Titelfoto Januar 2007
Die Medienaufsicht der LPR Hessen wird aktiv

Radio Darmstadt

Verdrängter Alkoholismus und drei Sendeverbote

Januar 2007
Dokumentation

 

Radio Darmstadt ist ein nichtkommerzielles Lokalradio. Sein Trägerverein wurde 1994 gegründet, um eine Alternative und Ergänzung zu den bestehenden öffentlich-rechtlichen und privaten kommerziellen Hörfunksendern aufzubauen. Menschen und Nachrichten, die im ansonsten durchformatierten Sendebetrieb keine Chance auf Öffentlichkeit besaßen, sollten hier ihren Platz finden. Dies galt für politische Fragen, lokale Themen und musikalische Nischen. Ende 1996 erhielt der Verein für ein derartiges Programm die Sendelizenz. Zehn Jahre später läßt sich die Tendenz beschreiben, daß (lokal)politische Themen immer weniger Platz im Darmstädter Lokalradio finden, während die Musikberieselung zunimmt. Zu diesem Wandel gehört, daß Fragen der Außendarstellung ein wesentlich größeres Gewicht erhalten als das Verbreiten journalistisch abgesicherter Tatsachen. Wer diese neue journalistische Ethik nicht mitträgt, wird aus dem Verein und dem Radio hinausgedrängt. [mehr]

Diese Dokumentation geht auf die Vorgänge seit April 2006 ein. Hierbei werden nicht nur die Qualität des Programms thematisiert, sondern auch die Hintergründe und Abläufe des Wandels vom alternativen Massenmedium zum imageorientierten Berieselungsprogramm dargestellt. Der Autor dieser Dokumentation hat von Juni 1997 bis Januar 2007 bei Radio Darmstadt gesendet, bis ihn ein aus dieser Umbruchssituation zu verstehendes binnenpolitisch motiviertes Sendeverbot ereilte. Als Schatzmeister [1999 bis 2001], Vorstand für Studio und Technik [2002 bis 2004] und Vorstand für Öffentlichkeitsarbeit [2004 bis 2006] kennt er die Interna wie kaum ein anderer. [mehr]

In der Dokumentation werden die Namen handelnder Personen aufgeführt. Damit werden Argumentationsstränge leichter nachvollziehbarer gemacht und Verantwortliche benannt. Zur Klarstellung: Eine Diffamierung einzelner Personen ist hiermit nicht beabsichtigt. [mehr]

 


 

Zusammenfassung

Auf dieser Seite werden die Vorkommnisse des Monats Januar 2007 dokumentiert.

Die Programmratssitzung am 8. Januar 2007 gerät zum Tribunal. Nachdem am 3. Januar der Versuch, das Vorstandsmitglied Walter Kuhl aus dem Verein auszuschließen, gescheitert war, wurde auf einer anderen Ebene eine repressive Maßnahme gegen ihn konspirativ vorbereitet. Mindestens zwei Redaktionen befaßten sich in den Tagen darauf mit einer presserechtlich unbedenklichen Weihnachtssendung dieses Vorstandsmitglieds und beschlossen, eine Abmahnung zu beantragen. Auf der Programmratssitzung mutierte die geplante Abmahnung zu einem Sendeverbot, dem sich gleich zwei weitere Sendeverbote gegen die rechtswidrig ausgeschlossenen Vereinsmitglieder Katharina Mann und Norbert Büchner anschlossen. Alle drei vom Sendeverbot Betroffenen wurden zuvor nicht angehört und somit das Rechtsstaatsgebot ausgehebelt. Sie rufen daher die Landesmedienanstalt als Aufsichtsbehörde an, die in einem Schreiben an den Vorstand von RadaR e.V. hervorhebt, daß ein Vereinsausschluß kein automatisches Sendeverbot nach sich ziehen könne. Uneinsichtig, wie der Verein sich nun zeigt, wird jeder Versuch, den Konflikt konstruktiv zu regeln, mit Vehemenz abgebügelt. Ach ja, gesendet wird auch noch. Vorstandsmitglied Niko Martin bedauert auf dem Sender das Sendeverbot gegen Walter Kuhl und wird deshalb auf der Programmratssitzung im Februar wegen der Verbreitung wahrheitsgemäßer Äußerungen abgemahnt.

 


 

Handkasse im SekretariatAnfang Januar 2007
Offene Kasse


Der Vorstand hatte sich im Herbst zur flexibleren Ein– und Auszahlung von Kautionen, Mitgliedsbeiträgen oder kleineren Geldbeträgen eine eigene Handkasse genehmigt. Der zugehörige Schlüssel wurde für einige Zeit in einer Privatwohnung gebunkert. Die hiermit getätigten finanziellen Transaktionen blieben ein wenig unklar, weil das zugehörige Kassenbuch schludrig geführt wurde. Das größte Manko dieser Kasse war jedoch, daß sie frei und irgendwann auch wieder mit eingestecktem Schlüssel nicht nur für Vorstandsmitglieder zugänglich herumstand. Die Kassenprüfung wird diese wie zwei weitere Handkassen in ihrem Bericht für die Mitgliederversammlung am 27. April 2007 als ein Beispiel dafür geißeln, wie eine transparente und ordentliche Kassenführung nicht aussieht. Der Zustand wird jedoch auch noch lange nach dieser Mitgliederversammlung beibehalten; so waren die drei Handkassen selbst im August 2007 noch deutlich sichtbar frei zugänglich.

Montag auf Dienstag, 1./2. Januar 2007
Zu früh


Normalerweise ist Local Heroes eine dreistündige Sendung, so daß erst um Mitternacht die Wiederholung des Abendprogramms gestartet wird. Heute beginnt die Wiederholung schon um 23.05 Uhr mit Gegen das Vergessen.

Mittwoch, 3. Januar 2007
Rausschmiß geplatzt


Der für den heutigen Abend geplante Vereinsausschluß des Vorstandsmitgliedes Walter Kuhl auf der Grundlage der von seinem Vorstandskollegen Stefan Egerlandt zusammengetragenen lächerlichen Vorwürfe wird nach einer kurzen, aber harten Auseinandersetzung um die Frage, wer Vorstandsmitglied ist und wer nicht, von Vorstandsfrau Susanne Schuckmann kurzerhand abgeblasen. Die Vorstandsmehrheit geht davon aus, daß Walter Kuhl aufgrund der Nichtbestätigung auf der Mitgliederversammlung am 3. November 2006 kein Vorstandsmitglied mehr ist und deshalb problemlos mit den zusammengestümperten Vorwürfen ausgeschlossen werden kann. Frau Schuckmann und ihre Mitstreiter vergaßen jedoch wieder einmal die Satzung, wonach die Vorstandsmitgliedschaft erst mit Austrag aus dem Vereinsregister endet. Der entsprechende Austrag wurde jedoch noch nicht veranlaßt, so daß laut Registerauszug vom 2. Januar 2007 Walter Kuhl sehr wohl noch Mitglied des Vorstands ist. Doch Frau Schuckmann muß sich nicht grämen. Schließlich läuft bereits die nächste Attacke gegen Walter Kuhl auf einer anderen Ebene.

Mittwoch, 3. Januar 2007
Einladung zum Tanz


Programmratssprecher Christian Knölker lädt zur Sitzung am 8. Januar ein. Auf seiner Tagesordnung steht:
TOP 1   Protokoll
TOP 2   CvD
TOP 3   Ausgefallene und abgegebene Sendungen, Sendelöcher und DLF-Wiederholungen
TOP 4   Sendekriterien und Sendungen von Nichtmitgliedern
TOP 5   Sondersendungen
TOP 6   Bericht aus dem Vorstand
TOP 7   Verschiedenes
Bemerkenswert an dieser Einladung ist Tagesordnungspunkt 4. Weder die Musikredaktion noch die Unterhaltungsredaktion, welche hierzu Anträge beim Programmrat einbringen werden, haben zu diesem Zeitpunkt schon getagt. Da stellt sich die Frage, welcher brain trust hier schon vorzeitig die Weichen gestellt hat. Woher weiß der Programmratssprecher jetzt schon, daß die Sendekriterien ausnahmsweise einmal zur Anwendung gelangen sollen?

Screnshot der neuen WebseiteMittwoch, 3. Januar 2007
Schmalspurversion


Nach zwei Monaten Baustelle ist eine Schmalspurversion der neuen Webseite von Radio Darmstadt online. Nur einen Monat später wird es eine neu gestylte Fassung geben, die jedoch nur wenige Informationen bereithält und schlecht gepflegt wird. Die alte informative Webseite wurde Anfang November 2006 abgeschaltet, um dem damaligen Vorstand für Öffentlichkeitsarbeit kein Forum mehr geben zu müssen, die bittere Wahrheit über Radio Darmstadt und seinen Trägerverein darzustellen. Im September 2007 wird gemunkelt, daß Technikvorstand Benjamin Gürkan mittels des Content Management Systems Typo3 ein Redesign versuchen wolle. Ob diese neu gestaltete Seite dann auch endlich Inhalte zum Sender, seinen Redaktionen und Sendungen bringen wird, wird sich zeigen. Eine Seite mit aktuellen Informationen über den Sender wäre auch nicht schlecht. Hierüber könnte Gürkan dann auch vermitteln, weshalb der Sender seit Monaten brummt und weshalb der Sendecomputer sich regelmäßig aufhängt. Informationen über vorübergehende Probleme waren auf der alten Webseite zu finden, weil sie den Leserinnen und Lesern kein imageförderndes Trugbild serviert hat.

Ausschnitt der Titelseite des JanuarflyersFreitag, 5. Januar 2007
Fliegende Artefakte


Das Mißmanagement der Vorstandsmehrheit bei der Herausgabe des Programmflyers setzt sich auch im Januar fort. Nachdem die Dezemberausgabe aufgrund einer fehlerhaften Datei und einer chaotischen Koordinierung erst am 18. Dezember das Sendehaus erreicht hat, kommt der Januarflyer geradezu pünktlich. Doch auch hier hat sich die Vorstandsmehrheit um Susanne Schuckmann, Markus Lang, Stefan Egerlandt und Benjamin Gürkan keine Lorbeeren verdient. Nur weil das von diesen Vier angefeindete Vorstandsmitglied Niko Martin den Rechnungsbetrag aus eigener Tasche vorgestreckt hatte, konnte er so schnell erscheinen. Andernfalls hätten wir wohl wieder bis Mitte des Monats auf eine dann recht wertlose Programmveröffentlichung warten dürfen. Auf der Webseite war das Programm am 6. Januar verfügbar.

Die Umsetzung der Programmdaten für die Webseite erfolgte mittels eines Microsoft-Generators, wohl mit Excel. Dieser Generator produzierte so hübsche Artefakte wie:
<td class=xl3620909>*.de/in-sendeplat<span style="display:none">z</span></td>
oder
<td class="xl7820909">Hinter den Spiegel<span style="display:none;">n</span></td>
Für diejenigen, die nicht so bewandert in HTML sind, sei die Folge dieser Artefakte genannt: in der grafischen Umsetzung fehlte mal der eine oder andere Endbuchstabe eines Sendungsnamens. Unsere Flyerspezialisten haben es natürlich nicht bemerkt und mußten hierauf eigens vom Verfasser dieser Dokumentation hingewiesen werden. Eine Qualitätskontrolle kennt dieser Sender nicht.
Screnshot der Webseite der UnterhaltungsredaktionSamstag, 6. Januar 2007
Die Unterhaltungsredaktion empört sich …


Die Unterhaltungsredaktion trifft sich zu ihrer ersten Sitzung im neuen Jahr. Als Tagesordnungspunkt 11 wird die vorbereitete Empörung über die Weihnachtssendung vom 25. Dezember 2006 aufgerufen. Als Gast der Redaktion ist Gerhard Schönberger anwesend, der am Montag den Antrag der Musikredaktion mit einbringen wird. Im Protokoll der Sitzung heißt es hierzu:
Die heute Anwesenden hören sich Original-Mitschnitte einer Sendung der Redaktion "Alltag & Geschichte" an, welche am 1. Weihnachtsfeiertag 2006 (25.12.) von 17.00 bis 18.00 Uhr ausgestrahlt worden ist. In einer anschließenden Qualitätsprüfung stimmen die Anwesenden einmütig ein, daß die gehörten Passagen dieser Sendung in den Punkten "einleitende Äußerungen über ausgestrahlte Weihnachtssendungen von Radar-Kolleginnen und –Kollegen", "Darstellung der (vereinsinternen) Abläufe bzgl. der 'Radiowecker'-Redaktion" und vor allem in der "Darstellung von vermeintlichem Drogen– und Alkoholkonsum von bei Radio Darmstadt sendender junger Menschen" gegen die vom Radar-Programmrat beschlossenen Sendekritierien verstößt. In diesen Sendekriterien heißt es u.a. wörtlich: "Jegliche Imageschädigung von Radar ist zu unterlassen. Dazu gehört auch öffentliche Verunglimpfung von Sendenden bei Radar, öffentliche Kränkung und öffentliches Verballhornen von auf Radar gesendeten Beiträgen. Öffentlich schließt insbesondere Äußerungen über den Ether ein, sowie Äußerungen über Online–, Print– und AVmedien." Die U–Redaktion schließt sich deshalb einem Antrag der Musikredaktion an, die infolge der Ausstrahlung der besagten Sendung eine Abmahnung des verantwortlichen Redakteurs durch den Radar-Programmrat wünscht. Zudem wünscht die U–Redaktion bei einer evtl. Wiederholung diesbezüglicher Äußerungen die Verhängung eines Sendeverbotes durch den Programmrat.
Wo wir gerade beim Thema Qualitätsprüfung sind: Hat die Unterhaltungsredaktion jemals die Qualität ihrer eigenen Sendungen überprüft? Ich könnte hier reichhaltige Beispiele für den Diebstahl fremden geistigen Eigentums nennen, das unverhohlene Ablesen von Internetmeldungen oder das furchtbare Gestammel einzelner Moderatorinnen und Moderatoren beim Vorlesen fremder Texte. Dies betrifft die Sendungen der Hälfte der heute anwesenden Redaktionsmitglieder! Bigott? Nun …
Bierdose bei der DJ-Zone am 3./4.5.2006Samstag, 6. Januar 2007
… und bastelt sich ein Paralleluniversum


Nicht zuletzt wünscht die U–Redaktion eine Gegendarstellung, denn die U–Redaktion legt Wert auf die Feststellung, daß die Sendenden bei Radio Darmstadt vor und während der Ausstrahlung ihrer Sendungen keinerlei Drogen oder Alkohol zu sich nehmen.
Ah ja! Es ist also nicht wahr, daß einer der auf der Sitzung Anwesenden mehrfach in alkoholisiertem Zustand vor dem Mischpult angetroffen wurde? Es ist auch nicht wahr, daß ein zweiter Anwesender mit einer Bierdose während der Sendung angetroffen wurde? Und es ist erst recht nicht wahr, daß ein weiterer anwesender Gast bei der Langen Nacht der Auslandsredaktion, also während des Livesendebetriebs, Wodka ausgeschenkt hat? Ganz offensichtlich versucht die Unterhaltungsredaktion hier nicht nur sich selbst zu betrügen, sondern verlangt, daß auf dem Sender wahrheitswidrige Dinge verbreitet werden. Dies ist, wenn wir die Sendekriterien genau lesen, kein Verstoß gegen dieselben, weil das Image (also der Schein) für wichtiger erachtet wird als die redaktionelle Sorgfaltspflicht (also die Wirklichkeit). Siehe hierzu die Analyse der Sendekriterien von Radio Darmstadt und die Dokumentation zu Alkoholfragen bei Radio Darmstadt.
Samstag, 6. Januar 2007
Aufforderung zum Lizenzbruch


Die Unterhaltungsredaktion gelangt anschließend zu ihrem Tagesordnungspunkt 12: Sendungen von Nicht-Mitgliedern. Der geballte Volkszorn entlädt sich über Katharina Mann und Norbert Büchner. Ihnen soll die Möglichkeit des Sendens entzogen werden. Hierzu heißt es im Protokoll der Sitzung:
Die heute Anwesenden empfinden es einmütig als ein Unding, daß über den Ether [sic!] Sendungen vom Verein ausgeschlossener Mitglieder ausgestrahlt werden und erwarten vom Programmrat – der das Thema "Sendekriterien und Sendungen von Nicht-Mitgliedern" bei seiner kommenden Sitzung am 08.01.2007 behandeln möchte – eine entsprechende Beschlußfassung.
Offensichtlich verwechseln die Mitglieder der Unterhaltungsredaktion den Status von Vereinsmitgliedern mit dem Status von sendenden Einzelpersonen. Während die einen vom Verein gemaßregelt werden können, sind die anderen dem Vereinsregime nicht unterworfen. Die Frage der Mitgliedschaft hat somit nichts mit der Zulassung zur Sendung zu tun. Programmratssprecher Christian Knölker betont sogar ausdrücklich, daß weder Katharina Mann noch Norbert Büchner einen Verstoß gegen die Auflagen der Sendelizenz begangen hätten. Allein dies würde dem Verein die Möglichkeit geben, eine Person vorläufig oder befristet vom Sender zu nehmen. Die Sendelizenz hält ausdrücklich die Zugangsoffenheit fest und die ist eindeutig nicht an die Vereinsmitgliedschaft gebunden. Was hier stattfindet, ist ein Maulkorb der besonderen Art: die Stimmen und Namen von Katharina Mann und Norbert Büchner sollen ausgemerzt werden. Beide werden hierzu die Medienaufsicht der LPR Hessen anrufen.

Noch mehr zugemülltSamstag, 6. Januar 2007
Noch mehr zugemüllter Arbeitsplatz


Am Wochenende, bevor der zum Monatsende grundlos gekündigte kaufmännische Angestellte des Vereins seinen Urlaub beendet hat, sieht sein Internet-Arbeitsplatz ziemlich zugemüllt aus. Das neben stehende Foto wirft ein bezeichnendes Bild auf den Umgang der Vorstandsmehrheit mit ihrem ungeliebten Beschäftigten.

Sonntag, 7. Januar 2007
Hitparade


Ab Januar 2007 wird die Darmstadt Hitparade vom bisherigen Stammplatz am 1. Mittwoch eines Monats auf den 1. Sonntag gelegt. Die Sonntagssendungen ab 19.00 Uhr wechseln hierfür ihren vier– bzw. achtwöchigen Turnus in einen monatlichen oder zweimonatlichen.

Screnshot der Webseite der MusikredaktionMontag, 8. Januar 2007
Die Musikredaktion stellt einen Antrag


Auf ihrer Sitzung am vergangenen Donnerstag (4. Januar) hat die Musikredaktion offensichtlich folgenden Antrag beschlossen:
Die Musikredaktion beantragt, daß Walter Kuhl wegen seiner Sendung vom 25.12.2006 abgemahnt wird – wegen Verletzung von Sendekriterien.
Die verletzten Sendekriterien werden jedoch nicht im Antrag benannt. Das vorgelegte Antragspapier [pdf] trägt die Handschrift von Gerhard Schönberger.

Montag, 8. Januar 2007
Programmratsimpressionen


Der Antrag der Musikredaktion findet großen Beifall, weil hier endlich eine Gelegenheit gefunden wird, den "Quälgeist" Walter Kuhl zu maßregeln. Dieser versucht seit Jahren unermüdlich, Mißstände auf dem Sender zu beseitigen oder zumindest einzudämmen. Hierbei stößt er selten auf Beifall, weil die Redaktionen lieber ihrem Tran nachgehen und in Ruhe gelassen werden wollen. Tatsache ist jedoch, daß sich die Zahl und Dauer der Sendelöcher, der technischen Probleme und der moderativen Glanzleistungen in den Jahren seiner Vorstandstätigkeit drastisch vermindert haben. In seinem Überschwang vergißt der Programmrat, daß es vielleicht geboten sein könnte, vor einer Abmahnung oder gar dem von Monika R. beantragten Sendeverbot den Delinquenten anzuhören. Dies ist jedoch ganz offensichtlich nicht gewollt. Zunächst sollen Fakten geschaffen werden, an denen sich der Delinquent nachträglich die Zähne ausbeißen soll. Der Programmrat ist deshalb verwundert, daß Walter Kuhl zur Sicherung seiner vom Programmrat verweigerten Rechtsansprüche gleich die zuständige Medienaufsicht der LPR Hessen anruft.

Und weil man und frau gerade so schön dabei ist, verkündet der Programmrat zusätzlich ein unbegründetes Sendeverbot für Katharina Mann und Norbert Büchner.

Das Protokoll vermeldet Beschwerden des Hausbesitzers und der Nachbarschaft wegen lautstarker Nachtsendungen. Hierbei sind insbesondere die Redaktionen Unterhaltung, Musik, Partyservice und YoungPOWER gemeint.

"Der Programmratssprecher Christian Knölker von der Unterhaltungsredaktion bedankt sich bei den Anwesenden für die sachliche und konstruktive Mitarbeit und schließt die Sitzung um 22:30 Uhr." Ist doch schön, wenn man und frau harmonisch seinen Ressentiments gefrönt hat. Ob die LPR Hessen das Sachliche und Konstruktive auch so sieht, wird sich noch zeigen.

Montag, 8. Januar 2007
Paradox


Während auf der anderen Seite des Studioflurs der Programmrat tagt, ereignet sich durch Nichtanwesenheit der Unterhaltungsredaktion um 20.04 Uhr ein sechsminütiges Sendeloch. Die Sendung ParadoXity wird zwar im Programmflyer für 19.00 bis 21.00 Uhr angekündigt, aber die Sendenden gehen um 20.00 Uhr und überlassen den Sender seinem Schicksal. Zum Glück bemerkt Nils P. das Malheur und legt für den Rest der Stunde etwas Musik nach. Das Sendeloch wird selbstverständlich wiederholt, am Dienstag gegen 2.13 Uhr, um 8.23 Uhr und gegen 14.10 Uhr.

Screnshot der Webseite der LPR HessenDienstag, 9. Januar 2007
Walter Kuhl ruft die Medienaufsicht an


Walter Kuhl, der durch ein auf der Programmratssitzung anwesendes Vorstandsmitglied von dem gegen ihn verhängten Sendeverbot erfahren hat, ruft zur Wahrung seiner Rechte umgehend die zuständige Medienaufsicht der LPR Hessen an. Er stellt seine Weihnachtssendung vom 25. Dezember 2006 zur Überprüfung möglicher presserechtlicher Vergehen auf einem Tonträger zur Verfügung. Seine Ausführungen an die LPR Hessen verdeutlichen, wie sehr sich der Programmrat um wirkliche Mißstände auf dem Sender nicht kümmert, während hier ein Anlaß zur Abstrafung konstruiert wird. Das Schreiben an die LPR Hessen kann hier nachgelesen werden.

Dienstag, 9. Januar 2007
Auch Katharina Mann ruft die Medienaufsicht an


Katharina Mann, die unter den neuen Willkürparagrafen fällt, wonach ausgeschlossene Vereinmitglieder nicht mehr senden dürfen, ruft ebenfalls die Medienaufsicht der LPR Hessen an. Sie sieht hierin zurecht einen Verstoß gegen das Redaktionsstatut des Senders und die Sendelizenz. Norbert Büchner wird seine Eingabe einen Tag später versenden.

Projektvorstellung angemarkertMittwoch, 10. Januar 2007
Im Visier


Doch nicht nur Katharina Mann, Norbert Büchner und Walter Kuhl sind Zielscheibe der Attacken aus Vorstandsmehrheit, Programmrat und von einzelnen Mitgliedern. Das Vorstandsmitglied Niko Martin hatte an der Zwischentüre zwischen beiden Redaktionsräumen Informationen zum EQUAL-Projekt zur Sprach- und Medienkompetenzförderung ausgehängt. Diese wurden mit einem "LOL" quittiert, wobei der Name von Niko Martin gleichfarbig unterstrichen wurde: "Laughing out loud." Diese anonyme Art der feindseligen Meinungsäußerung kommt nicht aus dem Umfeld von Susanne Schuckmann und Markus Lang; wir werden sie in den kommenden Tagen noch anders kennenlernen.

Mittwoch, 10. Januar 2007
Vorstandssitzung zu zweit


Nachdem sich die Vorstandsmitglieder Susanne Schuckmann, Stefan Egerlandt und Benjamin Gürkan wegen anderer Verpflichtungen oder Krankheit für die reguläre Vorstandssitzung entschuldigt hatten, ging auch der gegen 19.00 Uhr noch anwesende Markus Lang lieber nach Hause. Offensichtlich dachte man und frau, damit sei die Sitzung geplatzt. Weit gefehlt! Die verbliebenen Vorstandsmitglieder Niko Martin und Walter Kuhl nutzten die folgenden fünf Stunden als Gelegenheit zu einer Bestandsaufnahme. Hierbei wird festgestellt:

 *  Vorstandsprotokolle sollten zeitnah erstellt und aus Gründen der vereinsinternen Transparenz an den Programmrat versandt werden;
 *  der Briefkopf und der Internetauftritt sollte mit dem korrekten, derzeit amtierenden Vorstand versehen sein;
 *  aufgrund eines Beschlusses der Mitgliederversammlung am 8. Dezember 2006 ist im Februar die Teilnahme am CvD freiwillig;
 *  die Frage, auf welcher Vorstandssitzung die auf der radioeigenen Webseite vorhandene Stellenausschreibung für die neuen Minijobs beschlossen wurde, kann nicht beantwortet werden;
 *  angesichts der drei Sendeverbote wird dem Programmrat ein Pflichtenheft [text] auferlegt;
 *  die Flyerausgaben sind sowohl vom Erscheinungstermin als auch vom Inhalt (Programm, Satz, Layout) inakzeptabel: "15 Fehler in der Programmveröffentlichung sind einfach zu viele." Die Zusammenstellung des Programms soll einer kompetenten Person übergeben werden;
 *  die Entwicklung der Finanzen hängt sehr stark vom Fortgang der vereinsinternen Repressionsmaschine ab. Schlimmstenfalls könnten die Rücklagen zur Deckung der drohenden Kosten nicht ausreichen. Finanzvorstand Markus Lang wird aufgefordert, einen alternativen, aber soliden Finanzplan seitens der Vorstandsmehrheit vorzulegen;
 *  die Energieberatung hat ein gewisses Einsparpotential offenbart;
 *  der Stand der Beratungen zur Novellierung des HPRG wird erörtert, hiervon hängt die Sendelizenz und ihre finanzielle Unterfütterung ab;
 *  das Mitglied des Vermittlungsausschusses Helmut B. fragt, weshalb der Vorstand ihm auf seine Anfragen nicht antwortet;
 *  hinsichtlich der ausgeschlossenen Vereinsmitglieder Katharina Mann und Norbert Büchner wird ein deeskalierender Vorschlag erarbeitet;
 *  es gibt Berichte von Hörerinnen und Hörern über ein Brummen auf dem Sender;
 *  und vieles mehr, das hier nicht im Einzelnen aufgeführt werden kann.

Mittwoch, 10. Januar 2007
Stilfragen


Das Protokoll dieser Vorstandssitzung enthält zwei Passagen, die ein Schlaglicht auf den Zustand im Verein werfen:
Walter Kuhl und Niko Martin werfen die Frage auf, welche Maßnahmen der gesamte Vorstand aus der Selbstbezichtigung der Bestechlichkeit eines ehemaligen Vorstandsmitgliedes zieht. Weiterhin steht die Frage im Raum, weshalb der am 29.11. vorgeladene Walter Kuhl keinerlei offizielle Entscheidung in der Angelegenheit erhalten hat, zu der er in nichtöffentlicher Sitzung befragt wurde.

Die Vorstandsmitglieder Walter Kuhl und Niko Martin sind befremdet über die Art und Weise, wie ein austretendes Vereinsmitglied, das seine Entscheidung inhaltlich begründet hat, durch ein Vorstandsmitglied abgekanzelt wurde. Auch austretende Vereinsmitglieder sollten bei aller Differenz so behandelt werden, dass ihnen die Möglichkeit offen steht, ihre Entscheidung noch einmal zu überdenken und dem Verein nicht gänzlich und mit gewonnenem schlechten Eindruck den Rücken zu kehren.
Donnerstag, 11. Januar 2007
Richtigstellung


Die mehr oder weniger freiwillig verhinderten Vorstandsmitglieder nehmen am Tag darauf verwundert ein Protokoll einer Vorstandssitzung entgegen. Vielleicht hätten sie sich doch nicht einfach so abseilen sollen. Dies veranlaßt den Vorstand innerhalb des Vorstandes zu einer prompten Reaktion. Markus Lang schreibt auch im Namen von Susanne Schuckmann, Stefan Egerlandt, Benjamin Gürkan und dem noch nicht ins Vereinregister eingetragenen Matthias Krumrein:
Hallo liebe Sendende,

mit dieser Mail möchten wir (Susanne, Benjamin, Markus, Mathias und Stefan) die Situation klären, die durch die einsamen Entschlüssen der Vorstandsmitglieder Niko Martin und Walter Kuhl entstanden sind.

Durch Krankheit, Termine und familiäre Angelegenheiten, war es uns gestern nicht möglich die Vorstandssitzung zu besuchen. Da nur zwei amtierende Vorstandsmitglieder anwesend waren (Martin + Kuhl) konnte keine reguläre Vorstandssitzung stattfinden, da hierzu mindestens die Hälfte der amtierenden Vorstandsmitglieder anwesend sein müssen. D.h. die gefassten Beschlüsse sind nichtig und die Aussagen im Protokoll haben nur den Wert privater Äußerungen der Personen Martin und Kuhl.

Weiterhin stehen wir hinter der Entscheidung des Programmrats von Radio Darmstadt der Person von Walter Kuhl für seine Sendung vom 25.12.2006 ein Sendeverbot zu erteilen. Der Programmrat überwacht das Programm von Radio Darmstadt, er hat darüber hinaus auch die Entscheidung über die Vergabe von Sendezeiten (und deren Entziehung). Eine solche Entscheidung kann durch den Vorstand nicht einseitig aufgehoben werden. Als Mehrheit im Vorstand sehen wir uns gegenüber dem Programmrat und seiner Rolle in den Strukturen von RadaR e.V. verpflichtet und werden die Einhaltung des Sendeverbots entsprechend durchsetzen.

Wir hoffen zur Aufklärung der Mißverständnisse unseren Teil geleistet zu haben und wünschen uns eine konstruktive Mitarbeit aller bei Radio Darmstadt. Was wir brauchen ist Respekt untereinander als Sendende, aber auch gegenüber unseren Hörerinnen und Hörern.
Donnerstag, 11. Januar 2007
Richtigstellung der Richtigstellung


Vorstandsmitglied Niko Martin antwortet unverzüglich auf diese angebliche Richtigstellung:
Hallo miteinand,

solange unsere Satzung oder Gesetze nichts anderes regeln, wäre der Vorstand gestern abend auch nur mit einer Person beschlußfähig gewesen. Es gibt keine Regelung, die die Anwesenheit der Hälfte der Vorstandsmitglieder vorsieht – dies wäre sicherlich sinnvoll für die Zukunft in die Satzung einzuführen. Von daher sind die gestern gefassten Beschlüsse gültig. Von daher handelt es sich auch nicht um Privatäußerungen von Walter Kuhl und mir.

Es steht dem Vorstand natürlich offen, in seiner Mehrheit und im Rahmen der rechtlichen Regelungen andere Beschlüsse zu fassen.

Ich weise deutlich auf den inhaltlichen Gehalt, der am gestrigen Abend behandelten Punkte hin! Ich rate dringend davon ab, einen rechtlich nichtigen Beschluss des Programmrates durchzusetzen.

Ich weise auch darauf hin, dass das Vorgehen unter dem Punkt Personalia, Unterpunkt A) [1] ein VORSCHLAG zum Vorgehen ist, um schweren Schaden vom Verein abzuwenden und keinen Beschluss darstellt. Dieser Vorschlag muss nämlich auch von allen akzeptiert werden und da heißt es für alle Seiten endlich zur Vernunft zu kommen.

Ich sehe die Zukunft von RadaR ernsthaft in Gefahr und nicht etwa durch das Hessische Privatrundfunkgesetz, sondern durch die Art und Weise des internen Konfliktaustrages. Und da sind wir uns, vielleicht als ersten Schritt einig, mit dem Respekt untereinander und gegenüber Hörerinnen und Hörern.

Frequenzangabe in Studio 2Donnerstag, 11. Januar 2007
Unverändert


In beiden Sendestudios werden noch im September 2007 Frequenzangaben vorgefunden, die nicht mehr gültig sind. Der Kabelnetzbetreiber aus Groß-Gerau hatte Radio Darmstadt im September 2006 aus seinem Bouquet herausgenommen. Dennoch wird bis in den September hinein immer wieder diese längst unsinnige Kabelfrequenz im Brustton der Überzeugung verkündet. In früheren Zeiten hätte Katharina Mann als Studiotechnikerin den falschen Aushang stillschweigend entsorgt. Da sie selbst jedoch weniger stillschweigend, dafür aber rechtswidrig entsorgt wurde, nimmt das Desaster seinen Lauf. Die Hörerinnen und Hörer des westlich von Darmstadt gelegenen Landkreises dürften sich gefragt haben, ob der Sender noch alle Tassen im Schrank hat.

Eingangsbereich, wochenlanger ZustandDonnerstag, 11. Januar 2007
Mörderkrasse Clique


Zu dem Schreiben, der sogenannten Richtigstellung, der vier Vorstandsmitglieder meldete sich ein Mitglied der Wissenschaftsredaktion zu Wort. Seine Sichtweise ist die eines im Konflikt Außenstehenden, der auf seine Weise versucht, in all der vorhandenen Destruktivität noch einen Funken Verstand zu finden. Ich teile seine Sichtweise nur teilweise, weil ich mir keine Illusionen über die Motive meiner damaligen Vorstandskollegin und Vorstandskollegen mache, aber als Dokument der Wahrnehmungsbereitschaft eines vernünftigen Teils der sendenden Vereinsöffentlichkeit soll seine Sichtweise hier eingefügt werden. Er schreibt:
Jou, Baby – We are the motherfucking Cool-Brother-Childhood Mörderkrasse Clique. Der erbitterte Kampf gegen die Greenvillage-RedHead Gang geht weiter … Fight to the death …

Sorry, für denletzten Satz, aber habt ihr eure Mails auch mal selbst gelesen BEVOR Ihr die mit wild pochenden Halsschlagadern abgeschickt habt?! Es ist garnicht notwendig, das der ein oder andere darauf versucht mir zu antworten und irgendetwas erklären zu müssen. Greift euch erstmal selbst an die Nase, holt tief Luft.

Wenn Ihr alle das dann mal gemacht habt … dann holt NOCHMAL GANZ TIEF Luft, setzt euch in Ruhe hin, denkt über das vergangene Jahr nach, denkt GANZ stark nach was Ihr macht und warum. Für wen macht ihr was. Von wem seid Ihr gewählt worden um das zu tun was Ihr macht. Was erwartet man von euch. Seid Ihr sicher, das Ihr diesen Anforderungen gerecht werdet. Seid Ihr mit euch und mit dem was Ihr geleistet habt wirklich zufrieden. habt Ihr etwas zur Verbesserung beigetragen. Wenn Ihr EHRLICH diese Fragen beantwortet solltet ihr ALLE gerade mit gesenktem Haupt dastehen. Ein kurzer Blick nach links, ein kurzer Blick nach rechts, ein kurzes nicken.

RadaR ist zwar ein Verein, aber nichts desto trotz ein Radio. Im Vordergrund sollte stehen das Programm für die MitbürgerInnen von Darmstadt und Umgebung zu machen, um Spaßam Hobby zu haben. Sorry, Leute, aber für Politiker, Menschen mit gesteigertem Geltungsbedürnis und zuwenig Gruppendenken ist da wenig Platz. Es sei offen und ehrlich ausgesprochen, das RadaR mittlerweile den Ruf eines Dackelzüchtervereins hat. Denkt mal drüber nach.

Das eine ist die eigentliche Vereinsarbeit (HINTER den Kulissen). Das sollte da auch bleiben. Konfliktbewältigungen zwischen den rivalisierenden Streithähnen sollte garnicht erst bestehen. Wenn der Vorstand sich im gesamten untereinander nicht eins ist wie kann dann ein geordnetes Vereinsleben möglich sein? Richtig, garnicht! Wenn Person A nicht mit Person B zusammen arbeiten kann und mehr kraft aufgewendet wird Pläne gegeneinander zu schmieden wie ich den ein oder anderen rausekeln, vergraulen oder das Leben schwer zu machen kann, bleibt keine Kraft mehr für das eigentliche Ziel übrig. Wir machen Radio. Eigentlich ein schönes Motto, oder?!

ABER: Es gibt bei Radiodarmstadt kein WIR-gefühl. Es wird eigentlich nichts zusammen gemacht (ausser vielleicht einzelne Splittergruppen an Redaktionsschnippseln). "Machen" ist auch übertrieben. Jeder kocht sein eigenes Süppchen. Wenn der eine konstruktive kritik üben möchte wird das gleich mit Sendeverboten oder Rügen geahndet, machtkämpfe werden daraus gesponnen, etc.

"Radio" das letzte Wort dieses schönen Mottos … Zu einem radio gehören zum einen die technik und zum anderen die menschen, die damit umgehen und daraus etwas machen. Technik in Ornung halten ist SEHR schwierig und wird hier auch wieder durch Bürokratie zunichte gemacht. Menschen fehlen meist weil ein "Nö, warum soll ich was machen. ich erwarte, das es läuft wenn ich da bin" gedanke durch eben diese innerpolitischen Quälereien geschürt wird. Sprich, der Otto-Normal User und Mitglied bei RadaR hat bei Geschichten wie gegenseitigem Verklagen, Einstweiligen Verfügungen, dem ewigen hin- und her einfach keinen Bock mehr. Warum soll er sich engagieren?

mal so ein paar Punkte zum nachdenken: Warum gibts keinen Newsletter im wöchentlichen Rythmus? ich bin seit ca. 2 Jahren dabei und weiss nicht von den anderen redaktionen was die machen. Die Schulungen, die man machen MUSS hat fast jeder gemacht, aber darüberhinaus? Ich habe vor fast 2 Jahren das Konzept eines Podcast Seminars vorgelegt. Bis heute kam dieses nicht zustande! Ebsno wäre ich immer noch / mal wieder an Weiterbildungsseminaren zum Thema wie mache ich ne moderne Sendung, Presseerklärungen erstellen, etc. interressiert. In anderen Vereinen habe ich innerhalb von allerspätestens 1 Monat entsprechende Vorträge gehalten. Ich habe BEILÄUFIG mitbekommen (<- HINT), das RadaR 10–Jahre wird. Dazu ist im Sender bis dato NICHTS zu merken. innerhalb der letzten beiden Monate habe ich dort eine Baustelle angetroffen, die weniger einladend ist wie das was vorher zu finden war. Wozu? War es wirklich notwendig halbherzig mit wenigen Mitteln ein bischen farbe wohin zu klatschen und alles mögliche halbwegs funktionierende in ein mittlerweile 2–monatiges Chaos zu verwandeln? WENN zu einer 10–Jahres Feier eines kommunalen Radiosenders Prominenz aus der Region (die ggf. ja auch mal sponsoren können wie Mikrofone, anders technisches material, etc.) zum plaudern eingeladen wird. Was sollen die vorfinden? Was soll man hier präsentieren? Ihr merkt, es kommt eher nur negatives rüber, wenig positives … DAS muss sich ändern! Die Sendenden sollen sich auch freuen Sendung zu machen, es soll kein notwendiges übel bleiben, oder?!

mein Vorschlag also: einigt euch erstmal intern (=Vorstand) ob und wenn ja wie Ihr ZUSMAMMEN arbeiten wollt. Tut das dann aber auch! JETZT! SCHNELL! Fördert Sendende und macht weniger Politik nach aussen. Bringt erstmal grundsätzliches, was noch vor ca. 1 Jahr funktioniert hat wieder in Gang (Flyer, Sendeschema, Technik) bevor irgendwas neues angeleiert oder verändert wird. Bringt Sachen erst zuende bevor neues angefangen wird. Deligiert Aufgaben weiter. Diejenigen müssen das dann innerhalb einer vorher festgelegten Zeit abarbeiten. Diejenigen haben dann die Aufgabe XYZ eben auch in der zeit zu erledigen. Wenns klappt ernten Sie den Lohn, Lob oder den Tadel.

Es wird doch bei all den Profilneurotikern innerhalb des vereins nicht so schwer sein EINEN damit zu beauftragen eine 10–Jahres-Feier Crew zusammen zu stellen, die das dann macht. Es wird doch auch nicht so schwer sein einige zu finden, die die Technik intern machen. Lars und ich hatten uns vor einiger Zeit schonmal zu einem Seminar zum Thema "Studio löten – wie halte ich meine Technik in Schuss" vorbereitet. Ziel wäre es gewesen an einem Wochenende einigen Nachwuchsschraubern die Technik der Studiotechnikreparatur bei zu bringen und dabei gleich einiges zu reparieren.

So, das waren fürs erste mal wieder meine 2 Cent zu dem Thema. Ich hoffe, das daraus nicht wieder eine Sitzung mit was-weiss-ich eingeladenen Psychologen entsteht, die teuer eingekauft werden müssen, weil irgendein vereinsmitglied durch meine Worte so überfordert ist, das das beantragt werden muss. Vieleicht sollte ich auch den Antrag stellen statt der Koffeinhaltigen Cola in den neu anzuschaffenden Kühlschrank Club-Mate einfüllen zu lassen. Dadurch liesse sich vielleicht auch wieder 0,42EUR pro Monat einsparen, wow. nach ca. 23,42 Jahren hat sich das dann amortisiert. Oder vielleicht beim Programmrat eine Sondersendung zum Thema "welche Raumfarben soll man wählen um keinen zusätzlichen Stress zu produzieren" beantragen. Hmm, dann kann ich jetzt ja schonmal anfangen die warscheinlich 2010 ausgestrahlte Sendung vor zu produzieren. Hmm, ob ich da schonmal eine Programmratszusatzsatzungsänderungsvorbereitungsausschuss beantragen sollte, der dann für einen eventuell auftretenden fall von überreaktion schonmal … ach was, das wäre doch ZU spitzfindig, oder?! Doch vielleicht lieber eine Runde Gummizellen für den Kindergarten verteilen?! Wer weiss …

in diesem Sinne noch ein frohes Schaffen
Ablageschränke stehen im WegDonnerstag, 11. Januar 2007
Benjaminsche Rechtskunde


Während dessen läßt Vorstandsmitglied Benjamin Gürkan die Richtigstellung der Richtigstellung nicht ruhen. Er sucht sich irgendeine Quelle und versteht sie falsch. Dies hält er dann Niko Martin vor:
Liebe Sendende,

unsere Kollegen Formalia-Rumreiter kennen die Formalias mal wieder nicht richtig.

In unserer Satzung steht, dass der Vorstand mindestens drei Vorstandsmitglieder haben muss. Laut geltender Rechtssprechung ist somit auch mindestens diese Anzahl notwendig um als Vorstand beschlussfähig zu sein. Quelle: Vereinsrecht: 6. Auflage, Verlag Neue Wirtschaftsbriefe [2]

Im Übrigen möchte ich als Vorstandsmitglied der letzen Amtsperiode darauf hinweisen, dass wir bei Sitzungen an denen nur zwei Personen teilgenommen haben, abgebrochen haben, mit genau obenstehender Begründung. Das man sich es dreht wie man es braucht kennen wir ja zu Genüge. Es erweckt also den Eindruck, dass hier mal wieder "Nägel mit Köpfen" gemacht werden sollten.

Weiterhin werde ich kein Gespräch mit Personen führen die unserem Verein drohen. Der Herr Martin sieht hier die Zukunft von RadaR gefährdet. Wer gefährdet denn die ZUkunft von RadaR? Das sind kleine, selbstsüchtige Menschen, die sich eigene Fehler nicht eingestehen können und nach dem Motto handeln: Wenn ich nicht darf, darf keiner, also soll alles sterben!!!!!!!!!!!!!! GENAU SO und nicht anders. Rede doch mal mit deinen WG-Freunden. Die haben es nämlich (mal wieder) in der Hand RadaR gegen die Wand zu fahren. Ein Entschuldigungsschreiben an die M–Red oder allgemein an die Mitglieder über die schrecklichen Taten von unseren Beiden liebsten liegt bis heute nicht vor, Herr Martin fordert aber weiterhin das WIR (nicht die) das Gespräch mit ihnen suchen sollen. [3]

Umkehrung des Kausalzusammenhangs nennt man das ……

Wir werden keinen dieser "vorgeschlagenen" Beschlüsse umsetzen und ich werde höchstpersönlich dafür sorgen, das Kuhl nicht sendet! Auch hier wieder ein typisches Beispiel von: ich drehe mir wie ich es brauche. Der Programmrat entscheidet über das Programm. Rechtlich hin, rechtlich her, wenn der Programmrat sagt Kuhl sendet nicht, sendet er nicht. Basta. Oder will sich die Über-RadaR-Instanz Kuhl auch über diesen Beschluss hinwegsetzen. Reicht ja schon wenn er die MV–Beschlüsse mit Füßen tritt, oder?

Wir werden es zu verhindern wissen. Garantiert.

Screenshot von der Webseite zu skip-rewindDonnerstag auf Freitag, 11./12. Januar 2007
Verlustmeldung


Baha, einer der Moderatoren von skip-rewind, vermißt für seine dreistündige Musiksendung den zweiten Plattenspieler. Er kann nicht ahnen, daß dieser Plattenspieler einem relativ neuen Vereinsmitglied leihweise überlassen wurde. Mit der neuen Vorstandsmehrheit reißen Sitten ein, die vorher undenkbar waren. Es kann doch nicht sein, daß der Sendebetrieb lahmgelegt wird, nur damit ein DJ für seine Privatsessions ein Gerät zur Verfügung hat?! Der Plattenspieler wird erst am 17. Januar wieder auf seinem Platz gesehen.

Screnshot der Webseite der LPR HessenFreitag, 12. Januar 2007
Die LPR Hessen reagiert


Drei Tage nach den Eingaben von Walter Kuhl und Katharina Mann schreibt die Medienaufsicht den Trägerverein von Radio Darmstadt an. Das Schreiben geht noch am selben Tag per Fax zu. Dem Verein werden noch einmal die Rechtsgrundlagen seiner Lizenz erläutert. Dann heißt es:
Die Richtigkeit der mir vorliegenden Angaben unterstellt, wäre ein schwerwiegender Verstoß gegen die vorgenannten Bestimmungen und das Postulat der Zugangsoffenheit zur Plattform NKL hier offenkundig. Schließlich dürfte ein Vereinsausschluss – egal ob dieser in rechtmäßiger oder rechtswidriger Weise erfolgt ist – für sich genommen noch kein totales Sendeverbot rechtfertigen.
Um herauszufinden, was an den Vorwürfen dran ist, wird dem Verein die Gelegenheit zur Stellungnahme mit Frist zum 19. Januar 2007 gegeben.
Freitag, 12. Januar 2007
Der Programmratssprecher spricht


Programmratssprecher Christian Knölker teilt Walter Kuhl das Sendeverbot mit [pdf]: "Mehrere Redaktionen waren erschüttert". Na, hoffentlich sind sie nicht zusammengefallen. Sehr schön der Satz, worin sich die Willkür des Programmrats formvollendet austobt:
Es wurde beschlossen, daß Du abgemahnt wirst und bis auf weiteres mit einem Sendeverbot belegt wirst. Der Programmrat erwartet von Dir eine Erläuterung zur Distanzierung von deinen Aussagen, die gegen die Sendekriterien verstoßen.
Hier wäre eine Erläuterung hilfreich, welche Aussagen denn gegen die Sendekriterien verstoßen. Wie soll man sich von etwas distanzieren, was man nicht kennt. Irgendwie ist der Programmrat manchmal reichlich inkonsistent. – Auf einem zweiten Blatt [pdf] teilt Herr Knölker seine unverbindliche Meinung zur Vorstandssitzung zwei Tage zuvor mit. Wahrscheinlich hat er mit dem brain trust der Vorstandsmehrheit konferiert, denn sonst käme nicht so ein Blödsinn dabei heraus wie die Aussage, ich sei nicht mehr im Vorstand. Dies hat das Registergericht wenige Tage zuvor eindeutig noch anders gesehen [pdf], und das gilt auch dann für den Herrn Knölker, wenn es ihm nicht gefällt.
Freitag, 12. Januar 2007
Der Programmratssprecher zählt falsch


Am selben Tag schreibt Christian Knölker auch Katharina Mann und teilt ihr das gegen sie verhängte Sendeverbot mit:
Hallo Katharina,

nachdem Dein Ausschluß aus dem Verein auf der Mitgliederversammlung mit großer Mehrheit bestätigt worden war, wurde nunmehr auf Antrag mehrerer Redaktionen beschlossen, daß künftig keine von Dir produzierten Sendungen mehr gesendet werden, auch wenn sie außerhalb des Sendehauses produziert werden.

Dies wurde einstimmig mit 12 Stimmen bei einer Enthaltung beschlossen.
Seltsamerweise lautet das Protokoll dieser Programmratssitzung jedoch anders. Das von Hacer Y. geschriebene Protokoll lautet:
Es wird beschlossen, daß Mitglieder, die aus dem Verein ausgeschlossen wurden, auch ab dem Ausschlußtag an Sendeverbot haben.

Abstimmung:
Ja=10 Stimmen
Dagegen: 0 Stimmen
Enthaltung: 4 Stimmen
Da stellt sich schon die Frage, ob sich sogar die Mitteilung des korrekten Abstimmungsergebnisses nahtlos an die Farce anschließt.

Screenshot von neue-dateien.deFreitag, 12. Januar 2007
Der Mob tobt


Zwei Vereinsmitglieder, die auch bei Radio Darmstadt senden, haben sich bei GMX unverfängliche E–Mailadressen besorgt und posten in den allgemeinen Programmratsverteiler, der eigentlich nur Programmratsmitgliedern und Vorstandsmitgliedern zugänglich ist. Ein mike1 und ein wachsamer RadaR-Hausmeister (warum eigentlich nicht gleich: Blockwart?) nutzen den Schutz der Anonymität, um einmal so richtig vom Leder zu ziehen. Einzig Judith F. als Sprecherin der Studierendenredaktion AudioMax verwahrt sich gegen diese Postings. Ihr sei hiermit ausdrücklich für ihr klares Verhalten gedankt. Der Vorstand schweigt hierzu hingegen genauso wie der restliche Programmrat. Offensichtlich findet man und frau, daß derartige mentale Mobilmachungen dem Verein und seinem Radio gerecht werden, weshalb ich sie hier veröffentliche. Sollen sich doch auch Außenstehende ein eigenes Bild über das wahre Image von Radio Darmstadt machen können!

Freitag, 12. Januar 2007
Eine nicht lokale Lokalredaktion


So viel Anstrengung, drei Sendeverbote durchzusetzen, fordert ihren Tribut. Zum wiederholten Mal erscheint aus der Lokalredaktion mit dem so sinnigen Redaktionsnamen VorOrt keine und niemand zur Sendung. Wahrscheinlich handelt es sich um den Sendeplatz des Vorstandsmitglieds Markus Lang. Anstelle einer Stunde Themenradio wird Salsamusik eingelegt.

Stellenanzeige im Darmstädter EchoSamstag, 13. Januar 2007
Stellenanzeige


Heute erscheint endlich die Stellenanzeige für den durch die unbegründete Kündigung der Kaufmännischen Bürokraft Walter Kuhl freigewordenen Job. Vorstandsmitglied Benjamin Gürkan schaltet eine Anzeige, die kostenmäßig jenseits von Gut und Böse liegt und den Vorgaben eines Vorstandsbeschlusses widerspricht. Wenn man keine Ahnung vom Anzeigengeschäft hat, sollte man halt die Finger davon lassen. Der Spaß kostet den Trägerverein von Radio Darmstadt € 763,41. Da die Personal– und Sachkosten als Fördermittel der LPR Hessen abgerechnet werden, kann davon ausgegangen werden, daß die Rundfunkgebührenzahlerinnen und –zahler zu 80% für diesen Unfug aufkommen müssen.

Sonntag, 14. Januar 2007
Rechtsfragen zum Sendeverbot


Nachdem der vom Sendeverbot betroffene Redakteur Walter Kuhl am gestrigen Samstag das Schreiben [pdf] des Programmratssprechers Christian Knölker in seinem Briefkasten vorgefunden hat, ist er doch erstaunt zu erfahren, daß er sich von etwas distanzieren, soll, was er nicht kennt. Deshalb bittet er den Programmratssprecher um einige Auskünfte und verdeutlicht ihm seinen Rechtsstandpunkt. [text]

Sonntag, 14. Januar 2007
Die Oberste Zensurbehörde


Die Redaktionssprecherin von Alltag und Geschichte legt in Vertretung des vom Sendeverbot betroffenen Norbert Büchner Musik ein. Zwar hatten die Vorstandsmitglieder Niko Martin und Walter Kuhl auf der Vorstandssitzung am 10. Januar dieses lizenzwidrige Sendeverbot aufgehoben, doch dies ficht die Vorstandsmehrheit nicht an. Sonya R. berichtet, sie habe sich regelrecht überwacht gefühlt, da ihr die Vorstandsmitglieder Susanne Schuckmann und Stefan Egerlandt, sowie die Vereinsmitglieder Ralf D., Torsten Aschenbrenner [4] und Gerhard Schönberger während der zweistündigen Sendung demonstrativ durch die Fensterscheibe zugeschaut hätten.

Montag, 15. Januar 2007
Zensurversuch


Niko Martin vertritt die aufgrund eines Sendeverbots gesperrte Katharina Mann. Hierbei erläutert er kurz die Gründe, weshalb die geplante Sendung Hinter den Spiegeln nicht wie gewohnt stattfinden kann. Dies ist einigen im Sendehaus anwesenden Personen schon zu viel; und so beschwatzen sie die Chefin vom Dienst, diese Sendung abzubrechen. Der Zensurversuch scheitert an ihrem resoluten Auftreten. Sie notiert hierbei in das Logbuch der Chefin vom Dienst:
Michael G., Ralf D. und Nils P. möchten, dass die Sendung 'Hinter den Spiegeln' wegen Verunglimpfung des Vereins abgebrochen wird, dem komme ich nicht nach, da meiner Meinung die Sendung nicht gegen die Vereinsstatuten verstößt.
Die Heilige Inquisition ist hier erst einmal gescheitert.

Screenshot von der Webseite von Radio DarmstadtMitte Januar 2007
Neue Kompetenz für den Programmflyer


Auf einer Sitzung Mitte des Monats findet sich ein neues Flyerteam zusammen. Es handelt sich um Vorstandsfrau Susanne Schuckmann (Satz), Peter Fritscher (Lektorat), der am 27. April 2007 in den Vorstand nachgewählt werden wird, Gerhard Schönberger (Lektorat), Hacer Y. (Foto) und Rüdiger G. (Editorial). Die Fehlerquote des hieraus entstehenden Werkes senkt hierdurch sich nur bedingt.

Dienstag, 16. Januar 2007
Bandsalat


Die LPR Hessen fordert zur Überprüfung der im Schreiben von Walter Kuhl am 9. Januar 2007 [dokument] aufgeführten möglichen Mißstände die Sendemitschnitte der vergangenen sechs Wochen an. Vorstandsmitglied Stefan Egerlandt gerät ins Schwitzen, muß er doch zunächst eine externe Festplatte ausreichender Kapazität ordern und dann 1008 MP3-Audiomitschnitte von jeweils 55 Megabyte überspielen. Das kommt davon, wenn man sich vorbehaltslos hinter fragwürdige Entscheidungen des Programmrats stellt.

Am selben Tag gibt die LPR Hessen dem Trägerverein von Radio Darmstadt Gelegenheit, sich zur Eingabe von Norbert Büchner zu äußern. Der Vorstand von RadaR e.V. ist jedoch nicht so fix und beantragt eine Fristverlängerung, die ihm bis zum 26. Januar gewährt wird.

Tafel mit Planung für den 3. FebruarMittwoch, 17. Januar 2007
Festplanung


Auf einem Vorbereitungstreffen für den Sendetag zum zehnjährigen Sendejubiläum am 3. Februar wird grob der Tagesablauf geplant. Hieraus ergibt sich, daß nur sieben der sechzehn Redaktionen als Redaktion am Geschehen teilnehmen wollen. Nicht eingeplant sind die Sportredaktion, die Wissenschaftsredaktion, der Partyservice, die Kinderredaktion, die Frauenredaktion FriDa, sowie die politischen Redaktionen Gegen das Vergessen und Alltag und Geschichte. An dieser Planung wird am 3. Februar festgehalten.

Zwei mißhandelte Kopfhörer fühlen sich wohlFreitag, 19. Januar 2007
Vor Ort


Auch am heutigen Freitag ist zunächst keine und niemand aus der Lokalredaktion zum Einlegen der eigenen Sendung anwesend. Das Redaktionsmitglied Christian K. ist zufälligerweise aus einem anderen Grund im Sender, bemerkt die Abwesenheit seiner Redaktion und legt ebenso zufällig sogar die für diesen Sendeplatz gedachte Konserve ein. Der Sendungsverantwortliche Markus Lang hingegen ruft viel zu spät an, um jemanden zu erreichen, der seine Sendung abfährt.

Die neben stehend abgebildeten beiden mißhandelten Kopfhörer sind symptomatisch für den Umgang mit dem Sendeequipment im von der Vorstandsmehrheit verordneten Kuschelklima. Wobei hinzuzufügen ist: die meisten sendenden Vereinsmitglieder gehen mit dem Studiointerieur pfleglich um.

Screenshot der Webseite zu "Recht im Alltag" der Redaktion Blickpunkt Gesellschaftvermutlich Sonntag, 21. Januar 2007
Der Anschein


Die Redaktionssprecherin von Blickpunkt Gesellschaft, Monika R., begründet gegenüber dem Programmratssprecher Christian Knölker ihren Antrag auf das Sendeverbot gegen Walter Kuhl. Aus diesem Schreiben [dokument] geht sehr schön hervor, daß nicht einmal mehr die Antragstellerin genau weiß, mit welcher Begründung sie ihren Antrag formuliert hat, geschweige denn, daß hier ein konsistenter und juristisch haltbarer Grund genannt wird. Die ganze Argumentation dreht sich darum, daß dem Anschein nach gegen Persönlichkeitsrechte verstoßen worden sein soll. Sachargumente hingegen fehlen. Bemerkenswert ist, daß andere Redaktionen andere Gründe für das Sendeverbot ins Feld führen. Es hat so den Anschein, als sei im Programmrat ein vager Beschluß gefaßt worden, der die versammelten Ressentiments gebündelt hat.

Sonntag, 21. Januar 2007
Einstweilig


Walter Kuhl beantragt [dokument] zur Beschleunigung des Verfahrens bei der LPR Hessen eine einstweilige Verfügung. Diese wird in der Folge jedoch nicht erteilt. Laut Aussage aus Kassel geht das so nicht.

Mittwoch, 24. Januar 2007
Der Vorstand tagt


Auf der heutigen Vorstandssitzung werden alle Beschlüsse der Vorstandssitzung vom 10. Januar aufgehoben. Hiermit vergibt sich die Vorstandsmehrheit die Chance, einige sinnvolle Schritte zu unternehmen, um den durch sie angerichteten Schaden für den Verein zu begrenzen. Die vom Vorstandsmitglied Benjamin Gürkan im Darmstädter Echo aufgegebene viel zu teure Stellenanzeige wird mit Bauchschmerzen abgesegnet. Das Vorstandsmitglied Walter Kuhl mahnt zum wiederholten Male die ordnungsgemäße Lohnabrechnung eines Minijob-Beschäftigten an, dessen Einkünfte mit einer Kleinanzeige im Dezemberflyer verrechnet worden war. Die Getränkepreise im angemieteten Cola-Automaten werden zur Deckung der Kosten von 80 Cent auf 1 Euro angehoben.

Donnerstag, 25. Januar 2007
Radio Darmstadt feiert


Die für den 3. Februar angesetzten Feierlichkeiten zum zehnjährigen Sendejubiläum finden ihren Niederschlag in einer Notiz im lokalen Anzeigenblatt Südhessenwoche. Das Vorhaben des Senders wird in einer Pressemitteilung so beschrieben: "Da reicht die Palette von stadt– und überregional bekannten Persönlichkeiten aus Politik, Wissenschaft, Kultur, Sport und anderen Bereichen bis hin zu langjährig aktiven und passiven Mitgliedern des Trägervereins RadaR." – Am 3. Februar wird ein aus Thüringen angereister Radiomacher einem anwesenden Zeitungsredakteur mitteilen, dies sei herausgeschmissenes Geld.

Freitag, 26. Januar 2007
Rechtsgesichtspunkte zum Sendeverbot


Obwohl anders vereinbart, schreibt die Vorstandsmehrheit eine eigene Stellungnahme zu den Sendeverboten an die LPR Hessen. Walter Kuhl und Niko Martin formulieren deshalb ihr gesondertes Minderheitenvotum [pdf]. Darin stellen sie fest, daß die ausgesprochenen Sendeverbote zum einen willkürlich ausgesprochen wurden, zum anderen gegen das in der Sendelizenz formulierte Prinzip der Zugangsoffenheit verstoßen.

Screenshot der Webseite der Kulturredaktion von Radio DarmstadtSamstag, 27. Januar 2007
Die Kulturredaktion schreibt dem Vorstand einen Brief


Auf ihrer letzten Redaktionssitzung Mitte Januar hatte sich die Kulturredaktion mit der aktuellen Situation im Verein und bei Radio Darmstadt auseinandergesetzt. Dabei stellte sie sich Fragen, die sie vom Vorstand beantwortet wissen wollte:
Wir sehen ernsthaft die Gefahr, dass durch diesen andauernden Streit Kräfte gebunden und erschöpft werden, welche für dringend anstehende Aufgaben gebrau[ch]t werden. Dies betrifft unter anderem konkret:
a) das pünktliche Erscheinen des Programm-Flyers;
b) die verlässliche und transparente Regulierung der Wiederholungs-DAT-Bänder (besonders am Morgen);
c) die neue Ausrichtung des Erscheinungsbildes von RADAR im Internet; d) die endgültige Neugestaltung des Foyers.
Auf dieses Schreiben [pdf] erhält die Kulturredaktion keine Antwort der Vorstandsmehrheit, hingegen versucht Walter Kuhl in seiner Antwort, differenziert die Problemlage zu umreißen. Leider hat die Kulturredaktion in der Folgezeit nicht den langen Atem, das demonstrative Schweigen der Vorstandsmehrheit zu durchbrechen.

Sonntag, 28. Januar 2007
Wie sich die Vorstandsmehrheit die Realität erklärt


Mit Datum vom 23. Januar, laut Faxprotokoll jedoch erst am 28. Januar versandt, geben die Vorstandsmitglieder Stefan Egerlandt, Susanne Schuckmann und Markus Lang im Namen des Vorstands von RadaR e.V. ihre Stellungnahme [pdf] gegenüber der LPR Hessen ab. Sehr schön ist hier anzusehen, wie sich drei Vorstandsmitglieder in Bezug auf eine Nebensächlichkeit um Kopf und Kragen lügen. Niko Martin und Walter Kuhl werden die in diesem Schreiben aufgeführten wahrheitswidrigen Aussagen am 8. Februar 2007 in einer Richtigstellung gegenüber der LPR Hessen korrigieren.

Desorientiert, wie sich die Vorstandsmehrheit zuweilen gibt, verwendet sie einen Briefkopf mit einer seit Jahren nicht mehr existenten Kabelfrequenz.

Montag, 29. Januar 2007
Die LPR hakt nach


Die Stellungnahme der Vorstandsmitglieder Niko Martin und Walter Kuhl wird von der LPR Hessen der Vorstandsmehrheit zugesandt. Den vier Vorstandsmitgliedern wird bis zum 9. Februar 2007 Gelegenheit gegeben, sich hierzu zu äußern. Diese erneute Stellungnahme wird mit Datum vom 9. Februar 2007 erfolgen.

Montag, 29. Januar 2007
Markus Lang mobilisiert den Programmrat


Vorstandsmitglied Markus Lang benutzt den internen Programmratsverteiler, um seine Sicht der Dinge darzustellen:
Der Vorstand hat auf seiner letzten regulären Sitzung (24.01.07) die Beschlüsse der vorangegangenen Sitzung (10.01.07), die von Niko und Walter gefasst worden waren, mit eindeutiger Mehrheit aufgehoben. D.h., der Vorstand steht mit großer Mehrheit hinter den Beschlüssen des Programmrats vom 08.01.07.

In der Zwischenzeit hat sich die vom Programmrat mit einem zeitlich befristeten Sendeverbot betroffene Person jedoch mit einem Schreiben an die Landesanstalt für Privaten Rundfunk (unsere Aufsichtsbehörde) gewandt und Widerspruch eingelegt. Der Vorstand hat (je nach Standpunkt) darauf mit einer Stellungnahme geantwortet.

Sehr unschön ist jedoch, dass die betroffene Person sich nicht nur über ihr Sendeverbot beschwert hat, sondern auch noch jede Menge andere "Missstände bei RadaR" (nach dessen Meinung) bei der LPR angezeigt hat. Eigentlich ist der Programmrat das Gremium, welches sich mit solchen Dingen zu beschäftigen hat und für Abhilfe sorgen soll. Dieses Organ unseres Vereins einfach zu übergehen, grenzt schon an Vereinsschädigung. Über seine Rolle im Verein sollte der Programmrat vielleicht in seiner nächsten Sitzung gründlich nachdenken, wie sich solch ein Fehlverhalten in Zukunft vermeiden lassen kann.
Diese E–Mail wirft einige Fragen auf. Wenn der Programmrat eigentlich das Gremium ist, daß den Mißständen auf dem Sender abhelfen soll, warum tut er das dann nicht? Was ist daran vereinsschädigend, sein Recht wahrzunehmen, wenn dieses nichtstuende Gremium Programmrat ein rechtswidriges Sendeverbot ausspricht? Wäre es nicht die Aufgabe von Markus Lang als Vorstandsmitglied und Vertreter des Lizenznehmers, eine möglicherweise die Sendelizenz verletzende Handlung des Programmrats zu unterbinden, anstatt daran auch noch mitzuwirken? Und über wessen Rolle im Verein soll der Programmrat denn nun nachdenken, über seine eigene oder die von Walter Kuhl? Syntaktisch ist beides möglich – was hat Markus Lang denn nun gemeint? Und was stellt er sich als Handlungsmaxime des Programmrats vor?
Schöne neue BüroweltMittwoch, 31. Januar 2007
Benjamin Gürkan und seine lieben Kollegen


Benjamin Gürkan reicht per E–Mail vorstandsintern eine Liste der Bewerberinnen und Bewerber für den Bürojob herum und listet die möglichen Arbeitsgruppen auf, die anstelle der abgeschafften Institution Chef vom Dienst treten könnten. Daran anschließend meint er, den als Kaufmännischen Angestellten entlassenen und als Vorstandsmitglied noch nicht geschaßten Walter Kuhl dafür anmachen zu müssen, daß die verbliebene Bürohilfskraft S. jetzt nicht durchblickt, was sie denn tun soll. Während der Autor dieser Dokumentation auf dem Standpunkt steht, daß die Verursacher dieser Misere diese auch beheben sollten, meint Benjamin Gürkan, es sei die Pflicht des ohne Angaben von Gründen Entlassenen, seinem treulosen Arbeitgeber dabei zu helfen, das von ihm angerichtete Chaos zu bewältigen:
dann wollte ich mal fragen: wenn sich […] Vorstandkollege Kuhl trotz mehrmaliger Aufforderung weigert Fr. S. die Bürosachen zu erklären und jedesmal auf uns verweist (Zitat WK: Das ist nicht meine Aufgabe, das soll die für das Personal zuständige Person machen), erklärt Herr Kuhl nun der Frau S. als Vorstandskollege wie was läuft im Büro? Davon abgesehen, dass er eine sehr klare Arbeitsanweisung vollständig ignoriert um den Verein bewusst Schaden zu zuführen – auch mal wieder zu altruistisch vom Herrn Kuhl – er denkt ja nur an den Verein …… LOLOLOLOLOLOLOLOLOL [5]
Diese Nettigkeit des Herrn Gürkan führt zu einem interessanten E–Mailverkehr, den ich der interessierten Öffentlichkeit nun wirklich nicht vorenthalten möchte. Wer hier dem Verein Schaden zufügt, ergibt sich aus den vorliegenden Dokumenten von selbst.

CvD-ArbeitsplatzMittwoch, 31. Januar 2007
Der Super–CvD


Irgendwann in der Zukunft wird es vielleicht notwendig sein, den Sprecher der Unterhaltungsredaktion Christian K. nachträglich zum Mitarbeiter des Monats zu ernennen. Man und frau könnte allerdings auch sagen, daß die desolate Verfassung des Senders durch den tatkräftigen Einsatz einiger Einzelkämpfer mühsam kaschiert wird. Üblicherweise teilen die Redaktionen auf ihren Sitzungen die Spätnachmittage, an denen die jeweilige Redaktion den Chef oder die Chefin vom Dienst zu stellen hat, unter sich auf. In der Unterhaltungsredaktion wird dies zentral geregelt. Gibt es einen starken Sprecher, dann weist er einzelnen Redakteurinnen und Moderatoren den Job einfach zu und sie müssen dann untereinander kommunizieren, wenn sie am vorgegebenen Tag nicht kommen können. Ein schwacher Sprecher versucht sein Glück und bittet seine unwilligen Kolleginnen und Kollegen, den Job doch zu machen. Die sagen dann, sie haben keine Zeit oder andere Verpflichtungen, so daß dem armen Sprecher nichts Besseres einfällt, als selbst am Schreibtisch zu erscheinen. Immerhin gibt das soziale Pluspunkte und verhilft zu interessanten kommunikativen Kontakten. Christian K. hat im Januar acht von einunddreißig Abendstunden für seine Kolleginnen und Kollegen geopfert, davon fünfmal für die Unterhaltungsredaktion sowie je einmal für die Frauenredaktion FriDa, die Lokalredaktion und die Musikredaktion. Für manche Redaktionen ist es sehr bequem, einen solchen verdienten Mitarbeiter in den eigenen Reihen zu wissen.

Mittwoch, 31. Januar 2007
Das Amtsgericht betreibt das Vorverfahren


Mit heutigem Datum fordert das Amtsgericht Darmstadt den Trägerverein von Radio Darmstadt auf mitzuteilen, ob er bereit ist, die Klage von Norbert Büchner gegen seinen Vereinsausschluß zu erwidern. Aufgrund dieser zweiten Klage werden sich Susanne Schuckmann und der Rechtsvertreter des Vereins gezwungen sehen, zur Vermeidung unnötiger Kosten den am 13. September 2006 rechtswidrig beschlossenen Vereinsausschluß zurückzunehmen.

Mittwoch, 31. Januar 2007
Die LPR prüft


Auf meine Eingabe erhalte ich mit heutigem Datum eine offizielle Mitteilung der LPR Hessen. Darin heißt es:
Zur Überprüfung der Angelegenheit wurde der Vorstand von RadaR e. V. – Radio Darmstadt um entsprechende Stellungnahme gebeten.

Über das Ergebnis werde ich Sie nach Abschluss unaufgefordert informieren.
Sieben Monate später liegt die Akte immer noch bei der LPR Hessen. Eine schriftliche Mitteilung über den Sachstand des Verfahrens ist bis Ende August 2007 nicht erfolgt.

DAT-Abspielgerät in Studio 1Mittwoch, 31. Januar 2007
Was so alles mittags läuft


Bis Ende Februar 2007 werden die zu wiederholenden Sendungen auf einem DAT-Band aufgezeichnet. Mittels des Long Play-Modus können hierbei sechs aufeinander folgende Stunden aufgespielt werden. Ab Ende Februar wird die Aufzeichung per Computer vorgenommen und abgespielt; hierbei ergeben sich ganz neue Probleme, die zum Teil erheblich in das Programm eingreifen. [6]

Natürlich ist diese Form der Aufzeichung nicht fehlerfrei, zumal dafür gesorgt werden muß, daß zur rechten Zeit ein Band im Aufnahmerecorder liegt und dieses Band dann auch abgespielt wird. Die daraus fast zwangsläufig auftretenden Unzulänglichkeiten wurden zum Teil durch die Radiowecker-Redaktion und zum Teil durch die Vorstandsmitglieder Niko Martin und Walter Kuhl aufgefangen. Nach dem rechtswidrigen Vereinsausschluß von Katharina Mann und Norbert Büchner im September 2006 und der systematischen Demontage des Vorstandsmitglieds Walter Kuhl waren die Sendenden bei Radio Darmstadt auf sich gestellt, um den reibungslosen Ablauf der Wiederholungsprozedur zu gewährleisten. Als dann noch am 27. November 2006 das Aufnahmegerät streikte und erst nach drei Wochen vom zuständigen Technikvorstand ausgetauscht wurde, brachen alle Dämme.

Die Aufnahmekapazität der verwendeten DAT-Bänder war etwas länger als die benötigten sechs Stunden. Dies ermöglichte zum einen eine kleine Zeitreserve, weil die verwendete Zeitschaltuhr nicht exakt zu kaibrieren war, zum anderen mußte um 23.00 Uhr dafür gesorgt werden, daß die Nachrichten des Deutschlandfunks nicht aufgezeichnet wurden. Auch dies regelte die Zeitschaltuhr. Beim Abspielen des Bandes in der Nacht und tagsüber wurde jedoch das gesamte Band abgespielt. Daher mußte auch das Ende des Bandes bespielt sein. Katharina Mann hatte hierzu auf allen verwendeten DAT-Bändern Vogelgezwitscher aufgespielt. Dieses Vogelgezwitscher wurde nach dem 27. November bei der Aufnahme überspielt. Da hier keine Zeitschaltuhr eingriff, wurde so lange etwas auf dem Band aufgezeichnet, bis es ans Ende angelangt war, also auch die Nachrichten des Deutschlandfunks. Es existiert eine vertragliche Regelung, die dies untersagt.

Dem Programmrat war dieses Problem spätestens bei seiner Sitzung am 8. Januar 2007 bekannt. Er hätte also Vorsorge treffen müssen, daß die verwendeten DAT-Bänder am Ende neu bespielt wurden. Statt dessen steckte er den Kopf in den Sand und vertraute auf die Versprechungen der drei Technikvorstände, daß die Aufzeichung in wenigen Tagen auf Computer umgestellt werde. Diese Versprechungen waren zu diesem Zeitpunkt jedoch schon einige Wochen alt. Demnach hätte der Programmrat umgehend reagieren müssen. Dies wurde vom Programmrat verweigert.

In der Nacht vom 31. Januar zum 1. Februar befand sich daher Folgendes auf den sechs vorhandenen DAT-Bändern. Das Mittwochsband wurde in der Nacht verwendet; hier wurde eine Aufzeichnung vom 24./25. Januar 2007 ausgewertet. Die Wochentage, für welche die jeweiligen Bänder vorgesehen waren, stimmen nicht notwendig mit dem Aufzeichungstag überein. Eine Kopie des aufgezeichneten Bandendes liegt dem Verfasser dieser Dokumentation zur Überprüfung vor.

BandAufnahmestopBandendeaufgespieltok?
Montagsband2:59:153:04:58Ende der letzten Crossroads-Sendung, vermutlich vom 23. Januar 2006
6:58 Minuten Stille
nein
Dienstagsband2:59:263:01:34Ende einer Gospelrock-Sendung mit Johanna J.
4:13 Minuten Jazz
ja
Mittwochsbandunbekannt[Länge: 7:13 Minuten]Jingle zu den Deutschlandfunk-Nachrichten ganz kurz angespielt
3 Sekunden Stille
Jazz-Version von Come Together
8 Sekunden Stille
weiteres Jazz-Stück
nahezu
Donnerstagsband3:01:493:08:44Ende der Sendung vom 15. Dezember 2006
Jingle DLF-Nachrichten
8 Sekunden DLF-Nachrichten: Übersicht, erste Meldung: Bundesrat will Änderungen bei Gesundheitsreform (15.12.2006)
Rap bzw. HipHop
nein
Freitagsband2:59:193:04:53skip-rewind vom 25. Januar 2007
DLF-Nachrichten vom 8. Dezember 2006, es fehlt ein Stück vom Anfang, Länge: 7:41 Minuten
Rap bzw. HipHop
nein
Samstagsband2:60:422:61:53möglicherweise Hörsturz vom 27. Januar
ältere DJ–Zone
Ankündigung Wiederholungen
ältere DJ–Zone mit schweren Aussetzern
nein
Sonntagsband3:02:193:08:12ca. 4:15 Minuten Techno
ca. 7:15 Minuten Vogelgezwitscher
jein [7]

Anmerkung: Die Zeitangaben sind im Long Play-Modus zu verdoppeln. Mitunter werden in der dritten Stunde die Minuten weitergezählt, so daß eine Angabe von 2 Stunden und 61 Minuten entsteht.

Screenshot eines Audiofiles zum besprochenen DAT-Problem

Diese Bandenden wurden in der Regel gegen 6.00 Uhr morgens und mittags gegen 12.15 Uhr erreicht, im hier gezeigten Beispiel kurz nach 14.00 Uhr. Die genaue Zeit hing vom Start der Wiederholung ab und von eventuell eingeflochtenen Livesendungen wie dem Radiowecker am Donnerstagmorgen. Es wurde nicht nur das komplette Bandende abgespielt (was manches längere Sendeloch erklärt, wenn am Bandende minutenlang Stille aufgezeichnet worden war), sondern das Band lief in der Regel anschließend automatisch an den Anfang zurück, was auch noch einmal knapp eine Minute Stille erzeugt hat. Diese Minute Stille halte ich jedoch dann vertretbar, solange das Ambiente des Bandes stimmt, also das Bandende und der Bandanfang in sich konsistent sind. Die Wiederholung des aufgezeichneten Programms begann normalerweise mit dem Einstieg in das Programm, welches kurz vor 17.00 Uhr zu hören war. Dies war eine Vorsichtsmaßnahme. denn wir mußten die Erfahrung machen, daß sich im Inneren der Bandspule im Laufe der Zeit der Kleber verflüchtigte, der Band und Rolle zusammenführt. Dadurch entstanden am Bandanfang nervige dropouts. Die Sendenden, welche die Wiederholung gegen Mitternacht oder (bis August 2006) nach dem Radiowecker neu zu starten hatten, waren angehalten, den Anfang der ersten Sendung vorab zu suchen und das Band am gefundenen Anfang dann auch pünktlich zu starten. Diese Methode funktioniert jedoch mittags nicht, weil das Band automatisch an den Bandanfang zurückgespult wird. Daher waren bis zu drei Minuten Bandvorlauf vor der ersten zu wiederholenden Sendung zu hören. Im hier gezeigten Beispiel gibt es nach dem Bandrücklauf einen etwa zweiminütigen Bandvorlauf, bevor die italienische Sendung Tiramisú zu hören war.

 

ANMERKUNGEN

 

[1]   Dieser Punkt behandelt die Frage der rechtswidrig vorgenommenen Vereinsausschlüsse.

[2]   Herr Gürkan verwechselt da etwas. Ein Vorstand, der aus mindestens drei Personen bestehen muß wie beim Trägerverein von Radio Darmstadt, ist damit nicht notwendigerweise beschlußfähig, wenn mindestens drei Vorstandsmitglieder anwesend sind. Zwischen Lesen und Verstehen gibt es eben doch einen kleinen, aber entscheidenden Unterschied.

[3]   Ja, ist er jetzt Vorstand oder nicht? Als Entscheidungsträger hat er mit Verantwortungsgefühl zu handeln und sich nicht wie ein plärrendes Kleinkind aufzuführen: "Bäh, die reden nicht mit mir! Also rede ich auch nicht mit ihnen!" Läuft so die Politik bei der SPD in Weiterstadt?

[4]   Name geändert.

[5]   Soll wohl heißen: er lacht sich kaputt. Wenn's ihm weiterhilft …

[6]   Siehe hierzu insbesondere die Dokumentation der Hänger des Sendecomputers.

[7]   Der Technofetzen entstammt wahrscheinlich einer früheren Aufspielung und wurde durch eine nachfolgende Sonntagssendung nicht vollständig überschrieben. Daher ist in der Wiederholung die letzte aufgezeichnete Sendung zu hören, gefolgt von diesem Technofetzen mit anschließendem Vogelgezwitscher.

 


 

Diese Seite wurde zuletzt am 6. Januar 2009 aktualisiert. Links auf andere Websites bedeuten keine Zustimmung zu den jeweiligen Inhalten, sondern sind rein informativer Natur. ©  Walter Kuhl 2001, 2007, 2009. Die Wiedergabe, auch auszugsweise, ist nur mit dem Einverständnis des Verfassers gestattet.

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