Beiträge für den Radiowecker

von Radio Darmstadt

– März 2002 –

 

Radiowecker–Redaktion von Radio Darmstadt
 
03.03.2002Bahnreisen
04.03.2002Motorsport
10.03.2002Florian Gerster
11.03.2002Surfen am Arbeitsplatz
17.03.2002Australien
18.03.2002Salt Lake City 2002
24.03.2002Zuwanderung
25.03.2002Sportkalender
31.03.2002Quantengeist
 
 
Seit November 1998 liefere ich auch kleinere redaktionelle Beiträge für den Radiowecker von Radio Darmstadt. Diese Beiträge fasse ich monatsweise zusammen und stelle sie dann auf einer eigenen Seite ins Internet. Eine komplette Übersicht auf alle Beiträge seit 1998 gibt es auf meiner Radiowecker–Startseite. Zudem gibt es eine inhaltliche Übersicht auf alle Beiträge des Jahres 2002.
Meine Radiowecker–Startseite kann auch mit http://www.wkradiowecker.de.vu aufgerufen werden.
 
 
URL dieser Seite : http://www.waltpolitik.powerbone.de/rawe/rw_mrz02.htm
 
NAVIGATION
 Startseite Waltpolitik 
 Neues auf meiner Homepage 
 Stichwortsuche 
 Orientierung verloren? 
 Abstract in English 
 
RADIOWECKER
 Startseite  
 Beiträge 2002 
 
SENDUNGEN
 Geschichte 
 Kapital – Verbrechen 
 Specials 
 Tinderbox 
 Nächste Sendung 
 
SERVICE
 Besprochene Bücher 
 Sendemanuskripte 
 Veröffentlichungen 
 Bisheriges Feedback 
 Email an Walter Kuhl 
 Rechtlicher Hinweis 
 
LINKS
 Radio Darmstadt (RadaR) 
 Alltag und Geschichte 
 Radiowecker – Redaktion 
 

 


Bahnreisen
03.03.2002 *** Wdh. 05.03.2002 Nächster Beitrag

 
Anmoderation

Die Medien sind begeistert: Mit connex wird Bahnfahren günstiger, schneller und pünktlicher. Das Haar in der Suppe findet Walter Kuhl aus der Redaktion Alltag und Geschichte.

Beitrag Walter Kuhl

Auch das Darmstädter Echo jubelt: "Connex bringt Wettbewerb aufs Gleis". Zwischen Gera und Rostock fährt ab sofort einmal täglich ein Dieseltriebwagen. Nachdem connex schon auf 19 Nahverkehrsstrecken seine Züge fahren ließ, begibt sich der zum französischen Vivendi–Konzern gehörende Verkehrsbetrieb nun auf die Spur des von der Deutschen Bahn aufs Abstellgleis gestellten Interregio.

Ja, die Deutsche Bahn AG betreibt ein chaotisches, unzuverlässiges, unpünktliches und viel zu teures Unternehmen. Gezielt werden Geschäftsreisende mit Hochgeschwindigkeitszügen und unausgelasteten 1. Klasse–Abteilen subventioniert. Nach und nach verabschiedet sich die Bahn aus der Fläche. Der Güterverkehr wird eingestellt. Und Berufspendlerinnen und –pendler können ganze CDs über unbeqeme, überfüllte und kundinnenunfreundliche Nahverkehrszüge besingen. Genau das war jedoch die Absicht der in den 90er Jahren durchgeführten Bahnreform.

Wo das alles enden kann, zeigt das britische Beispiel: nach der Zerschlagung der dortigen Staatsbahn in viele kleine regionale Privatunternehmen wird an allen Ecken und Enden gespart – vor allem an der Sicherheit. Das ist auch – wenn auch noch nicht in britischem Ausmaß – bei der Deutschen Bahn nicht anders. Das ICE–Unglück von Eschede war vermeidbar. 101 Menschen mußten sterben, weil die Bahn per Reform an die Börse gefahren werden sollte, koste es, was es wolle.

Ein solch marodes Unternehmen, das als Lachnummer einen Werbespot schaltet, in dem sich Fahrgäste über eine Verspätung von drei Minuten aufregen, zieht die Konkurrenz magisch an. connex nun pickt sich gezielt die Rosinen heraus. Es geht ja nicht darum, den Service zu bieten, den die Bahn vermissen läßt, und zwar eben auch im tiefsten Odenwald. Die Strecke von Gera nach Rostock wurde ja gezielt ausgesucht, weil sie eine Auslastung von über 70% von vornherein versprach. Und alle fahren auf diese Propagandageschichte voll ab.

Der Vivendi–Konzern muß keine Altlasten abtragen. Er muß keinen Riesen–Fuhrpark betreiben. Er zahlt seine Beschäftigten nach einem eigenen Tarif – die Lohnkosten dürften bei etwa 70% des Niveaus der Deutschen Bahn liegen. (Nebenbei: wer von euch ab sofort bereit ist, für 70% des bisherigen Lohns und Gehalts zu arbeiten, damit andere eine Stunde schneller in Bielefeld ankommen, möge sich bei mir melden.) Und im Gegensatz zur Bahn erhält connex durch die ganze Lobhudelei der vergangenen Tage auch noch sonst unbezahlbare Werbezeit geschenkt.

Unter diesen Bedingungen kann so ziemlich jeder und jede eine eigene Bahn profitabel und erfolgreich betreiben. Und genau dies wird dann der unflexiblen, schwerfälligen Deutschen Bahn vorgehalten, um weitere Munition dafür zu sammeln, den immer noch in Staatsbesitz befindlichen Betrieb vollends zu zerlegen.

Es mag schön sein, wenn connex eine Stunde Fahrzeit weniger benötigt für die Strecke von Gera nach Rostock als die Deutsche Bahn. Diese könnte das auch. Allerdings müßte sie dann ihre völlig unsinnige Verkehrspolitik aufgeben, dem rasenden Fernverkehr Vorrang zu geben vor dem Nahverkehr, der das größte Fahrgastaufkommen und auch –potential besitzt. Aber dies ist nicht im Interesse derjenigen, die diesen Unsinn in Vorstand und Aufsichtsrat der Deutschen Bahn AG aushecken: den Vertretern der Automobil–, Mineralöl– und Luftfahrtindustrie nämlich.

Eine Bahn, die sich nicht am Interesse dieser Profitgeierlobby orientiert, sondern sich den Bedürfnissen der allermeisten Verkehrsteilnehmerinnen und –teilnehmer widmen würde, müßte nicht privatisiert werden, um erfolgreich zu sein. Privatisiert wird hier nur der Profit, die Kosten darf wie immer die Allgemeinheit tragen. Und selbst ein genereller Nulltarif in allen öffentlichen Verkehrsmitteln wäre gesamtgesellschaftlich betrachtet kostengünstiger als Straßenbau, Bahnreform und die kostenlose Lagerhaltung der Unternehmen auf Deutschlands Autobahnen.

Und was sagen hierzu die GRÜNEN neoliberalen Verkehrsökologen? Genau, die finden connex natürlich klasse.

Abmoderation

Ein Beitrag von Walter Kuhl für Radio Darmstadt.
 

Moderation : Katharina Mann (Sonntag), Holger Coutandin (Dienstag)
Zum Seitenanfang Vorheriger Beitrag

 


Motorsport
04.03.2002 Nächster Beitrag

 
Anmoderation

Sport ist Mord, meint Walter Kuhl aus der Redaktion Alltag und Geschichte im folgenden Beitrag.

Beitrag Walter Kuhl

Sie drehen sich wieder im Kreis und verfallen dem Geschwindigkeitsrausch. Rasende Millionäre haben wieder einmal nichts Besseres zu tun, als die weltweiten Brot und Spiele mit einem ökologischen Desaster zu beglücken. Ich meine die Formel Eins und die Helden der Straße. Die Vorbilder unserer Jugend und die Werbeboten für Drogenhändler und Handyterror.

Als vor kurzem die Sportredaktion im Programmrat von Radio Darmstadt den Antrag auf Sendezeit für den Starkenburger Automobil– und Motorsport Club stellte, habe ich mir doch erlaubt, die Frage zu stellen, was an Motorsport eigentlich Sport sei. Doch dann fiel mir der leider nur allzu wahre Spruch Sport ist Mord ein; und so mußte ich einsehen, daß Motorsport in diesem Sinne in der Tat Sport ist.

Zum Glück sind die Olympischen Dopingspiele vorbei und die belustigenden Erlebnisse, wenn die deutsche Fußballnationalmannschaft vorgeführt wird, sind leider noch in weiter Ferne.

Überhaupt Doping. Was ist Doping? Doping ist, einfach gesagt, wenn eine oder jemand erwischt wird, verbotene Mittelchen zu sich genommen zu haben. Eine andere Definition besagt, daß gedopt wurde, wenn der zulässige Grenzwert für eine bestimmte Substanz oder eine bestimmte Blutkonzentration überschritten wurde. Beide Definitionen sind übrigens nicht deckungsgleich. Weil – wer dopt, aber unterhalb der Grenzwerte bleibt, dopt ja nicht. Deshalb fallen einige Doper ja aus allen Wolken und verstehen die Welt nicht mehr, wenn sie erwischt worden sind. Völlig korrekt sagen sie, sie hätten nicht gedopt. Weil – ihre Absicht war ja, unterhalb der zulässigen Grenzwerte zu bleiben.

Doch Sport ist auch ohne Doping Mord – oder zumindest gesundheitsschädlich. Radrennfahrer, die ihren Magen demolieren, Fußballspieler, die sich die Knochen zertreten, Leichtathleten, die von einem Muskelfasserriß zum nächsten sprinten, Skifahrer, die in Fangnetze brettern, oder Turnküken, deren Knochen verbogen werden.

Doch kommen wir zum Motorsport zurück. Auch dieser ist mörderisch. Denn nicht nur Fahrer verunglücken, sondern auch Streckenposten oder nicht so ganz unbeteiligte Zuschauerinnen. Egal, ob bei der Formel Eins oder bei Rallyes. Doch was zählen Menschenleben, wenn Millionen in aller Welt vor der Glotze und an den Rennstrecken hocken können, um die auf den Fahrzeugen aufgeklebten Werbebanner zu bestaunen. Der Formel Eins–Zirkus wäre ja ohne die Drogenwerbung (also Zigarettenwerbung) nicht finanzierbar.

Als Vorbereitung und Einstimmung auf die neue Saison mit neuen Rundenbestzeiten und spektulären Crashs sind die Jahresrückblicke auf die vergangene Saison erschienen. Im Sportverlag Berlin gleich drei Bücher: die FormelStory, die RallyeStory und die TourenwagenStory. Alles über die Rennen, die Fahrer und die Technik wird darin versprochen. Selbstreflektion über die Attraktion Motorsport und ihre gesellschaftliche Bedeutung dürfen wir dort hingegen nicht erwarten. Statt dessen eben geballte Männlichkeit und ab und zu ein paar mehr oder weniger angezogene Frauen als Staffage.

Wer's braucht: die FormelStory von Stefan Pajung, die RallyeStory von Andrea Voigt–Neumeyer und die TourenwagenStory von Thomas Voigt sind im Sportverlag Berlin, jeweils zum Preis von 19 Euro 95, erschienen.

Abmoderation

Ein Beitrag von Walter Kuhl für Radio Darmstadt.
 

Moderation : Diek Beutel (Montag)
Zum Seitenanfang Vorheriger Beitrag

 


Florian Gerster
10.03.2002 *** Wdh. 12.03.2002 Nächster Beitrag

 
Anmoderation

Frischen Wind versprechen Walter Riester und Florian Gerster den Arbeitslosen dieser Republik. Was diese erwarten dürfen, verrät ein Beitrag von Radio Dreyeckland aus Freiburg.

Beitrag Radio Dreyeckland

Der Beitrag liegt nicht in Textform vor. Er kann jedoch vom Audioportal des Bundesverbandes Freier Radios heruntergeladen werden:
Florian Gerster – Ein Mann der neuen Mitte im Portrait

Abmoderation

Ein Beitrag von Walter Kuhl für Radio Darmstadt.
 

Moderation : Katharina Mann (Sonntag), Holger Coutandin (Dienstag)
Zum Seitenanfang Vorheriger Beitrag

 


Surfen am Arbeitsplatz
11.03.2002 Nächster Beitrag

 
Anmoderation

Ein Sport der besonderen Art ist das Surfen am Arbeitsplatz. Zu den arbeitsrechtlichen Folgen dieses Vergnügens ein Beitrag von Walter Kuhl aus der Redaktion Alltag und Geschichte.

Beitrag Walter Kuhl

Surfen im Internet – auch oder gerade am Arbeitsplatz – scheint sehr beliebt zu sein. Online-Umfragen jedenfalls haben ergeben, daß von 100 Beschäftigten mit Internet-Zugang 93 während ihrer Arbeitszeit das Netz zum privaten Vergnügen durchstreifen. Die Hälfte von ihnen verbringt wöchentlich eine knappe Stunde privat im globalen Dorf.

Die zeitweise Flucht vor der Arbeit ist aber noch lange kein Grund für eine fristlose Kündigung. Darauf weist die Zeitschrift Computer–Fachwissen aus der gewerkschaftlichen Bund–VerlagGruppe in ihrer Januar–Ausgabe hin. Sie zeigt den Fall einer Buchhalterin auf, der fristlos gekündigt wurde, weil sie im Laufe eines Jahres rund 80 Stunden privat gesurft hatte. Die Angestellte klagte vor dem Arbeitsgericht Wesel und bekam Recht. Die Richter hielten die Kündigung für nicht zulässig, weil keine Abmahnung erteilt worden war. Der Arbeitgeber hatte in dem Verhalten seiner Angestellten einen so schweren Pflichtenverstoß gesehen, daß er eine Abmahnung für überflüssig gehalten hatte. Die Weseler Richter legten jedoch fest, daß eine Abmahnung grundsätzlich immer dann erteilt werden muß, wenn eine Arbeitnehmerin oder ein Arbeitnehmer nicht mehr als 100 Stunden im Jahr privat surft.

Eine Kündigung ohne Abmahnung ist nur dann möglich, wenn der Arbeitgeber die private Nutzung des Internet–Zugangs am Arbeitsplatz ausdrücklich verboten hat. Tut er dies nicht, können seine Angestellten davon ausgehen, daß privates Surfen im Netz bis zu einem bestimmten Grad erlaubt ist. Denn erst ein solches Verbot, beziehungsweise die Pflicht, dem Chef Rechenschaft über die Internet–Nutzung abzulegen, mache der oder dem Beschäftigten klar, daß mit dem privaten Surfen das Arbeitsverhältnis belastet wird. Erst wenn die oder der Angestellte die Rechtswidrigkeit dieses Handelns erkennen kann und auch davon ausgehen kann, daß der Arbeitgeber dieses Tun nicht hinnehmen wird, ist eine Abmahnung nicht mehr grundsätzliche Voraussetzung für eine Kündigung.

Zu diesem Thema ist übrigens im Bund–Verlag ein ausgezeichneter Ratgeber erschienen. Der Arbeitsrechtler Wolfgang Däubler legt in seinem Buch Internet und Arbeitsrecht die Problematik der Internetnutzung am Arbeitsplatz in all ihren Facetten dar. Er gibt hierbei ausführliche Handlungshinweise, die eine Abmahnung oder gar eine Kündigung zu vermeiden helfen. Internet und Arbeitsrecht von Wolfgang Däubler ist letztes Jahr im Bund–Verlag zum Preis von 22 Euro 90 erschienen.

Abmoderation

Ein Beitrag von Walter Kuhl für Radio Darmstadt.
 

Moderation : Dirk Beutel (Montag)
Zum Seitenanfang Vorheriger Beitrag

 


Australien
17.03.2002 Nächster Beitrag

 
Anmoderation

Australien ist nicht nur ein Kontinent mit einer einzigartigen Tierwelt, sondern wurde auch relativ spät besiedelt. Die Kolonisierung des fünften Kontinents und seine Folgen ist ein Thema der neuesten Ausgabe der Zeitschrift Archäologie in Deutschland. Ein Beitrag von Walter Kuhl aus der Redaktion Alltag und Geschichte.

Beitrag Walter Kuhl

Der Boden des einstigen Sees im Südosten Australiens ist heute von Sträuchern bedeckt, eine Düne am östlichen Rand bildet einen scharfkantigen erodierten Kamm. Und wer die desolate Landschaft betrachtet, kann sich kaum vorstellen, wie der See vor 40.000 oder 50.000 Jahren ausgesehen hat. Damals waren die Temperaturen niedriger, folglich die Verdunstung weniger stark, so daß sich Seen wie der Lake Mungo mit Wasser füllten. Sie waren voller Fische und Süßwassermuscheln, und in den umliegenden Ebenen lebten vielerlei Beuteltiere wie Kängurus, Beuteldachse und Hasenwallabys. [AiD 2/2002, Seite 14]

Der Lake Mungo legt jedoch auch Zeugnis davon ab, daß die ersten Menschen, die den Boden Australiens betraten, offensichtlich früher ihre Füße auf den Kontinent gesetzt haben, als bislang angenommen. Die Radiokarbonmethode zur Bestimmung des Alters organischer Stoffe ist in der Regel nur bis zum einem Alter von 30.000 Jahren zuverlässig. Ältere Funde lassen sich hingegen nicht genau datieren; Ungenauigkeiten von mehreren 10.000 Jahren sind möglich. Genau dies scheint bei der Datierung eines Bestattungsrituals am Lake Mungo geschehen zu sein. Neueste Untersuchungsmethoden zeigen, daß dieses Begräbnis, das bislang auf ein Alter von 32.000 Jahren bestimmt worden war, um mehr als 20.000 Jahre älter ist. Dies zeigt, daß der australische Kontinent schon vor etwa 60.000 Jahren erstmals besiedelt worden ist. Außerdem legen Fundumstände nahe, daß die ersten Menschen auf australischem Boden auch die unwirtlichen Wüstengegenden besiedelt haben. Bislang war die Forschung davon ausgegangen, daß sich die ersten Menschen nur an der Küste entlang ausgebreitet hatten. Diese neuen Erkenntnisse erklären möglicherweise auch das Aussterben mehrerer riesiger Tierarten.

Nashorngroße Pflanzenfresser wie der Diprodoton, das Riesenkänguru Sthenarus und der Genyornis, ein straußähnlicher, flugunfähiger Vogel, lebten früher in Australien. [Seite 17]

Diese Tiere sind vor rund 45.000 Jahren in Australien ausgestorben, was zeigt, daß der zerstörerische Einfluß des Menschen auf seine Umwelt kein neuzeitliches Phänomen ist. Auch ursprüngliche und angeblich naturverbundene Gesellschaften lebten alles andere als im Einklang mit der Natur – was auch immer für ein ideologisches Konstrukt dies sein mag. Eine weitere Erkenntnis ist, daß es offensichtlich mehrere Einwanderungswellen von den südostasiatischen Inseln nach Australien gegeben haben muß.

Die Kolonisierung des 5. Kontinents ist jedoch nur ein Beitrag der Märzausgabe der Zeitschrift Archäologie in Deutschland. Weitere Themen sind Fundstätten aus der frühren Bronzezeit im Harz und steinerne Zeugen der keltischen Vergangenheit in Hessen und Baden–Württemberg, so zum Beispiel der sogenannte Keltenfürst vom Glauberg, der ab Ende Mai in der Frankfurter Schirn ausgestellt werden wird. Das thematisch vielseitige und interessante Heft 2/2002 der Zeitschrift Archäologie in Deutschland ist soeben erschienen und im einschlägigen Buch– und Zeitschriftenhandel für 9 Euro 95 erhältlich.

Abmoderation

Ein Beitrag von Walter Kuhl für Radio Darmstadt.
 

Moderation : Katharina Mann (Sonntag)
Zum Seitenanfang Vorheriger Beitrag

 


Salt Lake City 2002
18.03.2002 *** Wdh. 19.03.2002 Nächster Beitrag

 
Anmoderation

Kaum sind die Olympischen Spiele von Salt Lake City Geschichte, folgt schon die Dokumentation der Ereignisse. Ein Beitrag von Walter Kuhl aus der Redaktion Alltag und Geschichte.

Beitrag Walter Kuhl

Millionen Menschen haben sich die Nacht um die Ohren geschlagen. Sie sahen nicht nur die etwas unvorsichtigen Doperinnen und Doper, die dumm genug waren, sich erwischen zu lassen. Nein, sie sahen auch die konkrete Umsetzung des olmypischen Wahlspruchs: citius, altius, fortius – schneller, höher, stärker. Treffend auf den Punkt gebracht hat dieses Motto der Herausgeber des im Sportverlag Berlin erschienenen ZDF–Olympia-Buchs, Rudi Cerne. Er schreibt:

Wie schön (sic!) […] ist die Geschichte der Skiakrobatin Alisa Camplin aus Melbourne. Das ist das Verrückteste, was ich je erlebt habe, jubelte sie nach ihrem Triumph im Freestyle–Springen: Es ist das erste Mal, daß ich irgendwas gewonnen habe. Die Geschichte der Australierin mutet an wie ein modernes Märchen mit einem Happy End. Schon der Beginn ihrer Ski–Karriere war dornenreich. Die nur 1,58 Meter kleine und 48 Kilogramm schwere Athletin trainierte auf der einzigen Wasserschanze ihres australischen Heimatortes. Der Tümpel in der Nähe von Melbourne war voller Blutegel. Um ihre Trainingsmöglichkeiten zu verbessern, setzte Alisa Camplin alles auf eine Karte: Ich habe alles verkauft, um hierher zu kommen, mein Auto, alles. Ich habe 150.000 Dollar ausgegeben, um so weit zu kommen, berichtete sie. Auch ihre Gesundheit hat sie aufs Spiel gesetzt: Neun Gehirnerschütterungen, Schlüsselbein– und Handbrüche, einen Achillessehnen–Riß und kurz vor den Olympischen Spielen noch einen Bänderriß in der Ferse. Ein unglaubliches Szenario. Als sie schließlich den Sprung vom Tümpel auf den Ski–Olymp geschafft hatte, war es um ihre Fassung geschehen. Ihr herzzerreißendes Weinen ging um die Welt. Ein bißchen hab' ich mitgeheult. [Seite 7]

So Rudi Cerne im Vorwort zum ZDF–Olympia-Buch Salt Lake 2002. Ein bißchen Realsatire ist das ja schon. Der wahre Olympische Geist erfordert nicht nur, das Wichtigste im Leben aufzugeben – nämlich das eigene Auto –, sondern auch die Zerrüttung des eigenen Körpers. Anstatt den Weg über das Doping zu gehen, hat Alisa Camplin die Ochsentour gewählt. Doch der Einsatz hat sich für sie gelohnt. An die gesundheitlichen Folgen denkt sie wohl erst später.

Auf 192 Seiten mit über 650 Farbbildern dokumentiert das ZDF–Olympia–Buch Höhen und Tiefen der Olympischen Winterspiele von Salt Lake City. Natürlich orientiert sich das Buch an den deutschen Erfolgen, doch die national gefärbte Aufdringlichkeit hält sich in Grenzen.

Positiv hervorzuheben ist, daß sich ein eigener Beitrag mit der Vorgeschichte dieser Winterspiele auseinandersetzt – mit der Bestechlichkeit des IOC und einem der drei Themen des olympischen Fackellaufs. Dabei ging es nicht nur darum, sich vom Fire Within erleuchten zu lassen, sondern auch um die Erschließung des Westens mit roher Gewalt und völkermordähnlichen Praktiken.

Doch selbstverständlich stehen letztlich die Ereignisse der Februartage im Vordergrund. Alle 78 Wettbewerbe werden gewürdigt; Tagebücher von Uschi Disl und Stephan Hocke vermitteln ein wenig die von den Athletinnen und Athleten erlebte Atmosphäre. Ein ausführlicher Statistikteil läßt zudem kaum eine Frage offen. Mit 14 Euro 95 hält sich das im Sportverlag Berlin erschienene ZDF–Olympia–Buch Salt Lake 2002 dann auch preislich in akzeptablen Grenzen.

Abmoderation

Ein Beitrag von Walter Kuhl für Radio Darmstadt.
 

Moderation : Dirk Beutel (Montag), Holger Coutandin (Dienstag)
Zum Seitenanfang Vorheriger Beitrag

 


Zuwanderung
24.03.2002 *** Wdh. 26.03.2002 Nächster Beitrag

 
Anmoderation

Wieviel Rassismus braucht dieses Land? Das Zuwanderungsgesetz und sein Zustandekommen erregt die Nation. Wirklich? Ein Kommentar von Walter Kuhl aus der Redaktion Alltag und Geschichte.

Beitrag Walter Kuhl

Liegen die Nerven blank oder wird uns nur ein gutes Schmierenschauspiel geboten? Die Erregung über die Abstimmung über das Zuwanderungsgesetz im Bundesrat übertüncht, worum es eigentlich geht. Es wurde doch nicht beschlossen, die Grenzen der hermetisch abgeriegelten Festung Europa mit dem Schengener Abkommen und dem Stacheldrahtverhau auf dem Frankfurter Flughafen niederzureißen. Nein, beschlossen wurde eine Zuwanderungsregelung, die unseren Interessen, übersetzt also: den Interessen der deutschen Wirtschaft, nutzt.

Es ist doch geradezu bemerkenswert, daß die blaßrosarot–olivgrüne Menschenrechtsregierung die schikanöse Behandlung von Flüchtlingen nicht per Gesetz verboten hat. Der Bundesgrenzschutz patrouilliert immer noch an Deutschlands Grenzen, an denen Jahr für Jahr beim Versuch, die Bundesrepublik Deutschland zu erreichen, Dutzende Flüchtlinge sterben. Neonazibanden treiben immer noch ihr Unwesen – trotz oder gerade wegen der Aktivitäten des Verfassungsschutzes. Die Ausrüstung von Asylbewerberheimen spottet immer noch jeder Beschreibung. Eine angemessene medizinische Versorgung wird immer noch verweigert. Abschiebeknäste sind weiterhin Realität. Und die Lufthansa transportiert weiterhin gefesselte und geknebelte Flüchtlinge zurück in eine ungewisse Zukunft. Wenn sie nicht auf diesem Transport ersticken.

Zuwanderung? So wie gerne zwischen schaffendem und raffendem Kapital unterschieden wird und allenfalls ungehemmte spekulative Finanztransaktionen durch eine lächerlich geringe Tobin–Steuer besteuert werden sollen, so wird auch zwischen nützlichen Migrantinnen und Migranten auf der einen Seite und Wirtschaftsflüchtlingen auf der anderen Seite unterschieden. Die grüne Karte gibt es nur für diejenigen, die aus guten Gründen Einlaß begehren und erhalten. Fußballspieler zum Beispiel.

Die Anerkennungsquote von asylsuchenden Flüchtlingen ist hingegen ohnehin lächerlich gering. Wer vor deutschen Waffen, deutschem Giftgas, deutschen Eingreiftruppen und von Deutschland unterstützten und geförderten Folterern und Mördern flieht, hat die Segnung einer solchen Menschenrechtspolitik nicht richtig verstanden und muß folgerichtig wieder nach Hause geschickt werden. Und es ist ja auch wahr: wie kann ein Flüchtling nur so bescheuert sein, ausgerechnet in das Land zu fliehen, das für die Gründe der Flucht mitverantwortlich ist? Insofern wird die rote Karte vollkommen zurecht gezückt. Und überhaupt – wenn jetzt alle kämen, die vor den segensreichen Wirkungen deutscher Waffen und deutschen Geldes fliehen würden? Müßten wir dann nicht auswandern in die Schlachtfelder Tschetscheniens oder die Slums von Rio bis Kalkutta?

Und ich mag mir gar nicht vorstellen, wie groß der Aufschrei der Empörung durch unser schönes gastfreundliches Land gellen würde, würde Thailand seine Grenzen für den Sextourismus oder Brasilien die seinen für das profitsuchende deutsche Kapital schließen wollen. Schnell würde die Keule des Internationalen Währungsfonds und des Welthandelsabkommens WTO geschwungen, wenn nicht gar die NATO zur Aufrechterhaltung von Ruhe und Ordnung geschickt werden.

Doch in der Zuwanderungsfrage sind sich dann doch alle einig, egal ob rot, ob schwarz, ob gelb oder grün: Rein kommen sollen nur diejenigen, die uns nützlich und dienlich sind, und möglichst auch nur solange, wie wir sie brauchen. Gestritten wird dann allenfalls noch über die Nuancen der Überfremdung, die sich das arme Deutschland gerade noch glaubt, leisten zu können. Also nur ein Sturm im Wasserglas? Nicht ganz. Der kommende Wahlkampf zur Bundestagswahl wirft schon den einen oder anderen rassistischen Schatten voraus. Worum es geht, ist die nach außen zur Schau gestellte Fähigkeit, mit den Fremden angemessen umgehen zu können. Und da besitzen deutsche Politikerinnen und Bürokraten unbestritten eine weltweit anerkannte Fach– und Sachkompetenz.

Abmoderation

Ein Beitrag von Walter Kuhl für Radio Darmstadt.
 

Moderation : Katharina Mann (Sonntag), Holger Coutandin (Dienstag)
Zum Seitenanfang Vorheriger Beitrag

 


Sportkalender
25.03.2002 Nächster Beitrag

 
Anmoderation

Irgendwie ist unser Sportkritiker Walter Kuhl aus der Redaktion Alltag und Geschichte ja inkonsequent. Einerseits erklärt er uns anschaulich, daß und warum Sport Mord ist, andererseits stellt er uns immer wieder neue Bücher zum Thema vor. So auch im folgenden Beitrag.

Beitrag Walter Kuhl

Die Welt rast an uns vorbei und unser Gedächtnis wird mit wichtigen und zumeist unwichtigen Ereignissen, Erinnerungen und Anforderungen zugemüllt. Nützlich ist es daher, wenn man und frau etwas nachschlagen kann. Zu den vielleicht weniger wichtigen und daher auch schnell wieder vergessenen Geschehnissen auf dieser Welt gehören die Sportevents, deren Leistungswahn uns beeindrucken und deren Sinnlosigkeit wir meist übersehen. Was ist schon wichtig daran, 100 Meter in wieviel auch immer Sekunden laufen zu können? Wem dient es, wenn Pferde über Hindernisse gequält werden? Warum gibt es keine Gesundheitsschutzrichtlinien, die Witali Klitschko daran hindern, den Kopf seiner Gegner nachhaltig zu erschüttern?

Und doch fasziniert es. Nicht alle – viele Menschen, meist Frauen, finden das überhaupt nicht interessant. Und auch wenn die Werbung versucht, sich neue Zielgruppen mit frauenspezifischen Themen zu erschließen, so ist und bleibt Sport einer Männerveranstaltung. Frauen haben gefälligst adrett und möglichst leichtbekleidet kostümiert zu sein wie beispielsweise Michelle Kwan. Und Männer brettern mit ihren Autos alles platt oder schlagen gnadenlos wie Witali zu. Ein treues Abbild unserer Gesellschaft. Mehr dazu übrigens heute nachmittag ab 17 Uhr bei Radio Darmstadt in meiner Sendung über Nachhaltigkeit und Doping.

Der Sportverlag Berlin hat vor kurzem erstmals eine lückenlose Sportchronik des vergangenen Jahres 2001 vorgelegt, um unserem Erinnerungsvermögen nachzuhelfen. In Text und Bild passiert die ganze Welt des Sports – kritiklos – Revue. Neben einer chronologischen Monatsübersicht und dem Bild des Monats beschreiben ausführlichere Artikel die Triumphe, Niederlagen und Tragödien. Ein Personenregister hilft, die Unzahl von Events in den Griff zu bekommen. Die in der ZDF sport edition erschienene Sport Chronik 2001 von Klaus Weise kostet 10 Euro.

Und wer dann noch nicht genug hat und wissen will, was ihn oder sie dieses Jahr so alles erwartet, sollte sich den Sportkalender Sport Events 2002 zulegen. 3000 Termine von rund 1000 national und international bedeutenden Veranstaltungen aus der Sportdatenbank des ZDF geben einen recht soliden Überblick über das, was den Sportfan im laufenden Jahr erwartet. Sport Events 2002 ist ebenfalls im Sportverlag Berlin herausgekommen und kostet 8 Euro.

Abmoderation

Ein Beitrag von Walter Kuhl für Radio Darmstadt.
 

Moderation : Dirk Beutel (Montag)
Zum Seitenanfang Vorheriger Beitrag

 


Quantengeist
31.03.2002 *** Wdh. 02.04.2002 Nächster Beitrag

 
Anmoderation

Wenn Physiker anfangen, über Bewußtsein zu spekulieren, dann sprengen sie leicht den Rahmen wissenschaftlicher Erkenntnis. Ob dies auch bei Roger Penrose der Fall ist, der versucht, mit Quantenphysik den menschlichen Geist zu erfassen, sagt uns nun Walter Kuhl aus der Redaktion Alltag und Geschichte.

Beitrag Walter Kuhl

Ich war in Physik schon immer schlecht. In der Schule habe ich das Fach abgewählt und sowieso nie verstanden, was meine Lehrer mir versucht haben beizubringen. Doch ich bin auch ein neugieriger Mensch. Was immer die Welt in ihrem Innersten zusammenhält, interessiert mich. Zwar frage ich eher nach den sozialen Bedingungen und Möglichkeiten menschlichen Handelns, aber auch menschliches Handeln ist ohne materielle Voraussetzungen nicht möglich.

Doch wie funktioniert das Denken? Lassen sich menschliche Gedanken oder gar Bewußtsein computermäßig erzeugen? Der Gedanke daran läßt uns zurückschrecken. Die Krone der Schöpfung eine Ansammlung von Bits und Bytes? Doch genau dies ist eine der Thesen der Neurowissenschaft.

Der britische Mathematiker und Kosmologe Roger Penrose beschäftigt sich in dem 1998 auf Deutsch erschienenen Buch Das Große, das Kleine und der menschliche Geist mit genau dieser Frage: wie entsteht Bewußtsein, läßt es sich messen und gar physikalisch begründen?

Und hier werde ich von meiner schulischen Vergangenheit eingeholt. Ich muß zugeben, ich habe über weite Strecken nicht verstanden, was Penrose mit seinen Thesen darlegt. Er bezweifelt, daß menschliches Bewußtsein durch Computer erzeugbar ist. Aber er sucht dennoch nach der physikalischen Erklärung für Gedanken und Bewußtsein. Mir kommt das jedoch manchmal so vor, als würde er wie andere Naturwissenschaftler auch nach einem in den Strukturen des Universums verbundenen Geist oder Bewußtsein suchen.

Hier liegen auch die Überschneidungen von Naturwissenschaft und Esoterik. In dem Moment, in dem Natur (was immer das sein mag) und Geist (noch so ein nebulöser Begriff) zusammenkommen, entsteht ziemlich viel Blödsinn. Esoterik eben. Das Universum hat kein Bewußtsein. Doch Roger Penrose vermeidet es zielstrebig, Bewußtsein zu definieren. Dennoch glaubt er daran, daß Bewußtsein (das er vermeidet zu definieren) physikalisch herzuleiten ist. Ist es das? Ich habe da meine Zweifel.

Sicher ist, daß Bewußtsein, also unser bewußtes Denken und Handeln, materiell begründet ist. Ohne Nervenbahnen, ohne Synapsen, ohne Gehirn kein Bewußtsein. Soviel ist klar. Aber der Versuch, eine theoretisch–physikalische Erklärung dafür zu finden, warum welche Zellen welchen Gedanken steuern, wird scheitern. Und Bewußtsein ist noch einmal etwas ganz anderes, nämlich Reflektion über sich selbst und die Umgebung. Daran mögen viele Zellen beteiligt sein. Aber das Ergebnis ist mehr als Physik. Jedoch sicher kein Weltgeist.

Doch warum komme ich immer wieder auf Physik zurück? Roger Penrose hat ein Problem – nämlich die Unvereinbarkeit zweier fundamentaler physikalischer Theorien: der Relativitätstheorie und der Quantenphysik. Und im Versuch, das in seinen Augen unvollkommene physikalische Weltbild beider Theorien miteinander zu vereinen, sieht er die Grundlage dafür, auch Bewußtsein quantentheoretisch erklären zu können. Wie gesagt, ich habe nur Bruchstücke davon verstanden und ich teile seinen Ansatz, soweit ich ihn verstanden habe, nur bedingt.

Doch wer ein bißchen mehr über die Ursprünge unseres Denkens wissen möchte, sollte zumindest einmal einen Blick in das Buch riskieren, zumal es vor kurzem als Taschenbuchausgabe erschwinglich geworden ist. Das Große, das Kleine und der menschliche Geist von Roger Penrose ist im Spektrum Akademischer Verlag erschienen und kostet 9 Euro 95.

Abmoderation

Ein Beitrag von Walter Kuhl für Radio Darmstadt.
 

Moderation : Katharina Mann (Sonntag), Holger Coutandin (Dienstag)
Zum Seitenanfang Vorheriger Beitrag

 

 

Diese Seite wurde zuletzt am 6. Juli 2005 aktualisiert.
Links auf andere Websites bedeuten keine Zustimmung zu den jeweiligen Inhalten, sondern sind rein informativer Natur.
©  Walter Kuhl 2002, 2005
Die Wiedergabe, auch auszugsweise, ist nur mit dem Einverständnis des Verfassers gestattet.
 Startseite Waltpolitik 
 Zum Seitenanfang 
 Radiowecker Startseite  
 Email an Walter Kuhl