dort, wo es besonders weh tut: beim Geld nämlich. Längst sind die Auswirkungen überall zu spüren. Banken und Konzerne planen den Rausschmiß unzähliger Beschäftigter und fordern gleichzeitig Kohle von ihrem ideellen Gesamtkapitalisten, dem Staat nämlich. Während die Darmstädter SPD den Bessunger Badegästen die Bildung einer Genossenschaft vorschlägt, während mit der Nordostumgehung noch mehr Verkehr auf noch mehr Asphalt gelenkt werden soll, steht nicht nur Opel vor dem Kollaps. Die Automobilindustrie als Rückgrat der ölbasierten Schmiermaschine zeigt Nerven. Doch es ist ja genügend Geld da. Milliardengeschenke wecken Begehrlichkeiten. Warum soll ein Kapitalist sein Unternehmerrisiko selbst tragen, wenn es Steuergeschenke gibt? Beim Kapitalismus geht es um Profit – und wer zum Schluß die Zeche zahlt, könnt ihr euch ja denken.

Blicken wir fünf Jahre zurück. Die Blase, die jetzt geplatzt ist, war noch jung. Vom US-amerikanischen Hypothekenmarkt sprachen damals die wenigsten. Gerade erst hatte die US-Armee Saddam Husseins Elitesoldaten besiegt und schickte sich an, den Ölreichtum des Irak abzuschöpfen. Vor fünf Jahren veröffentlichte der marxistische Ökonom Dr. Winfried Wolf sein Buch „Sturzflug in die Krise“. Er verschloß sich im Gegensatz zu den Gesundbetern der neoliberalen Idiotie nicht der Erkenntnis, daß Kapitalismus und Krise zusammengehören. Grund genug, den Autor dieses und einiger anderer Bücher ins Sendestudio von Radio Darmstadt einzuladen. Das war im November 2003.

Damals mußte ich nicht mit einer widrigen Technik kämpfen und erst recht nicht mit Sende- und Hausverboten. Das Studio war damals tadellos in Ordnung, während ich heute nicht sicher sein kann, ob etwa zur Minute 34 einer der CD-Player im Studio seine Macke auslebt und entweder einige Sätze doppelt abspielt oder verschluckt. Tritt der Fehler ein, werdet ihr es in der Mitte der ersten oder zweiten Sendestunde hören können. Wundert euch nicht – das ist nur das Image, das RadaR sich gibt.

In den folgenden beiden Stunden werde ich euch das damalige Studiogespräch noch einmal zu Gehör bringen. Wir werden erfahren, was schon damals zu erkennen war, und uns vielleicht wundern, was nicht angesprochen wurde. Im Gegensatz zu den Verantwortlichen dieses Senders, die ihre Sendestunden mangels qualifizierter neuer Themen mit Wiederholungen beliebiger oller Kamellen füllen müssen und dies auch noch "Retro" nennen, ist die Wiederholung der damaligen Sendung beabsichtigt und zeitgemäß. Hören wir nun Winfried Wolf im Gespräch mit mir.

Am Mikrofon für die Redaktion Alltag und Geschichte ist Walter Kuhl von der Dissent – Medienwerkstatt Darmstadt.

Daten der Originalausstrahlung.

Bei den Daten der Originalausstrahlung finden sich auch die Internetseiten, auf denen die Sendung in zehn Teilen zum Anhören bzw. zum Download verfügbar sind.

Jingle Alltag und Geschichte

Ihr hört ein Studiogespräch über Kapitalismus, Krise und Krieg, das ich vor fünf Jahren mit dem marxistischen Ökonomen Dr. Winfried Wolf geführt habe. Anlaß war ein Buch, das er damals im Konkret Literatur Verlag herausgebracht hatte, es heißt „Sturzflug in die Krise“. Sicherlich hat sich innerhalb der vergangenen fünf Jahre einiges geändert, eines jedoch nicht. Die Rezession ist Wirklichkeit und der Absturz ist in vollem Gange. Mit Winfried Wolf hatte ich deshalb auch über Alternativen zum gegenwärtigen globalisierten Wahnwitz gesprochen. Ihr hört deshalb auf dem Sendeplatz der Redaktion Alltag und Geschichte nun die zweiten Stunde des Studiogesprächs vom November 2003.

Daten der Originalausstrahlung.

Bei den Daten der Originalausstrahlung finden sich auch die Internetseiten, auf denen die Sendung in zehn Teilen zum Anhören bzw. zum Download verfügbar sind.

Buchcover Verkehr Umwelt KlimaJingle Alltag und Geschichte

In den vergangenen anderthalb Stunden hörtet ihr ein Studiogespräch, das ich im November 2003 mit dem marxistischen Ökonomen Dr. Winfried Wolf geführt hatte. Sein damaliges Buch „Sturzflug in die Krise“ bildete den Hintergrund der hieraus entstandenen zweistündigen Sendung. Solltet ihr den Anfang verpaßt haben: diese Sendung wird voraussichtlich am Donnerstag-Vormittag von 10.00 bis 12.00 Uhr wiederholt werden. [2]

Winfried Wolf hat mit einer später auch als Buch veröffentlichten Studie über die Autogesellschaft promoviert. Sein 1986 erschienener Klassiker "Eisenbahn und Autowahn" wurde in völlig überarbeiteter und aktualisierter Form im vergangenen Jahr im Wiener Promedia Verlag neu aufgelegt. Es trägt den Titel „Verkehr.Umwelt.Klima“ und behandelt die Globalisierung des Tempowahns.

Wer dieses Buch gelesen hat, versteht die Eile, mit der Hartmut Mehdorn den Börsengang der Deutschen Bahn forciert. Auch wenn ihm die Finanzkrise in seine Pläne hineingepfuscht hat, so werden sich dennoch genügend Investoren finden, die ein Schnäppchen erwerben wollen. In der vergangenen Woche sprach Radio Dreyeckland mit Winfried Wolf über den Stand der Bahnprivatisierung.

Die Audiodatei zum Anhören oder Herunterladen: Bürgerbahn statt Börsenwahn!

Cover Lunapark 21Soweit Winfried Wolf als Sprecher des Bündnisses Bahn für alle im Gespräch mit Radio Dreyeckland in Freiburg.

Hinweisen möchte ich auf die vierteljährlich erscheinende Zeitschrift Lunapark21. Diese strömungsübergreifende linke Zeitschrift berichtet nicht nur über alltägliche Gemeinheiten aus der Glitzerwelt des Kapitals, sondern vermittelt kompetent und zum Nachdenken anregend die Zusämmenhänge von Kapitalismus, Krise, Krieg und cash. Die nächste Ausgabe, sicherlich auch mit einem Beitrag von Winfried Wolf, erscheint am 8. Dezember. Mehr zu diesem Zeitschriftenprojekt findet ihr im Internet unter lunapark21.net.

Ich danke der Dissent – Medienwerkstatt Darmstadt für ihre Unterstützung bei der Produktion dieser Sendung. Im Anschluß folgt eine Sendung der Kulturredaktion von Radio Darmstadt. Am Mikrofon für die Redaktion Alltag und Geschichte war Walter Kuhl von der Dissent – Medienwerkstatt Darmstadt.

 

ANMERKUNGEN

 

Mittels eines Klicks auf die Nummer der jeweiligen Anmerkung geht es zur Textpassage zurück, von der aus zu den Anmerkungen verlinkt wurde.

 

»» [1]   Laut Programmflyer hätte diese Wiederholung von 10.00 bis 12.00 Uhr gesendet werden sollen. Der Moderator und Techniker des Radioweckers war am Donnerstagmorgen hiermit offensichtlich überfordert …

»» [2]   Siehe Anmerkung 1.

 


 

Diese Seite wurde zuletzt am 25. November 2008 aktualisiert. Links auf andere Webseiten bedeuten keine Zustimmung zu den jeweiligen Inhalten, sondern sind rein informativer Natur. ©  Walter Kuhl 2001, 2008. Die Wiedergabe, auch auszugsweise, ist nur mit dem Einverständnis des Verfassers gestattet.

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