Beiträge für den Radiowecker

von Radio Darmstadt

– Januar 2003 –

 

Radiowecker–Redaktion von Radio Darmstadt
 
05.01.2003Krankenstand
12.01.2003Geisterbeschwörung
19.01.2003RPR 1
26.01.2003Salz
 
 
Seit November 1998 liefere ich auch kleinere redaktionelle Beiträge für den Radiowecker von Radio Darmstadt. Diese Beiträge fasse ich monatsweise zusammen und stelle sie dann auf einer eigenen Seite ins Internet. Eine komplette Übersicht auf alle Beiträge seit 1998 gibt es auf meiner Radiowecker–Startseite. Zudem gibt es eine inhaltliche Übersicht auf alle Beiträge des Jahres 2003.
Meine Radiowecker–Startseite kann auch mit http://www.wkradiowecker.de.vu aufgerufen werden.
 
 
URL dieser Seite : http://www.waltpolitik.powerbone.de/rawe/rw_jan03.htm
 
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Krankenstand
05.01.2004 *** Wdh. 06.01.2004 Nächster Beitrag
 
Anmoderation

Das Bundesgesundheitsministerium vermeldete vergangenen Donnerstag den niedrigsten Krankenstand seit mehr als 30 Jahren. Walter Kuhl aus der Redaktion Alltag und Geschichte hat sich hierzu so seine Gedanken gemacht.

Beitrag Walter Kuhl

Offensichtlich bewegt die Angst um den Arbeitsplatz und die Lüge von der Anspruchshaltung eine wachsende Anzahl von Beschäftigten dazu, lieber zur Arbeit zu gehen als sich gesund zu pflegen.

Angeblich jammern wir alle ja zu viel. Das Jammern der Arbeitgeber und ihrer Verbände hingegen wird als Reformwille angepriesen und wahrgenommen. Dabei ist die Anspruchsmentalität des Arbeitgeberlagers ungebrochen. Doch was die wollen, ist ja klar: Beschäftigte, die länger arbeiten, weniger verdienen und somit weniger kosten, sich kaputt rackern und sich jederzeit heuern und feuern lassen. Zu diesem Zweck halten sie sich eine Bundesregierung, die diesen Forderungen mit zunächst der Hartz– und jetzt mit der Rürup–Kommission nachkommt.

Auch Bundespräsident Johannes Rau fand hierzu salbungsvolle Worte in seiner Weihnachtsansprache. Es werde nur aufwärts gehen, sprach er, wenn Menschen Verantwortung für das Ganze übernehmen. Das Ganze, das ist nicht die Summe der Staatsbürgerinnen und –bürger. Das Ganze, das ist zunächst einmal die Essenz, die alles zusammenhält, das Schmiermittel also, ausgedrückt in kleinen bunten Scheinchen und runden Metallplättchen. Das Ganze, das ist die Wirtschaft – UNSERE Wirtschaft, wie es immer so schön falsch heißt, denn sie gehört ja nicht UNS, sondern denen, die unsere Arbeitskraft in frohlockender Erwartung eines Gewinns benutzen, oder besser gesagt: ausbeuten. Die also andere für sich arbeiten lassen.

Ausbeuter mögen es nicht, wenn ihre Untertanen krank werden. Und schon gar nicht, wenn sie zu Hause bleiben, um gesund zu werden, anstatt weiterzurackern. Der von Johannes Rau eingeforderte Gemeinsinn meint genau diesen gemeinen Sinn: sich aufzuopfern, Verantwortung zu übernehmen für das Ganze, Fleiß und Einsatzbereitschaft. Egal, ob es auf die Knochen geht oder ob unsere Psyche darunter leidet. Wir sollten hierbei nicht vergessen, daß Johannes Rau lange Jahre Ministerpräsident von Nordrhein–Westfalen war und genau wie sein Nachfolger Wolfgang Clement wußte, wessen Interessen er zu bedienen hat. Hierin liegt auch seine Qualifikation als Bundespräsident: er hat uns die richtige moralische Einstellung im kapitalistischen Tugendwettbewerb zu vermitteln.

Und das pausenlose Einhämmern dieser frohen Botschaft wirkt: die Arbeitenden fühlen sich tatsächlich moralisch so unter Druck gesetzt, daß sie es schon gar nicht mehr wagen, der Arbeit fernzubleiben. Krank Feiern können sie, wenn sie dann gefeuert worden sind. Laut einer Studie der Bundesanstalt für Arbeit klagt ein Viertel der Arbeitslosen unter gesundheitlichen Problemen. Entsprechend hoch sei der Krankenstand.

Doch das sind immer noch zu viele gelbe Scheine. Ulla Schmidt und ihre Ideengeber haben schon das passende Rezept im Ärmel: weniger zur Ärztin gehen und sich statt dessen selbst verarzten. Zum guten Ton gehört es ohnehin schon, sich mit allerlei dubiosen Mittelchen vollzupumpen. Die Stiftung Warentest belegt in ihrem kürzlich erschienenen Handbuch Selbstmedikation ziemlich drastisch, wie wenig geeignet diese Mittelchen, die uns von den politischen Gesundbetern verordnet werden, tatsächlich sind.

So stellt sich abschließend die Frage, wann die Gewerkschaften, die ja angeblich die Interessen der abhängig Beschäftigten vertreten, dazu aufrufen, kollektiv einen Tag krank zu feiern. Doch die Gewerkschaften stecken lieber den Kopf in den Sand, versuchen ihren Besitzstand zu wahren und begleiten unseren Wirtschaftsweisen Bert Rürup dabei, das Gesundheits– und Sozialsystem endgültig zu zerschlagen. Denn dies ist die Aufgabe der von der arbeitgeberfreundlichen SPD und den neoliberal–unsozialen GRÜNEN eingesetzten Rürup–Kommission.

Wie hieß es doch früher so richtig? Lieber Krankfeiern als gesund Schuften.

Abmoderation

Ein Beitrag von Walter Kuhl für Radio Darmstadt. Demnächst nachzulesen im Internet unter www.wkradiowecker.de.vu.
 

Moderation : Katharina Mann (Sonntag), Dirk Beutel (Montag)
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Geisterbeschwörung
12.01.2003 *** Wdh. 15.01.2003 Nächster Beitrag
 
Anmoderation

Geisterbeschwörungen sind in. Esoterikbuchhandlungen verdienen sich so manch goldene Nase an der selbstgewollten Leichtgläubigkeit der sinnlos Sinnsuchenden. Doch auch in der hohen Politik hat das Beschwören von Geistern Einzug gehalten. Ein Beitrag von Walter Kuhl aus der Redaktion Alltag und Geschichte.

Beitrag Walter Kuhl

Im Darmstädter Echo vom vergangenen Samstag [11. Januar 2003, Seite 2] war folgende hübsche Kurzmeldung zu lesen:

Geisterinsel Grönland
Nach vier Wochen ist die neue Koalitionsregierung von Grönland zerbrochen. Wie am Freitag in der Hauptstadt Nuuk bestätigt wurde, hat die Linkspartei IA aus Protest gegen die Verpflichtung einer Geisteraustreiberin durch den Büroleiter von Regierungschef Hans Enoksen die Zusammenarbeit mit dessen sozialdemokratischer Partei Siumut aufgekündigt. Die Geisteraustreiberin sollte alle "negativen Energien" aus den Amtsstuben verscheuchen, hieß es.

Der leicht rassistische Grundton dieser Meldung schimmert durch. So etwas kann ja nur bei rückständigen Inuit vorkommen. In Deutschland wäre so etwas völlig undenkbar. Wirklich? In der neuesten Ausgabe des SPIEGEL [3/2003, Seite 70] findet sich folgende Meldung:

Bundesregierung kündigt in ihrem Jahresbericht an, die Arbeitslosigkeit bis 2010 zu beseitigen

Worin besteht eigentlich der Unterschied zwischen einer Geisteraustreiberin und einem Gesundbeter?

"Die Arbeitslosigkeit deutlich abzubauen und noch in diesem Jahrzehnt die Rückkehr zur Vollbeschäftigung zu schaffen – das ist die Aufgabe, der sich die Bundesregierung stellt", heißt es im Entwurf für den neuen Jahreswirtschaftsbericht, den Wirtschaftsminister Wolfgang Clement [...] am 29. Januar vorstellen will.

So der SPIEGEL in seiner neuen Ausgabe. Doch die Parallele zu Grönland täuscht. In Deutschland gibt es nämlich keine Linkspartei, welche aus Protest gegen die mit diesem Jahreswirtschaftsbericht eingeplanten weiteren sozialpolitischen Angriffe auf Arbeitslose und noch Lohnabhängige zurücktreten könnte. Denn die GRÜNEN sind selbst so Eso, daß es nur noch eine Frage der Zeit ist, bis sie auch die Bundesregierung nach den Prinzipien des Feng Shui umgestaltet haben.

Abmoderation

Ein Beitrag von Walter Kuhl für Radio Darmstadt. Demnächst nachzulesen im Internet unter www.wkradiowecker.de.vu.
 

Moderation : Katharina Mann (Sonntag), Norbert Büchner (Mittwoch)
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RPR 1
19.01.2003 *** Wdh. 21.01.2003 Nächster Beitrag
 
Anmoderation

Die erste bundesweite Medienanalyse des Jahres 2003 steht an. Verstärkt zeigen sich Fernseh– und Hörfunksender mit Plakaten in der Öffentlichkeit. Walter Kuhl aus der Redaktion Alltag und Geschichte hat eines in der Bismarckstraße gesehen und sich einige grundsätzliche Gedanken hierzu gemacht.

Beitrag Walter Kuhl

Alle kommerziellen Radio– und Fernsehsender werden zweimal jährlich auf ihr Verbreitungsgebiet und ihre Hörerinnen– und Hörerschaft abgeprüft. Befragungen sollen hierbei ergeben, wie häufig und für wie lange bestimmte Sender eingeschaltet werden, dann daran bemißt sich der Wert einer Werbesekunde. Daher unternehmen die Sender alles, um genau für diesem Zeitraum der Medienanalyse auf sich aufmerksam zu machen. Die einen spielen ihre Blockbuster, die anderen schalten vermehrt Werbung. Auch hier gilt wie überall: Sex sells.

FFH veranstaltet beispielsweise Gewinnspiele mit hohen Gewinnsummen, die sich bei entsprechender Quote dennoch rechnen. Natürlich werden Gewinnspiele, Blockbuster oder die Lieblingssongs nicht deshalb gespielt, um uns mit dem besten, schönsten und unterhaltsamsten Müll der Vergangenheit zu versorgen. Der Sinn des Ganzen besteht einzig und allein darin, Einschaltquoten zu erzielen. Ist mit niveaulosem Inhalt eine hohe Einschaltquote zu machen, dann wird dieser auch gesendet. Dies wird mit den angeblichen Wünschen von Zuschauerinnen und Hörern begründet.

Dabei funktioniert das Prinzip so: je extremer ein Film oder ein Musikstück ist, desto unwahrscheinlicher ist eine hohe Einschaltquote. Daher werden möglichst seichte Musiktitel oder angenehm anzuschauende Filme gespielt, die Gewähr dafür bieten, daß möglichst wenige Hörerinnen oder Zuschauer entnervt abschalten oder sich gleich einen anderen Sender suchen.

Doch auch eine bestimmte Zielgruppenwerbung kann die Quote erhöhen. So ist es kein Zufall, wenn Hörfunk– oder Fernsehsender gezielt Frauenkörper mit viel nackter Haut zur Schau stellen. Sie wissen, daß sie zumindest auf die Akzeptanz der meisten Männer stoßen werden – und Frauen sehen sich ja heutzutage ohnehin als so emanzipiert an, daß sie sich nicht daran stoßen, wenn Männer ihre Körper zur Schau stellen. Frau will ja nicht zickig sein und den Männern ihren Spaß lassen. Genau diese Haltung nutzt die Werbeindustrie gezielt aus.

RPR 1 beispielsweise ist mit Plakatwänden und Zeitungsanzeigen zu sehen. Ein direkter Blick in den Ausschnitt einer offensichtlich wohlproportionierten und sonnengebräunten Frau MACHT AN. Die Reduzierung eines Frauenkörpers auf ihre Brüste korrespondiert mit der Reduzierung der Sendeinhalte auf das Wesentliche: Nur die Super–Hits werden uns versprochen.

Bei Sky Radio gibt es analog hierzu die berühmt–berüchtigte Anti–Laber–Garantie. Selbstverständlich gilt Werbung hier nicht als Gelaber, auch wenn jeder Sender weiß, daß Werbung der mit Abstand ungeliebteste Sendeinhalt ist. Doch Werbung mißt sich an der Einschaltquote; und so müssen die Konsumenten von Frauen mit entsprechender Musik solange bei Laune gehalten werden, bis die Werbung – also das essential jedes kommerziellen Senders – ertönt.

Und diese Fähigkeit, das umworbene Publikum bei der Stange zu halten, ist es, welche die Medienanalyse in ihrer halbjährlichen Befragung mißt.

Daher weiß RPR 1 genau, warum er mit einem ganz banalen Männerklischee arbeitet. Er weiß, daß Männer darauf abfahren, wenn sie Frauen mit möglichst wenig Haut phantasievoll konsumieren können; und er spekuliert darauf, daß sich diese Männer mit einem Sender identifizieren, der ihnen warmen, sonnengebräunten und dennoch wilden Musikkonsum verspricht – so wie sich Männer halt Frauen wünschen. Super–Abwechslung! heißt es – und diese Abwechslung besteht aus dem Abdudeln der

RPR1–Jingle

Hitradio RPR Eins – nur die Superhits der 80er, der 90er und von heute.

Mehr hat der Sender halt nicht auf der Pfanne. RPR 1 setzt daher gezielt auf sexistische Werbung, um deutlich zu machen: Bei uns sind Sexisten zu Hause und jederzeit herzlich willkommen.

Abmoderation

Ein Beitrag von Walter Kuhl für Radio Darmstadt. Demnächst nachzulesen im Internet unter www.wkradiowecker.de.vu.
 

   
Selbst das antisexistischen Gedankenguts ganz sicherlich nicht verdächtige Darmstädter Echo befand in seiner Ausgabe vom 8. Februar 2003, daß ein öffentlicher Tapetenwechsel an einer Plakatwand als Anti–Sexismus–Kampagne dienen könnte. Wobei zu berücksichtigen ist, daß das Darmstädter Echo mit dem Konkurrenzsender FFH liiert ist. Der Fotograf war Günther Jockel. Nebenstehend das eingescannte Foto, hier die fast originalgroße Variante des Fotos, das im Original 240x174 mm groß war.
 
 
Moderation : Katharina Mann (Sonntag), Holger Coutandin (Dienstag)
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Salz
26.01.2003 *** Wdh. 27.01.2003 Nächster Beitrag
 
Anmoderation

Salz dient nicht nur zum Würzen, sondern wurde schon vor Jahrtausenden dazu genutzt, Lebensmittel haltbarer zu machen. Doch woher kam das hierfür benötigte Salz und wie wurde es gewonnen? Die neue Ausgabe der Zeitschrift Archäologie in Deutschland verrät uns mehr darüber. Walter Kuhl aus der Redaktion Alltag und Geschichte hat einen Blick hineingeworfen.

Beitrag Walter Kuhl

Die Archäologie geht davon aus, daß im ausgehenden Mittelalter jede Person im Durchschnitt 10 Kilogramm Salz pro Jahr verbraucht hat. Dies ist vor allem auf die Funktion des Salzes als Konservierungsmittel zurückzuführen. So waren etwa zum Einlegen der berühmten keltischen Schweine pro Kilogramm Fleisch mindestens 100 Gramm Salz erforderlich, bei Fisch gar die dreifache Menge. Im 16. Jahrhundert wurden daher in Deutschland rund 130.000 Tonnen Salz erzeugt und auch verbraucht.

Es ist davon auszugehen, daß der Salzverbrauch in der Antike nicht wesentlich geringer war, auch wenn selbstverständlich weitaus weniger Menschen in Mitteleuropa lebten. Somit stellt sich die Frage, woher diese Mengen kamen und wie sie gewonnen wurden. Es ist kaum davon auszugehen, daß Salz als häuslicher Nebenerwerbszweig gewonnen wurde. Hinzu kam, daß sowohl die Salzgewinnung als auch der Vertrieb des Salzes einen erheblichen logistischen und Arbeitskräfteaufwand erforderte. Salzbergbau ist in den Ostalpen schon im 5. Jahrtausend vor unserer Zeitrechnung nachweisbar, aber auch die Salzgewinnung aus Salzquellen, etwa in Bad Nauheim, war nicht einfach. Um das Salz aus der Sole zu lösen, mußte es erhitzt werden; und dies stellt die Frage nach der Herkunft von Brennmitteln wie Holz und Torf.

Wir müssen davon ausgehen, daß die Salzgewinnung schon sehr früh organisiert vonstatten ging. Ob und inwieweit hierbei Herrschaftsstrukturen vorauszusetzen sind, ist beim heutigen Stand der archäologischen Forschung noch nicht zu beantworten. Doch daß dies die Arbeit einer Dorfgemeinschaft gewesen ist, scheint eher unwahrscheinlich, vor allem dann, wenn wir berücksichtigen, daß die bekannten Salzbergwerke in den Alpen bis zu 60 Meter tief im Gestein angelegt worden sind.

Interessant sind einzelne im Bergwerk gefundene Gebrauchsgegenstände, zum Beispiel auch Kinderschuhe. Müssen wir sogar Kinderarbeit annehmen? Wessen Kinder? Handelte es sich um Sklavenarbeit oder handelte es sich nur um eine Form der Leibeigenschaft? Auch hier sind viele Fragen noch offen. Doch eines scheint sicher: Macht, Herrschaft und Reichtum sind kein Phänomen von Schriftkulturen, sondern offensichtlich schon früher als bisher angenommen auch in Mitteleuropa anzutreffen.

Mehr dazu ist in dem auch diesmal interessanten Heft 1/2003 der Zeitschrift Archäologie in Deutschland nachzulesen. Doch neben dem Schwerpunktthema Salzgewinnung wird ein römerzeitliches Gräberfeld in Heidelberg vorgestellt. Eine systematische Auswertung römischer Brandbestattungen kann hier Auskünfte zur Bevölkerungsstruktur einer römischen Siedlung im Verlauf mehrerer Jahrhunderte geben.

Und schließlich noch ein Blick nach Mexiko. Die Halbinsel Yucatan bildet das Zentrum der Maya–Kultur. Bis heute ist trotz vieler interessanter Hypothesen ungeklärt, warum die Maya–Kultur im 10. Jahrhundert an vielen Stellen ein abruptes Ende gefunden hat. Ein neues Forschungsprojekt der Universität Bonn gibt erste Hinweise darauf, daß mehrere Faktoren zusammengewirkt haben können. Klimaveränderungen, Überbeanspruchung der landwirtschaftlich genutzten Flächen, aber auch Machtkämpfe zwischen den Herrschaftszentren könnten den Niedergang hervorgerufen haben.

Das Heft 1/2003 der Zeitschrift Archäologie in Deutschland ist soeben erschienen und für 9 Euro 95 im gutsortierten Zeitschriftenhandel erhältlich.

Abmoderation

Ein Beitrag von Walter Kuhl für Radio Darmstadt. Demnächst nachzulesen im Internet unter www.wkradiowecker.de.vu.
 

Moderation : Katharina Mann (Sonntag), Dirk Beutel (Montag)
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Diese Seite wurde zuletzt am 24. Dezember 2005 aktualisiert.
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