Beiträge für den Radiowecker

von Radio Darmstadt

– Januar 2002 –

 

Radiowecker–Redaktion von Radio Darmstadt
 
06.01.2002Graichen
07.01.2002MieterInnen
13.01.2002Frauenanteil Betriebsrat
14.01.2002Wem gehört die Republik?: Merck
20.01.2002Wem gehört die Republik?: Wella
21.01.2002Massage
27.01.2002Gladiator
28.01.2002Der palästinensische Witz
 
 
Seit November 1998 liefere ich auch kleinere redaktionelle Beiträge für den Radiowecker von Radio Darmstadt. Diese Beiträge fasse ich monatsweise zusammen und stelle sie dann auf einer eigenen Seite ins Internet. Eine komplette Übersicht auf alle Beiträge seit 1998 gibt es auf meiner Radiowecker–Startseite. Zudem gibt es eine inhaltliche Übersicht auf alle Beiträge des Jahres 2002.
Meine Radiowecker–Startseite kann auch mit http://www.wkradiowecker.de.vu aufgerufen werden.
 
 
URL dieser Seite : http://www.waltpolitik.powerbone.de/rawe/rw_jan02.htm
 
NAVIGATION
 Startseite Waltpolitik 
 Neues auf meiner Homepage 
 Stichwortsuche 
 Orientierung verloren? 
 Abstract in English 
 
RADIOWECKER
 Startseite  
 Beiträge 2002 
 
SENDUNGEN
 Geschichte 
 Kapital – Verbrechen 
 Specials 
 Tinderbox 
 Nächste Sendung 
 
SERVICE
 Besprochene Bücher 
 Sendemanuskripte 
 Veröffentlichungen 
 Bisheriges Feedback 
 Email an Walter Kuhl 
 Rechtlicher Hinweis 
 
LINKS
 Radio Darmstadt (RadaR) 
 Alltag und Geschichte 
 Radiowecker – Redaktion 
 

 


Graichen
06.01.2002 Nächster Beitrag

 
Anmoderation

Heute abend um 19 Uhr 30 sendet das ZDF eine neue Folge aus der Reihe Schliemanns Erben. Walter Kuhl aus der Redaktion Alltag und Geschichte hat sich für uns das Buch zum Film angeschaut.

Beitrag Walter Kuhl

In der Nähe des World Trade Centers steht das Hauptgebäude der Vereinten Nationen. Dort hängt die Vergrößerung einer Tontafel in akkadischer Keilschrift, der Diplomatensprache im Alten Orient des zweiten Jahrtausends vor unserer Zeitrechnung. Sie enthält den Text eines Friedensvertrages zwischen zwei Weltmächten der damaligen Zeit, die seit Jahrhunderten miteinander verfeindet waren. Es handelt sich dabei um den 1259 vor unserer Zeitrechnung zwischen dem ägyptischen Pharao Ramses II. und dem hethitischen Großkönig Chattusili III. geschlossenen Vertrag. Nicht nur, daß es sich um den ersten bekannten Friedensvertrag überhaupt handelt – dieser Vertrag wurde nie gebrochen.

Das mag daran gelegen haben, daß im Altertum aggressive Territorialpolitik anderen Gesetzen gehorcht hat als es beim kapitalistischen Expansionsdrang der Fall ist. Als eine langjährige Hungersnot das hethitische Reich einige Jahrzehnte später heimsuchte, lieferten die Ägypter Getreide, ohne auf die Idee zu kommen, damit auch territoriale Gewinne anzustreben. Diese Geste der Freundschaft unterlag nicht dem Streben nach Reichtum und Profit – wie dies die heutige Politik bestimmt. Wird heutzutage ein Hilfsprogramm gestartet, dann erwartet der Internationale Währungsfonds im Gegenzug staatliche Maßnahmen zur Ausplünderung der entsprechenden Länder.

Die erste Station der neuen Folgen aus der Reihe Schliemanns Erben ist Armageddon, der Berg Megiddo. Megiddo war eine strategisch günstig gelegene und in 34 Schlachten umkämpfte Festung in Palästina. Zur heute im ZDF startenden Serie mit vier neuen Folgen von Schliemanns Erben ist im Gustav Lübbe Verlag das Begleitbuch, herausgegeben von Gisela Graichen, erschienen. Vom Vorderen Orient und seiner kriegerischen Geschichte geht es weiter in den heutigen Iran zu einer Fundstätte eines in seinen Strukturen nur erahnbaren 6000 Jahre alten Kupferreiches. Zwei weitere Berichte führen uns zu dem Tempelruinen von Angkor Wat in Kambodscha und zu den Spuren alter Hochkulturen im Norden des heutigen Pakistan.

Und um auf das anfangs erwähnte World Trade Center zurückzukommen – die Dreharbeiten in Pakistan hätten Mitte September [2001] beginnen sollen. Aufgrund der Ereignisse und des schon vor dem 11. September geplanten Krieges in Afghanistan mußte diese Folge durch die Jagd nach dem Nasca–Code ersetzt werden, die im Buch nicht mehr berücksichtigt werden konnte.

Wer die etwas betuliche und atmosphärische Art der Präsentation von Fundstätten der Vor– und Frühgeschichte mag, ist mit der heute Abend um 19 Uhr 30 beginnenden Reihe von ZDF–Expeditionen gut bedient. Das Begleitbuch zur Serie ist der vierte von Gisela Graichen herausgegebene Band aus der Reihe Schliemanns Erben. Er heißt Von den Herrschern der Hethiter zu den Königen der Khmer und ist im Gustav Lübbe Verlag zum Preis von 24 Euro 90 erschienen.

Abmoderation

Ein Beitrag von Walter Kuhl für Radio Darmstadt.
 

Moderation : Katharina Mann (Sonntag)
Zum Seitenanfang Vorheriger Beitrag

 


MieterInnen
07.01.2002 Nächster Beitrag

 
Anmoderation

Das im September des vergangenen Jahres in Kraft getretene neue Mietrecht stellt in einigen Punkten eine Verbesserung für Mieterinnen und Mieter dar. Dies verlangt geradezu nach einem Ratgeber, der das neue Mietrecht verständlich und kompetent darstellt. Walter Kuhl aus der Redaktion Alltag und Geschichte stellt uns einen solchen Ratgeber vor.

Beitrag Walter Kuhl

Eine wichtige Rolle bei der Wohnungssuche spielt, ob der Mietvertrag mit einer zeitlichen Befristung oder aber unbefristet abgeschlossen wird. Unter welchen Voraussetzungen die Befristung nach der neuen Mietrechtsreform zulässig ist, erläutert der Rechtsanwalt und Mieterberater Thomas Fruth in seinem Ratgeber 111 Tipps für Mieter, der im gewerkschaftlichen Bund–Verlag erschienen ist. Ein Zeitmietvertrag kann abgeschlossen werden, wenn der Vermieter einen späteren Eigenbedarf für sich oder seine Familienangehörigen anmeldet, beispielsweise für das Studium der Tochter in fünf Jahren. Auch wenn die Wohnung modernisiert oder etwa abgerissen werden soll, ist dies ein zulässiger Grund für eine Befristung. Hierfür müssen allerdings die erforderlichen Genehmigungen, wie zum Beispiel eine Baugenehmigung vorliegen. Ein weiterer zugelassener Grund für eine Befristung ist, wenn die Wohnung beispielsweise an einen Hausmeister oder einen anderen Dienstleister vermietet werden soll.

Spätestens beim Unterzeichnen des Vertrags muß dem Mieter der Grund der Befristung schriftlich mitgeteilt werden. Vier Monate vor Ablauf des Mietverhältnisses sollte der Mieter bei dem Vermieter anfragen, ob der Befristungsgrund noch vorliegt. Denn wenn beispielsweise trotz angegebenen Eigenbedarfs die Tochter ihr Studium erst ein Jahr später beginnt, verlängert sich damit auch das Mietverhältnis. Nimmt die Tochter die Wohnung jedoch gar nicht in Anspruch, entfällt hiermit der Grund der Befristung. Eigenbedarf kann allerdings auch durch einen anderen Berechtigten, wie den Sohn des Vermieters, ersetzt werden. Ein Zeitmietvertrag, der bereits vor der am 1. September 2001 in Kraft getretenen Mietrechtsreform abgeschlossen wurde, wandelt sich, wenn er diese Kriterien nicht erfüllt, in einen unbefristeten Mietvertrag um.

Eine der Stärken des Ratgebers von Thomas Fruth liegt in der verständlichen Darstellung und Bewertung juristischer Sachverhalte. Wir alle kennen den Spruch Recht haben heißt nicht, auch Recht bekommen. Für alle diejenigen, die ihr Recht auch einklagen möchten, beschreibt der Autor den zivilrechtlichen Weg einer solchen Klage. Er benennt Voraussetzungen und erklärt die komplizierten juristischen Sachverhalte auf klare und nachvollziehbare Weise.

So manche oder mancher, die sich ihrer Sache sicher wähnt, wird noch einmal eindringlich auf die Voraussetzungen hingewiesen, um eine Klage erfolgreich durchfechten zu können. Und abgesehen von der Darstellung der Änderungen im neuen Mietrecht ist gerade dieser juristische Teil eine Stärke dieses Ratgebers. Thomas Fruth erläutert dabei, daß es weniger auf die Logik, als auf die richtigen juristischen Argumentationen ankommt; daß es wichtig ist, die Motive von Rechtsanwältinnen und Richtern zu kennen; und daß es sinnvoll ist, sich vor einer Klage zu vergewissern, daß man oder frau eine Behauptung auch beweisen kann.

Beispielsweise reicht es nicht aus zu sagen, irgendwann hat irgendwer zugesagt, daß irgendwie eine Heizung in die Wohnung eingebaut wird. Statt dessen muß genau vorgetragen werden, wann, wie und durch wen sich eine bestimmte Tatsache ereignet hat. Nur für diesen konkreten Vortrag kann dann Beweis angeboten werden. Ansonsten wird das Gericht die Klage abweisen. Dies ist für juristische Laien schwer verständlich. Diese versuchen oftmals, logisch zu argumentieren. Es sei doch sehr wahrscheinlich, daß ein Wasserfleck an einer Zimmerdecke durch einen Wasserrohrbruch entstanden sei und nicht dadurch, daß der Mieter oder die Mieterin die Decke von unten mit Wasser durchtränkt habe. Dies ist zwar logisch, aber eben kein Beweis. Denn auch die andere Erklärung ist sachlich möglich. Es muß also Beweis angeboten werden.

Um es zusammenzufassen: Das neue Mietrecht und die Möglichkeiten der Durchsetzung eigener Rechtsansprüche – dies alles ist anschaulich und vor allem für juristische Laien verständlich dargestellt im Ratgeber 111 Tipps für Mieter von Thomas Fruth. Das Buch ist im Bund–Verlag erschienen und kostet 12 Euro 90.

Abmoderation

Ein Beitrag von Walter Kuhl für Radio Darmstadt.
 

Moderation : Dirk Beutel (Montag)
Zum Seitenanfang Vorheriger Beitrag

 


Frauenanteil Betriebsrat
13.01.2002 Nächster Beitrag

 
Anmoderation

Mit dem neuen Betriebsverfassungsgesetz sollen mehr Frauen in Betriebsräte gewählt werden können. Doch ob auch hier Papier geduldig ist, sagt uns nun Walter Kuhl aus der Redaktion Alltag und Geschichte.

Beitrag Walter Kuhl

43 Prozent der Erwerbstätigen in Deutschland sind Frauen, aber sie stellen in den Betriebsräten nur rund ein Viertel der Mitglieder, was immerhin schon bemerkenswert viel ist, vergleicht man und frau dies mit der Quote von Professorinnen oder Frauen im höheren Management. Nach dem neuen Betriebsverfassungsgesetz sollen daher Frauen künftig bei der Mitbestimmung stärker gefördert werden. Darüber schreibt die Fachzeitschrift Arbeitsrecht im Betrieb in ihrer Dezember–Ausgabe [2001].

Schon bei den kommenden Betriebsratswahlen 2002 müssen die neuen Vorgaben umgesetzt werden: Eine Minderheitenquote soll gewährleisten, daß jenes Geschlecht, welches in einer Belegschaft eine Minderheit bildet, im Betriebsrat mindestens entsprechend seinem Anteil vertreten ist. Dieses gilt für Betriebsräte ab einer Größe von drei Mitgliedern, also in Betrieben ab 21 wahlberechtigten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern. Voraussetzung ist, daß die Anzahl der wahlberechtigten Männer und Frauen in dem Betrieb ungleich ist.

In vielen Fällen bilden Frauen eine Minderheit in der Belegschaft. Umgekehrt kann das Gesetz aber genauso angewendet werden, um Männer, die in einem Betrieb in der Minderheit sind, in den Betriebsrat zu wählen.

Sind in einem Betrieb weibliche Beschäftigte in der Minderheit, empfiehlt sich die Mitarbeit von Frauen bereits im Wahlvorstand. Sie haben die Möglichkeit, bereits im Vorfeld für ihre Belange einzutreten und können auch selbst kandidieren. Anhand einer Wählerinnen– und Wählerliste wird die Sitzverteilung anteilig auf Männer und Frauen errechnet.

Eine Vorschlagsliste, in der auch weibliche Kandidatinnen aufgenommen sind, hat somit gegenüber einer Liste mit nur männlichen Kandidaten Chancen auf mehr Sitze. Denn gibt es auf der Liste mit den meisten Stimmen weniger Bewerberinnen als für Frauen vorgesehene Sitze, so fallen die offenen Plätze jeweils an die Listen mit den nächsthöchsten Stimmanteilen. Erst wenn es auch hier nicht genügend Kandidatinnen gibt, werden die Plätze durch männliche Bewerber besetzt, womit Männer durch die Hintertür doch wieder zu ihrer Männerquote kommen.

Frauen sollten mäglichst frühzeitig für eine Kandidatur angesprochen werden. Hier kann es helfen, den zeitlichen Aufwand für das Amt zu klären. Denn viele Frauen mit Familie müssen ihre Zeit sehr genau einteilen. Doch gerade dort, wo es spannend wird, nämlich: wie werden Frauen so unterstützt und gefördert, daß sie Zeit, Kraft und Geduld mitbringen können, um im Betriebsrat mitwirken zu können, da stehen auch im neuen Betriebsverfassungsgesetz die Möglichkeiten wieder einmal nur auf dem Papier.

Doch Edmund Stoiber hat ja schon angekündigt, das gerade novellierte Betriebsverfassungsgesetz wieder ändern zu wollen. Eine Männerquote unter 75% ist ja nun auch wirklich nicht akzeptabel. Und für Kanzlerkandidaten gilt ohnehin weiterhin die 100%–Quote.

Abmoderation

Ein Beitrag von Walter Kuhl für Radio Darmstadt.
 

Moderation : Katharina Mann (Sonntag)
Zum Seitenanfang Vorheriger Beitrag

 


Wem gehört die Republik?: Merck
14.01.2002 Nächster Beitrag

 
Anmoderation

Wem gehört die Republik? Den Wählerinnen und Wählern mit der unbeschreiblichen Wahl zwischen Schröder und Stoiber? Oder wem sonst? Ein Beitrag von Walter Kuhl aus der Redaktion Alltag und Geschichte.

Beitrag Walter Kuhl

Nachdem die K–Frage erwartungsgemäß entschieden wurde und ein gestandenes Mannsbild den Frauen wieder einmal zeigt, wo's langgeht, können die Vorbereitungen zur Bundestagswahl im Herbst losgehen. Neben den immer wirksamen Themen Sicherheit und Rassismus – oder eher die Frage: wieviele Migrantinnen und Migranten können für uns nützlich malochen? – wird die Arbeitslosigkeit im Vordergrund stehen.

Doch machen wir uns nichts vor: Arbeitslosigkeit ist för jede Industrienation ein Segen. Denn je größer die industrielle Reservearmee, desto größer und erfolgreicher die Lohndrückerei. Und logischerweise geht es nicht darum, gesellschaftlich nützliche, aber unprofitable Arbeit – etwa im Sozialbereich – zu fördern und tarifgemäß zu bezahlen, sondern alle Konzepte laufen darauf hinaus, den Niedriglohnsektor zu pushen und finanziell zu subventionieren.

In wessen Interesse, können wir uns denken. Und deshalb stellt sich die Frage Wem gehört die Republik? auch jeden Tag aufs Neue. Die Antwort kennen wir. Und so werden wir uns im Herbst ein Parlament und eine Regierung wählen, die als geschäftsführender Ausschuß deutscher Kapitalinteressen handeln wird. Und das bedeutet im Zweifelsfall noch mehr Arbeitslosigkeit und noch mehr schlecht bezahlte Arbeit – egal, wer das Rennen macht.

Wem gehört die Republik? – das fragt sich auch regelmäßig Rüdiger Liedtke in seinem für das Jahr 2002 vollständig überarbeiteten und aktualisierten Jahrbuch, das vor kurzem im Eichborn Verlag erschienen ist und einen überaus nützlichen Überblick auf die 100 bedeutendsten Konzerne Deutschlands bietet.

Sein Management–Ranking bewertet die Unternehmenspolitik der größten deutschen Konzerne. Er analysiert Bilanzen und Standortpolitik, wirft ein Licht auf Sozial– und Umweltmaßnahmen, und erlaubt sich so manche bissige Bemerkung über die Öffentlichkeitsarbeit deutscher Vorstände. Viele dieser Vorstände, so meint Rüdiger Liedtke, wirken momentan plan– und konzeptionslos. Insofern bescheinigt er ihnen meist auch nur Mittelmaß.

Nun mag das sein, daß auch die Vorstände weltweit operierender Global Player dem ungeheuren Verwertungsdruck des Gesetzes der kapitalistischen Profitlogik unterworfen sind. Getrieben von Aktionären und Gläubigern, aber auch vom Markt und von genauso konzeptionslosen Konkurrenten, müssen sie sehen, wie sie auf Kosten ihrer Beschäftigten aus Geld mehr Geld machen. Das wirkt oft hilflos; und tatsächlich reicht die Phantasie manch hochbezahlter Manager nicht bis zur nächsten Straßenlaterne.

Rüdiger Liedtke untersucht in seinem Jahrbuch die 100 bedeutendsten Konzerne der Republik, so auch Wella und Merck. Und so schreibt er zu Merck:

Der sich im mehrheitlichen Besitz der Familie Merck befindliche Konzern tut sich trotz Börsennotierung immer noch schwer mit detaillierten Informationen zu Zahlen und Geschäften, obwohl sich die Informationspolitik durch die Publizitätspflicht in den letzten Jahren spürbar verbessert hat. Merck kann bezüglich neuer und innovativer Medikamente, besonders auf den Gebieten Diabetes und Onkologie, aus der eigenen Forschungs– und Entwicklungs-Pipeline schöpfen. […] Äußerst erfolgreich tritt Merck in den Segmenten Flüssigkristalle und Elektrochemikalien für die Branchen Flachbildschirme und Mobiltelefone auf. Hohe Wachstumsraten und Renditen erwartet Merck im neugeschaffenen Unternehmensbereich Labordistribution, der mittelfristig an die Börse gebracht werden soll. [Seite 315]

Dennoch erhält das Management von Rüdiger Liedtke nur mittelmäßige drei Sterne von fünf möglichen. Wem gehört die Republik? von Rüdiger Liedtke ist bei Eichborn erschienen und kostet 25 Euro 90.

Abmoderation

Ein Beitrag von Walter Kuhl für Radio Darmstadt. Demnächst nachzulesen im Internet unter www.wkradiowecker.de.vu.
 

Moderation : Dirk Beutel (Montag)
Zum Seitenanfang Vorheriger Beitrag

 


Wem gehört die Republik?: Wella
20.01.2002 Nächster Beitrag

 
Anmoderation

Es handelt sich im Prinzip um denselben Radiowecker-Beitrag wie am 14. Januar 2002, jedoch wird statt Merck Wella vorgestellt. Die Ironie der Geschichte will es, daß nur ein Jahr später – im März 2003 – Wella von Procter & Gamble übernommen wurde.

Rüdiger Liedtke untersucht in seinem Jahrbuch die 100 bedeutendsten Konzerne der Republik, so auch Wella und Merck. Und so schreibt er zu Wella:

Wella hat sich ganz der Globalisierung verschrieben. Der Konzern ist in über 150 Ländern präsent, hat in 48 Ländern eigene Vertriebsgesellschaften und in 17 Ländern eigene Produktionen. […] In den nächsten Jahren soll die Zahl der Wella–Fabriken auf etwa zwölf zurückgefahren werden. Die Schwerpunktfertigungen sollen allerdings weiter ausgebaut werden: in Südamerika, den USA und Japan. [Seite 515]
Der Wella–Konzern erteilt allen spekulativen Verkaufsabsichten oder Fusionsphantasien – immer wieder wird die Henkel–Gruppe als Interessent ins Gespräch gebracht – eine klare Absage. Man wolle durch gezielte Akquisitionen und sinnvolle Kooperationen sowie eine gestraffte Organisation aus eigener Stärke zu einem noch stärkeren Global Player werden. [Seite 517]

Das Management des Wella–Konzerns erhielt von Rüdiger Liedtke daher gute vier Sterne von fünf möglichen, also einen mehr, als Merck erhielt. Dabei wußte er noch nichts vom Sponsoring in der Formel 1. Was aus Firmengesichtspunkten sicher sinnvoller ist, als die Lilien zu sponsern. Oder glaubt ernsthaft eine oder jemand, daß die Lilien jemals zum Global Player werden? – Wem gehört die Republik? von Rüdiger Liedtke ist bei Eichborn erschienen und kostet 25 Euro 90.

Abmoderation

Ein Beitrag von Walter Kuhl für Radio Darmstadt. Demnächst nachzulesen im Internet unter www.wkradiowecker.de.vu.
 

Moderation : Katharina Mann (Sonntag)
Zum Seitenanfang Vorheriger Beitrag

 


Massage
21.01.2002 Nächster Beitrag

 
Anmoderation

Gesundheit ist in einer Leistungsgesellschaft ein schwer zu bewahrendes Gut. Denn Leistung geht meist auf Kosten der Gesundheit. Walter Kuhl aus der Redaktion Alltag und Geschichte geht im folgenden Beitrag der Frage nach, inwieweit eine Massage unser Wohlbefinden dennoch verbessern kann.

Beitrag Walter Kuhl

Guten Morgen, es ist Montag früh, und für die meisten Menschen dieser Republik beginnt eine neue Woche, in der sie ihre Arbeitskraft verkaufen oder in der Schule teilweise sinnlose Dinge zur Vorbereitung irgendeiner Klassenarbeit lernen müssen, nur um sie anschließend wieder zu vergessen. Verbunden ist diese entfremdete Tätigkeit meist mit ungesunder Arbeitshaltung. Lang andauerndes Sitzen, oftmals auch vor einer Flimmerkiste, für die einen, den ganzen Tag lang Stehen für die anderen. Vom damit verbundenen Streß einmal ganz zu schweigen.

Doch der Körper des Menschen ist dafür nicht gebaut. Kein Wunder, daß Rückenschmerzen und Migräne zu den häufigsten Erkrankungen zählen. Doch anstatt hier Abhilfe zu schaffen, indem die krank machenden Arbeits– und Lernbedingungen grundlegend verändert werden, werfen wir Pillen ein oder werden zur Krankengymnastik geschickt – und tragen so zur Steigerung des Bruttosozialprodukts bei. Gesellschaftlich erzeugte Krankheiten werden also individualisiert; für Abhilfe ist jede und jeder selbst verantwortlich.

Was können wir also tun? Wenn wir uns schon nicht dem Alltagsstreß verweigern können, ohne Gefahr zu laufen, die an uns gestellten Anforderungen nicht zu erfüllen, so können wir wenigstens versuchen, uns selbst etwas Gutes zu tun. Massagen sind beispielsweise eine Möglichkeit, das persönliche Wohlbefinden zu verbessern. Doch gerade bei Massagen sollte man und frau wissen, was sie oder er tut.

Lucinda Lidell und Sara Thomas stellen uns in ihrem Buch Massage drei Möglichkeiten vor – die Partnermassage, Shiatsu und die Reflexzonenmassage. Leider folgt dieses ansonsten vielleicht nützliche Buch dem allgemeinen Trend, an der Verbreitung von Unsinn (also von Esoterik und angeblich östlichen medizinischen Techniken) mitzuwirken. So werden unbewiesene und natürlich auch unbeweisbare Behauptungen in die Welt gesetzt, die durch geheimnisvolle Begriffe wie Aura und Chakra angereichert werden.

Doch wir müssen uns gar nicht so sehr mit den Feinheiten esoterischen Geheimwissens befassen, um stutzig zu werden und um uns zu fragen, auf was für haltlose Behauptungen wir uns einlassen, nur damit es uns in dieser bösen feindlichen Welt besser zu gehen scheint.

So wird uns die Reflexzonenmassage als eine Möglichkeit vorgestellt, gezielt bestimmte Bereiche des menschlichen Körpers anzusprechen und zu stimulieren. Dennoch muß der Autor Anthony Porter, der das Kapitel über Reflexzonenmassage geschrieben hat, zugeben, daß niemand und keine so genau weiß, wie diese Reflexzonenmassage überhaupt wirkt. Zwar gebe es mehrere Theorien, aber ganz offensichtlich ersetzen derartige Theorien wissenschaftliche Erkenntnis und menschlichen Verstand.

Anthony Porter vertritt beispielsweise die Ansicht, daß ständig Energie durch Kanäle oder Zonen des Körpers strömen würde, die an Reflexpunkten auf den Füßen und Händen enden würde. Wenn dieser Energiefluß ungehindert sei, blieben wir gesund, sagt er, wenn der Energiefluß jedoch durch Spannungen oder Stauungen behindert werde, würden wir krank werden. Also bedürften wir eigentlich nur der Behandlung der Reflexzonen und die Blockierungen würden aufgelöst und das ganze System sei wieder in Harmonie.

Zwar bleibt bei dieser – ebenfalls wissenschaftlich unbewiesenen – Behauptung unklar, wie es gehen soll, in einer ungesunden – weil Leistung fordernden oder zum Verhungern verdammenden – Welt allein durch Reflexzonenmassage gesund zu bleiben. Das würde nämlich diese so harmonische Theorie trüben. Und so wird dies auch gar nicht erst thematisiert.

Was bleibt, ist, daß Massagen zwar tatsächlich unser Wohlbefinden steigern können, aber nur bis zum Zeitpunkt der nächsten ungesunden Abforderung unserer Leistung in Schule, Haushalt und Beruf. Wer die Verbreitung von Unsinn spannend findet, mag auf das Massagebuch von Lucinda Lidell und Sara Thomas zurückgreifen. Wer es schafft, den esoterischen Unfug zu überlesen, für den oder die mag dieses Buch vielleicht auch von Nutzen sein. Ob dies den Preis von 18 Euro rechtfertigt, möchte ich dahingestellt sein lassen. Daher noch einmal der Titel: Massage von Lucinda Lidell und Sara Thomas ist im Mosaik Verlag erschienen.

Abmoderation

Ein Beitrag von Walter Kuhl für Radio Darmstadt.
 

Moderation : Dirk Beutel (Montag)
Zum Seitenanfang Vorheriger Beitrag

 


Gladiator
27.01.2002 Nächster Beitrag

 
Anmoderation

Wer die Vergangenheit kontrolliert, kontrolliert auch die Zukunft. Wer die Gegenwart kontrolliert, kontrolliert die Vergangenheit. Diese zwei Textzeilen von Rage Against The Machine sollten uns daran erinnern, und selbst mit der Vergangenheit zu beschäftigen, um die Gegenwart zu verstehen und die Gestaltung der Zukunft nicht anderen zu überlassen. Eine der Möglichkeiten, sich der Vergangenheit zu nähern, stellt uns im folgenden Beitrag Walter Kuhl aus der Redaktion Alltag und Geschichte vor.

Beitrag Walter Kuhl

Vor 17 Jahren erschien die Zeitschrift Archäologie in Deutschland zum ersten Mal. Ihr Ziel war und ist es, archäologische Funde und daraus gewonnene Erkenntnisse nicht nur Fachleuten bekannt zu machen, sondern allen an Vor– und Frühgeschichte Interessierten. Schwerpunkt der Hefte ist jeweils ein Überblick über die deutschen Landesarchäologie, doch selbstverständlich wird auch über den Tellerrand Deutschlands hinausgeschaut.

Nach 17 Jahren wird nun das Erscheinungsbild modernisiert, woran – wie ich finde – noch ein bißchen gearbeitet werden sollte. Im Bestreben, das Geschriebene mit ausdrucksstarken Bildern zu verdeutlichen, leidet mitunter die Lesbarkeit der Buchstaben auf dem farbigen Untergrund. Als weitere Neuerung erscheint Archäologie in Deutschland ab sofort alle zwei Monate.

Im aktuellen Heft 1/2002 wird über keltische Fürstensitze westlich des Rheins berichtet oder es werden neue Erkenntnisse zum ägyptischen Pyramidenbau vorgestellt. Schwerpunktthema sind jedoch neue im Osten Deutschlands gewonnene Erkenntnisse über die Siedlungsweise der Germanen während der römischen Kaiserzeit. Der Osten Deutschlands ist insofern ein Schwerpunkt, weil nach der Abwicklung der ehemaligen DDR auch im Osten dieser Republik neue Straßen, Autobahnen und Industriegebiete wie Pilze aus der Erde sprossen.

Notgrabungen mußten bei diesem ungeheuren Landverbrauch retten, was zu retten war. Eine daraus gewonnene Erkenntnis ist, daß die Siedlungsstrukturen im brandenburgischen Raum denen an der Nordseeküste ähneln. Auch im Osten gab es sogenannte wandernde Dörfer, bei denen die Siedlungen nach Erschöpfung des Bodens in einiger Entfernung wieder neu aufgebaut wurden.

Aus Italien wurde ein Beitrag über den Ursprung der römischen Gladiatorenspiele übernommen. Wahrscheinlich sind diese Spiele aus Leichenspielen heraus entstanden. Der christliche Autor Tertullian schrieb darüber im 2. Jahrhundert:

Einst kauften die Menschen Kriegsgefangene und Sklaven, um sie bei Leichenfeiern zu opfern. Denn sie glaubten, die Seelen der Toten würden durch das menschliche Blut besänftigt. Später beschloß man, diese Grausamkeiten durch vergnügliche Spiele zu maskieren. Auf diese Weise fand man Trost angesichts dse Todes von Freunden und Verwandten mit Hilfe von Menschenopfern.

Ich denke jedoch, daß die Geopferten diese Spiele weniger vergnüglich fanden. Die Gladiatorenspiele der Neuzeit sind vielleicht weniger tödlich, aber das im alten Rom erfundene Prinzip von Brot und Spielen funktioniert noch heute. Frühe Grabmalereien aus Kampanien, also der Gegend um Neapel, legen es nahe, daß die Gladiatorenkämpfe dort aus den Leichenfeiern entstanden sind und von dort ihren Weg nach Rom gefunden haben.

Doch kommen wir zurück zur Neugestaltung von Archäologie in Deutschland. Natürlich ist die Rubrik Aktuelles aus der Landesarchäologie beibehalten worden – zum Beispiel mit einem Bericht über eine römische Polizeistation in Obernburg am Main.

Archäologie in Deutschland erscheint – wie gesagt – ab sofort alle zwei Monate, das Einzelheft kostet 9 Euro 95. Im Abo ist der Bezug günstiger, hier kosten sechs Hefte plus einem zusätzlichen Sonderthemenheft knapp 60 Euro. Und wer das zuletzt erschienene Sonderheft mit dem Titel Zu Tisch bei den alten Römern kennt, sollte sich ein Abo durchaus überlegen. Doch es gibt auch ein Schnupperabo – zwei Hefte zum Preis von 10 Euro plus Porto, zu beziehen direkt beim Theiss Verlag in Stuttgart.

Abmoderation

Ein Beitrag von Walter Kuhl für Radio Darmstadt.
 

Moderation : Katharina Mann (Sonntag)
Zum Seitenanfang Vorheriger Beitrag

 


Der palästinensische Witz
28.01.2002 Nächster Beitrag

 
Anmoderation

Im folgenden Beitrag stellt uns Walter Kuhl aus der Redaktion Alltag und Geschichte ein eher ungewöhnliches Buch zum israelisch–palästinensischen Konflikt vor.

Beitrag Walter Kuhl

Wo ist der Frieden? Wo ist die Demokratie? – so lautet der Titel eines Buches über den palästinensischen Witz. Und während hierzulande das Witzniveau ungeahnte Tiefen erreicht, dient er in Palästina nicht nur der Kritik an den vorherrschenden, zum Teil mörderischen Zuständen, sondern darin auch als Überlebenshilfe.

Eine Frau, die soeben ein Kind geboren hat, wird auf dem Heimweg von Soldaten angehalten. Sie wollen wissen, ob es ein Junge oder ein Mädchen sei. Es ist ein Junge, sagt die Palästinenserin stolz. Ach, ein Junge, sagen die Soldaten, zeig uns doch seine Hände! Die junge Mutter erstaunt: Warum wollt ihr denn seine Händchen sehen? Die Soldaten: Weil er darin Steine versteckt haben könnte. [Seite 30]

Konsequenterweise werden von israelischen Soldaten auch Kinder erschossen.

Während einer Ausgangssperre setzen bei einer Palästinenserin die Wehen ein. Zwei israelische Soldaten fahren sie rasch in die nächste Klinik. Es sind Zwillinge. Wie der Erste den Kopf herausstreckt und die Uniformierten erblickt, krabbelt er schnell in den Mutterleib zurück und ruft seinem Zwillingsbruder zu: Achmed, wir sind umzingelt. Bring Steine! Wir müssen angreifen! [Seite 30–31]

Das Buch enthält mehr als 200 Witze – aber es ist kein Witzebuch. Vielmehr beleuchtet es die jüngste Geschichte der Palästinenserinnen und Palästinenser aus der Sicht politischer Witze und Legenden. Die vorliegende Sammlung ist das Resultat einer Kooperation zwischen dem palästinensischen Ethnologen Sharif Kanaana und dem schweizer Journalisten Pierre Heumann.

Im August 2001 erzählen sich die [Palästinenserinnen und] Palästinenser einen Witz über George W. Bush, Ariel Sharon und Jassir Arafat, die sich von Gott etwas wünschen dürfen. Bush möchte alle Erdölfelder erhalten. Gott: In spätestens fünf Jahren werde ich dir die Bitte erfüllen. Sharon möchte am liebsten gleich alle [Palästinenserinnen und] Palästinenser aus der Westbank vertreiben. Gott: In zehn Jahren wird es so weit sein. Wie Arafat für sein Volk einen eigenen Staat fordert, sagt Gott aber nichts. Gott ist traurig – und beginnt zu weinen. Der Pessimismus, der in diesem Witz zum Ausdruck kommt, sagt alles: Die Al–Aksa–Intifada dauert bereits [über ein Jahr], und die [Palästinenserinnen und] Palästinenser sind ihrem Ziel, dem Staat Palästina, nicht ein Jota näher gekommen. […] In ihren Witzen nehmen die [Palästinenserinnen und] Palästinenser selbstkritisch die vermeintliche Normalität aufs Korn, die ihnen der Besatzungsalltag beschert, oder sie scherzen über [Jassir] Arafat und dessen korrupte Verwaltung. Die Spitzen des palästinensischen Humors richten sich aber auch gegen israelische Soldaten, Amerikaner und Araber sowie gegen einzelne palästinensische Bevölkerungsgruppen – zum Beispiel [einfältige] Städter oder Selbst[mordattentäter]. [Seite 9–10]

Was das Buch von Sharif Kanaana und Pierre Heumann jedoch auszeichnet, ist nicht nur die Sammlung der Witzkultur der Palästinenserinnen und Palästinenser, sondern die Einordnung dieser Witze in die jeweilige politische Situation. Wir können daher aus diesen Witzen und ihrer Erklärung eine Menge über das Verhältnis der im besetzten Palästina lebenden Menschen zu sich selbst wie zur Besatzungsmacht Israel lernen, sicher mehr, als aus Tageszeitung und Fernsehen. Vielleicht unerwartet ist, daß diese Witzkultur nicht antisemitisch ist.

Wie wählt man bei uns Polizisten aus? Man versammelt alle Kandidaten und stellt ihnen leichte Fragen. Wer bei diesem Test durchfällt, wird Polizist. [Seite 96]

Die Palästinensische Autonomiebehörde wird durchaus als das gesehen, was sie ist, nämlich ein Repressionsorgan im Dienste Jassir Arafats. Wer Arafat kritisiert, verschwindet.

Ein junger Palästinenser, der in den USA studiert hat, kehrt in die Westbank zurück. Er hat Mühe, sich in der Heimat wieder zurechtzufinden. Eines Tages macht er während einer Demonstration seinem Unmut über den Schlendrian der Bürokraten Luft. Was ist das für ein Leben, ruft er laut. Wo ist der Frieden? Wo ist die Demokratie? Wo ist die Freiheit? Viele Leute bleiben stehen und hören ihm zustimmend zu, darunter auch ein alter Mann. Er gibt dem Jungen recht und ruft ebenfalls laut: Wo ist der Frieden? Wo ist die Demokratie? Plötzlich hält er inne, sieht sich um und fügt hinzu: Und wo ist der junge Mann? [Seite 101–102]

Offensichtlich fehlt es an Frieden, Freiheit und Demokratie; und nicht immer ist Israel daran schuld. Das Buch von Sharif Kanaana und Pierre Heumann heißt deshalb auch Wo ist der Frieden? Wo ist die Demokratie? Es ist im schweizer Chronos–Verlag erschienen und im gutsortierten Buchhandel für 19 Euro 90 erhältlich.

Abmoderation

Ein Beitrag von Walter Kuhl für Radio Darmstadt. Demnächst nachzulesen im Internet unter www.wkradiowecker.de.vu.
 

Moderation : Dirk Beutel (Montag)
Zum Seitenanfang Vorheriger Beitrag

 

 

Diese Seite wurde zuletzt am 16. Mai 2005 aktualisiert.
Links auf andere Websites bedeuten keine Zustimmung zu den jeweiligen Inhalten, sondern sind rein informativer Natur.
©  Walter Kuhl 2002, 2005
Die Wiedergabe, auch auszugsweise, ist nur mit dem Einverständnis des Verfassers gestattet.
 Startseite Waltpolitik 
 Zum Seitenanfang 
 Radiowecker Startseite  
 Email an Walter Kuhl