HP Scanjet 4370

Installationsprogramm überlistet

 

Diese Seite verrät, wie sich das Installationsprogramm für das HP Solutions Center überlisten läßt.

 

URL dieser Seite : http://www.waltpolitik.powerbone.de/specials/hp4370sc.htm

 

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Ein Erfahrungsbericht

Im Oktober 2005 hatte ich mir im Media Markt relativ günstig einen neuen HP Scanjet 4370 zugelegt. Auf der Verpackung war deutlich vermerkt, daß für diesen Scanner Mindestvoraussetzung ein Rechner mit mindestens 233 MHz ist. Ich bin das Risiko des Kaufs eingegangen, auch wenn diese Angabe tatsächlich stimmen mag, weil ich die Erfahrung gemacht habe, daß Hard– und Software in der Regel auch auf etwas schwächeren Rechnern laufen.

Hier muß ich einfügen, daß ich einen alten Dell Optiplex–Rechner mit einer 200 MHz–CPU besitze.

Ich bin also mit dem frisch erworbenen Scanner nach Hause gefahren und habe ihn an meinen USB–Hub angedockt. Der Treiber ließ sich problemlos installieren, auch wenn die beigefügte papiernerne Bedienungsanleitung in dieser hinsicht äußerst dürftig geraten ist. Der Treiber befindet sich im Root–Verzeichnis der beigefügten CD und muß insofern nicht erst mühsam auf der CD gesucht werden. Anschließend startete ich das Setup–Programm, das erst einmal eine Weile lief, bevor es mir mitteilte, daß meine Systemkonfiguration leider nicht ausreichte, um das HP Solutions Center zu installieren. Mir wurde zum Kauf eines besser ausgerüsteten Rechners geraten. Zum einen bemängelte das Installationsprogramm meinen Prozessor, der auf 198 MHz geschätzt wurde, zum anderen wollte es eine bestimmte Minimalversion des Internet Explorers vorfinden. Ersteres war eindeutig auf dem Karton vermerkt, letzteres halte ich für eine Unverschämtheit. Die Wahl des Browsers möchte ich doch lieber selbst bestimmen; und ich bevorzuge den Mozilla Firefox. Dennoch habe ich eine alte 5.0er–Version des Internet Explorers installiert, um damit neu erstellte Dateien für meine Homepage überprüfen zu können. Die nachgelieferten Service Packs benötige ich also nicht, zumal der Rechner nicht ans Internet angeschlossen ist. Diese alte Version entpuppte sich also als zweiter Stolperstein.

Nun war guter Rat teuer. Denn ohne das HP Solutions Center ist der frisch erworbene Scanner allenfalls als Staubfänger zu gebrauchen. Also schaute ich mir die Dateien auf der CD etwas genauer an und stieß hierbei auf vier Dateien, die wie Konfigurationsdateien aussahen, und zwar die autorun.inf, Express.dat, Full.dat und die Minimum.dat. Darin entdeckte ich mehrere Angaben, die darauf schließen ließen, daß hieran die Installation gescheitert war. Und zwar wird der Prozessortyp abgefragt sowie dessen Schnelligkeit, und weiterhin die Version des Internet Explorers. Es gibt noch einige Abfragen mehr, aber das muß uns erst einmal nicht beschäftigen.

Nach ein bißchen Herumprobieren habe ich den Inhalt der CD auf meine Festplatte gespielt und die vier Dateien verändert, weil nicht ganz ersichtlich war, welche der vier jetzt der "Übeltäter" war. Und siehe da: das Programm ließ sich installieren! Allerdings wurde hier die Express Version der HP Image Zone installiert – ich glaube jedoch, das kann ich verkraften. Ohne jetzt alle Features durchprobiert zu haben, läßt sich sagen: der Scanner läuft auch an einer alten Gurke wie meiner.

Also – was ist zu tun?
Es gibt einen Eintrag MinCPU. Dieser ist bei meinem Scanner – bei anderen HP–Geräten kann die Minimalanforderung eine andere sein! – mit dem Wert 5 für eine Pentium II–CPU voreingestellt. Da mein Rechner eine Pentium MMX–CPU besitzt, habe ich den Wert in 4 geändert.
Dann gibt es einen Eintrag MinMHz mit dem Wert 233. Um das Programm erfolgreich zu täuschen, habe ich eine realistische Angabe für einen MMX–Prozessor angegeben: 166. Meine 200 MHz waren ja nur als 198 MHz erkannt worden.
Auch beim Internet Explorer wird eine Mindestversion vorausgesetzt, und zwar die Versionen 5.0.2919.6306 bzw. 6307. Dieser Wert ist also anzupassen. Dabei ist zu beachten, daß für bestimmte Funktionen des HP Solutions Centers, die ich mangels direktem Internet–Zugang nicht benötige, wahrscheinlich wirklich ein Update erforderlich ist. Ich empfehle daher, hier den Internet Explorer anzupassen und ansonsten den Browser der eigenen Wahl zu benutzen.

Jetzt kommt das Kleingedruckte: Für das Funktionieren dieses Tricks wird keine Garantie übernommen. Dies gilt erst recht für mögliche Auswirkungen wie Hard– und Softwareprobleme, Datenverluste und deren Folgeschäden. Die Nutzung des genannten Tricks geschieht auf eigene Gefahr.

Aber mal ehrlich – wer arbeitet heute noch mit einem so langsamen Rechner? Übrigens: der Scanner kann auch an einem Mac betrieben werden. Vielleicht sollte ich einmal ausprobieren, ob sich das Installationsprogramm auch auf meinem 200 MHz–Power Mac überlisten läßt …

 

 

Diese Seite wurde zuletzt am 9. Oktober 2005 aktualisiert.
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©  Walter Kuhl 2001, 2005
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