Kapital und Arbeit

 

 

SENDEMANUSKRIPT

 
Sendung :
Offenes Haus
Kapital und Arbeit
 
Redaktion :
Walter Kuhl
Moderation :
Walter Kuhl (WK) und Günter Mergel (GM)
 
gesendet auf :
Radio Darmstadt
 
Redaktion :
Alltag und Geschichte
 
gesendet am :
Montag, 16. September 1997, 17.00-17.55 Uhr
 
wiederholt am :
Dienstag, 17. September 1997, 08.00-08.55 Uhr
 
 
Besprochene und benutzte Bücher :
  • Scott Adams : Das Dilbert Prinzip. Die endgültige Wahrheit über Chefs, Konferenzen, Manager und andere Martyrien, verlag moderne industrie
  • Cora Besser-Siegmund: Killerphrasen im Verkauf und wie man sie knackt, Metropolitan Verlag
  • Tobias Pflüger : Die neue Bundeswehr. Mit neuer Strategie, Struktur und Bewaffnung in den Krieg? Neuer ISP Verlag
  • Wolfgang Pohrt : Brothers in Crime. Die Menschen im Zeitalter ihrer Überflüssigkeit. Über die Herkunft von Gruppen, Cliquen, Banden, Rackets und Gangs. Edition Tiamat.
 
 
Playlist :
  • Geier Sturzflug : Bruttosozialprodukt
  • Siouxsie and the Banshees : The Staircase (Mystery)
  • Bangles : Walk Like An Egyptian
  • Phil Ochs : The War Is Over
  • Wahre Schule : Kommt eine von fern
  • Tod & Mordschlag : Deutschnationale Possen
  • Die Toten Hosen : Bonny und Clyde
 
 
URL dieser Seite : http://www.waltpolitik.powerbone.de/send199x/kv_kua02.htm
 
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Inhaltsverzeichnis

Kapitel 1 : Einleitung
Kapitel 2 : Das Dilbert-Prinzip
Kapitel 3 : Neurolinguistisches Gehirnwaschen
Kapitel 4 : Neue deutsche Kriegsarmee
Kapitel 5 : Kapitalismus als Bandenunwesen
Kapitel 6 : Free Mumia!
Kapitel 7 : Schluß

 

Einleitung

WK: Hier ist Radio Darmstadt mit dem Offenen Haus und der Sendung Kapital und Arbeit. Am Mikrofon Walter Kuhl ...

GM: ... und Günter Mergel. Heute werden wir vier neue Bücher und eine CD zu verschiedenen Themen vorstellen.

WK: Es sind dies: Die Comicfigur Dilbert. Welches Weltbild wird hiermit transportiert?

GM: Killerphrasen im Verkauf. Was ist Neurolinguistisches Programmieren (besser bekannt unter der Abkürzung NLP) und wie lassen sich damit Menschen manipulieren?

WK: Von den Killerphrasen zu den neuen Aufgaben der Bundeswehr. Mit neuer Strategie, Struktur und Bewaffnung in den Krieg?

GM: Brothers in Crime. Ist der Kapitalismus bloß eine Ansammlung von Banden?

WK: Mumia Abu-Jamal. Ein unbequemer afro-amerikanischer Journalist ist in den USA immer noch von der Todesstrafe bedroht. Wir stellen eine Solidaritäts-CD vor. Doch zunächst als Einstimmung unsere Erkennungsmusik.

Geier Sturzflug : Bruttosozialprodukt

 

Das Dilbert-Prinzip

WK: Vielleicht haben wir ein wenig Erstaunen produziert. Was haben Comics, Psychologie, die Bundeswehr, kriminelle Banden und die Todesstrafe mit dem Thema Kapital und Arbeit zu tun?

Nun, ich denke, eine ganze Menge. Dilbert, die Figur, über die ich nun reden werde, ist nicht einfach irgendeine Comicfigur. Dilbert ist sozusagen schon ein Prinzip. Und so heißt das Buch, das ich nun vorstellen werde, folgerichtig auch Das Dilbert Prinzip. Der Autor, Scott Adams, legt hier seine Sicht über die endgültige Wahrheit über Chefs, Konferenzen, Manager und andere Martyrien dar. Dilbert ist ein kleiner Büroangestellter, der sich mit List und Hinterlist gegen die Anfeindungen der modernen Büroorganisation zur Wehr setzt. Allerdings sind solidarische Handlungsansätze hier Mangelware. Im Gegenteil. Das Credo von Scott Adams könnte so lauten:

GM: Die Vergeltung ist Ihr bester Freund, besonders in Verbindung mit ihrem natürlichen Begleiter, der Heuchelei. Aus irgendeinem Grund ist im Geschäftsleben aus 'Vergeltung' ein unanständiges Wort geworden. Aber nur der Begriff selbst ist das Problem, die Praxis der Vergeltung ist beliebt wie nie zuvor. Wenden Sie sie an, wann immer Sie können. Während der eigentliche Vergeltungsakt Spaß machen und tiefe Befriedigung verschaffen kann, ist die Androhung der Vergeltung besonders geeignet, Ihnen bei Ihrer Karriere zu helfen. Damit die Drohung ernst genommen wird, müssen Sie die tatsächliche oder potentielle Macht besitzen, Vergeltung ausüben zu können. Wenn Sie im Unternehmen auf einer niedrigen Ebene stehen, müssen Sie den Eindruck erwecken, Sie würden wahrscheinlich bald befördert oder Sie hätten mit einer Person, die an den Schalthebeln der Macht sitzt, eine Affäre. [...]

Sämtliche Androhungen der Vergeltung sind wertlos, wenn Sie nicht klarmachen können, daß Sie alle Missetaten, die Vergeltung verdienen, aufdecken, auch wenn sie in Ihrer Abwesenheit begangen werden. Ein verläßliches Netz von Spitzeln in der Firma aufzubauen ist eine Möglichkeit, allwissend zu erscheinen.

WK: Dilbert, der Sympathieträger der Comicstrips, befindet sich in einem Dschungel. Der Kampf ums Überleben findet in der anonymen Welt der Hochhäuser und Großraumbüros statt. Böse Chefs und mißgünstige Mitarbeiter wollen ihm ans Leder. Hinzu kommt, und hier liegt Scott Adams' eigentliches Thema, die Unfähigkeit des Managements, die daran Schuld sein soll, daß Betriebe sich nicht behaupten können. Adams zitiert zu diesem Zweck Dutzende von E-Mails, die alle vorzüglich geeignet sind, kapitalistische Arbeitsorganisation und modernes Management für die Ausgeburt des Schwachsinns zu halten. Hiergegen helfe dann nur noch, sich dem Dschungel anzupassen und selbst zum Raubtier zu werden.

Mit dieser Erkenntnis, die ich nach der Lektüre des Buches gewonnen habe, habe ich die Comicstrips mit anderen Augen gesehen - und mir blieb das Lachen immer mehr im Hals stecken. Solidarisches Handeln gegen die Zumutungen von Büro- oder Arbeitsorganisation ist einfach kein Thema mehr. Kapitalismus und dessen konkreten Auswirkungen im Arbeitsalltag werden als gegeben hingenommen. Wenn etwas nicht funktioniert, wenn eine Firma pleite geht, dann war das unfähige Management Schuld. Daß Kapitalismus, mitunter auch schönrednerisch freie Marktwirtschaft genannt, auf Konkurrenz und Ausschaltung derselben beruht, ist kein Thema. Ich erwähnte ja schon in meiner letzten Sendung, daß Kapitalismus eine asoziale Veranstaltung ist. Da das Sein ja bekanntlich das Bewußtsein ganz erheblich mitbestimmt, nimmt es kein Wunder, daß Auseinandersetzungen innerhalb dieser Wirtschaftsweise auch auf asoziale Weise ausgetragen werden. Mehr noch, dieses Asoziale wird immer mehr zum Markenzeichen und kann in den Soap Operas der Fernsehsender sozusagen als Handlungsanleitung studiert und positiv aufgenommen werden.

GM: Eine Gesellschaft, in der solidarisches Handeln immer mehr an Wert verliert, fördert logischerweise den Einzelkämpfer. Und es verwundert dann auch nicht, daß die Printmedien als Leitmotiv ausgeben, daß Frauen sich wieder Machos wünschen. Weil das die Typen von morgen sind. Allerdings - auch ein Dilbert wird in einer solchen Gesellschaft keinen Platz haben; und so ist er schon jetzt im Comic als tragische Figur zu betrachten.

WK: Was hier als die endgültige Wahrheit über Chefs, Konferenzen, Manager und andere Martyrien bezeichnet wird, ist letztlich der unbeholfene und gleichzeitig nicht-begreifen-könnende Blick eines in dieser kapitalistischen Gedankenwelt gefangenen Autors. Nochmal: es sind nicht die immer übelgelaunten oder unfähigen Chefs, die zuweilen plan- und sinnlosen Konferenzen, die den Arbeitsalltag zum Martyrium machen. Es ist das kapitalistische roll-back, das mit den Errungenschaften eines Sozialstaats aufräumt; das hat Auswirkungen auf die Arbeits- und Lebensbedingungen der abhängig Beschäftigten. Die Verwertungskrise des Kapitals wird als Klassenkampf von oben genutzt, um Abendstunden, Samstage und Sonntage möglichst durchgängig dem Verwertungsinteresse, besser gesagt: dem Profitinteresse, unterzuordnen. Und das läuft darauf hinaus, Belegschaften eines Konzerns gegeneinander und einzelne Beschäftige einer Belegschaft untereinander auszuspielen. Das Dilbert-Prinzip ist hierfür sozusagen eine offizielle Legitimation, diesen Klassenkampf von oben zur Durchsetzung eigener Interessen zu nutzen. Wenn das System schon schweinisch ist, darf man (oder frau) es wohl auch sein.

Und wenn die Stadtmarketing-Gesellschaft in Zusammenarbeit mit dem Einzelhandel in Darmstadt auch die Sonntage zum Einkaufen öffnet, dann wird genau das umgesetzt. Es geht nur noch ums Kaufen und Verkaufen. Arbeits- und Lebensbedingungen derjenigen, die dann arbeiten müssen, spielen keine Rolle mehr. Sollen sie doch froh sein, überhaupt arbeiten zu dürfen!

GM: Ums Kaufen und Verkaufen geht es auch in unserem nächsten Beitrag. Doch zunächst etwas Musik.

Siouxsie and the Banshees : The Staircase (Mystery)

 

Neurolinguistisches Gehirnwaschen

WK: Killerphrasen im Verkauf - und wie man sie knackt; so heißt das nächste Buch, das wir vorstellen möchten. Nun, wir sind hier im richtigen Leben. Wir wollen etwas verkaufen. In diesem Buch geht es vordergründig ums Verkaufen von Waren im stinknormalen Geschäftsleben. Das klingt erstmal langweilig; und ich gehe wohl zurecht davon aus, daß unsere Zuhörerinnen und Zuhörer gerade besseres zu tun haben, als irgendwelche Waren an die Frau oder den Mann zu bringen. Aber Killerphrasen, das verspricht doch etwas thrill.

GM: Killerphrasen im Verkauf - das sind die Situationen, in denen der oder die zum Kauf zu Überredende eine Bemerkung einwirft, mit der der Verkäufer oder die Verkäuferin nicht gerechnet haben und die das mühsam anzubahnende Geschäft gleich über den Haufen zu werfen droht. Etwa, wenn der Versicherungsvertreter die Frau des Hauses antrifft und diese sagt Mein Mann ist nicht zu Hause. Der gewiefte Vertreter hat seine Hausaufgaben gemacht und läßt sich davon nicht beeindrucken.

WK: Ja, er hat dieses Buch gelesen. Cora Besser-Siegmund, die Autorin, arbeitet als Diplom-Psychologin mit NLP. NLP heißt ausgesprochen Neurolinguistisches Programmieren und ist eine Technik, mit der Assoziationen zwischen Wörtern und Gehirnmustern bzw. Gehirnaktivitäten erkannt, aber auch verändert werden können. Ich bin kein Psychologe und bin mir daher bewußt, den Zusammenhang möglicherweise unangemessen zu verkürzen. Cora Besser-Siegmund beschreibt es so:

GM: Das Wort Programmieren im NLP-Begriff wird immer wieder unterschiedlich diskutiert. »Aber das ist ja so, als wäre man ein Computer - ich will mich aber gar nicht programmieren lassen.« So oder ähnlich lauten die gängigen Einwände. Ich selbst finde das Wort Programmieren sehr angemessen, denn es bezieht sich treffend auf eine äußerst freundliche und sinnvolle Funktion unseres Gehirns [...]. Das Wort meint, daß unser Gehirn in der Lage ist, sinnvolles Verhalten und Befinden so abzuspeichern, daß es uns in Fleisch und Blut übergeht. Ein einmal gespeichertes Programm setzt das Gehirn, wie bereits erwähnt, verantwortungsvoll und zuverlässig fort, bis es aufgefordert wird, statt dessen etwas anderes zu tun. Diese Aufforderung, ein veraltetes Programm zu ändern und an eine neue Lebensumgebung anzugleichen, wird im NLP nun Programmierung genannt. Programmierung deshalb, weil auch die neuen Möglichkeiten wieder in Fleisch und Blut übergehen sollen.

WK: Es gibt ja nun genügend Situationen im Leben, auf die wir nervös reagieren - Prüfungen z.B. Wenn jetzt eine oder einer vor der Prüfung daran denkt, jetzt nur nicht nervös zu werden, tritt das Gegenteil des beabsichtigten ein. Das Wort nervös aktiviert ein bestimmtes mit diesem Reizwort verbundenes Gehirnprogramm - und schon werden Streßhormone produziert. Cora Besser-Siegmund sagt nun, daß beim Wort nervös automatisch und zuverlässig die dazu gehörenden Antworten im Körper gleichzeitig mit dem Denken organisiert werden. So treffe also das Gefürchtete, was vermieden werden sollte, gerade ein. Der Trick sei nun, dem Gehirn ganz genau zu sagen, was statt dessen passieren soll, damit es auch endlich weiß, was es machen soll.

GM: Und hier setzt das Neurolinguistische Programmieren an. Das heißt, wir müssen ganz bestimmte Techniken lernen, um unser Gehirn davon abzuhalten, zu unpassender Stelle das nicht gewünschte Programm ablaufen zu lassen. Statt dessen gelte es zu erlernen, mit negativen Gefühlen besetzte Situationen positiv zu wenden. Das alles wird nun zu einer Frage der Technik gemacht, nicht etwa zur bewußten Auseinandersetzung mit den Ursachen einer bestimmten - meinetwegen - Programmierung.

Nun geht es ja hier auch nur darum, unser Produkt zu verkaufen, und nicht darum herauszufinden, warum wir in bestimmten Situationen nervös oder gestreßt reagieren. Das heißt, das gesellschaftliche Ambiente bleibt außen vor. NLP, so wie Cora Besser-Siegmund es versteht, ist eine Technik, mit der wir lernen können, besser zu funktionieren.

Und mit NLP können wir dann auch in Situationen gelassener reagieren, die uns sonst in Streß versetzen würden. Problematisch wird es dann, wenn damit so wie in Cora Besser-Siegmunds Buch verfahren wird: als Schulung, wie wir andere dazu bringen können, ein bestimmtes Produkt zu kaufen. Und zwar über Manipulation per Körpersprache und eigene Killerphrasen.

WK: Einer dieser Tricks besteht darin, Kaufen und Verkaufen als ein Spiel zu begreifen. Cora Besser-Siegmund sieht das so:

GM: Verkaufen ist eine Begegnung zwischen Menschen, ein »social event«, der sehr vielen Kunden auch Spaß macht. Wenn Sie dieses Erlebnisbedürfnis Ihres Kunden nicht verstehen und nicht befriedigen können, fühlt er sich auch irgendwie von Ihnen betrogen. [...] Die Energie, die bei der Spielmotivation durch Adern und Gehirnbahnen fließt, belebt und gibt einen positiven Kick. Die Psychologen nennen dieses freudige Schaffen auch [...] positiven Streß.

WK: Zwischen diesem gerade beschriebenen social event und dem Erlebniseinkaufen, von dem wir überall berieselt und belästigt werden, besteht ein innerer Zusammenhang. Ein Einkaufssonntag als Erlebnis für die ganze Familie - mit viel Trara drumherum. Weil, wir freuen uns schon darauf, uns spielerisch beim Austausch von Ware gegen Geldscheine näher zu kommen. Zwischenmenschliche Kommunikation als Warenaustausch. Das mag zwar eine gesellschaftliche Vision sein; aber ganz sicher nicht meine. Und dazu gehört, daß ich mich auch nicht von den Tricks der NLP-geschulten Verkäuferinnen und Verkäufer beeindrucken lassen möchte. Insofern ist das Buch natürlich nützlich. Sozusagen als Antwort auf die Frage, wie arbeitet die Gegenseite? Aber ansonsten, uarrggh.

Bangles : Walk Like An Egyptian

 

Neue deutsche Kriegsarmee

WK: Bevor ich nun von den Killerphrasen zu den Staatsbürgern in Uniform komme, möchte ich ein paar Grüße loswerden. Heute haben drei Frauen, die sich während des Prozesses gegen Birgit Hogefeld in Frankfurt kennengelernt haben, Geburtstag: Katharina, Andrea und Hildegard.

Nun zu unserem nächsten Thema: Wer denkt, daß Kapitalismus nur auf Konkurrenz beruht und sich die Fähigsten dann auch durchsetzen werden, erliegt einer Täuschung. Kapitalgesellschaften bedürfen, sofern sie sich im Ausland engagieren, immer auch der Unterstützung der Politik - und zuweilen auch des Militärs. Die Geschichte der Bananenrepubliken in Lateinamerika ist da nur ein Beispiel. Die Verantwortung von ITT für den Militärputsch in Chile 1973 ein weiteres.

Es folgt eine Erklärung: ITT

Aber es sind nicht nur die USA, die weltweit für Ordnung sorgen, wo sie die Demokratie gefährdet sehen. Demokratie wird hierbei allerdings als gleichbedeutend mit freier Marktwirtschaft begriffen, nicht etwa mit Menschenrechten. Seit 1989, seit dem Fall der Mauer also, schickt sich ein kleines Land an, zum dritten Mal in diesem Jahrhundert auf der Weltbühne ein gewichtiges Wörtchen mitzureden.

Nachdem das historische Experiment einer sozialistischen Gesellschaft an inneren Widersprüchen und äußerem Druck zerbrochen ist - und schon lange nicht mehr sozialistisch genannt werden konnte -, hat es der freie Westen auch nicht mehr nötig, allzuviel Zurückhaltung an den Tag zu legen. Mehr noch, die widersprüchlichen Interessen der verschiedenen, aller Globalisierung zum trotz immer noch nationalstaatlich organisierten Kapitale, werden offener ausgetragen. Die unterschiedlichen Interessen Deutschlands und der USA in Südosteuropa, insbesondere auf dem Gebiet des ehemaligen Jugoslawien, haben einen großen Einfluß auf den Bürgerkrieg dort gehabt.

Bis weit in die 80er Jahre hinein herrschte weitestgehend ein gesellschaftlicher, aber auch politischer Konsens vor, nach der die Bundeswehr nicht im Ausland eingesetzt werden dürfe. Als sich der Zusammenbruch der osteuropäischen Gesellschaften abzeichnete, war für die deutsche (damals noch bundesdeutsche) Außenpolitik absehbar, daß man eine gewichtigere Rolle im Konzert der Großen übernehmen wollte. Und so wurde scheibchenweise immer ein kleiner Schritt nach vorn getan, der sich gesellschaftlich legitimieren und verfassungsrechtlich absichern ließ; letzteres im allgemeinen, nachdem vollendete Tatsachen geschaffen wurden. Zunächst Sanitäter in Kambodscha, dann als humanitär deklarierte Einsätze in Namibia und Somalia. Der Krieg in Jugoslawien brachte dann den Durchbruch. Nachdem die deutsche Außenpolitik das Morden im ehemaligen Jugoslawien mit angeheizt hatte, indem sie Slowenien und Kroatien als eigenständige Staaten anerkannte - im krassen Gegensatz zu anderen Ländern der Europäischen Gemeinschaft wie auch der USA -, konnten daraufhin Einsätze der Bundeswehr legitimiert werden, um das mitentfachte Feuer wieder einzudämmen.

GM: Durch diesen Krieg veränderte sich insgesamt die Einstellung zu Militär- bzw. Bundeswehreinsätzen. Weite Kreise der Bevölkerung, darunter linke und friedensbewegte, diskutierten anhand der Kriege im ehemaligen Jugoslawien, ob der Einsatz von Militär (auch der Bundeswehr) nicht zu einem Ende des dortigen Krieges führen könnte. In den Medien wurde (im Gegensatz zu manch anderem Krieg) auch ausführlich über schlimme Kriegsfolgen berichtet. So riefen Berichte in den deutschen Medien über Massaker und Massenvergewaltigungen in Bosnien und im ehemaligen Jugoslawien starke Betroffenheit in Deutschland hervor. Die Interventionsdiskussion war keine Diskussion um die beste Möglichkeit, die Massaker auf dem Balkan zu beenden. Die Debatte wurde hauptsächlich aus innenpolitischen Gründen geführt. Viele ehrlich betroffene Menschen gingen anderen auf den Leim, die anderes im Schilde führten. Zentrales Interesse der Bundesregierung und der Bundeswehrführung [...] war eine Ausweitung des Einsatzgebietes der Bundeswehr und damit vermeintlich einhergehend ein größeres internationales Gewicht.

WK: Das vorherige Zitat stammt von Tobias Pflüger von der Informationsstelle Militarisierung e.V. in Tübingen. Er geht in seinem Büchlein Die neue Bundeswehr der Frage nach, ob diese mit neuer Strategie, Struktur und Bewaffnung in den Krieg geht. Seine komprimierte Zusammenfassung der Veränderungen, die seit dem Fall der Mauer bei der Bundeswehr eingetreten sind, ist beeindruckend. Und sein Fazit ist eindeutig:

GM: Die neue Bundeswehr hat in ihrer neuen Strategie, ihrer neuen Struktur und ihrer zukünftigen neuen Bewaffnung die Fähigkeit und die Aufgabe, Kampfeinsätze durchzuführen. Kampfeinsätze sind Einsätze mit Kriegscharakter. Ziel dieser neuen Bundeswehr sind Kriegseinsätze. Stellen wir uns also auf Krieg ein!

WK: Im März dieses Jahres trug die Bundeswehr ihren Teil zum Chaos in Albanien bei. Als humanitäre Aktion getarnt, nutzte sie die Gelegenheit zu demonstrieren, daß auch sie in der Lage ist, blitzschnell zu intervenieren. Völkerrechtlich gesehen war diese Aktion absolut illegal; aber die öffentliche Meinung ist in diesem Land schon so abgestumpft, daß sie auch diesen Bruch der Verfassung wie des Völkerrechts hingenommen hat. Und damit sind Bundesregierung wie Bundeswehr wieder einen Schritt vorangekommen, eine Truppe auf die Beine zu stellen, die überall auf der Welt eingesetzt werden kann. Ich möchte das Buch von Tobias Pflüger daher ausdrücklich zur Lektüre empfehlen.

Phil Ochs : The War Is Over

 

Kapitalismus als Bandenunwesen

WK: Was soll die Bundeswehr im Ausland? Nun - seit Ende des 2. Weltkriegs haben die USA durch ihre Armeen, Direktinterventionen und von ihnen organisierte Militärputschs günstige Rahmenbedingungen für das Florieren kapitalistischer Ausbeutung weltweit geschaffen. Mit dem Fall der Mauer 1989 ändert sich die Szenerie grundlegend. Interessenkonflikte zwischen den Machtblöcken USA / Europa - und darin besonders Deutschland - / Japan gewinnen an Schärfe. Die Konkurrenz zum vermeintlich sozialistischen Lager ist weggefallen. Und so benötigt ein wiedererstarktes Deutschland eben eine eigene Armee, um selbst in aller Welt durchgreifen zu können, wenn die Bundesregierung die deutschen Interessen berührt sieht.

Ein anderes Thema. Staaten schicken ihre Armeen nicht nur ins Ausland, um günstige Bedingungen für die in ihrem Land beheimateten Kapitalgesellschaften zu schaffen. Das gesellschaftliche Leben dieser Staaten selbst ist voller Gewalt. Neben den legalen Räubern, also den Kapitalgesellschaften, die durch die gesellschaftliche Ordnung dazu legitimiert sind, ihre Arbeiterinnen und Angestellten auszubeuten, gibt es auch immer welche, die dasselbe Ziel mit in dieser Gesellschaft illegalen Methoden zu erreichen versuchen. Die beiden bekanntesten Strukturen dieser Art sind die Mafia in Italien und das Gangstertum der Prohibitionszeit in den USA. Diese Gangster nimmt Wolfgang Pohrt zur Grundlage seines Buches Brothers in Crime. Er schreibt darin über die Menschen im Zeitalter ihrer Überflüssigkeit. Seine Frage gilt der Herkunft von Gruppen, Cliquen, Banden, Rackets und Gangs. Seine Antwort lautet: die ganze Welt ist eine Ansammlung von Banden.

GM: Räuber rauben nicht, weil sie in den Besitz von Geld oder Wertsachen kommen möchten - wer möchte sowas nicht. Sie rauben, weil sie Räuber sind.

WK: Von dieser Art sind die klugen Sätze, die Pohrt in seinem Buch massenhaft anführt. Sie erklären nichts, bleiben der Oberfläche verhaftet, klingen klug und transportieren einen abgeklärten Zynismus, der zu nichts nutze ist. Aus diesen Sätzen spricht die Resignation, dieser Welt nicht mehr beikommen zu können. Eine Möglichkeit auf Veränderung wird ausgeschlossen. Jede Bewegung, die versucht, die Gesellschaft zum Positiven zu verändern, wird unweigerlich wieder eingefangen - alles ändert sich, damit es bleibt, wie es ist.

GM: Entgegen einem weit verbreiteten Irrtum heißt Revolution machen wollen keineswegs primär, Mitgefühl für die Ausgebeuteten zu entwickeln und den Entschluß zu fassen, deren Lage zu bessern. Revolution machen wollen heißt vielmehr, einen großen Ausbruch zu planen.

WK: Aus seinen Worten spricht: das war doch alles nicht ernst gemeint.

GM: Was an der Protestbewegung fröhlich wirkte und aufbruchsgestimmt, war die Ausgelassenheit einer Abschiedsparty.

WK: Und wenn es ernst gemeint war, dann doch nur, um selbst an die Macht zu kommen, nicht, um die Verhältnisse zu ändern.

GM: Nur im Hinblick auf die Kampfzeit also ist die Guerilla Mittel zur Schwächung staatlicher Macht. Im Hinblick auf den Frieden danach aber ist der Kampfverband die Keimzelle künftiger Herrschaft. Hier festigt die kommende Machtgruppe sich, hier werden die Jungs gedrillt und gesiebt, die später ganz oben stehen sollen.

WK: Pohrt beschreibt Guppenstrukturen und die Psychodynamik des Cliquen- und Bandenwesens. Aber er erklärt nichts. Würde er an der Oberfläche kratzen und danach fragen, warum derartigen Strukturen existieren, wieso Herrschaft hierarchisch strukturiert ist, dann müßte er feststellen, daß die von ihm beschriebenen Strukturen und Mechanismen Ausfluß der kapitalistischen Wirklichkeit sind. Ausbeutung muß nicht nur in den einzelnen Betrieben organisiert sein; ohne Repressionsapparat könnten sich gesellschaftliche Bewegungen ganz anders entfalten. Etwa beim Protest und Widerstand gegen das Atomprogramm und die Castor-Transporte.

GM: Als Einmannbetrieb erscheint die Herrschaft häufig zwar, immer ist sie zugeschnitten auf den Mann an der Spitze. Aber selbst in der simplen Urhorde kann der Obergorilla den ganzen Verein nur kontrollieren, wenn der schon hierarchisch gegliedert ist. So stark ist keiner, daß er ganz allein alle anderen bezwingt.

WK: Anstatt nun zu erklären, wie der Zusammenhang zwischen Kapitalismus und Herrschaft aussieht, und wie auf der psychischen Ebene Herrschaft als gegebene Größe von Kindesbeinen an akzeptiert wird, schwadroniert Pohrt in der ganzen Weltgeschichte rum, um aus Versatzstücken eine Theorie zu basteln. Letztlich ist dann alles dasselbe: Feudalismus, Kapitalismus, Sozialismus.

GM: Eine reaktionäre Theorie also, die nichts erklärt und sich statt dessen auf unzulässige Verallgemeinerungen und Plattheiten beschränkt.

 

Free Mumia!

Wahre Schule : Kommt eine von fern

WK: Mumia Abu-Jamal ist ein afro-amerikanischer Journalist, der seit 1982 in der Todeszelle sitzt. Er wurde wegen Polizistenmordes verurteilt. 1995 wurde von Gouverneur Thomas Ridge aus Pennsylvania der Hinrichtungsbefehl unterzeichnet, der aufgrund einer weltweiten Protestkampagne wieder aufgehoben wurde. Jamals Wiederaufnahmeverfahren wurde jedoch in die Hand jenes Richters gegeben, der ihn schon 1982 verurteilt hatte. Heute ist bekannt, wie das rassistisch motivierte Urteil gegen ihn zustande kam.

Ein Zeuge, ein Polizeibeamter, wurde 1982 aus der Stadt geschickt, weil er von Einschüchterungsversuchen bei Zeugenvernehmungen hätte berichten können. Eine Belastungszeugin sagte dieses Jahr aus, ihr sei 1982 von einem inzwischen wegen Korruption verurteilten Polizisten Geld für die Falschaussage geboten worden, daß Jamal den Polizisten erschossen habe. Sie war jedoch zum fraglichen Zeitpunkt nicht anwesend gewesen. Die Hauptbelastungszeugin wurde zeitweise von der Polizei mit dem Tod bedroht, um sie zu ihrer Falschaussage zu bringen. Einer der damaligen Vernehmungsbeamten wurde inzwischen in einer anderen Sache wegen Aussageerpressung und Korruption verurteilt.

Dieses Jahr nun deckten Jamals Anwälte auf, daß es bei der Staatsanwaltschaft in Philadelphia seit vielen Jahren eine spezielle Videoschulung gab. Sie enthielt Tips, wie man schwarze Geschworene am besten aus dem Gericht fern halten kann - so wie im Prozeß gegen Jamal 1982 geschehen.

Es ist offensichtlich, daß Jamal den Polizisten nicht erschossen hat. Aber warum wird nun hartnäckig versucht, ihm diesen Mord unterzuschieben?

Originalton Mumia Abu Jamal : I like to say, that my political life ...

GM: Ich erinnere mich an den Präsidentschaftswahlkampf von 1968, in dem George Wallace als Präsidentschaftskandidat einer rassistischen, rechtsgerichteten dritten Partei, der American Independence Party, aufgestellt worden war. Ich war damals noch ein Jugendlicher und noch nicht Mitglied der Black Panther Party. Eine paar andere Schwarze und ich fühlten, daß etwas an dieser Kandidatur nicht richtig war. Und als wir hingingen, um bei einer Wahlkampfveranstaltung im Sportstadion von Philadelphia [...] gegen ihn zu demonstrieren, wurden wir nach einer kurzen Demonstration von den Leuten dort rausgeworfen. Danach griff die Polizei an, schlug und verhaftete uns. Wir endeten schließlich alle im Krankenhaus. Diese Erfahrung öffnete mir die Augen für die Existenz militanter Bewegungen. Ich war nicht Mitglied einer Organisation, aber von da an fand ich es notwendig, Teil einer Organisation zu werden, um zu versuchen, diese Realität zu verändern. Die Leute reden von Grundrechten, aber wenn du geschlagen wirst, während du diese Grundrechte ausübst, dann existieren diese Rechte in Wirklichkeit nicht. Denn Terror und Angst halten dich von der Notwendigkeit zu demonstrieren oder dem Gefühl, daß du die Möglichkeit dazu hast, ab.

WK: Jamal arbeitete als Informationsminister für die Black Panther Party und begründeten seinen Ruf als einer der kompromißlosesten Reporter der USA. Insbesondere griff er die Polizei wegen ihrer Voreingenommenheit und Brutalität gegenüber nichtweißen Menschen an. Heute ist bekannt, daß auch gegen ihn das sogenannte Cointelpro-Programm lief. Dieses FBI-Programm war insbesondere dazu gedacht, Schwarze politisch, aber auch physisch auszuschalten. Hierzu gehörten gezielte Morde gegen Führer der schwarzen Minderheit in den USA genauso wie die Kriminalisierung einzelner Aktivisten. So wurde dieses Jahr nach 27 Jahren Haft Geronimo Pratt entlassen, dem ein Mord angehängt wurde, obwohl er zur Tatzeit nachweislich Hunderte von Kilometern vom Tatort entfernt war. Das FBI ließ dieses Entlastungsmaterial verschwinden. Und dies war und ist bis heute kein Einzelfall. Die US-amerikanische Polizei wie die Justiz ist rassistisch. Ca. 15% der US-Amerikaner sind Schwarze, aber mehr als 50% aller Gefängnisinsassen.

GM: Seit Jahren bemühen sich Jamals Anwälte um ein Wiederaufnahmeverfahren, das - davon kann man ausgehen - sehr wahrscheinlich Jamals Freilassung zur Folge hätte. Solange jedoch droht die Vollstreckung des Todesurteils gegen ihn. Anwälte kosten Geld, viel Geld sogar, wenn sie zudem noch Zeuginnen und Zeugen ausfindig machen müssen. Von diesem Geld könnte es auch abhängen, ob es zu diesem Wiederaufnahmeverfahren kommt. Leider ist es so, daß nur zu dem Zeitpunkt die Proteste stark und die Spendengelder kräftiger geflossen waren, als Jamals Hinrichtung 1995 unmittelbar drohte. Um diesem Zustand abzuhelfen, haben mehrere - zum Teil auch bekannte Gruppen - Stücke für eine CD zur Verfügung gestellt, deren Erlös zum großen Teil direkt der Verteidigung Mumia Abu-Jamals zugute kommen wird.

WK: Wer sie haben will, muß folgendes tun, nämlich an folgende Adresse schreiben und 20 Mark für die CD plus 4 Mark 40 für Porto beifügen:

Free Mumia Sampler
Weisestraße 53
12049 Berlin

GM: Das zu Anfang dieses Beitrags gespielte Stück wie auch die folgenden sind dieser CD entnommen.

Tod & Mordschlag : Deutschnationale Possen

 

Schluß

WK: Wir sind nun am Ende der heutigen Folge von Kapital und Arbeit angelangt. Hier nun die besprochenen Bücher:

Scott Adams: Das Dilbert Prinzip. Die endgültige Wahrheit über Chefs, Konferenzen, Manager und andere Martyrien. Erschienen im verlag moderne industrie. Das Buch hat 320 Seiten und kostet 49 Mark.

GM: Cora Besser-Siegmund: Killerphrasen im Verkauf und wie man sie knackt. Erschienen im Metropolitan Verlag. Das Buch hat 176 Seiten und kostet 29 Mark 80.

WK: Tobias Pflüger: Die neue Bundeswehr. Mit neuer Strategie, Struktur und Bewaffnung in den Krieg? Erschienen im Neuen ISP Verlag. Das Buch hat 119 Seiten und kostet 14 Mark 80.

GM: Wolfgang Pohrt: Brothers in Crime. Die Menschen im Zeitalter ihrer Überflüssigkeit. Über die Herkunft von Gruppen, Cliquen, Banden, Rackets und Gangs. Erschienen in der Edition Tiamat. Das Buch hat 223 Seiten und kostet 32 Mark.

Und dann noch die Soli-CD für Mumia Abu-Jamal für 20 Mark plus 4 Mark 40 Porto. Sie ist erhältlich bei: Free Mumia Sampler, Weisestraße 53, in 12049 Berlin. Wer sich das Porto sparen will, kann die CD auch am allseits beliebten Büchertisch der AG Neue Streitkultur erstehen.

WK: Zum Schluß möchte ich noch auf folgende Sendungen hinweisen: Am nächsten Montag (am 22. also) werde ich Bücher zu 1977, dem Deutschen Herbst und der RAF vorstellen und sie darauf abklopfen, ob und wie sie sich der historischen Wahrheit verpflichtet fühlen. Am Sonntag, den 19. Oktober, werde ich in einer zweistündigen Sondersendung ab 15 Uhr ausführlich über die Ereignisse von 1977 berichten und - wenn es klappt - Zeitzeuginnen und Zeitzeugen zu Wort kommen lassen. Einen Tag später, am 20.10. also, habe ich Monika Haas zu Gast. Monika Haas soll die Frau gewesen sein, die dem Entführerkommando der Landshut 1977 die Waffen nach Mallorca gebracht hat. Monika Haas war allerdings nie auf Mallorca gewesen. Die politisch motivierten Hintergründe dieser Anklage gegen sie werden das Hauptthema des Gesprächs sein.

Die nächste Sendung Kapital und Arbeit ist am Dienstag, den 14. Oktober, ab 17 Uhr zu hören. Und die heutige Sendung wird am morgigen Mittwoch ab 8 Uhr wiederholt. Es verabschieden sich Walter Kuhl ...

GM: ... und Günter Mergel.

WK: Und wann wirst du zusammen mit Susanne wieder über die Machenschaften des transzendentalen Gewerbes berichten?

GM: Am Donnerstag, den 9. Oktober, wie gewohnt um 17 Uhr.

Die Toten Hosen : Bonny & Clyde

 

Diese Seite wurde zuletzt am 11. März 2005 aktualisiert.
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©  Walter Kuhl 1997, 2001, 2005
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