Aufruf zur Demonstration
Aufruf zur Demonstration

Kapital und Arbeit

Blüten einer globalen Welt

Sendemanuskript

 

Sendung der Redaktion Alltag und Geschichte

Radio: Radio Darmstadt

Redaktion und Moderation: Walter Kuhl

Ausstrahlung am:

Mittwoch, 9. Dezember 1998, 20.00 bis 21.00 Uhr

Wiederholt:

Donnerstag, 10. Dezember 1998, 11.00 bis 12.00 Uhr

Zusammenfassung:

Einzelbeiträge zu verschiedenen Themen.

Besprochene Bücher/Zeitschriften:

 


 

Inhaltsverzeichnis

 


 

Einleitung

Jingle Alltag und Geschichte

In der zweiten Stunde [1] von Alltag und Geschichte geht es um folgendes:

Zunächst werde ich auf die Demonstration von Darmstädter Schülerinnen und Schülern eingehen, die am Freitag zum SPD-Parteibüro gezogen sind. Dabei werde ich wieder einmal eine meiner Virtuellen Zitronen für besonders virtuellen Journalismus verteilen.

Danach stelle ich einen Roman über Frauen in und aus Indien vor. Von der Coordination gegen BAYER-Gefahren erreichte uns ein Beitrag über eine etwas merkwürdige Zusammenarbeit des Chemieriesen Hoechst und des Öko-Instituts.

Und schließlich begebe ich mich in die virtuelle Welt des Star Trek Universums. Die Frage lautet: wie realistisch ist diese Zukunftsvision?

Durch die zweite Stunde von Alltag und Geschichte führt Walter Kuhl.

 

Eine Virtuelle Zitrone

Am letzten Freitag versammelten sich etwa 400 Schülerinnen und Schüler auf dem Luisenplatz, um gegen die Situation an den Schulen und den Lehrstellenmangel zu protestieren. Sie zogen danach zum SPD-Parteibüro in der Dreibrunnenstraße, begründeten nochmals ihre Forderungen und gingen danach ins SPD-Büro, um mit den dort versammelten Politikern zu diskutieren.

Die vorgebrachten Beispiele für die Misere einer auch von der SPD zu verantwortenden Bildungspolitik waren in der Tat erschreckend. Klassenstärken, die keinen vernünftigen Unterricht zulassen, oder Schulbücher, die schon einen Ausmusterungsstempel tragen und dennoch benutzt werden müssen, sprechen für sich.

Vor etwa einem Jahr demonstrierten schon einmal Tausende Schülerinnen und Schüler gegen diese Bildungspolitik, damals noch tatkräftig unterstützt von SPD und Gewerkschaften. Diese haben nun ein Problem. Der Protest gegen Bildungsmisere und Lehrstellenmangel läßt sich nicht mehr auf CDU und FDP abwälzen. Die Verantwortung liegt jetzt bei SPD und Grünen.

Entsprechend pikiert waren die Herren von der SPD. Wagten es die Schülerinnen und Schüler doch, sie beim Wort zu nehmen. Auf dem PolitikerInnen-Parcours, der kurz vor der Bundestagswahl in der Oetinger Villa stattfand, versprach nämlich der dann gewählte Bundestagsabgeordnete Walter Hoffmann, sich sofort nach der Wahl für die Belange der Jugendlichen einzusetzen.

Gehört hat man bislang nichts davon. Sofort scheint ein beliebig dehnbarer Begriff zu sein.

Aber auch einige Gewerkschaftsfunktionäre mußten schwer schlucken. Denn es ist ja schließlich auch ein starkes Stück, daß ausgerechnet ihr Kreisvorsitzender in die Kritik geriet. Die Stimmung im DGB-Haus ist jedenfalls gespannt. Denn auch das DGB-Jugendbüro Südhessen hat, wie schon im Verlauf des ganzen letzten Jahres, die Forderungen für eine bessere Bildungs- und Ausbildungspolitik unterstützt.

Im DGB-Haus für diese Kampagne aufgehängte Plakate wurden jedoch bei Nacht und Nebel wieder abgehängt, und das DGB-Jugendbüro wird wie ein Nestbeschmutzer behandelt. Aber das Jugendbüro wird die Kampagne selbstverständlich weiterhin unterstützen. [2]

Es gibt in dieser Stadt eine Lokalzeitung, die sich immer wieder besondere Mühe gibt, ausgefallene Artikel, Kommentare und Reportagen zu veröffentlichen. Ich ertappe mich des öfteren dabei, wie ich Artikel der nun gewiß konservativen Frankfurter Allgemeinen Zeitung und des Darmstädter Echo über dasselbe Ereignis vergleiche – und dann feststellen muß, daß die FAZ in ihrem Südhessen-Teil informativer, sachlicher und genauer ist als das Echo.

Am Tag vor der Demonstration zum SPD-Büro veröffentlichte das Echo einen Artikel, dessen Tenor war, zwei, drei Rädelsführer würden unmündige Schülerinnen und Schüler vor ihren Karren spannen wollen. Ausgiebig wurden Politiker der ob ihrer Bildungspolitik kritisierten SPD zitiert, die sich über die von diesen Rädelsführern initiierte Demonstration empören durften. Ellen Ehmke von der LandesschülerInnenvertretung Südhessen wurde hingegen ein knapper Absatz zur Richtigstellung eingeräumt. [3]

Der Vorwurf der Rädelsführerschaft ist ein beliebter Trick, um sich einer Diskussion nicht stellen zu müssen. Allerdings wußten weder die zitierten SPD-Politiker noch der Schreiber des Echo-Artikels, Paul-Hermann Gruner, Namen zu nennen. So läßt sich prima über irgendwelche Dunkelfrauen und Dunkelmänner räsonnieren und über von diesen dunklen Elementen verführte Schülerinnen und Schüler reden. Wenn Schülerinnen und Schüler die hessische rot-grüne Landesregierung wegen ihrer Schulpolitik kritisieren, dann können sie ja nur verführt worden sein.

Denn die seit knapp acht Jahren im Amt befindliche Landesregierung hat ja nun wirklich alles getan, um eine vorbildliche Bildungspolitik zu betreiben. Oder? – Eben. Und das sahen auch die etwa 400 Schülerinnen und Schüler so, die nach einer recht kurzen Mobilisierungsphase am Freitag auf den Luisenplatz gekommen waren, und sie wußten genau, was sie da wollten. Sie haben sich deshalb auch bei einer anschließenden Diskussion im SPD-Parteibüro nicht vollabern (oder wie das heute so schön heißt: zutexten) lassen.

Ich finde es im übrigen ziemlich bezeichnend, Jugendliche als Verführte hinzustellen, wenn sie Taten statt Worte sehen wollen. Da beschweren sich Politikerinnen und Politiker aller möglichen Parteien über eine unpolitische – richtiger wäre ja zu sagen: unpolitisch gemachte – Jugend. Und gibt es einmal Jugendliche, die Stellung beziehen, ist's auch wieder nicht recht.

Na gut, das DGB-Jugendbüro ist schuld. Die Verführer kommen von dort. Wer gemeint ist, erschließt sich allerdings nur zwischen den Zeilen. Bis Mitte des Jahres nämlich hat ein gewisser Bastian Ripper einen Job beim Jugendbüro gehabt. Es ist allerdings nicht das Jugendbüro, das Stimmungsmache betreibt, denn es verhilft den Jugendlichen dazu, ihre berechtigten Forderungen öffentlich zu machen. Nein, es ist das Darmstädter Echo, das auf ziemlich subtile Weise Stimmung macht, diesmal im Gleichklang mit der lokalen SPD.

Der Artikel zitiert den SPD-Bundestagsabgeordneten und DGB-Kreisvorsitzenden Walter Hoffmann mit den Worten: "Das DGB-Jugendbüro hat sich bei mir schon für die Beteiligung an dem Aufruf entschuldigt." Wer jetzt hier die Unwahrheit gesagt oder geschrieben hat, würde mich schon interessieren.

Das DGB-Jugendbüro jedenfalls hat niemals einen Anlaß gesehen, sich für die Unterstützung dieser Demonstration zu entschuldigen. Sollte es ich bei der hessischen Landesregierung mitsamt des SPD-Kultusministers Holzapfel für dessen Schulpolitik entschuldigen? Sollte es sich bei Harald Polster von der SPD dafür entschuldigen, daß dieser Rädelsführer-Gespenster sieht? Sollte es sich gar bei Walter Hoffmann entschuldigen, weil dieser noch einige Zeit als Abgeordneter benötigt, um über den Sinn des Wortes sofort nachzudenken?

Na ja, die üblichen Albernheiten einer Partei an der Macht.

Dem Darmstädter Echo waren Kundgebung und Demonstration in der Samstagsausgabe immerhin ein Foto wert, eine Berichtigung dieser offensichtlichen Falschmeldung, das Jugendbüro habe sich entschuldigt, wurde hingegen bis heute nicht gebracht.

Zusammengefaßt kann ich also sagen, daß der am letzten Donnerstag erschienene Artikel einer Virtuellen Zitrone für journalistische Glanzleistungen würdig ist. Paul-Hermann Gruner ist mein Preisträger des Monats Dezember. Herzlichen Glückwunsch und – frohes Fest! [4]

 

Indische Blüten

Besprechung von : Chitra Banerjee Divakaruni – Der Duft der Mangoblüten, Heyne Verlag 1998, 336 Seiten, DM 34,00

Im nächsten Beitrag geht es um Frauen in und aus Indien. Indien ist eine zutiefst patriarchale Gesellschaft, in der Frauen immer noch weitgehend aus dem öffentlichen Leben ausgeschlossen sind. Die Bestimmung des Frau-Seins ist die Ehe und die Bestimmung der Frau in der Ehe ist es, einen Sohn zu gebären.

Buchcover Chitra Banerjee Divakaruni "Der Duft der Mangoblüten"Allerdings gibt es auch immer mehr Frauen, die sich dieser Bestimmung zu entziehen versuchen, was allerdings mit mannigfaltigen Schwierigkeiten verbunden ist. Indische Männer müssen schon eine ganz besonders krasse Ausformung ihres Geschlechts sein. Irgendwo habe ich das folgende gar nicht so untypisch scheinende Beispiel aus einer indischen Akademikerfamilie gelesen:

Der Mann sitzt in seinem Sessel und liest die Zeitung. Neben ihm auf dem Tisch steht ein Glas mit Saft. Er bräuchte nur seinen Arm auszustrecken. Statt dessen ruft er seine Frau, damit sie ihm das Glas reicht.

Oder ein paar Zahlen: In Indien wurden zwischen 1988 und 1993 mehr als 20.000 Frauen ermordet oder sie töteten sich selbst, weil ihre Männer mit der Aussteuer, die von der Familie der Frau zu zahlen ist, nicht zufrieden waren. Das natürliche Verhältnis zwischen Männern und Frauen bzw. Jungen und Mädchen liegt bei etwa 1:1. In Indien, so wurde errechnet, fehlen bei einer Gesamtbevölkerung von knapp einer Milliarde Menschen etwa 23 Millionen Frauen. Das heißt, Mädchen werden vor oder nach der Geburt getötet oder systematisch vernachlässigt.

Warum das so ist, darüber werde ich mit meiner Redaktionskollegin Antje Trukenmüller reden, wenn sie von ihrem dreimonatigen Aufenthalt in Südindien zurückgekehrt sein wird. Die Sendung hierzu ist für den 18. Januar um 17.00 Uhr geplant.

Was das für die betroffenen Frauen bedeutet, läßt sich nur erahnen. Einen Ausschnitt aus dieser Wirklichkeit beschreibt Chitra Banerjee Divakaruni in ihrem Erzählband Der Duft der Mangoblüten. Allerdings ist ein Schwerpunkt ihrer Erzählungen die Situation indischer Frauen, die in die USA eingereist sind, um dort zu studieren oder zu heiraten.

Da ist die Geschichte von der Frau, die wie viele andere Frauen in Indien auch, von ihrem Mann geschlagen wird. Die mit ihrer Tochter das Haus verläßt und zu einem Onkel aufs Land fährt. Die es aber trotzdem nicht schafft, aus ihrer Ehe auszubrechen, und die zu ihrem gewalttätigen Mann zurückkehrt. Das könnte allerdings auch eine Geschichte aus der frauenfreundlichen Bundesrepublik Deutschland sein.

Da ist die Geschichte von der Frau, die mit ihrem Freund zusammen lebt und die von ihrer Mutter verstoßen wird, als diese es erfährt.

Da ist die Geschichte von dem Mann, den seine Frau verlassen hat und der beschließt:

(D)ieses Mal würde er sich keine Frau wünschen, die das College besucht hatte. Selbst gutes Aussehen war nicht wichtig. Ein einfaches Mädchen vielleicht aus dem Dorf ihrer Vorfahren. Ein Mädchen, dessen Familie nicht allzu vermögend war, das all die Bequemlichkeiten, die zu schaffen er in der Lage war, zu schätzen wußte. Eine Frau, die seinem Sohn eine echte Mutter sein würde. [Seite 200]

Da ist die Geschichte zweier Frauen, die in ihrer Kindheit Freundinnen waren. Die eine zog in die USA, heirate dort, bekam einen Jungen. Die andere blieb in Indien, heirate einen Mann einer angesehenen Familie, erwartete ein Mädchen. Sie soll es abtreiben, aber sie weigert sich, wird verstoßen.

Ihre Freundin beschließt, dies, was so vielen indischen Frauen widerfährt, nicht zuzulassen und ihre Freundin in die USA zu holen, gegen den Widerstand ihres Mannes, der eine Abtreibung wegen eines Mädchens ganz normal findet.

Als ich anfing mit Lesen, dachte ich, wie langweilig. Aber all die Geschichten bilden ein Mosaik, dessen Sinn der Ausbruch aus der verkrusteten indischen Gesellschaftsstruktur in Indien selbst, aber auch in den USA ist. Ein Ausbruch, der mal gelingt, mal nicht. Ein nicht uninteressantes Buch.

Der Erzählband von Chitra Banerjee Divakaruni heißt Der Duft der Mangoblüten. Er ist im Wilhelm Heyne Verlag erschienen und kostet als Hardcover 34 Mark.

 

Ökologisch abgesichert

Im folgenden Beitrag geht es um eine ungewöhnliche Zusammenarbeit zwischen dem in der Umwandlung befindlichen Hoechst-Konzern und dem Öko-Institut, das ja auch einen Ableger in Darmstadt besitzt.

Der Beitrag wurde uns von Herbert Steeg von der Coordination gegen BAYER-Gefahren zur Verfügung gestellt. Er ist übertitelt mit Ökologischer Richtungswechsel oder Marktlückenforschung?

Manchmal spricht der erste Eindruck bereits für sich: Nimmt man die Studie "Hoechst Nachhaltig" zur Hand, so wundert man sich, daß als Herausgeber das Öko-Institut e.V. angegeben wird. Denn Gestaltung und Wortwahl erinnern eher an eine Werbeschrift des VCI (Verband der Chemischen Industrie). Und wirklich, was dort unter "Sustainable Development" zunächst ausgeführt wird, findet sich fast wörtlich so in der Homepage des VCI.

Zu Beginn dieser Studie liest man: "Inzwischen hat sich Hoechst in einer Weise verändert, die beim ersten Kontakt unvorstellbar war." Mensch reibt sich die Augen und fragt erstaunt, worin denn diese Veränderung bestehen soll? Ja, so wird mensch dann aufgeklärt, Hoechst habe eine neue Unternehmensstruktur, es habe große Teile der klassischen Chemie verkauft oder ausgegliedert, und sehe seine Zukunft im Pharma- und Agrobereich. Eine typisch postfordistische Strategie, wie sie von den meisten Konzernen im Rahmen der Globalisierung betrieben wird. Was ist daran aufregend und gar "unvorstellbar"? Und wieso soll das positiv oder gar ökologisch sein? Die "klassische Chemie" existiert ja weiter, zu befürchten ist jedoch, daß die neu entstandenen GmbHs niedrigere Umweltstandards verwenden als zuvor.

Die von Hoechst und Öko-Institut gemeinsam erarbeiteten Leitlinien sind sehr allgemein und geben nur unverbindliche Ziele an. Doch die Wahrheit ist immer konkret. Ob Hoechst sich hier nur mit dem Öko-Institut schmückt, um so eine Umweltkritik von vornherein zu unterlaufen, oder ob umgekehrt das Öko-Institut Hoechst zu irgendwas bewegt hat, soll daher am konkreten Teil der Broschüre, den beiden aufgeführten Beispielen, bewertet werden.


Im ersten Fallbeispiel wird eine spezielle Bitumendachabdichtung (aus PET) untersucht, die in die VR China exportiert werden soll. Festgestellt wird, daß es sich dabei um ein hochbeständiges Produkt für Flachdächer handelt und dass in China Wohnbauten typischerweise mit Flachdach gebaut werden. Bisher werde dafür Rohfilz-Pappe benutzt, die jedoch häufig undicht werde und schnell erneuert werden müsse. Durch den Einsatz der PET-Pappe von Hoechst müsse weniger repariert werden und daraus wird eine "relative Verbesserung der Umweltbelastungen" abgeleitet. Das ist jedoch mehr eine Marktlückenanalyse als eine Öko-Bilanz! Die Gründe für die vielen chinesischen Flachdächer oder Alternativen dazu werden nicht benannt. Wieso nicht andere Dächer? Der Export der PET-Dachpappe reproduziert lediglich das übliche Verhältnis der Industriestaaten zur Dritten Welt. In "Hoechst Nachhaltig" ist nicht einmal von der Notwendigkeit einer vorherigen Ökoprüfung des Exportprodukts im Zielland die Rede. Wer sagt denn, daß sich das PET auf den chinesischen Dächern nicht zersetzt, mag es in Europa noch so gut sein? PET (Polyethylenterephthalat) bildet beim Verfall kurzkettige Phthalatester, wie sie als Weichmacher auf dem Markt sind. Der negative Einfluß von Weichmachern auf den Menschen ist längst bekannt. Dazu ein kurzes, selbsterlebtes Beispiel: Ein hochwertiges Produkt zur Oberflächenversiegelung (Lackierung) wurde nach Südostasien verkauft. Von dort kamen nach wenigen Monaten Klagen, die Polymerschicht sei von den Oberflächen bereits abgewittert. Ungläubiges Staunen, denn in Europa hält das Produkt viele Jahre. Dann die Erklärung: Die enorme UV-Einstrahlung in Südostasien erzeugte schnell chemische Veränderungen, die in Verbindung mit hoher Luftfeuchtigkeit und großen Temperaturschwankungen das Polymer zerstörten. Ist es sicher, dass ähnliches bei der Hoechst-Dachpappe unmöglich ist?


Auch im zweiten Beispiel wird ein Exportprodukt für den chinesischen Markt untersucht: Sorbinsäure, ein Lebensmittelkonservierungsstoff. So heißt es in "Hoechst Nachhaltig": "Nach einer SRI-Studie verhält sich der Einsatz von Lebensmittelzusatzstoffen in etwa proportional mit dem Einkommensniveau. Konservierungsstoffe stellen dabei die erste Kategorie dar, sie werden also vor allen anderen Lebensmittelzusatzstoffen eingesetzt. Eine Erhöhung des Einkommens in China ausgehend von einem niedrigen Niveau führt somit zunächst zu einer Erhöhung des Bedarfs an Konservierungsstoffen." Hier wird anscheinend einiges verwechselt. Erhöhter Einsatz von Lebensmittelzusatzstoffen erfolgt in Ländern mit industrialisierter Nahrungsmittelversorgung, und in diesen Ländern ist das Einkommensniveau bisher hoch. Wenn also die Volksrepublik China verstärkt Sorbinsäure nachfragt, so zeigt das nur, daß sich das Land dem westlichen, industriellen Ernährungsmodell annähert, und sich so für Hoechst eine Marktlücke auftut. Das ist weder "nachhaltig" noch "ökologisch". Als Beispiel für die bessere Konservierung wird in "Hoechst Nachhaltig" ausgerechnet Schnittbrot angeführt. Nur: die Chinesen essen traditionell kein Brot! Die notwendige Brotkonservierung in China ist ein Beispiel für die Einführung europäischer Nahrung. Gerade die asiatische Küche kennt viele alte, eingeführte Nahrungskonservierungsmethoden ohne Chemie. Schließlich sind Konservierungsstoffe nicht unbedenklich, da sie ein erhöhtes Allergiepotential tragen.


Die Beispiele beweisen keine ökologische Kehrtwendung des Hoechst-Konzerns, sondern nur, daß China dem herrschenden Industrie- und Technologiekonzept nacheifert, anstatt eine eigene, alternative Wissenschaftsrichtung zu entwickeln. Die Studie kommt zu dem Schluß "der Umbau von Hoechst zu einem nachhaltigen Konzern &8230; erfordert eine lange Liste von Maßnahmen." Weniger konkrete wie "die Etablierung des Leitbilds der Nachhaltigen Entwicklung" und sehr konkrete, etwa eine "stärker nachfrage- und marktorientierte F&E (Forschung & Entwicklung)". Gerade letzteres hat mit "nachhaltig" nichts zu tun! Am Ende heißt es dann wörtlich: "Hoechst sollte neben der Produktbewertung andere Felder angehen: hierzu gehören zum Beispiel die Organisations- und Personalentwicklung, der mögliche Abbau von Arbeitsplätzen, das Finanzmanagement sowie die Bereiche policy affairs und F&E, die es auszurichten gilt." Darauf wären die Hoechst-Manager wohl selbst nicht gekommen!?

Unter Umweltschutz kann mensch verschiedenes verstehen. Das mindeste ist, die einschlägigen Gesetze zu befolgen, keine neuen "Altlasten" entstehen zu lassen und bereits kritisch diskutierte Produktionslinien zu vermeiden. Das ist heute unter den intelligenteren Industriemanagern Konsens. Die Ökologiebewegung muß aber mehr unter Umweltschutz verstehen, da ohne eine grundsätzliche Umgestaltung der Industrielandschaft die Probleme weiter auf eine Katastrophe zulaufen. Welcher Beelzebub hat also das Öko-Institut geritten, diese Leitlinien mit zu verfassen? Die zweck-optimistische Zuversicht, wer mitredet, bestimmt mit, und so entwickelt sich Öko-Einfluß? Den besseren "Unternehmensberater" zu spielen, ist keine kluge Strategie für eine Ökogruppe. Denn wer Umweltschutz auf die Optimierung des Bestehenden reduziert, der reduziert den Umweltschutz, der wird schließlich von der Industrie aufgesaugt und am Ende völlig unkenntlich.

Dieser von mir soeben verlesene Beitrag wurde uns von Herbert Steeg von der Coordination gegen BAYER-Gefahren zur Verfügung gestellt. [5]

Was die Unkenntlichkeit einer derartigen Ökologiepolitik angeht, so liefern uns die Grünen – bundesweit, aber auch in Darmstadt – derzeit immer wieder neue beredte Beispiele.

 

Männlicher Machbarkeitswahn

Besprechung von : Lawrence M. Krauss – Die Physik von Star Trek, Heyne Verlag, 4. Auflage 1997, 207 Seiten, DM 29,80

Ja ja, das Weltall, unendliche Weiten …

Nicht nur, daß das Ganze in einer fernen Zukunft spielt, nein, mitunter werden auch die Gesetze der Physik einfach über den Haufen geworfen. Spekulative Technologien werden mit reaktionären Gesellschaftsentwürfen vermischt; und manchmal erzählen uns die Geschichten, wie toll es doch im 23. oder 24. Jahrhundert ist.

Nun gut, wer würde sich nicht gerne eine Erde ohne Hunger, ohne Armut, ohne Krieg und sogar ohne Geld vorstellen? Aber brauchen wir dazu die Erforschung fremder Galaxien? Oder wäre es dann nicht angebrachter, diejenigen, die für Armut, Elend, Hunger und auch Krieg verantwortlich sind, zur Verantwortung zu ziehen?

Buchcover Lawrence Krauss "Die Physik von Star Trek"Wenn heutzutage auf der Erde genügend Lebensmittel für alle Menschen produziert werden, aber gleichzeitig jährlich sieben Millionen Kinder durch Hunger oder leicht heilbare Krankheiten sterben müssen, dann ist dies ein Verbrechen. Ein Verbrechen übrigens mit Namen und Anschrift. Kapitalismus ist zwar eine asoziale Veranstaltung, aber keine anonyme. Die Manager in Banken und Konzernen, die Politiker und Militärs – sie sind identifizierbar.

Um diesen Hunger zu beseitigen, brauchen wir also keine Gentechnik, wie es uns die Schöpferinnen und Schöpfer von Star Trek und Konzerne, Politiker und deren Wissenschaftler heute weismachen wollen.

Star Trek als männlicher Machbarkeitswahn. Immer weiter hinaus in die Ferne. Ein Expansionsdrang ohne Grenzen. Hat Q nicht recht, die Menschheit vor Gericht zu stellen? Hat er nicht recht, ihrem Expansionsdrang Einhalt zu gebieten? Nun ja, soweit wird es zum Glück nicht kommen.

Die technischen Möglichkeiten des Star Trek Universums sind nicht nur spekulativ, zum Teil sind sie auch unmöglich. Lawrence Krauss hat in seinem Buch über Die Physik von Star Trek die realen Möglichkeiten untersucht.

Die klassische Star Trek-Serie um James Kirk hatte bei ihrem Start ein finanzielles Problem. Um möglichst viele neue und auch glaubhafte Geschichten erfinden zu können, mußte die Crew immer wieder neue Welten besuchen. Damals war Computeranimation ein Fremdwort, also hatte man ein Problem. Wollte man die Enterprise auf möglichst vielen Welten landen lassen, hätte die Produktion ziemlich teuer werden können.

Man half sich mit einem Trick und erfand den Transporter. Allerdings handelte man sich damit ein neues Problem ein. Wie funktioniert er? Nun ja, er funktionierte eben. Lawrence Krauss rechnete den Aufwand aus und kam zu dem Ergebnis, daß man entweder eine Energiequelle finden müsse, die 10000 Mal mehr Energie liefert als die ganze Erde bisher verbraucht hat, bei jedem Beamvorgang wohlgemerkt.

Oder man senkt den Energiebedarf um den Faktor 10 und findet eine Möglichkeit, um Menschen innerhalb eines Sekundenbruchteils auf eine Temperatur zu erhitzen, die eine Million mal höher ist als im Innern der Sonne. Auch nicht gerade eine angenehme Vorstellung. Ob deshalb Doctor Mc Coy so ungern den Transporter benutzt hat?

Da fallen solche Kleinigkeiten wie die im Weltall vor sich hinbrummenden Raumschiffe gar nicht erst ins Gewicht. Weil, im Vakuum, und das All ist faktisch ein Vakuumraum, kann kein Schall übertragen werden; und deshalb können wir die Enterprise auch nicht hören. Es sei denn, die Technik des 24. Jahrhunderts hat eine Möglichkeit gefunden, Schallwellen in leeren Räumen zu transportieren. Fragt sich bloß, wozu das gut sein soll.

Ein anderes interessantes Problem ist, wie ein Raumschiff im Warpflug die hinter ihm liegenden Sterne überhaupt sehen kann, denn Warp ist mindestens so schnell wie das Licht und das Licht kann nun mal nicht schneller sein und der geneigten Betrachterin auf Zehn Vorne irgendwelche visuellen Informationen liefern.

Harte Nüsse. Aber in Zukunftsentwürfen nimmt man es ja nicht so genau.

Jedenfalls schreibt Lawrence Krauss auf recht unhaltsame Weise, wo die Probleme liegen und welche Vorstellungen vom Weltall heutzutage in der Wissenschaft diskutiert werden. Manchmal allerdings übertreibt er es mit der Darstellung der physikalischen Einzelheiten, aber vielleicht liegt das an der Materie; und außerdem war ich schon in der Schule im Physikunterricht ziemlich schlecht.

Das Buch von Lawrence M. Krauss heißt Die Physik von Star Trek. Auch dieses Buch ist als Hardcover bei Heyne erschienen und kostet 29 Mark 80.

Nettes Buch.

 

Deutsche Heuchelei

Da wir noch ein wenig Zeit bis zum Ende der Sendung haben, gibt es jetzt noch einen fünften Beitrag.

Abdullah Öcalan, der Parteivorsitzende der Kurdischen Arbeiterpartei PKK, hält sich seit dem 12. November [1998] in Italien auf. Irgendwo in einer Schreibtischschublade kramte die Bundesanwaltschaft einen Haftbefehl heraus und so stellte sich die Frage, ob die Bundesrepublik Deutschland die Auslieferung Öcalans beantragen solle.

Nun lassen sich Vermutungen darüber anstellen, warum die Bundesregierung keinen Auslieferungsantrag gestellt hat. Waren die Beweise der Bundesanwaltschaft zu dünn? Das ist gut möglich, da die Bundesanwaltschaft schon des öfteren ähnlich dünne Anklagen formuliert hat. Allerdings ist es ihr dann meist gelungen, einen Strafsenat zu finden, der jedes noch so dünne Konstrukt nicht nur zuließ, sondern auf dieser Grundlage auch verurteilt hat. [6]

Da ich mehrere dieser Verfahren als Prozeßbeobachter besucht habe, weiß ich, wovon ich rede.

Allerdings erklärt dies nicht das Zögern der Bundesregierung. Weil, irgendeinen Kronzeugen wird die Bundesanwaltschaft schon gegen Öcalan finden. So, wie sie es zwecks Verurteilung von Monika Haas vor kurzem wieder einmal erfolgreich praktiziert hat. Ein Kommentator der gewiß nicht als linksradikal einzustufenden Süddeutschen Zeitung bemerkte dazu:

Wohl selten ist ein deutsches Obergericht mit seinem Urteil auf dünnerem Eis gestanden […]. (I)n mehr als hundert Verhandlungstagen konnte die Bundesanwaltschaft nichts präsentieren, das nach der deutschen Strafprozeßordnung den Namen Beweis verdient. […] Die belastende Aussage der Kronzeugin Andrawes ist nach Überzeugung des Gerichts in wesentlichen Teilen falsch. Bleibt ein Belastungszeuge, den das Gericht nie zu Gesicht bekam, dem kein Verteidiger eine Frage stellen konnte. […] Wenn dieses Urteil Bestand hätte, wäre es eine Schande für den Rechtsstaat. [7]

Nur ist das eben kein Einzelfall; so arbeitet eben die Bundesanwaltschaft.

Jetzt ist Abdullah Öcalan also in Italien und soll doch einen Prozeß bekommen. Wie wäre es mit einem internationalen Gerichtshof, der über den angeblichen Terrorismus der PKK und seines Vorsitzenden urteilt? Perfide wird das Ganze dadurch, daß ein solcher Vorschlag aus Deutschland kam, dem treuesten Bündnispartner der Türkei, die ja mit deutscher Hilfe die Zivilbevölkerung in Kurdistan vertreibt, massakriert, foltert und schikaniert.

Mir ist nicht zu Ohren gekommen, daß deutsche Bundesregierungen wegen der Unterstützung der türkischen Militärdiktatur seit 1980 vor irgendein internationales Gericht geschleppt werden sollten. Schon gar nicht gilt dies für die Präsidenten Kennedy, Johnson und Nixon, die den wohl verbrecherischsten aller Kriege seit 1945 geführt haben, nämlich den Krieg, der die Bevölkerung Vietnams in die Steinzeit zurückbomben sollte.

Ähnliche Vorschläge wie jetzt zur Aburteilung Abdullah Öcalans gab es nicht für den vom Westen unterstützen Massenmörder Suharto in Indonesien, oder Mobutu im Kongo, oder Videla in Argentinien, oder Franco in Spanien – na, ich hör mal auf … Aber es wird deutlich, wer hier wen vor Gericht stellen und aburteilen will.

Wozu die finanzielle, politische und militärische Hilfe der Bundesrepublik Deutschland für die Türkei gegen die kurdische Zivilbevölkerung beigetragen hat und bis heute beiträgt, das werden Filis und Turhan mit ihren Beiträgen in der Sendung des Kurdischen Roten Halbmondes verdeutlichen. Diese Sendung ist bei Radio Darmstadt am Mittwoch, dem 23. Dezember, ab 17.00 Uhr zu hören.

Über die politische und justizielle Zusammenarbeit der BRD und der Türkei gegen den kurdischen Befreiungskampf werde ich am Montag, dem 21. Dezember, ebenfalls ab 17.00 Uhr berichten.

Ich fände es in der Tat eine interessante Idee, neben Abdullah Öcalan die türkischen Militärs, die Herren Kinkel und Kohl und vielleicht noch die ehemaligen US-Präsidenten Reagan und Bush auf der Anklagebank zu sehen. Aber wer wäre so unparteiisch, um einen fairen Prozeß zu führen? Vielleicht die von dieser Politik betroffenen Menschen in Kurdistan? Das wäre doch was!

 

Die Tauglichkeit von Menschenrechten

Von der CDU Darmstadt erreichte uns folgende Pressemitteilung:

Der Kreisverband der CDU Darmstadt hat auf seiner Sitzung am 04.12. der 50. Wiederkehr der Verabschiedung der Menschenrechtserklärung gedacht. Leider sei festzustellen, so die Kreisvorsitzende Eva Ludwig, daß noch immer weltweit gegen die Menschenrechte verstoßen werde. In Europa habe aber der immer stärker werdende Protest gegen die Menschenrechtsverletzungen in den 70er und 80er Jahren zum Ende der kommunistischen Herrschaft und damit zur Überwindung des Ost/West-Gegensatzes geführt. Letztlich habe gerade dieses Beispiel gezeigt, daß nur das beharrliche Hindeuten auf Menschenrechtsverletzungen zu deren Ende führe. Nur durch die Mobilisierung der Weltöffentlichkeit können Menschenrechte gesichert werden. Darum ist jedes freie Land aufgerufen, öffentlich für die Menschenrechte, besonders auch in Einzelfällen, einzutreten.

Ich hab' gedacht, mich trifft der Schlag. Jetzt frage ich mich, was die größere Lachnummer in Darmstadt ist: der grüne OB-Kandidat Klaus Feuchtinger oder die Menschenrechtsresolution der CDU, in der es heißt, und auch daraus möchte ich zitieren:

Wir verpflichten uns, für die Verwirklichung der Menschenrechte politisch zu arbeiten und für Toleranz, Verständnis und gegenseitige Achtung zu werben.

Erinnern wir uns, daß der Landesvorsitzende der Schwesterpartei der CDU, Franz Josef Strauß, dem chilenischen General Pinochet zu seinem Putsch gratuliert hat. Erinnern wir uns, daß die Koalition aus CDU, CSU und FDP unter tatkräftiger Mitwirkung weiter Teile der SPD an der Abschaffung des Rechts auf Asyl in diesem Land hingearbeitet hat. Alle Grenzen dicht; und das heißt: an der deutsch-polnischen Grenze sterben beim Versuch, in die Bundesrepublik zu gelangen, jährlich mehr Menschen als an der ehemaligen Grenze zur DDR.

Und vergessen wir nicht, daß es dieselbe Regierung war, die es dem türkischen Staat und dem türkischen Militär ermöglicht hat, schwerste Menschenrechtsverletzungen zu begehen. Die Türkei erhielt Kredite und Wirtschaftshilfen, politische Rückendeckung und vor allem Gewehre und Panzer, die gegen die kurdische Bevölkerung eingesetzt werden.

Ich weiß ja nicht, was die Frau Ludwig sich dabei gedacht hat. Wahrscheinlich geht das so: man liefert auf der einen Seite das Material zur effektiven Unterdrückung von Menschenrechten und auf der anderen Seite deutet man beharrlich auf eben diese Menschenrechtsverletzungen hin, auf daß sie aufhören.

 

Schluß

Jingle Alltag und Geschichte

Die heutige Sendung der Redaktion Alltag und Geschichte geht dem Ende entgegen. In zwei Wochen, am Mittwoch, den 23. Dezember, wird Günter Mergel ab 19.00 Uhr in seiner Sendereihe Esoterik zwischen Magie und Aberglaube Verschwörungstheorien vorstellen und darstellen, warum diese Theorien mitunter recht unerfreuliche praktische Auswirkungen haben können.

Am nächsten Mittwoch hört ihr zur selben Zeit Cinemascope, die Sendung mit den vielen Werbegeschenken.

Für heute verabschiedet sich Walter Kuhl.

 

ANMERKUNGEN

 

Mittels eines Klicks auf die Nummer der jeweiligen Anmerkung geht es zur Textpassage zurück, von der aus zu den Anmerkungen verlinkt wurde.

 

»» [1]   Der Sendeinhalt der ersten Sendestunde der Redaktion von 19.00 bis 20.00 Uhr läßt sich nicht mehr rekonstruieren. Möglicherweise handelte es sich um eine Ausgabe von Günter Mergels Esoterik zwischen Magie und Aberglaube.

»» [2]   Zehn Jahre später ist von dieser Konfliktlinie nichts mehr zu spüren. Der damalige DGB-Kreisvorsitzende ist nun Oberbürgermeister von Darmstadt und der heutige Vorsitzende der DGB Region Südhessen leitete damals das Jugendbüro.

»» [3]   Paul-Hermann Gruner : "Zwei, drei Rädelsführer", in: Darmstädter Echo am 3. Dezember 1998.

»» [4]   Zehn Jahre später scheint es kaum nachvollziehbar, daß ein solcher Zeitungsartikel derartige Wellen schlagen konnte. Zumal Paul-Hermann Gruner in seiner Headline den damaligen SPD-Landtagsabgeordneten Harald Polster zitiert. Und doch war die damalige tendenziöse Berichterstattung des Darmstädter Echo ein Politikum.

»» [5]   Dieser hier unverändert wiedergegebene Text wurde für die Sendung leicht überarbeitet.

»» [6]   Dies gilt auch für die 1990er Jahre, etwa in den Verfahren gegen Eva Haule, Birgit Hogefeld und Monika Haas.

»» [7]   Kommentar Brüchige Säulen der Anklage in der Süddeutschen Zeitung vom 17. November 1998.

 


 

Diese Seite wurde zuletzt am 16. März 2008 aktualisiert. Links auf andere Websites bedeuten keine Zustimmung zu den jeweiligen Inhalten, sondern sind rein informativer Natur. ©  Walter Kuhl 1998, 2001, 2008. Die Wiedergabe, auch auszugsweise, ist nur mit dem Einverständnis des Verfassers gestattet.

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