Beiträge für den Radiowecker

von Radio Darmstadt

– Juli 2002 –

 

Radiowecker–Redaktion von Radio Darmstadt
 
01.07.2002Rassismus auf Bewährung
07.07.2002Ein neues Stadtschloß für Berlin
08.07.2002Bundesliga 2002
14.07.2002Witz der Woche : Ehrlicher Kapitalismus
15.07.2002Fußball–WM 2002
21.07.200220. Juli 1944
22.07.2002Geschichte der Fußball–Weltmeisterschaften
28.07.2002Scharons Blutbad
 
 
Seit November 1998 liefere ich auch kleinere redaktionelle Beiträge für den Radiowecker von Radio Darmstadt. Diese Beiträge fasse ich monatsweise zusammen und stelle sie dann auf einer eigenen Seite ins Internet. Eine komplette Übersicht auf alle Beiträge seit 1998 gibt es auf meiner Radiowecker–Startseite. Zudem gibt es eine inhaltliche Übersicht auf alle Beiträge des Jahres 2002.
Meine Radiowecker–Startseite kann auch mit http://www.wkradiowecker.de.vu aufgerufen werden.
 
 
URL dieser Seite : http://www.waltpolitik.powerbone.de/rawe/rw_jul02.htm
 
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Rassismus auf Bewährung
01.07.2002 Nächster Beitrag

 
Anmoderation

Was verbindet Darmstadt mit Freiberg? Die Wissenschaft oder die Weltoffenheit? Fragen, die uns Walter Kuhl aus der Redaktion Alltag und Geschichte zu beantworten versucht.

Beitrag Walter Kuhl

Darmstadts Schwesterstadt Freiberg in Sachsen geht im Kampf gegen den Rechtsextremismus mit leuchtendem Beispiel voran. Anläßlich der Gründungsveranstaltung einer Initiative Für ein weltoffenes Freiberg lautete der Tenor der Reden, der Wissenschaftsstandort Freiberg müsse bewahrt und ausgebaut werden. Standortfragen sind bekanntlich heikel und sensibel, und wenn ihr zufällig einmal die Internetseiten von Freiberg aufruft, dann könnt ihr euch gleich als potentielle Investoren angesprochen fühlen. Denn darum geht es ja.

Landrat Volker Uhlig fragte dann auch suggestiv: Haben wir ein Problem mit dem Zusammenleben von Menschen anderer Kulturkreise? Und selbstverständlich hat man und frau dies in Freiberg nicht, abgesehen vielleicht von den dabei weder gefragten noch mitgemeinten Asylbewerberinnen und –bewerbern und erst recht abgesehen von den örtlichen Neonazis.

Wie wir bekanntlich nicht aus dem Darmstädter Echo erfahren haben, werden die Lebensbedingungen im örtlichen Asylbewerberheim als unmenschlich charakterisiert. Doch dies muß kein Problem sein, wenn man und frau sich mit anderen Kulturen auseinandersetzt; denn schließlich geht es ja darum, unerwünschte von erwünschten Ausländern zu unterscheiden. Die unerwünschten überläßt man dann dem Gang des Asylverfahrens oder der Bürokratie der Ausländerbehörden; und wenn Neonazis auftauchen, dann ist das auch nicht so schlimm.

Am 15. März wurde in Freiberg ein 10–jähriges Mädchen als Niggerfotze und Niggersau beschimpft, in den Unterleib getreten und ins Gesicht geschlagen. Der Täter, ein Freiberger Jugendlicher, der mit seiner rechtsgesinnten Clique herumhing, versuchte zudem, das Mädchen über ein Geländer drei Meter tief herunterzuwerfen. Die Ernsthaftigkeit des Anliegens, Freiberg zu einer weltoffenen Stadt zu machen, erwies sich im Urteil des Amtsgerichts: 9 Monate Jugendstrafe auf Bewährung.

Und es gibt da durchaus eine Parallele zum jüngsten Urteil wegen des Pogroms in Rostock–Lichtenhagen 1992, bei dem die Mittäter ebenfalls nur eine Bewährungsstrafe erhalten haben. Nun will ich nicht an der allgemein verbreiteten Einstellung mitwirken, die Repressionsschraube gegen unerwünschte Mitglieder dieser Gesellschaft anzuziehen. Aber bezeichnend ist es doch, daß ausgerechnet klar als rassistische Straftaten zu verurteilende Gewaltverbrechen geradezu einladend niedrig belohnt werden. Kein Wunder, daß sich der ehemalige NPD–Vorsitzende Günter Deckert im Landkreis Freiberg eine Kneipe zugelegt hat, die er als Sammlungszentrum örtlicher Neonazis auf– und ausbauen will.

Wer mehr über die andere, die weltoffene Seite, Freibergs erfahren will, kann übrigens eine Email an die dortige alternative Zeitung FreibÄrger schicken, und erhält dann als PDF-Datei regelmäßig Einblick in die Umtriebe ganz normaler Deutscher. Die Emailadresse lautet: freibaerger <at> gmx.net.

Abmoderation

Ein Beitrag von Walter Kuhl für Radio Darmstadt. Dieser Beitrag ist demnächst nachzulesen auf der Internetseite www.wkradiowecker.de.vu.
 

Moderation : Dirk Beutel (Montag)
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Ein neues Stadtschloß für Berlin
07.07.2002 Nächster Beitrag

 
Anmoderation

Leere Kassen? Schlanke Haushalte? Schluß mit dem Anspruchsdenken? Ja, klar doch. Denn neue Ideen braucht das Land, wie das eingesparte Geld sinnlos verpraßt werden kann. Ein Beitrag von Walter Kuhl aus der Redaktion Alltag und Geschichte.

Beitrag Walter Kuhl

Am Donnerstag hat der Deutsche Bundestag mit überwältigender Mehrheit beschlossen, das Rad der Geschichte zurückzudrehen. Wiederauferstehen soll das Symbol der kriegerischen Feudalherrschaft der Hohenzollern, das Stadtschloß in Berlins Mitte. Obwohl – nicht ganz.

Wie Klaus Honold in einem bissigen Kommentar im Darmstädter Echo anmerkte, wird nur eine Disneyland–Außenfassade zum stolzen Preis von 670 Millionen Euro wiedererstehen. 670 Millionen Euro für ein Fotomotiv. Nicht schlecht, um Touristinnen und Touristen nach Berlin zu holen. Wo es ja sonst nichts zu sehen gibt.

Und da dachte ich immer, die Haushaltskassen seien so leer, daß wir uns nicht einmal mehr neue Schulbücher für unsere Kinder, einen günstigen öffentlichen Nahverkehr für die Berufstätigen oder ein angemessenes Gesundheitswesen leisten können. Ebbe in den Kassen, aber high life in Berlin. Man hat's ja, vor allem, nachdem man und frau es Arbeitslosen, Sozialhilfeempfängerinnen, alleinerziehenden Müttern, Rentnern und Migrantinnen aus der Tasche gezogen hat. Beziehungsweise: es nach der Bundestagswahl verstärkt tun wird.

Doch es gibt noch einen anderen Zusammenhang, den zwar Klaus Honold nicht erwähnt, der jedoch mitgedacht werden muß. Es ist kein Zufall, daß Deutschland bei seinem neuen imperialen Aufbruch, auch Menschenrechtspolitik genannt, nicht nur mit der Bundeswehr, sondern auch nach innen dokumentieren muß, daß ein neuer, ein frischer Wind weht. Die Spezialkräfte der Bundeswehr in Afghanistan korrespondieren so gesehen perfekt mit dem Wiederaufbau frühren Glanzes und kriegerischer Herrlichkeit.

Daß für das Gebäude überhaupt kein Nutzungskonzept vorliegt, paßt. – Außerdem gibt es jetzt endlich einen Grund, den Ossis auch noch den Palast der Republik zu nehmen, der einen Teil der Fläche des Stadtschlosses besetzt hält. Auch dieses Stück DDR muß ja noch abgewickelt werden. Und wer darf's bauen? Findet Kanzler Schröder hier durch die Hintertür doch noch einen Anlaß, die marode Philipp Holzmann AG auf Kosten von Steuerzahlerinnen und sozial Bedürftigen zu sanieren?

Und warum schreien hier die Rechtsaußen der FDP nicht laut auf? Denn – wer Disneyland in Berlins Mitte haben will, darf nicht mit mindestens 1/3 der Bausumme subventioniert werden. Nicht wahr, Herr Westerwelle (der im übrigen auch dafür gestimmt hat)? Naja, neoliberale Lügen werden bekanntlich nur dann ausgepackt, wenn es darum geht, die eigene Tasche auf Kosten der Mehrzahl der Menschen dieser Republik zu füllen. So frage ich mich, ob hier gar ein Stadtschloß für den 18%–König Guido gebaut werden soll?

Abmoderation

Ein Beitrag von Walter Kuhl für Radio Darmstadt.
 

Moderation : Katharina Mann (Sonntag)
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Bundesliga 2002
08.07.2002 *** Wdh. 09.07.2002 Nächster Beitrag

 
Anmoderation

Nach der überraschenden Niederlage in Yokohama ist Ursachenforschung angesagt. Doch dort, wo die Kommentatoren von Bild bis Funk versagen, schlägt unser Experte aus der Redaktion Alltag und Geschichte mit einem Fallrückzieher zu. Ein Beitrag von Walter Kuhl.

Beitrag Walter Kuhl

Eine Woche ist es jetzt her, seit der beste Spieler der Fußball–WM, Ronaldo, die deutschen Träume vom Titel auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt hat. Eine Woche, in der Rudi Völler und seine Kollegen hätten Ursachenforschung betreiben können. Warum traf Miroslav Klose nur in der Vorrunde und warum Ronaldo im gesamten Turnier? Warum kam die deutsche Mannschaft ins Finale und weitaus bessere nicht einmal über die Vorrunde hinaus? Könnte es sein, daß die deutsche Fußball–Nationalmannschaft einfach nur Glück gehabt hat?

Nun, ganz so einfach ist es wahrscheinlich nicht. Denn es gibt durchaus eine Parallele aus der vergangenen Fußball–Saison. Einzig eine Mannschaft aus Leverkusen zeigte in Deutschland zuweilen Ansätze von dem, was als Fußball bezeichnet werden könnte; und sie hatte folgerichtig gleich drei Endpsiele zu bestehen. Daß sie alle drei verlor, macht die Parallele komplett. Daß ausgerechnet Dortmund den Titel, Schalke den Pokal, und Zidane die Champions League nach Madrid holten, zeigt letztlich doch, daß die Misere den Fußball besiegt hat.

Wenn Frankreich ohne Zidane sang– und klanglos ausscheidet, wenn Brasilien ohne Ronaldo fast nicht einmal die Qualifikation zur WM geschafft hätte, und Kahn der Garant des Finaleinzugs der Gurkentruppe war, dann kommen schwere Zeiten auf diejenigen zu, die immer noch nicht die Illusion verloren haben, daß Fußball einfach nur ein Spiel sein könnte.

Die anderen sind offensichtlich durch jedes graue triste langweilige Mittelmaß zu begeistern. Hauptsache, eine deutsche Mannschaft gewinnt gegen drittklassige Gegner. Warum Zigtausende hupend den Verkehr lahmlegten oder Oberbürgermeisterin Petra Roth in Frankfurt bejubelt haben, werde ich wohl nie verstehen. Doch es ist wahrscheinlich ohnehin sinnlos, das irrationale Fanunwesen im Fußball verstehen zu wollen.

Obwohl – vielleicht hilft hier ein Rückblick auf die vergangene Saison. Die Deutsche Fußball–Liga hat in Zusammenarbeit mit dem Sportverlag Berlin das offizielle Jahrbuch Bundesliga 2002 herausgebracht. Minutiös wird Spieltag für Spieltag mit der Lupe nach dem Fußball gesucht und dabei manch amüsantes Schmuckstück gefunden. Ich sage nur – Piplica.

Außerdem wird für alle 18 Vereine ein spezieller Jahresrückblick geboten. Wir verstehen dann vielleicht eher, warum Leverkusen nicht Meister werden konnte, vielleicht ja auch deswegen, weil die Drittklassigkeit auf dem Vormarsch ist – und Bayer Leverkusen hatte einfach nicht genügend drittklassige Spieler im Kader. Das einzig erfreuliche war ohnehin, daß Bayern München gescheitert ist, während die Südkoreaner des deutschen Fußballs, der FC Freiburg, absteigen mußten.

Bundesliga 2002, das offizielle Jahrbuch, ist im Sportverlag Berlin erschienen und kostet 19 Euro 95.

Abmoderation

Ein Beitrag von Walter Kuhl für Radio Darmstadt. Dieser Beitrag ist demnächst nachzulesen auf der Internetseite www.wkradiowecker.de.vu.
 

Moderation : Dirk Beutel (Montag), Holger Coutandin (Dienstag)
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Witz der Woche : Ehrlicher Kapitalismus
14.07.2002 Nächster Beitrag

 
Anmoderation

Am vergangenen Dienstag verkündete der US–Präsident George W. Bush eine neue Ära der Rechtschaffenheit. Er läutete hiermit das globale Zeitalter ehrlichster Ausbeutung ein. Walter Kuhl aus der Redaktion Alltag und Geschichte hat schallend gelacht. Warum? Dazu mehr im folgenden Beitrag.

Beitrag Walter Kuhl

Den Witz der Woche erzählte am vergangenen Dienstag der US–amerikanische Präsident George W. Bush. Angesichts aufgeflogener betrügerischer Machenschaften einiger börsennotierter US–amerikanischer Unternehmen ließ er eine neue Ära der Rechtschaffenheit in der Wirtschaft verkünden. Mit einigen wirkungslosen Maßnahmen möchte er das Vertrauen des amerikanischen Volkes in seine Wirtschaft wiederherstellen. Denn der Kapitalismus habe ein Gewissen und es gäbe keinen Wohlstand ohne Charakter. Der Mann muß es ja wissen.

Schließlich war und ist George W. Bush mit der texanischen Ölindustrie verbandelt und unterhält beste Beziehungen zum saudischen Bin–Laden–Clan. Als seine Ölfirma kurz vor der Pleite stand, wurde ihr ein Geschäft im arabischen Golf zugeschanzt, das sein Überleben und das seiner Firma gewährleistete. Einem begründeten Verdacht auf Insiderhandel ausgerechnet durch George W. wurde nicht ernsthaft nachgegangen. So zeigt sich, daß auch Bush das Grundprinzip des Kapitalismus kennt: Profit kennt kein Vaterland und vor allem kein Gewissen.

Bushs Witz der Woche macht eigentlich nur eines deutlich: zum Abkassieren gehört eine gute Medienpräsenz, Public Relations genannt. So heißt es ja hierzulande, daß unser Wirtschaftsaufschwung durch einen Fachkräftemangel im IT–Bereich gefährdet wird. Auch dies scheint nur eine Propagandameldung interessierter Kreise zu sein. Während die IT–Branchenverbände immer wieder einen akuten Fachkräftemangel beklagen, entlassen viele Unternehmen gleichzeitig massenweise qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Ein Widerspruch, der diskutiert werden sollte, meint der IT–Branchenexperte der IG Metall, Wolfgang Müller, in der Juni–Ausgabe der Fachzeitschrift Computer–Fachwissen aus der gewerkschaftlichen Bund–Verlagsgruppe in Frankfurt.

Im Jahr 2000 bezifferte der Branchenverband Bitkom den zusätzlichen Bedarf an IT–Fachkräften auf mehr als 100.000 und im Jahr 2001 gab er sogar die Zahl von 200.000 fehlenden qualifizierten Kräften an. Auch 2002 würden, trotz Konjunktureinbruch und Krise im Technologiesektor, noch 60.000 bis 75.000 Spezialistinnen und Spezialisten fehlen. Zahlen, die vor allem auf Basis von Unternehmensumfragen und der Auswertung von Stellenanzeigen ermittelt werden. Das methodische Problem bei diesen Umfragen ist: Die Unternehmen nennen den Bedarf an Fachkräften für zusätzliche Aufträge und Projekte, die der Markt aus ihrer Sicht noch hergeben würde. Ob diese Aufträge auch anderswo übernommen werden könnten, spielt dabei keine Rolle. Große Firmen geben zudem häufiger aus Imagegründen oder um die Daten möglicher interessanter Bewerberinnen und Bewerber zu sammeln, Stellenanzeigen auf. Deshalb sei es nicht seriös, sich auf diese Zahlen zu berufen, meint Wolfgang Müller.

Die am Neuen Markt notierten Unternehmen haben inzwischen schätzungsweise rund 125.000 IT–Jobs abgebaut. Große Konzerne stellen kaum noch Quereinsteiger oder Bewerberinnen ein, die älter als 35 Jahre sind. Hochqualifizierte Beschäftigte würden zu Tausenden aussortiert. Nicht einmal die Quote von 20.000 Greencards wurde ausgeschöpft. Bis zum Frühjahr 2002 wurde gerade einmal die Hälfte vergeben. Zeit, etwas näher hinzuschauen, fordert der Autor auf und erläutert, was hinter dem Spiel mit den Zahlen steckt. Die Analyse dieser Luftblasen ist nachzulesen in der Juni–Ausgabe der Zeitschrift Computer Fachwissen. Ähnliche Luftblasen blubbern derweil die Herren Schröder, Stoiber und Späth.

Abmoderation

Ein Beitrag von Walter Kuhl für Radio Darmstadt.
 

Moderation : Katharina Mann (Sonntag)
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Fußball–WM 2002
15.07.2002 *** Wdh. 16.07.2002 Nächster Beitrag

 
Anmoderation

Kaum ist die Fußball–Weltmeisterschaft Geschichte, ist der erste Bildband hierzu erschienen. Walter Kuhl aus der Redaktion Alltag und Geschichte hat nicht nur einen Blick hineingeworfen.

Beitrag Walter Kuhl

Ergebnisorientiert wie die Weltmeisterschaft, so kommt auch das von Wolf–Dieter Poschmann herausgegebene Buch aus der ZDF Sport Edition daher. Kurze Spielberichte fassen die Essenz des Spiels zusammen, aber geben nicht das Spiel selbst wieder. Ich hätte mir mehr spielerische Akzente in diesem Buch gewünscht, den Ablauf der Spiele und die Höhepunkte. Hingegen finde ich die 32 Seiten für mehr oder weniger belangloses Geplauder der jeweiligen Botschafter oder Konsulinnen in Deutschland über den Fußball in ihren Ländern entbehrlich. Das setzt sich auch auf der Ebene der Bilder fort. 1200 Bilder sind zwar nicht zu verachten, aber auf so manches Highlight müssen wir wohl verzichten. Wir sehen zwar Seaman hinter sich greifen, als ihn Ronaldinho überlistete, aber genau hier wäre ein visualisierter Ablauf dieses Traumtores angebracht gewesen. Immerhin sehen wir das nicht geahndete Handspiel von Frings aus dem Spiel gegen die USA und können uns so ein eigenes Bild machen. Und wo blieben die unzähligen Fehlschüsse von Italiens Vieri im Spiel gegen Südkorea?

Hingegen ein Statistikteil, der kaum Wünsche offenläßt. Obwohl – die in solchen Bänden sonst üblichen Rückblicke auf vergangene Weltmeisterschaften fehlt hier völlig; und ganz fehlerlos sind die Statistiken auch nicht [etwa auf Seite 62 Halbfinale Brasilien–Türkei 1:1]. Aber wir können uns jetzt ein Bild davon machen, daß dem Marathon Weltmeisterschaft mit 32 Mannschaften ein noch größerer Qualifikationsmarathon vorangegangen ist. Und wer weiß schon, daß die Färöer–Inseln zweimal Luxemburg besiegt haben? Gar nicht so schlecht, oder?

Ein Schnellschuß? Das würde ich nun auch nicht sagen. Denn immerhin hatte der Sportverlag Berlin genügend Zeit, die Ereignisse zu verarbeiten, und das Ergebnis kann sich durchaus sehen lassen. Ich denke, das Problem des Buches ist eher das Konzept, und das Konzept ist wiederum abhängig von einer aufgeblähten Weltmeisterschaft. Doch hätte es keine WM mit 32 Teilnehmern gegeben, dann wäre so manche Überraschungsmannschaft nicht einmal nach Japan oder Südkorea gekommen. Und das wäre doch schade gewesen. Insofern hatte der Verlag ein Problem, nämlich 64 Spiele angemessen wiederzugeben. Dazu die Bilder und atmosphärischen Eindrücke von der WM und eben der Statistikteil. Wie gesagt, hier sind 32 Seiten vergeudet worden, die besser angelegt gewesen wären. Und was Gerhard Schröder zum deutschen Fußball zu sagen hat, interessiert nun wirklich nicht.

Dafür ist den Ausführungen über die Leistungen der Schieds– und Linienrichter nur zuzustimmen. Zwar haben die asiatischen und afrikanischen Unparteiischen des öfteren daneben gelegen, aber ihre europäischen Kollegen standen hier in nichts nach. Italien darf sich nicht über den Schiedsrichter und seine Assistenten beschweren, sondern über die Unfähigkeit von Trappatoni und Vieri. Das ist letztlich die ganze Wahrheit; allen Fehlentscheidungen zum Trotz. Trotz allem – das von Wolf–Dieter Poschmann herausgegebene Buch über die Fußball WM 2002 ist kompakt und angenehm zu lesen; und vor allem: bezahlbar. Es ist im Sportverlag Berlin erschienen und kostet 14 Euro 95.

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Ein Beitrag von Walter Kuhl für Radio Darmstadt.
 

Moderation : Dirk Beutel (Montag), Holger Coutandin (Dienstag)
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20. Juli 1944
21.07.2002 Nächster Beitrag

 
Anmoderation

Gestern war wieder einmal der 20. Juli und in Berlin wurden junge Rekruten in die Tradition der Wehrmacht eingeführt. Walter Kuhl aus der Redaktion Alltag und Geschichte sieht hier natürlich Zusammenhänge.

Beitrag Walter Kuhl

Den 20. Juli 1944 umgibt eine besondere Symbolik. Das Attentat auf Adolf Hitler vor 58 Jahren war der Versuch von Teilen der Wehrmacht und einigen bürgerlichen Oppositionellen, den längst verlorenen Krieg durch das Auswechseln der Führungseliten beenden zu können. Geplant war keine Demokratie, sondern eine Militärdiktatur und geplant war auch, sich mit den westlichen Alliierten so zu einigen, daß das Großdeutsche Reich in seinen wesentlichen Bestandteilen erhalten bleiben sollte. Ein gemeinsamer Kampf gegen den Bolschewismus war hierbei nicht ausgeschlossen.

Wenn die Bundesrepublik Deutschland diesen Jahrestag des Attentats auf Hitler und des gescheiterten Putschversuchs besonders feierlich begeht, dann schwingt hier mehr mit als nur das Gedenken an einen angeblichen Widerstand. Der positive Bezug der Bundesrepublik auf die Verschwörer des 20. Juli und der ebenso deutlich positive Bezug der Bundeswehr auf die Wehrmacht lassen erahnen, welche Tradition hier beschworen wird.

Am gestrigen 20. Juli wurden unter Ausschluß der Öffentlichkeit, aber mit viel Medienpräsenz in Berlin junge Rekruten vereidigt, die der Symbolik nach sich der Tradition des 20. Juli 1944 verpflichtet fühlen sollen. Der Landesverband Berlin–Brandenburg der Deutschen Friedensgesellschaft / Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen stellt hierzu in einer Presseerklärung fest:

Die Rekruten, die am 20. Juli geloben werden, verpflichten sich zur Treue gegenüber einer Armee, die Krieg offensiv als Mittel der Außenpolitik betreibt. Das Treuegelöbnis hierzu kommt einer Verschwörung zum gemeinsamen Totschlag gleich. […] Hierfür eine feierliche Zeremonie zu veranstalten, ist nach Ansicht der DFG–VK menschenverachtend.

Die DFG–VK begrüßte hierbei ironisch den Ausschluß der Öffentlichkeit, weil die Berliner Polizei auch diesmal nur durch den Einsatz von rund 1000 Polizeibeamtinnen und –beamten dafür sorgen konnte, daß Kriegsgegnerinnen und Kriegsgegner an dieser symbolischen Handlung nicht teilnehmen konnten. Wer den Militarismus wolle, könne dies – so die DFG–VK – auch weiterhin nur verborgen hinter Wasserwerfern und Schlagstöcken tun.

Mit der Berufung auf die Offiziere des 20. Juli beweist die Bundeswehr nicht, daß sie sich von der Wehrmacht und deren Verbrechen distanziert, sondern daß sie verbissen an ihr festhält. Denn jene Offiziere haben nicht nur bis zuletzt einen verbrecherischen Angriffskrieg mit all seinen Konsequenzen geführt, sie haben sich auch sehr direkt an Kriegsverbrechen beteiligt, wie etwa [der] Ermordung der jüdischen Bevölkerung.

Eine geplante Ehrung von Wehrmachtsdeserteuren wurde hingegen während des Staatsakts verhindert. Etwa 30.000 Todesurteile wurden von der NS–Militärjustiz gefällt, über 20.000 davon wurden auch vollstreckt. Dazu paßt dann auch, daß der letztes Jahr von Kriegsdienstgegnerinnen und –verweigerern zu Ehren der damaligen Deserteure niedergelegte Kranz trotz Sicherheitsstufe–1 und Bundeswehrbewachung – oder gerade deshalb – innerhalb weniger Stunden entwendet wurde.

Nach Scharping kommt Struck und nach Frieden kommt Krieg. Nur daß Scharping schon Kriegsminister war und etwas dubios aus seinem Amt entfernt wurde. Gründe für seine Absetzung hätte es nämlich spätestens nach seinen Lügen, die zum NATO–Krieg gegen Jugoslawien beitrugen, gegeben. Doch diesen Job hatte Scharping ja ganz gut gemanagt.

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Ein Beitrag von Walter Kuhl für Radio Darmstadt.
 

Moderation : Katharina Mann (Sonntag)
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Geschichte der Fußball–Weltmeisterschaften
22.07.2002 *** Wdh. 30.07.2002 Nächster Beitrag

 
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Letzte Woche vermißte Walter Kuhl aus der Redaktion Alltag und Geschichte in einem Buch über die Fußball–WM die Historie aller vergangenen Weltmeisterschaften. Das holt er heute selbst nach.

Beitrag Walter Kuhl

Letzte Woche habe ich an dieser Stelle das erste Buch zur gerade verflossenen Fußball–Weltmeisterschaft vorgestellt. Ich hatte kritisiert, daß die Spiele ergebnisorientiert dargestellt wurden, anstatt den Spielverlauf zu beschreiben und zu analysieren. Und ich hatte kritisiert, daß im Anhang, im Statistikteil, ein Rückblick auf die vergangenen Weltmeisterschaften fehlt. Das heißt nicht, daß das von Wolf–Dieter Poschmann im Sportverlag Berlin herausgebrachte ZDF–Sport–Buch sinnlos wäre. Jedoch sein Erinnerungs– und Erkenntniswert, der ist halt eingeschränkt.

Doch was die Geschichte der Fußball–Weltmeisterschaften anbelangt, dafür gibt es Ersatz. Doch was heißt hier schon Ersatz? In diesem Buch steckt alles, was ich von einer soliden Berichterstattung über eine Fußball–Weltmeisterschaft erwarte. Statistiken und Ergebnisse, soweit nötig, und Spielberichte, die ein Spiel tatsächlich nachvollziehbar und verständlich machen.

Dietrich Schulze–Marmeling und Hubert Dahlkamp haben in ihrer Geschichte der Fußball–Weltmeisterschaften jedoch noch viel mehr geleistet. Zu jedem Land, das eine Fußball–WM ausgetragen hat, gibt es eine ausführliche Vorgeschichte, die den Stellenwert und die Geschichte des Fußballs im jeweiligen Land vorstellt. Dabei bleiben ideologische Hintergründe nicht verborgen. Die politische Indienstnahme des Fußballs wird hier genauso offengelegt wie die Kommerzialisierung und ihre Auswirkungen auf Spielpläne, Austragungsorte und mitunter auch Schiedsrichterentscheidungen.

Und wer sich an die zuweilen hundsmiserablen Leistungen der Schiedsrichter und ihrer Assistenten in Südkorea und Japan erinnert, erfährt, daß Schieds– und Linienrichter auch in vergangenen Turnieren nicht den besten Eindruck hinterließen, gerade und erst recht, wenn sie aus Europa kamen. Es gibt eben Gründe, warum drei Referees ein Eishockeyspiel leiten und gleichzeitig noch der Videobeweis gilt. Denn Fußball ist kein Spiel, sondern ein Geschäft. Wer daran teilnehmen will, muß sich den Regeln unterwerfen. Fair Play gehört nicht dazu.

Das Buch von Dietrich Schulze–Marmeling und Hubert Dahlkamp zeichnet aber noch etwas anders aus: die Leistungen oder zuweilen eben auch Nichtleistungen der deutschen Fußball–Nationalmannschaft werden ohne nationales Pathos auf den Punkt gebracht. Und sie belegen, daß der Sieg 1954 tatsächlich das Wir–Gefühl wieder hervorkehren ließ; und dabei waren die nationalistisch–nationalsozialistischen Untertöne nicht zu überhören.

Das ungemein anregende und spannend zu lesende Buch von Dietrich Schulze–Marmeling und Hubert Dahlkamp heißt Die Geschichte der Fußball Weltmeisterschaften. Es ist im Verlag Die Werkstatt erschienen und kostet 24 Euro 90.

Abmoderation

Ein Beitrag von Walter Kuhl für Radio Darmstadt.
 

Nachbemerkung, Juli 2002: Für den Herbst 2002 ist eine dritte Auflage des Buchs unter Einschluß der WM 2002 vorgesehen.
Moderation : Dirk Beutel (Montag), Holger Coutandin (Dienstag)
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Scharons Blutbad
28.07.2002 *** Wdh. 29.07.2002 Nächster Beitrag

 
Anmoderation

Am Dienstag schlug Israels Armee wieder einmal zu. Das Medienecho war gewaltig. Ändern tut sich deshalb jedoch nichts. Ein Kommentar von Walter Kuhl aus der Redaktion Alltag und Geschichte.

Beitrag Walter Kuhl

Als Ariel Scharon am Montag die Bombardierung eines Wohnhauses in Gaza anordnete, wußte er genau, was er tat. Kurz vor dem Einsatzbefehl Scharons forderte der Hamas–Führer Scheich Ahamad Yassin in einem bislang beispiellosen Aufruf zur Feuerpause mit Israel auf. Dieser Aufruf beruhte auf langwierigen Verhandlungen zwischen der palästinensischen Autonomiebehörde und der Führung von Hamas. Das Ziel dieser Verhandlungen war die Beendigung der terroristischen Selbstmordattentate, um selbst die kleinste Chance von so etwas wie einem politischen Prozeß zu ermöglichen. Scharons Antwort war klar und eindeutig, denn er wußte, was er tat, und er weiß, was er will. Unterhalb einer bedingungslosen militärischen, politischen und wirtschaftlichen Kapitulation der Palästinenserinnen und Palästinenser ist eine politische Lösung für Israels Regierung nicht zu haben – egal, ob sie von Scharon, Barak, Netanyahu oder Peres geführt wird.

Nun ist es kein Zufall, wenn die belgische Justiz gegen Scharon wegen seiner Mitverantwortung, wenn nicht Mitbeteiligung an den Massakern in den libanesischen Flüchtlingslagern Sabra und Schatila im Jahr 1982 ermittelt. Es ist auch kein Zufall, wenn der israelische Journalist Gideon Levy am 16. Februar 2001 in der israelischen Zeitung Ha'aretz beschreibt, wie Scharons damalige Armee–Einheit am 14. Oktober 1953 das Dorf Qibya in der Westbank stürmte und 69 Zivilisten, zwei Drittel davon Frauen und Kinder, allesamt Terroristen, massakrierte. Der Kampfauftrag war auch damals ebenso klar wie eindeutig: maximales Zerstören und Töten. Und dennoch – oder gerade deswegen – ist Scharon von 62% der Wählerinnen und Wähler im Februar 2001 zum Ministerpräsidenten Israels gewählt worden. Und seine Wählerinnen und Wähler wußten, was sie taten, als sie ihn wählten. Diesen – nämlich seinen – Frieden wollten sie, allerdings möglichst ohne unappetitliche Bilder über zerstörte Dörfer und massakrierte Zivilisten, und möglichst ohne eigene Verluste durch Selbstmordattentäter.

Nein – die Israelis sind nicht durchgeknallt. Sie sehen eben nur keine Alternative zu einem Frieden um jeden Preis. Zwar wollen nicht sie diesen Preis zahlen, aber auch sie tun es, auf ihre Weise. Denn jeder Kriegsakt Scharons wird durch Terror beantwortet und beantwortet werden. Das ist die Logik dieses Krieges, die nur durch die Parteien, die Kriegsparteien selbst durchbrochen werden kann. Wenn sie es denn wollten … Scharon ließ natürlich nachträglich verkünden, hätte er gewußt, daß das Gebäude bewohnt gewesen wäre, hätte er den Angriff abgeblasen. Nun unterstelle ich den israelischen Geheimdiensten doch ein gewisses Maß an Effektivität, schließlich haben sie sonst einen Ruf zu verlieren. Doch es reicht eigentlich, an 1953 zu denken. Maximales Zerstören und Töten; und dafür ist schließlich jede kriegsführende Armee da.

Selbst in der israelischen parlamentarischen Opposition wurden immerhin Stimmen laut, die von Staatsterrorismus sprachen und solche Mittel dann doch ablehnten. Und auch die internationale Öffentlichkeit, allen voran unsere Menschenrechtsregierung, ist empört. Joschka Fischer sprach von einem inakzeptablen Vorgehen. Es interessiert mich lieber nicht, was er unter einem akzeptablen Vorgehen versteht. Seine bedingungslose Solidarität mit Zivilisten–tötenden US–Kampftruppen in Afghanistan und seine moralisierend–mahnende, aber im Endeffekt genauso bedingungslose Rückendeckung für Schröders Unterstützung von Putins Feldzug gegen Tschetschenien sprechen eine klare und deutliche Sprache. Freundliche Mahnungen mögen ja gut für's Image sein, bewirken tun sie jedoch nichts. Und darum geht es ja.

Ich glaube, einige Leute haben den Sinn eines Krieges nicht verstanden. Zivilistinnen und Zivilisten der anderen Kriegspartei sind immer verdächtig, immer Kollateralschaden und selbst an ihrem Unglück schuld. Was halten sie sich auch dort auf, wo Bomben fallen und Kugeln fliegen? So gesehen, gehören Kriegsverbrechen zum Krieg.

Und so gesehen ist die Forderung, Ariel Scharon als ersten Kriegsverbrecher vor das Internationale Kriegsverbrechertribunal zu zerren, absurd. Ohne Rückendeckung aus aller Welt, und damit meine ich nicht die jüdische Rückendeckung, sondern durch die ganz und gar christliche Rückendeckung durch Politikerinnen und Politiker aus allen westlichen zivilisierten Staaten wären alle hier genannten Kriegsverbrechen nie möglich gewesen.

Aber das 21. Jahrhundert ist ja noch lang und es wird noch viele derartiger Kriege geben. Mit allen Lebenslügen, mit dem üblichen Moralisieren über inakzeptables Vorgehen und der nackten, brutalen Wirklichkeit. Im übrigen ist es unsere blaßrosarot–NATOlivgrüne Menschenrechtsregierung, unter welcher der deutsche Waffenhandel und Waffenexport so richtig aufgeblüht ist.

Abmoderation

Ein Beitrag von Walter Kuhl für Radio Darmstadt.
 

Moderation : Katharina Mann (Sonntag), Dirk Beutel (Montag)
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Diese Seite wurde zuletzt am 3. August 2005 aktualisiert.
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