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Titelfoto November 2009
Beliebter Lückenfüller: Die Hörzeitung der Darmstädter Tonband- und Stereofreunde.

Radio Darmstadt

Lustige Herbstartefakte

November 2009
Dokumentation

 

Zum Sinn und Zweck dieser Dokumentation.

Zusammenfassung

Zu den Spezialitäten des hier vorgestellten Senders gehören Kalender­reformen, technische Artefakte und viel Dudelpop. Ein Gerichtsurteil sorgt für Trouble, denn es führt die im Sendehaus verbreiteten Bedrohungs­szenarien ad absurdum. Das zur Wiederholung vorgesehene Programm erweist sich als besonders anfällig, was nicht zuletzt der Basteltechnik im Sendehaus geschuldet ist. Diese erkennt sogar Sendelöcher, die gar nicht existieren. Folglich fordert ein Redakteur sein Publikum dazu auf, das Gehirn auszuschalten.

Die Anspielungen dieser Zusammen­fassung werden im Text erklärt. – Der zuweilen etwas sarkastische Unterton richtet sich nicht gegen bestimmte Personen, sondern Zustände. Für diese Zustände sind zwar bestimmte Personen verantwortlich zu machen, aber im Grunde genommen handelt es sich um ein strukturelles Problem, bei dem die konkreten Personen keine entscheidende Rolle spielen.

 


 

Spezialkalender – kein Sommer bei RadaR

Ausschnitt des NovemberflyersGestaltet von Vorstandsfrau Susanne Schuckmann und den beiden bezahlten Bürokräften Michael S. und Silke W., so steht es jedenfalls im Impressum, präsentiert sich der Programmflyer im November als eigenwillige Kalender­kreation. Bei Radio Darmstadt bleibt dieses Jahr der Sommer aus, denn auf den 27. Februar folgt der 28. Februar, auf den 28. Februar folgt der 1. März. Soweit ganz logisch. Bevor jedoch Frühlings­gefühle aufkommen, werden schleunigst acht Monate übersprungen, denn auf den 1. März folgt der 2. November! Da glucken drei Personen um ihr buntes Programm und keiner und niemandem fällt auf, daß man und frau eine Vorlage nicht einfach unbesehen kopieren und pastieren kann. Sechs Augen sehen weniger als ich? Das ist bedenklich. Zumal dieser Flyer noch an anderer Stelle herumpatzt. Da wird eine Sendung für den 18. November als Highlight der Woche angepriesen, die jedoch laut Fußzeile erst zwei Tage später stattfinden soll. Der Redakteur dieser angepriesenen Sendung ist – so behaupten es zumindest die allwissenden Vorstands­mitglieder Günter Mergel und Benjamin Gürkan – ein Antisemit und Stalinist. Naja, der Verein zahlt auch für diesen Blödsinn. Es ist nicht der erste der seit Herbst 2006 agierenden Combo und wird auch nicht der letzte sein.

Aus aktuellem Anlaß

Was macht eine Redaktion, die aus welchen Gründen auch immer kein Programm zustande bringt? Sie blubbert. Etwa hier, am 1. November:

„Aus aktuellem Anlaß wird heute an dem Sendeplatz, wo Sie normalerweise RadaR-Sport hören, eine Sendung wiederholt, die mindestens genauso hörenswert ist, nämlich die Sendung ‚Beat Generation‘ mit Manfred K.“

Diese Ansage ist so gut, daß ich etwas länger bei ihr verweilen möchte. Wir erfahren nämlich, daß es eine Sendung gibt, die mindestens genauso gut ist wie die Livesendung der Sportredaktion, und die deshalb den Vorzug erhält. Bei dieser vorzuziehenden Sendung handelt es sich um eine Konserve. Dies bestätigt meine Ahnung, daß der Sender dabei ist, sich auf Konserven umzustellen, weil ihm nichts mehr zu sagen einfällt. Um dies zu untermauern, redet Konserven-Moderator Manfred K. auch nicht viel, sondern spielt das, was der Sender am liebsten von sich gibt: irgendwelche Musik. Nun ja – irgendwie müssen ja 71.500 Euro Fördergelder in jedem Jahr verpulvert werden. Doch was ist der „aktuelle Anlaß“? Nix auf die Reihe gekriegt zu haben?

Die Sportredaktion ist personell schwach besetzt, und an diesem Zustand ändert sich seit Jahren wenig bis gar nichts. Ob dies daran liegt, daß die Redaktion nicht attraktiv genug ist, vermag ich nicht zu sagen. Andere Redaktionen stagnieren ja auch. Auch am 29. November und am 20. Dezember hören wir ein (vorproduziertes) Notprogramm. Die Redaktion stellt sich hierbei vor, wobei ich mich frage, wer aufgrund dieser Vorstellung Lust bekommen soll, den Laden aufzumischen. Aber immerhin – kein Hundemagazin mehr!

Knackig und klassisch, und ein bißchen Chaos und vor allem: gut informiert

Knackig kurz sind manche Sendestunden im wiederholten Programm. Überall auf der Welt dauert eine Sendestunde exakt sechzig Minuten, nur im Sendehaus am Steubenplatz dürfen es auch einmal drei Minuten weniger sein. Dieser Unfug wurde vor einigen Wochen eingeführt und wird sich mal mindestens bis Jahresende durch das Programm schleppen. Meist trifft die Kompression des laufenden Programms irgendeine Musiksendung der gleichnamigen oder auch der Unterhaltungs­redaktion. Vermutlich fällt es keiner und niemandem auf – weder im Sendehaus noch vor irgendeinem Radiogerät. Dies würde belegen, wie belanglos der Sender vor sich hinplätschert.

Eher klassisch ist eine Konserve aus der Abteilung Retro. Am 2. November wiederholt Michael S. aus seinem reichhaltigen Antiquitäten­fundus eine Sendung aus der Reihe „Klassik Time“ mit den Moody Blues.

In der Nacht vom 3. zum 4. November läßt sich wohl ein weiteres Mal die Wiederholung des Abend­programms nicht problemlos starten. Solange hören wir ein bißchen Musik, und damit diese uns nicht allzusehr auf den Keks gibt, wird auch einmal Stille eingeblendet.

In der Nacht vom 5. zum 6. November gibt es von 23.00 bis 2.00 Uhr das zuweilen gut informierende, zuweilen etwas laberige Chaos Radio. (Aber nachts ein bißchen herumlabern, warum auch nicht?) Normalerweise sollte dann ab 2.00 Uhr die Wiederholung des Vorabend­programms gestartet werden. Ging sie mal wieder nicht? Jedenfalls: erst gab es ein kleines Sendeloch, anschließend trällerte der Sendeloch-Dudelmusik­computer uns acht Stunden lang gefühlte zweihundert Hits am Stück vor. Um 10.00 Uhr wird dann tatsächlich eine Wiederholung eingelegt, sogar die richtige! Das scheint einem Liebhaber der Lokalredaktion nun gar nicht gefallen zu haben, denn die Hörzeitung muß unbedingt gesendet werden! Der unqualifizierte Eingriff ins Programm wirkt sich prompt negativ aus, denn er endet nach einer Stunde im Sendeloch. Vielleicht wollte die mir unbekannte Person auch einfach nur weiteren Dudelpop hören. Jedenfalls trällerte die Maschine dann eben noch eine Stunde vor sich hin, bis eine oder jemand ein Einsehen hatte und wieder qualifiziertes Programm startete.

Nachts darauf, also vom 6. zum 7. November, erleben wir nach dem 28. Oktober zum zweiten Mal eine Aufführung einer Retro-Wiederholung. Vermutlich ließ sich die reguläre Wiederholung ein weiteres Mal nicht starten. So erlangte diesmal das Programm vom 24. September nächtliche Ehren. Es ist natürlich genial, Anfang November die Lokalzeitung von Mitte September vorgelesen zu bekommen. Das ist ein Extraservice für alle diejenigen, die sich so langsam fragen, ob es den Verantwortlichen im Sendehaus eigentlich egal ist, was für ein Pfusch diese Wiederholungs-Apparatur ist. Seit fast drei Jahren basteln unsere Heimwerker nun daran herum, und die Sendenden verzweifeln langsam daran. Dafür brummt es zuweilen dermaßen heftig, daß einem die Ohren abfallen. Damit nicht genug. Als es langsam Samstagmorgen wird (7. November), verfällt diese Retro-Wiederholung auf die Idee, uns nach ganz andere „Klassiker“ vorzuspielen, zum Beispiel eine Tom Waits-Sendung vom 4. September.

Am 8. November soll am Sonntag­nachmittag das Raumfahrtjournal zu hören sein. Allround-Redakteur Ralf D. erklärt uns, die CD mit der aktuellen Ausgabe sei aus Erfurt nicht geschickt worden. Anstatt nun eine Konserve, die ein halbes Jahr alt ist, einzulegen, spiele er daher lieber Musik, nämlich eine Konserve, die noch älter ist. Ist das nicht genial? Dafür scheint in der Nacht die Wiederholung immer noch nicht zu funktionieren. Statt dessen werden die Audiodateien des gesendeten Abendprogramms zusammen­geklaubt und abgespielt. Hierbei werden jedoch nur fünf und nicht sechs Stunden wiederholt. Macht nix, merkt ja sowieso keine und niemand.

Aus Gründen, die nur Unterhaltungs­redakteur Bülent D. versteht, ist er – anstatt als wiederholte Konserve des Vorabends – ab 14.00 Uhr live zu hören. Traut er der Wiederholung so wenig, daß er sich lieber live wiederholt?

Am selben 9. November erzählt uns Kulturredakteur Rüdiger G. kurz vor sieben Uhr am frühen Abend das nun folgende Programm. Nun ist das ja nicht schwierig, man muß bloß den Flyer zur Hand nehmen und darauf hoffen, daß die dort abgedruckten Angaben auch stimmen. So stand dort zu lesen: 19.00 Uhr Handicap-Show, 20.00 Uhr „Crazy Monday“. Was erzählt uns Herr G.? Es gebe um 19.00 Uhr eine Sendung „Handicap“ von Audiomax und um 20.00 Uhr sei Chappi mit Stormy Monday zu hören. Vielleicht war auch nur etwas verwirrt, weil die nachfolgende Sendung vorkonserviert worden war, und er daher keine reale Person erkennen konnte. So hieß es – ganz theater-like – improvisieren. Und das ging gehörig schief.

Am 10. November endet aus einem Grund, der nicht zu verstehen ist, die Wiederholung des Vorabend­programms genau zur Mittagszeit. Sodann werden zur Abwechslung wieder einmal ein paar Minuten der Nachrichten des Deutschlandfunks aus der Nacht zuvor wiederholt. Sinnfreiheit als Programm. Konsequent fordert Unterhaltungs-Redakteur Peter F. am Tag darauf seine Hörerinnen und Hörer auf: „Schaltet das Gehirn aus!“

Bei dem Programm geht das ja auch nicht anders. Denn schon in der Nacht zuvor wurde nur eine Stunde wiederholt, dann nichtete das Nichts, bevor der Dudelpop-Automat das Geschehen der folgenden elf Stunden bestimmte. Am Nachmittag wurden wir noch einmal von von Retro-Nachrichten aus der Konservenkiste verwöhnt und als Zugabe gab es noch eine weitere Stunde Automatenmusik. Mit Gehirn ist das ja auch nicht zu ertragen.

Pure Ignoranz

Aufgrund des Vergleichs, den der Trägerverein von Darmstadts Lokalradio am 28. Juli 2009 mit Norbert Büchner hatte schließen müssen, wird diesem eine wöchentlich zweistündige Sendung im Kernprogramm montags bis freitags zwischen 17.00 und 23.00 Uhr eingeräumt. Der Programmrat hatte – entgegen eines Vorschlags des Vorstands – sich auf seiner Sitzung im August zunächst den Montags­sendeplatz der Redaktionen Alltag und Geschichte und Gegen das Vergessen ausgeguckt. Praktischer Nebeneffekt: politische Inhalte fliegen raus. Das gab Ärger und führte dazu, daß der Programmrat auf der folgenden Sitzung im September dem Vorschlag des Vorstands folgte und sich einem anderen Sendeplatz der Redaktion „Alltag und Geschichte“ zuwandte. Freitag­abends verbreiten hier Mitglieder von DIDF auf Türkisch und Deutsch ihre Gedanken zum interkulturellen Dialog und zu sozial motivierter internationaler Solidarität. Nun nicht mehr.

Auf der Webseite von DIDF werden die Ziele der Organisation näher vorgestellt:

„DIDF ist eine demokratische, überparteiliche, unabhängige, aber keine unpolitische Organisation. DIDF ist eine Vereinigung, die von türkischen und kurdischen Arbeiterinnen und Arbeitern gegründet wurde. Eines der Grundsätze bei der DIDF ist es, keine Trennung von Nationalität, Sprache, Geschlecht oder Religion zu machen, um ein Forum für Völker­verständigung und internationale Solidarität zu sein.“

Deswegen ist der Darmstädter Ableger von DIDF vor fünf Jahren ganz selbstverständlich auf die Redaktion „Alltag und Geschichte“ zugekommen, die seit 1998 Migrantinnen und Migranten aus verschiedenen Regionen der Erde zu Sendezeit bei Radio Darmstadt verholfen und die Sendungen anfangs redaktionell und technisch betreut hat. Im Mai 2004 war DIDF erstmals in Darmstadt im Radio zu vernehmen. Im September 2009 wurde die Sendung zum Bauernopfer von Vorstand und Programmrat in ihrem gemeinsamen Kampf gegen Mitglieder der Redaktion, ein Kampf, der zuvor mittels Sende- und Hausverboten, Vereins­ausschlüssen und Kündigungen ausgetragen worden war.

Geradezu symbolhaft, es war der 9. November, ging der Redakteur der DIDF-Sendung mit einem Redaktions­kollegen auf die Programmrats­sitzung und forderte seinen Sendeplatz zurück. Die Ignoranz des Gremiums war deutlich zu spüren. Die Forderung wurde abgebügelt und der Vorgang nicht einmal im ansonsten detaillierten Protokoll der Sitzung aufgeführt. So geht Radio Darmstadt mit dem berechtigten Interesse von Migrantinnen und Migranten um!

Ausgrenzungsversuch gescheitert

Auf derselben Programmrats­sitzung, so wird hiervon berichtet, muß der Trägerverein von Radio Darmstadt seine internen Regelungen überarbeiten. Nach den ersten ausgesprochenen Vereins­ausschlüssen im Herbst 2006 arbeitete der Programmrat durch Änderung seiner Geschäfts­ordnung darauf hin, Nicht­mitgliedern die Mitbestimmung über das Programm des Senders zu verwehren. Ausdrücklich enthielt die Geschäfts­ordnung einen Passus, nach dem nur Vereins­mitglieder in diesem Gremium abstimmungs­berechtigt seien. Dieser Passus richtete sich gegen Redaktionen, die als ihre Redaktions­sprecherin oder deren Stellvertreter Nicht­mitglieder wählen und ganz konform der Regelung im Redaktions­statut des Senders auch in den Programmrat entsenden. Genauer: gegen die Redaktion „Alltag und Geschichte“.

So wurde in einer mündlichen Verhandlung vor dem Amtsgericht Darmstadt am 28. Mai 2009, die aufgrund meiner Klage gegen das gegen mich ausgesprochene Hausverbot notwendig wurde, seitens der Vereinsvertreter vorgetragen, es bedürfe eines Zugangs in die Senderäume auch deshalb nicht, weil ich als Nicht­vereins­mitglied meine Redaktion ohnehin nicht im Programmrat vertreten dürfe.

Im Sommer 2009 trat nun auch die Sprecherin der Redaktion „Gegen das Vergessen“ aufgrund der Zustände im Verein aus selbigem aus. Als sie kurz darauf im Programmrat ihr Stimmrecht wahrnehmen wollte, wurde es ihr mit Verweis auf die Ausgrenzungs­bestimmung verwehrt. Es erfolgte eine dies­bezügliche Mitteilung an die für die Medien­aufsicht zuständige Landesmedienanstalt. In der immer noch gültigen, wenn auch ergänzten, Sendelizenz aus dem Jahr 1996 heißt es nämlich, daß Nicht­mitglieder gleich­berechtigt am Sende­geschehen teilnehmen können. Folgerichtig sah die Landesmedien­anstalt in diesem Passus einen schwer­wiegenden Verstoß gegen das Hessische Privat­rundfunk­gesetz (HPRG) und somit auch gegen die Lizenz. Das schmeckte dem Programmrat nun überhaupt nicht, aber er nahm die betreffende Bestimmung zähne­knirschend zurück.

Wieder einmal zeigt sich, daß die Verantwortlichen und im Verein und dessen Radio Dritte ausschließende Spezial­regelungen erfunden haben, die nicht der geltenden Rechtslage entsprechen. Das war den Verantwortlichen auch früh genug mitgeteilt worden. Sie wußten, daß es so nicht geht, hielten jedoch solange daran fest, bis wieder einmal ihre Sendezulassung in Gefahr geriet.

Mein Sendesignal des Monats

Sendesignal von Radio DarmstadtDieses wunderhübsche Artefakt kongenialer Technikbastelei erfreute am 9. November die Hörerinnen und Hörer von Darmstadts Lieblingssender. Wer sich gewundert hat, auf seinem oder ihrem linken Lautsprecher nichts zu hören, kann ganz beruhigt sein. So etwas bringen nur die echten Profis von Radio Darmstadt zustande. Und für den Fall, daß die Lautsprecher­boxen diesen einkanaligen Sound nicht mögen und sich schmollend abschalten, hat sich die Bastelgruppe etwas Pfiffiges ausgedacht. Frei nach Jandl vertauscht sie für die Wiederholung den linken mit dem rechten Kanal, so daß am folgenden Tag auch die linke Box etwas zu sagen hatte, während die rechte vereinsamt schwieg. Da die Jungs ja beschlossen haben, im Jahr 2010 aus dem schönen Sendehaus am Steubenplatz auszuziehen, weil die von ihnen nicht gewonnenen Rechts­streitig­keiten mächtig ins Geld gehen und sie ihren Mitgliedern deshalb repräsentative Räume verwehren müssen, werden sie auch nie erfahren, welchen Murks sie da zusammen­gebastelt haben. Also, ich werde es ihnen bestimmt nicht auf die Nase binden. Ich will ja noch ein paar Monate Spaß an den lustigen Sendeartefakten haben. Und ich freue mich schon darauf, wenn Radio Darmstadt umzieht. Dann gibt es sicherlich neue putzige Ideen, wie denn ein Stereosignal innovativ gestaltet werden kann.

Wenn es mal wieder brummt

Auch nicht schlecht ist das Brummen, das Radio Darmstadt am 6. November abgesondert hat. Ein gesonderter Blick auf die visualisierte Darstellung des mit neben­stehendem Player anhörbaren Brummens läßt die Vermutung zu, es handele sich gar um drei übereinander gelegte Brumm­schleifen, die das Sendehaus verströmt. Ich wage es gar nicht, darüber nachzudenken, wie die Techniker des Senders das denn wieder hinbekommen haben. Aber irgendwie ist das schon beeindruckend.

Screenshot der Audiodatei.

Sendeloch ohne Sendeloch

Während des „Radio-Theaters“ am 13. November erkennt die Sendeloch-Erkennung wieder einmal ein Sendeloch, das gar nicht vorlag. Wie kann so etwas zustandekommen? Nun, die Techniker haben bei der Einstellung ihres Schwellwerts mit zwei Problemen zu kämpfen. Zum einen generiert ihre Klang­apparatur, mit der sie den Sound fett und die immer wieder auftretenden Sendelöcher klein halten wollen, ein Grundrauschen. Die diversen an die Sendeleitungen angeschlossenen Computer machen sich durch eigenwillige Geräusche bemerkbar. Der Schwellwert, um zuverlässig ein Sendeloch erkennen zu können, muß demnach höher liegen als dieses im Grunde überflüssige, aber von den Bastlern offen­sichtlich nicht auszuschließende Grundrauschen. Andererseits gibt es nervige Redakteurinnen und Redakteure, die unbedingt klassische oder „neue“ Musik spielen möchten. Dummerweise – für unsere Techniker, die mit Techno und Dudelpop aufgewachsen sind – enthalten derartig klassische oder moderne Musikstücke einen recht großen Dynamikumfang. Mal ist es scheppernd laut, mal andächtig leise. Ärgerlich ist es dann, wenn die Komponistinnen und Komponisten zu ihrer Zeit noch nicht berücksichtigt hatten, daß die Sendeloch-Erkennung von Radio Darmstadt sich vierzig Sekunden Zeit läßt, um Stille von Grundrauschen zu unterscheiden. Wenn nun eine klassische Sinfonie zufälliger­weise mehr als vierzig Sekunden zu leise für die Sendeloch-Technik ist, dann scheppert es anders, und zwar gewaltig. Dann verschafft sich der Sendeloch-Dudelpop-Musikeinspiel­computer lautstark Gehör und zerhagelt den künstlerisch wertvollen Musikgenuß. Tja, dumm gelaufen. Wie wäre es, meine Herren Basteltechniker, wenn ihr euer Grundrauschen einfach abstellt? Dann könntet ihr den Schwellwert ausreichend absenken, und keine Klassiksendung würde mehr mit dem fetten Sound aus der Hitmaschine kollidieren. Oder übersteigt diese nun wirklich nicht schwierige Aufgabe etwa eure technische Kompetenz?

Am 14. November schimpft Unterhaltungs­redakteur Nils P. wieder einmal live on air: „Irgendwie spinnt hier die Technik wieder ein bißchen.“ Woran das bloß liegen mag? Vielleicht wählst du dir auf der nächsten Mitglieder­versammlung einfach einmal einen kompetenten Vorstand. Ach ja, vorgelesen wurde in seiner Spielesendung auch mal wieder. Ein „Jungspund“ verliest eine Pressemitteilung zu „Final Fantasy III“. War das zu schwierig, diesen Siebenzeiler in eigene und vor allem nachvollziehbare Worte zu fassen? Also, ich habe zu meiner Zeit in der Schule im Deutsch­unterricht noch lernen müssen, Texte nachzu­erzählen, sie zusammen­zufassen und zu interpretieren. Das ist ja eigentlich schon eine solide Grundlage für jeden halbwegs kreativen Journalismus.

Am 16. November läßt es sich der neue Stern am RadaR-Firmament, Aurel J., nicht nehmen, eine aufgrund eines Hausverbots zwangsweise eingereichte Sendungs-CD zu kommentieren. Er hätte besser geschwiegen.

„Und Radio Darmstadt ist nicht für diesen Inhalt und insbesondere für die letzten Minuten, wo es so gehangen hat, verantwortlich. Es wurde uns so eingereicht.“

Dieser Seitenhieb auf die Redakteurin Katharina Mann entpuppt sich bei näherer Betrachtung als Bumerang. Gewidmet der Sportredaktion, die in der gar nicht weit entfernten Vergangenheit aus Verlegenheit gerne ein Hundemagazin „aus ganz wichtigem aktuellen Anlaß“ einzulegen pflegte, hatte sie sich aus meinem Aufzeichnungs­pool bedient. Darin befindet sich die Aufzeichnung eines Hundemagazins, welches durch die Tücken der Basteltechnik von Radio Darmstadt zu einem stotternden Hundetechno mutiert war. Aurel J. hörte also eine Wiedergabe einer der eigenwilligen Kreationen seines eigenen Senders. Am 10. September 2007 hatte sich der von der Technikcrew Monate zuvor eingerichtete Wiederholungs-Computer zum 42. Mal aufgehängt. Weshalb Radio Darmstadt für diesen Hänger nicht verantwortlich gewesen sein soll, weiß nur er allein. Si tacuisses …

In der Wiederholung am folgenden Tag fehlte dieser Kommentar. Wurde er etwa herausgeschnitten, weil: zu peinlich?

In der Nacht zum 19. November verklingt die erste zu wiederholende Stunde, aber die zweite ist erst einmal nicht zu hören. Das läßt erstens darauf schließen, daß die reguläre Wiederholung per Aufzeichnungs­computer mal wieder (oder noch immer?) nicht funktioniert, und zweitens, daß beim Einlegen und Starten der Notdateien geschlampt wurde. Nach elf Minuten entzückender Hitparaden­musik aus dem Dudelautomaten geht es dann mit der Wiederholung weiter. Interessant – manchmal ist nachts jemand im Sendehaus, und hört sogar das eigene Programm.

Am Abend des 20. November war allerdings keine und niemand zugegen, als das von außen eingespielte „Radio-Theater“ um 21.00 Uhr seine Pforten schloß. Die Wissenschafts­sendung B-RadaR, deren Wissenschaft aus Techno besteht, fand wieder einmal nicht statt. Wird es langsam langweilig, immer wieder DJ-Sets abnudeln zu müssen? Jedenfalls hatte dieses Ausbleiben fatale Folgen, obwohl nach einem kurzen Sendeloch auch Musik gespielt wurde, nur eben andere. Der Dudelautomat trat wieder einmal in Aktion und jagte neun Stunden lang einen Hit nach dem anderen durchs leere Sendehaus. In diesem Zusammenhang hätte ich eine Anregung für den umtriebigen Kulturredakteur Michael S.: Wie wäre es, aus all diesen in diesem Jahr mannigfach zur Ausstrahlung gekommenen Sendeloch-Überbrückungs­hits die Jahreshitparade 2009 zusammen­zustellen?

Intermezzo: Kein Bürgermedienpreis nach Darmstadt

Am 14. November 2009 verlieh die hessische Landesmedienanstalt ihren diesjährigen Bürgermedienpreis. Ob es am Thema lag oder einfach nur daran, daß keine Musik­produktionen bepreist wurden, jedenfalls wurde Radio Darmstadt diesmal nicht bedacht. Hieran einen Verfall der Sendekultur festzumachen, wäre jedoch verkehrt. Man und frau kann halt nicht jedes Mal gewinnen.

Öfter mal was Neues: Pitchin' English

Das ist einfach nur genial – oder mit dem Lieblings­wort des Kino­redakteurs Peter F.: „fantastisch“! Erst werden mitunter einzelne zu wiederholende Sendestunden brutal um drei Minuten verkürzt und dann gibt es zum Ausgleich eine verlangsamte Fassung. Hatten die Moderatorinnen und Redakteure am Abend zuvor zu schnell gesprochen? Möchte der Sender zu mehr Ruhe und Gelassenheit animieren? Was auch immer – die kurz nach 8.00 Uhr gestarte Wiederholung lief vermutlich ein weiteres Mal nicht aus dem Aufzeichnungs­computer, sondern wurde eigens zusammen­gestellt und einem Computer­programm zu Fraß vorgeworfen. Leider wurde dabei übersehen, daß dieses Abspiel­programm gepitcht eingestellt war. Und so hörten wir eine Wiederholung, die um etwa 9% verlangsamt wurde. Vielleicht sollte dieses Feature dann zur Anwendung kommen, wenn ein im Sendehaus hierfür einschlägig bekanntes Vorstands­mitglied in seinem unnachahmlichen Stakkato-Schrei­tonfall wieder einmal versucht, ein anderes Vorstands- und/oder Vereins­mitglied zur Schnecke zu machen. Dann wirkt das Gebrüll besonders – lächerlich.

Ins nasse Wasser gesprungen

Am Wochenende vom 20. bis zum 22. November fand eines der inzwischen raren Aus- und Weiterbildungs­seminare statt. Das vom derzeitigen Ressortchef umgemodelte, ursprünglich jedoch stimmige Konzept sieht eine Trockenübung der Ausgebildeten vor, die live gesendet wird. In der Ursprungs­fassung hieß diese Ausbildungs­einheit „Trocken­schwimmen“, womit mit leichter Ironie die ersten selbständigen Gehversuche benannt wurden. In der nachgearbeiteten Fassung darf natürlich nichts mehr daran erinnern, daß auch der jetzige Ressortchef einmal von Katharina Mann und Norvert Büchner ausgebildet und in die Weiter­bildung eingeführt wurde; und dies geht hin bis zur Namens­gebung. Also heißt die Ausbildungs­einheit nun – „Nassschwimmen“!

Das Nassschwimmen am 22. November scheint gründlich in die Hose gegangen zu sein, oder – um im Bilde zu bleiben – ersoffen. Mit den zuständigen Redaktionen war für den frühen Sonntag­abend ein veränderter Programm­ablauf vereinbart worden. Um 17.00 Uhr sollte das Nassschwimmen eingelegt werden, die Sendung Gehörgang wird um eine Stunde verschoben, der Sportplatz entfällt. Doch weit gefehlt! Um 17.00 Uhr begann – man oder frau kann es nur vermuten! – die Ausbildungs­sendung, nur bekam keine und niemand etwas davon mit. Weshalb im Sendehaus ebenfalls keine und niemand das hieraus resultierende Sendeloch mitsamt der zum Kaschieren desselben eingespielten und allseits bekannten Dudelmusik erhörte, fragen wir besser nicht. Wer teamt hier eigentlich? Diese Panne muß der Teamer doch mitbekommen!

Also wird die trockene Naßsendung um 19.00 Uhr entweder noch einmal wiederholt oder eine Konserve der Trockenübung von 17.00 Uhr eingelegt. Die vorgesehene Unterhaltungs­sendung entfällt. Da die ausfallende Sendung üblicher­weise zwei Stunden dauert, wird um 20.00 Uhr eine weitere Konserve angeklatscht, nämlich die Kinosendung „Movietime“ vom Mittwoch zuvor. Um 21.00 Uhr geht jedoch nicht – wie vorgesehen – Jörg L. auf Sendung, sondern eine weitere Konserve, diesmal ist es Chappis Vinyl XL. Erst zehn Minuten später startet Deine Show. So weit, so chaotisch.

Da es jedoch nichts bei Radio Darmstadt gibt, das sich nicht noch „verbessern“ ließe, wird eine Wiederholung zusammen­gestoppelt, die mit dem gesendeten Programm des Vorabends nur wenig gemein hat. Da gibt es das Nassschwimmen, gefolgt von „Shakespeare & Co.“ (ebenfalls eine Sendung vom Mittwoch), dann ein bißchen Jinglechaos und einen Rest „Movietime“. Mal hören wir „Vinyl XL“ in voller Länge, mal nur die angespielte Konserve dieser Sendung, gefolgt von Jörg L.s Show. Und damit das Ganze noch eine alberne Note bekommt, endet diese Pseudo-Wiederholung etwa um halb 4 des folgenden Nachmittags, um die Zeit bis zum Beginn des Liveprogramms eine halbe Stunde später mit einer Mischung aus Sendelöchern und Dudelpop zu überbrücken.

Lernt man und frau solch einen Mumpitz in der neu konfigurierten Aus- und Weiterbildung?

Ein Richterspruch

Am 26. November sprach der Amtsgericht Darmstadt sein lange erwartetes Urteil auf eine Klage des Verfassers dieser Zeilen gegen ein im Oktober 2007 ausgesprochenes Hausverbot. Das Hausverbot war mit dem Verbreiten von nicht näher spezifizierten Interna und irgendwelchen Vorfällen der (damals) letzten Zeit begründet worden. Gemeint war meine hier vorliegende Dokumentation zu den Vorfällen bei Radio Darmstadt und dessen Trägerverein.

Der Richterspruch betrachtete hingegen diese Dokumentation als Ausdruck meines Rechts auf freie Meinungs­äußerung und sah hierin keinen Grund für ein Hausverbot. Ende Dezember 2009, als diese Zeilen geschrieben werden, ist noch nicht klar, ob der Trägerverein des Radios Berufung gegen das Urteil einlegen wird.

Nachtrag: Der Verein legte Berufung ein und gewann.

Bemerkenswert ist es jedenfalls schon, daß ein Verein, der in seinem Lizenzantrag von 1996 ausdrücklich eine Abkehr vom Mainstream-Journalismus als Ziel seiner Arbeit postuliert hatte, elf Jahre später eine derart freie Meinungsäußerung meinte bestrafen zu müssen.

Ausgefallene Sendungen

WochentagDatumZeitAusgefallene SendungRedaktionUrsacheErsatz
Sonntag1. November17–18MischmaschAuslandunbekanntMusikteppich
Sonnstag1. November18–19RadaR SportplatzSportunbekanntBeat Generation (Musik­sendung)
Donnerstag5. November18–19treffpunkt eine weltt1w„persönliche Gründe“Latin Jazz aus der Sammlung von Ralf D.
Freitag6. November02–10Wiederholung nicht gestartetSendeloch-Dudelmusik
Freitag6. November12–13Wiederholung unbefugter Neustart der WiederholungHörzeitung statt Journey Into Sound, endet im Sendeloch
Freitag6. November13–14Wiederholung Nachwirkung des unbefugten EingriffsSendeloch-Dudelmusik
Freitag auf Samstag6./7. November23–07Wiederholung unbekanntWieder­holung vom 24. September und vom 4. September
Samstag7. November21–23Open HouseMusiknicht erschienenNotprogramm durch Young Power: natürlich Musik
Sonntag8. November17–18RaumfahrtjournalWissenschaftSendungs-CD lag nicht vorTempo 70 (Musik­konserve)
Dienstag auf Mittwoch10./11. November00.09–06Wiederholung Probleme mit der WiederholungSendeloch-Dudelmusik
Mittwoch11. November06–08Deine WiederholungOffenes HausunbekanntSendeloch-Dudelmusik
Mittwoch11. November08–11Wiederholung Probleme mit der WiederholungSendeloch-Dudelmusik
Freitag13. November17–18KnackpunktLokalunbekanntWieder­holung, erst skip-rewind, dann Hörzeitung
Samstag14. November23–24DJ-ZoneUnter­haltungunbekanntBORO's RockShow
Sonntag15. November15–17Lifestyle MelangeUnter­haltungRedakteur erkranktAuslands­redaktion Spezial (haupt­sächlich Musik)
Montag16. November21–23Combat RadioMusikunbekanntWieder­holung des Jahres­rückblicks 2008
Dienstag17. November18–19Alltag und Geschichte MagazinAlltag und GeschichteTermin vergessenWieder­holung der Hörzeitung der Vorwoche
Mittwoch18. November10–11Wiederholung SendelochSendeloch-Dudelmusik
Mittwoch18. November12–13Wiederholung SendelochSendeloch-Dudelmusik
Mittwoch18. November14–15Wiederholung SendelochSendeloch-Dudelmusik
Donnerstag19. November18–19treffpunkt eines weltt1wunbekanntMusik
Freitag20. November17–18Knackpunkt (?)LokalRedakteur erkranktIch such' die DDR vom 10. Oktober 2004 (Konserve)
Freitag20. November21–23B-RadaRWissen­schaftunbekanntSendeloch-Dudelmusik
Freitag auf Samstag20./21. November23–06Wiederholung Verlängerung des voran­gegangenen SendelochsSendeloch-Dudelmusik
Samstag21. November21–23BlendeMusikunbekanntWieder­holung der Sendung vom 16. Mai 2009
Sonntag22. November17–18NassschwimmenAus- und WeiterbildungunbekanntSendeloch-Dudelmusik
Sonntag22. November18–19RadaR SportplatzSportin Absprache abgegeben an:Gehörgang
Sonntag22. November19–20TiBu TalkUnter­haltungdie für 17.00 Uhr vorgesehene Sendung:Nassschwimmen
Sonntag22. November20–21TiBu TalkUnter­haltungunbekanntWieder­holung Movietime vom 18. November
Sonntag auf Montag22./23 November23–16Wiederholung fehlerhafte Programmierungdurcheinander gewürfeltes und zum Teil falsches Wieder­holungs­programm
Montag23. November22–23Sendeplatz nicht vergeben Programmrat fragenArea 64 wird um eine Stunde verlängert
Dienstag24. November06–08Deine WiederholungOffenes HausunbekanntWieder­holung läuft weiter
Samstag28. November07–09RadioweckerAuslandnicht erschienenWieder­holung läuft weiter­
Sonntag29. November16–17Wiederholung Young Power fehlerhaft gestartetSendeloch-Dudelmusik
Sonntag29. November21–23Sendeplatz nicht vergeben Programmrat fragenGeschichten aus dem Überwald, gefolgt von Heinerkult, beides keine Konserven
Montag auf Dienstag30. November / 1. Dezember23–05.22Wiederholung fehlerhaft gestartetTommys Rockkiste (Sendung von 21–23) in Dauer­schleife

 


 

Sinn und Zweck dieser Dokumentation

Radio Darmstadt ist ein nichtkommerzielles Lokalradio. Sein Trägerverein wurde 1994 gegründet, um eine Alternative und Ergänzung zu den bestehenden öffentlich-rechtlichen und privaten kommerziellen Hörfunksendern aufzubauen. Menschen und Nachrichten, die im ansonsten durchformatierten Sendebetrieb keine Chance auf Öffentlichkeit besaßen, sollten hier ihren Platz finden. Dies galt für politische Fragen, lokale Themen und musikalische Nischen. Ende 1996 erhielt der Verein für ein derartiges Programm die Sendelizenz. Zehn Jahre später läßt sich die Tendenz beschreiben, daß (lokal)politische Themen immer weniger Platz im Darmstädter Lokalradio finden, während die Musikberieselung zunimmt. Zu diesem Wandel gehört, daß Fragen der Außendarstellung („das Image“) ein wesentlich größeres Gewicht erhalten als das Verbreiten journalistisch abgesicherter Tatsachen. Wer diese neue journalistische Ethik nicht mitträgt, wird aus dem Verein und dem Radio hinausgedrängt. [mehr]

Diese Dokumentation geht auf die Vorgänge seit April 2006 ein. Hierbei werden nicht nur die Qualität des Programms thematisiert, sondern auch die Hintergründe und Abläufe des Wandels vom alternativen Massenmedium zum imageorientierten Berieselungsprogramm dargestellt. Der Autor dieser Dokumentation hat von Juni 1997 bis Januar 2007 bei Radio Darmstadt gesendet, bis ihn ein aus dieser Umbruchssituation zu verstehendes binnenpolitisch motiviertes Sendeverbot ereilte. Als Schatzmeister [1999 bis 2001], Vorstand für Studio und Technik [2002 bis 2004] und Vorstand für Öffentlichkeitsarbeit [2004 bis 2006] kennt er die Interna wie kaum ein anderer. [mehr]

In der Dokumentation werden die Namen handelnder Personen aufgeführt. Damit werden Argumentationsstränge leichter nachvollziehbarer gemacht und Verantwortliche benannt. Zur Klarstellung: Eine Schmähung einzelner Personen oder gar des gesamten Radiosenders ist hiermit nicht beabsichtigt. [mehr]

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